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ingoKober 16.10.2019 11:14

Amboseli heißt Staub - Ein Reisebericht
 
So schön, wie Dana bekomme ich das sicher nicht hin, aber ich will mich jetzt auch mal an einem Tag für Tag Reisebericht versuchen. Da ich nur sporadisch Zeit für die Fotobearbeitung habe, dauert es sicher einige Zeit, aber vielleicht trägt das ja auch dazu bei, den Südafrikareisenden die Wartezeit etwas zu verkürzen. Dieses Mal waren wir mit einer Reisegruppe von elf Personen, drei davon Kobers, in Kenia unterwegs. Mit dabei waren neben Frau und Tochter die A7RIV mit dem Tamron 150-600 als immerdrauf und die RX10III für gewissermaßen alles andere. Wir hatten zwei Toyota Geländewagen und jeder einen Fensterplatz. Gute Voraussetzungen zum Fotografieren also schonmal. Der Amboseli NP war zwar erst unsere letzte Station, aber Amboseli im Wortsinne, Staub also, hat uns viele viele der immerhin rund 2000 Kilometer dieser Reise begleitet. Staub im Mund, Staub auf Linsen, Kameras, im Essen, in der Kleidung, Staub überall. Auf den asphaltierten Straßen – unser Guide nannte sie wegen der Farbe „Coca-Cola Straßen" fehlte zwar der Staub, das Vorankommen war aber nicht angenehmer. Zwischen Mombasa und Nairobi sind endlos viele LKW unterwegs und von Naivasha nach Nairobi war es durch die vielen Schnittblumentransporte nicht besser. Wer Kobers kennt, weiß, dass wir im Urlaub Regen mitbringen. Immer. So wagte auch diesmal die Regenzeit einige viel zu frühe aber heftige Vorstöße und wir lernten nicht nur Staub, sondern auch seine verflüssigte Variante, Matsch, intensiv kennen. Ehrlich, da ist mir der Staub doch lieber. Mehr dazu jeweils an passender Stelle.
Aber beginnen wir mal endlich: Am ersten Oktober ging es morgens los mit dem Flug von Frankfurt nach Nairobi. Dort angekommen, lernten wir erstmal die Mitreisenden, die Fahrer und Guides kennen und traken ein Gläschen Begrüßungssekt. Dann wurden wir ins Double Tree in Nairobi gekarrt, wo wir die Nacht verbrachten. Nicht viel Afrika, aber einige Hagedasch erinnerten mit ihren Rufen schon daran, wo wir waren.
Morgens am nächsten Tag ging es dann schon früh los, Richtung Aberdare NP.
Hier nur kurz das Hotel und ein Blick in die Stadt.


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Auf der Reise bekamen wir zwecks Toilettenbesuch den ersten Curio Shop von innen zu sehen. Schweineteuer


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…..da ging ich lieber raus und knipste die -gut versteckten- Flughunde im Baum vor dem Shop.


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Unser Ziel war der Aberdare Country Club. Ein Überbleibsel der Kolonialzeit und man fühlte sich dort auch sofort um 100 Jahre zurückversetzt.


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Auf dem Gelände des Country Club tummelten sich dann auch bereits so einige Tiere.

Buschböcke


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Warzenschweine


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Steppenzebras


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Weißkehlmeerkatzen


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Und natürlich viele Vögel....
zB Reichenows Weber


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Keniasperlinge


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Dunkelrote Amaranten


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Schmetterlingsfinken


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Und viele mehr!


Später starteten wir dann mit reduziertem Gepäck durch den Regenwald


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...in Richtung „The Ark“. Das ist eine in Schiffsform gebaute Lodge in den Aberdare Bergen mit einem großen künstlichen Wasserloch und rundum Verglasung und Balkonen. So hat man vom Zimmer, beim Essen, vom Salon….von überall immer Sicht auf das Wasserloch.


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Bei Ankunft tummelten sich da einige Büffel und Warzenschweine.


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Wie später andere Tiere auch, wurden einige davon sehr stark von Rotschnabel Madenhackern belästigt.


