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Erste Nacht- und Sternfotografie
Ich war heute Nacht das erste Mal unterwegs in der Nähe des Bovbjerk Fyr an der dänischen Westküste, primär mit dem Ziel, Sterne zu fotografieren. Zwei von rund 40 mehr oder weniger brauchbaren Bildern waren zwei dabei, mit denen ich - fürs 1. Mal - ganz zufrieden war. Ein paar Milchstraßenfotos sind auch ganz nett geworden, aber da das Zentrum aktuell nicht sichtbar war, waren sie jetzt auch nicht sooo spektakulär.
Nachbearbeitet sind sie mit Luminar 4.3, beides "one shots", keine Komposita. Lightroom stand (leider) nicht zur Verfügung. → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Über ehrliche Kritik und Tipps, wie es noch besser geht, würd ich mich sehr freuen. |
Sieht super aus, coole Stimmung und Farben :top:
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Die Bilder sind gut geworden, ein gelungener Start! Beim ersten gefällt mir die Farbe des Himmels besser, aber das zweite Bild kann mit einem interessanten Aufbau punkten und ist für mich daher der Gewinner. Allerdings sind die Sterne auf dem zweiten Bild unscharf. Du hättest den Fokus ein bisschen weiter nach hinten legen müssen und ggf. noch etwas abblenden. Welche Brennweite hast Du genommen?
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Beim 1. sind (leider) die Sterne nicht so präsent. Sonst würde man links oben wahrscheinlich den Großen Wagen eher erkennen. Das war nämlich eigentlich die Idee, links im Dunklen noch ein bekanntes Sternbild zu sehen, während sich rechts schon der neue Tag ankündigt. Aber vielleicht sind meine Bearbeitungsfähigkeiten auch noch nicht ausgeprägt genug. Spannenderweise ist aber auch bei den RAW-Dateien der farbliche Unterschied erkennbar. Das erste Bild (das zeitlich gesehen eigentlich das zweite ist), ist auch im Original erkennbar blauer :) |
Die Bilder gefallen mir sehr Gut, auch oder gerade weil es der Erste Versuch war. :top:
Zum scharf stellen gibt es dann auch noch Hilfsmittel wie z. B. diese Filter, damit ist ein exaktes scharf stellen ein "Kinderspiel". |
Es empiehlt sich die 500, besser noch die 300 Regel, um Sterne einigermaßen scharf und rund zu bekommen
Hier ein paar gute Tipps https://www.rawvision.de/milchstrass...ng-und-praxis/ Ganz interessanter Vortrag hier https://www.youtube.com/watch?v=A-4suqRMdO0&t=510s oder hier https://www.youtube.com/watch?v=5rZfFOTNc7g&t=2508s Der Kanal von Peter Zelinka ist auch sehr gut https://www.youtube.com/channel/UCt1...bRPGVGmlCYN44A Zitat:
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Mit der 300er-Regel käme ich bei 25 Sekunden 'raus. Klar, da sind 30 Sekunden definitv drüber, und ich hab eben ein Video von Stephan Wiesner gesehen, da meinte er auch, dass beim Samyang bei 30 Sekunden die Sterne etwas ziehen.
Und die erste Erkenntnis: vielleicht hätt' ich doch den Mut haben sollen, mit der IDO ein wenig 'runter zu gehen, statt mit ISO 100 zu arbeiten. :oops: |
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Ohne Nachführung ist es sehr schwer 30 Sekunden ohne Sternenspuren zu schaffen, aber mit ISO hoch geht es gut mit einer kürzeren Zeit und je nach Kamera ist es ok, Meine Sony A7iii hab ich sehr ausgereizt und es waren trotzdem gute Ergebnisse zu sehen ( also gut für mich ) |
Einige Anmerkungen von mir:
1. Gratulation zu den ersten Sternbildern! 2. Die Hinweise von Reisefoto passen. 3. Ob die Sterne "ziehen" hängt natürlich auch davon ab, in welchem Bereich des Himmels man fotografiert: rund um den Polarstern kann man länger belichten. Im Bereich des Himmelsäquators am kürzesten. google mal nach "Rektaszension" und "Deklination" und mach dich vertraut mit den Sternbildern bzw. in welche Richtung du gerade fotografierst. 4. Unter ISO400 ist ohne Nachführung eher schwierig 5. Bei den heutigen Sensoren und Objektiven ist die "300er"-Regel sicher das Maximum, was an Zeiten möglich ist. Eher sogar noch weniger... 6. @Ditmar: Diese "Filter" nennt man Bahtinov-Maske (wurde von einem russischen Amateurastronom entwickelt, der sich die Idee leider nicht patentieren hat lassen und jetzt wird es von vielen zu horrenden Preisen verkauft :twisted:). Diese Dinger bekommt man in Astrofachgeschäften um ein paar Euro. Die wirken aber so kurzen Brennweiten nicht wirklich! Das 12mm ist ja ein MF-Objektiv. Da eignet sich am besten eine aufgeklebte zusätzliche mm-Skala und Testaufnahmen. Dann trifft man immer den perfekten Fokus. 7. @spaceman2: Warum zitierst du einen ganzen Beitrag (inkl. der Bilder), der direkt ober deiner Antwort steht? Das macht Threads unleserlich... |
Wieder was dazu gelernt. :top:
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Nachdem mit meinen Versuchen recht Happy war , wollte ich mir die Bilder die hier gepostet wurden zum Vergleich anschauen, aber leider funktioniert der Link nicht bzw. sind die Bilder nicht da. Ist das nur so bei mir oder wurden die Bilder wirklich entfernt?