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Später trat dann eine Gruppe meines ersten Highlights vorsichtig auf die Lichtung mit dem Wasserloch: Riesenwaldschweine. Mit bis zu 300kg Gewicht und deutlich über einen Meter Schulterhöhe die größten Schweine der Welt. Die Tiere leben scheu und zurückgezogen im Regenwald und wurden daher trotz ihrer Größe erst vor etwas mehr als hundert Jahren entdeckt, Ihre Haltung in Zoos ist bis heute nicht reproduzierbar gelungen.


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Von den jüngeren Rottenmitgliedern gelangen mir einige gute Fotos.


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Am besten gefällt mir dieses hier:


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Der kapitale Keiler aber hielt weit weit entfernt am Waldrand Wache und ich habe kein gutes Bild hinbekommen. Aber zeigen tue ich ihn trotzdem.


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Ein Beeindruckendes Tier! Bald kamen dann noch Warzenschweine, Buschböcke und weitere Tiere dazu. Gar nicht zu reden, von den vielen Vögeln.

Ich zeig erstmal nur Fiskalwürger und Moscheeschwalbe


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Ein Trupp Hyänen zeigte sich weit entfernt am Waldrand und machte wiederholt Ansätze, die Buschböcke zu beschleichen.


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Die waren aber wachsam und so geschah nichts weiter. Dann begann es zu regnen.

Man ahnte es ja schon....


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Heftig…aber OK, im Regenwald darf es das. Aber die meisten Tiere zogen sich dann doch ins schützende Dickicht zurück.

Viele wurden aber auch nass. Dieser Nektarvogel so serh, dass ich ihn nicht bestimmen konnte.


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Da half auch heftiges schütteln nichts.


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Das Gelbflügerlnektarvogelweibchen war irgendwie trocken geblieben


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Und den Mausvögeln wars wohl egal


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Spät am Abend zeigte sich noch ein einzelner Steppenelefant (in den Aberdares gibt es beides, Wald- und Steppenelefanten).

Erst vertrieb er die Büffel


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...dann hing er - bzw sie- noch eine Weile entspannt ab.


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Hier musste ich übrigens auf ISO 12800 gehen…gar nicht so schlecht, wie sich die A7RIV da schlägt

...und dann ging es auch für uns schon ins Bett. Vielfältige Dschungelgeräusche begleiteten uns in den Schlaf.


Fortsetzung folgt.


Viele Grüße

Ingo

dey 16.10.2019 11:28

Ganz cooles Nachtsichtgerät.

Der nasse Nektarvogel mag keinen Regen!? Sieht ein bisschen cholerisch aus, der Kamerad.

Das Bild vom Gelbflügerlnektarvogelweibchen ist sehr unscharf/ detailarm. Was ist denn da passiert? aps-c-modus?

Ditmar 16.10.2019 11:33

Der Nektarvogel ist mein absoluter Favorit. :top:
Schöner Bericht mit reichlich Bilder die Lust auf mehr machen.

ingoKober 16.10.2019 11:35

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 2094343)
Ganz cooles Nachtsichtgerät.

Der nasse Nektarvogel mag keinen Regen!? Sieht ein bisschen cholerisch aus, der Kamerad.

Das Bild vom Gelbflügerlnektarvogelweibchen ist sehr unscharf/ detailarm. Was ist denn da passiert? aps-c-modus?



Nö, quirliger Vogel, der keine Sekunde, eigentlich auch keine halbe, still saß. Und das in der Dämmerung. Mir geht es in diesem Thread weniger darum, die besten Fotos zu zeigen, als einen Überblick über das gesehene..
Die guten Fotos - keine Sorge, da kommen auch einige- stelle ich dann zT vielleicht auch nochmal andernorts zur Diskussion.

Viele Grüße

Ingo

kiwi05 16.10.2019 11:44

Interessanter Bericht :top:. Hier werde ich bestimmt regelmäßig vorbeischauen.

Tom D 16.10.2019 12:03

Sehr schöner Bericht und schöne Bilder interessanter Arten.
Vielen Dank.

Meine Vogelbestimmungs-App sagt zu 72% 'Miombonektarvogel' (Cinnyris chalibeus). Die liegt aber auch trotz hoher Prozentangaben manchmal daneben. ;)

dey 16.10.2019 12:30

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094348)
Mir geht es in diesem Thread weniger darum, die besten Fotos zu zeigen,

War keine Kritik, sondern Verwunderung, weil die anderen (die ich angeschaut habe) durchweg sehr gut sind.

KSO 16.10.2019 13:20

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094337)
.....
Viele wurden aber auch nass. Dieser Nektarvogel so serh, dass ich ihn nicht bestimmen konnte.


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......

Suuuuper Bild. :top::D:D

und super Bericht, freue mich sehr auf mehr. :top:

jhagman 16.10.2019 13:32

Hallo Ingo
Das geht ja schon richtig gut los mit deinem Reisebericht. Und ja. Auch ich werde hier regelmäßig reinschauen. Und irgendwie bekommt ich dann doch wieder.......
Und
Danke fürs zeigen

Uschmww 16.10.2019 20:11

Tolle Bilder.
Interessante Tiere, allesamt. Eigentlich stand Afrika bisher nicht auf meiner Reiseliste, aber wenn ich deine Bilder sehe... Gibt es dort, wo du warst, auch Papageien?

Freue mich auf weitere Bilder und Berichte.
Danke fürs Zeigen.

BeHo 16.10.2019 20:32

Das alles schon am ersten Tag? :shock: :shock: :shock: :top:

Wie nah warst Du denn am nassen Nektarvogel dran? Die sind doch recht klein, oder?

kppo 16.10.2019 22:44

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094337)
Fortsetzung folgt.

Ist schon abonniert ;) :D
Tolle Bilder! :top:

Gruss
Klaus

Kreta2 16.10.2019 23:14

Interessanter Bericht mit toller Auswahl an Tieren,weiter so:top:
Gruß Thomas

10Heike10 17.10.2019 18:07

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094337)
... aber vielleicht trägt das ja auch dazu bei, den Südafrikareisenden die Wartezeit etwas zu verkürzen.

Bin ich die Einzige, die schon die Tage bis zum Abflug abzählt
(vermutlich nein)? ;)


Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094337)
…..da ging ich lieber raus und knipste die -gut versteckten- Flughunde im Baum vor dem Shop.

...


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Was für ein Blick :top:


Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094337)
Fortsetzung folgt.

:idea: ... Abo ist aktiviert!

ingoKober 17.10.2019 20:26

Und weiter gehts...

Früh am nächsten Morgen verließen wir dann die „Arche“ und es ging los Richtung Norden in den Samburu NP.


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Die Landschaft war teils eher eintönig...

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Aber auch Mount Kenia lugte mal kurz aus den Wolken und es gab viele viele Straßenmärkte.


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Unterwegs machten wir einen Toilettenstop am Äquator


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... und bekamen dort natürlich präsentiert, dass das Wasser 10 Meter nördlich des Äquators andersherum abfließt, als 10 Meter südlich.


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OK, die Coriolis Kraft ist real. Aber auf so kurze Entfernung? Und ob das Schild wirklich so exakt am Äquator steht? Um wirklich die Drehrichtung des abfließenden Wassers zu beeinflussen ist dessen Drehgeschwindigkeit definitiv zu hoch und die Corioliskraft dagegen viel zu klein. Die Drehrichtung des Wasserwirbels sollte viel abhängiger von zufälligen Unregelmäßigkeiten im Abfluss sein und auf beiden Halbkugeln sowohl in der einen wie der anderen Richtung vorkommen. Soweit die Theorie….Aber der Kerl am Äquator zeigte beeindruckend, dass sein Wasser am Äquator senkrecht abfloss und 10m nördlich oder südlich im gleichen Gefäß jeweils andersrum. Ein Trick muss dabei gewesen sein, aber ich fand ihn nicht heraus. Meine Hochachtung! Aber egal.
Weiter gings, zusammen mit dem üblichen Verkehr


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….nach gut 4 Stunden Fahrzeit – und mäßig viel Amboseli- waren wir dann am Gate des Parks und hatten noch ca 30 Minuten Wegstrecke bis zum Ashnil Samburu Camp, unserer dortigen Unterkunft vor uns.