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:shock::shock::shock:
Mist, ich hab tatsächlich die Bilder austauschen wollen, aber wohl was falscg gemacht dabei. Hier sind sie: → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie |
Schöne Stimmungsbilder! :top:
Aber beim Monduntergang stimmt leider der Fokus nicht... |
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Viel mehr hadere ich eigentlich mit dem Vordergrund bzw. damit, ob es gut ist, ihn nachträglich so herauszukitzeln. Vor Ort war es gefühlt eigentlich dunkler, aber ich hab in der Nachbearbeitung festgestellt, dass trotzdem noch genug Kontraste vorhanden waren, damit sich das Mondlicht dort "widerspiegelt". ich bin mir nicht sicher, ob ich es nicht vielleicht hier etwas übertrieben hab. |
Hm, ich habe die Vermutung das Objektiv auf einer Seite (rechts) nicht ganz scharf abbildet auf Unendlich.
War die rechte Seite oben bei dem Hochkantbild? Ansonsten sehr stimmungsvolle Bilder! Das erzeugt schon Sehnsucht, denn ich mag die dänische Westküste sehr gerne. Gruß, Dirk |
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Wenn ich es dunkel in Erinnerung hatte, hatte ich die Blende ganz offen. Mit dem Fokus bin ich mir sehr sicher: ich hab mittels Fokuslupe einen Stern anvisiert und von Hand das Samyang darauf scharf gestellt. Fest steht aber, dass ich das Bild mit etwas mehr als 30 Sekunden belichtet hab. Etwas weiter vorne wird eine Faustformel erläutert, mithilfe der man sich grob gepeilt die äußerste Belichtungszeit errechnen kann, wenn die Sterne keine Spuren ziehen sollen. Für APS-C soll dies "300 : Brennweite = x Sekunden" sein (besser kürzer). Mit meinem 12mm Samyang komme ich da auf maximal 25 Sekunden (kürzer wäre wie gesagt besser). Da ich aber definitiv über 30 Sek. war, haben die Sterne einfach Spuren gezogen. Zitat:
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Da kommen mehrere Sachen zusammen: es stimmt schon, dass die Sterne durch die Erddrehung länglicher geworden sind. Aber ganz sicher sind auch die Abbildungsleistungen bei Offenblende nicht ideal und da spielt dann die Fokuslage eine große Rolle: die Bildfeldkrümmung liefert dir entweder in der Bildmitte oder am Rand eine bessere Abbildung.
Zeig doch mal 110% crops aus der Bildmitte und den Ecken. Besser wäre es auf f/4 abzublenden und ISO800 zu nehmen... |
Hi!
Ich finde beide Fotos super geil! Schaut super chillig und deswegen liebe ich Sternfotografie! Super Fotos. :top: Beim Monduntergang habe ich nicht bemerkt, dass das Focus nicht ganz perfekt ist, sowieso finde ich es wunderschön! :top: LG |
Danke für die ganzen Tipps. Ich habe mich noch nicht so an die Nachtfotografie herangetraut, weil ich dort bisher immer Probleme mit dem Fokus hatte. Werde es nochmal mit den ganzen Ratschlägen hier versuchen :)
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Habe vor dem Shooting bei Tageslicht im Manuellen Modus mal geprüft, ab welchen Entferungseinstellungen auch bis unendlich scharf fokusiert wurde.
Auf meiner A7rIII wird das im Sucher angezeigt und es war glaube ich ab 35m, was natürlich in der Nacht geholfen hat, aber das Frontobjekt war dann doch nicht so weit weg und ich mußt daher etwas mit der Blende nachhelfen, was natürlich etwas auf die Sterneausbeute bzw Iso Werte Auswirkungen hatte. Bei der Planung habe ich auch die App Photopills genutzt, was die Sache auch noch etwas erleichtert hat.https://www.photopills.com/ Da Objektiv war ein Sigma 14-24 2.8. Wir nicht jedem gefallen, poste es aber trotzdem für die die es sehen wollen was ich mir so einfallen hab lassen. → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie |
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