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Natürlich haben wir auf dem Weg dahin auch Tiere gesehen und Fotostops gemacht. Ich habe aber die A7RIV dafür nicht ausgepackt, sondern mich mit der RX10III begnügt.
Im Samburu NP erwartete ich einige Tiere zu sehen, die ich bisher noch nie „in the wild“ beobachten durfte und ich wurde nicht enttäuscht. Die Fauna des Gebietes ist sehr special. Schon nach wenigen Minuten trafen wir auf die ersten, wunderschön gezeichneten Netzgiraffen. Nach heutiger Taxonomie eine eigenständige Art.


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Gleichzeitig - und immer wieder- sahen wir Grevy Zebras. Grevys sind die größte Zebravariante und deutlich anders gefärbt als alle anderen…aber das seht Ihr ja auf den Fotos.


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Dann sahen wir unseren ersten - und einzigen (!!) Kudu der Reise.


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Und Wasserböcke. Die ostafrikanischen Vertreter zeigen nicht den deutlichen wiessen "Toilettenabdruck" am Hinterteil.


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Die Wilddichte im Samburu ist enorm. Alle 5 Minuten eine Sichtung eines größeren Tieres – mindestens und das über zweieinhalb Tage!

Zum Mittag waren wir dann endlich im Camp.


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Schöne Unterkünfte, Zelte mit festem Boden und Bad.


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Das ganze direkt am Fluß, allerdings durch einen Zaun und ein Mäuerchen abgetrennt von den wilden Tieren.
Abgetrennt? Dass im Süden gut 20 Meter Zaun fehlten, weil sie erneuert wurden, merkte ich erst nach dem üppigen Mittagessen bei einer ausführlichen Erkundung des Camps, während Birgit sich auf der Terrasse des "Zeltes" ausruhte.


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Zuerst stieß ich auf Elefantenspuren, dann auf das Loch…Also von wegen abgeschlossen. Aber hey…. Thats Africa!
Beim Campspaziergang gab es zuerst nur ein paar Vögel, wie...

Rotbauchpapageien
Männchen:


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Weibchen:


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Lautstarke Mahali- und Starweber


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Nette Graukopflieste


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Somalische Gurrtauben


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Bronzeflecktäubchen


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Rotschnabeltokkos


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Graukopfsperlinge


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...und Grüne Meerkatzen zu sehen.


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Dann gab es aber doch noch Action am Fluß, denn eine Elefantengruppe verlustierte sich dort ausgiebig.


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Das Highlight war aber leider ein negatives. Ich hatte im Camp nur meine Treckkingsandalen an und trotz entsprechender Vorsicht habe ich mir dann einen Akaziendorn durch deren Sohle gut anderthalb Zentimeter tief in den Fuß getrieben. Es machte hörbar Plopp, als ich ihn herauszog und ein ordentliches Quantum Blut folgte. Die nächsten zwei Tage habe ich gehinkt, aber zum Glück hat sich nichts entzündet. Dummerweise verbargen sich leider noch mehr Dornen in der Sohle, die nicht ganz durchdrangen, aber mich in den nächsten Tagen immer empfindlich pieksten, wenn ich mit der entsprechenden Sohlenzone auf eine spitzeren Stein trat. Auch das ist Afrika. Diese Dornen sind einfach steinhart und superspitz. Einer hat uns einige Tage später sogar einen platten Reifen beschert, obwohl die Geländewagenreifen natürlich den Bedingungen vor Ort angepasst und steinhart gewählt waren.
Am Nachmittag hatten wir dann unseren ersten echten Gamedrive und ich lass einfach mal Bilder sprechen.

Oryx, ein Charaktertier von Samburu


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Helmperlhühner waren natürlich überall präsent


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Ebenso, wie Grantgazellen


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Kein Fluß in Afrika ohne Krokodile


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Und es gab viele schöne Afrikafilmszenen zu sehen


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Bald sahen wir das erste Gerenuk...die sind nur sehr lokal verbreitet


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Und dann vielleicht noch ein Gerenuk...aber im Bauch dieses seehr satten Geparden


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Die Warzenschweine suchten trotzdem lieber das weite


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Heilige Ibisse sahen wir auch regelmäßig



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Ob der bei der Bildstabilisierung geholfen hat?

Ein seltener Anblick war diese gemischte Zebraherde. Hier sieht man natürlich gut die Unterschiede zwischen Burchells und Grevyzebra.


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Im Abendlicht sahen die Netzgiraffen besonders toll aus


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Die beiden Bullen haben sich dann noch ein wenig spielerisch gekloppt.


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Auch dem Singhabicht stand das Abendlicht


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Ebenso, wie der Oryx.


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Dann gab es noch eine Sichtung von Elefanten mit gaanz kleinem Baby.


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Das ist dann auch noch ausgerutscht und fast hingefallen


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Abend wurde es und Zeit, heim zu fahren


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Schaut mal nach hinten rief da dann noch Charlotte
Und siehe da:


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Die Löwen reihten sich dann - nach kurzem erfolglosen Jagdversuch aud ein Impla gemütlich in die zum Camp fahrende Autoschlange ein



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Aber da mussten sie natürlich draussen bleiben.

Als wir dann zum Zelt zurückkamen, fand meine Tochter Spuren eines Affenbesuches (Kot, angebissene Zuckertüten) in ihrem Zelt, obwohl sie als alter Afrikahase peinlich auf guten Verschluss des Zeltes geachtet hatte. Offenbar war ein Affe aber beim Zimmermädchenbesuch mit reingeschlüpft. Auch das ist Afrika….
Nach einem leckeren Abendessen fielen wir müde ins Bett. Aber nicht ohne noch rasch diesen Hausgecko am Zelt zu knipsen…


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Kurz hörten wir entfernt noch die Löwen brüllen. Dann schliefen wir auch schon. Nicht so eine der Mitreisenden. Denn vor ihrem Zelt – aber hinter dem Zaun- fand sich eine große Elefantenherde ein, die trötend im Fluss herumtollte und bei der Beobachtung verbrachte sie den größten Teil der Nacht. Wir aber schliefen so tief, dass wir nichts davon mitbekamen.

Fortsetzung folgt....aber wohl erst in einigen Tagen.

Viele Grüße

Ingo

ingoKober 17.10.2019 21:45

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2094448)
Das alles schon am ersten Tag? :shock: :shock: :shock: :top:

und es wurde nur besser!

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2094448)
Wie nah warst Du denn am nassen Nektarvogel dran? Die sind doch recht klein, oder?

Ja, maximal 10 cm...vielleicht so 5-6 Meter.

Viele Grüße

Ingo

kppo 17.10.2019 23:51

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094648)
Und weiter gehts...

Und wieder eine bärenstarke Bilderserie! :top:

So ganz nebenbei pulverisierst Du gerade auch noch einige Themen/Thesen unserer Highend-Theorethiker und Fanboys ;) :lol:

Es wurde ja ständig diskutiert, was Objektive für die 61MP können müsse...
Man muss ganz sorgfältig fotografieren mit dieser hohen Auflösung für scharfe Bilder ...
Viel nur mit Stativ ...

Die meisten EXIF's deiner Bilder deuten auf ein ziemlich entspanntes Fotografieren hin :top:, auch wenn ich manche Deiner Zeiten nie halten könnte ;) :oops:

Da hat Guidos Kumpel wohl doch nicht so unrecht :)

Gruss
Klaus

ingoKober 18.10.2019 08:56

Zitat:

Zitat von kppo (Beitrag 2094694)
Und wieder eine bärenstarke Bilderserie! :top:

Danke :)

Zitat:

Zitat von kppo (Beitrag 2094694)
So ganz nebenbei pulverisierst Du gerade auch noch einige Themen/Thesen unserer Highend-Theorethiker und Fanboys ;) :lol:

Es wurde ja ständig diskutiert, was Objektive für die 61MP können müsse...
Man muss ganz sorgfältig fotografieren mit dieser hohen Auflösung für scharfe Bilder ...
Viel nur mit Stativ ...

Die meisten EXIF's deiner Bilder deuten auf ein ziemlich entspanntes Fotografieren hin :top:, auch wenn ich manche Deiner Zeiten nie halten könnte ;) :oops:

Was schert mich die Theorie? Ich probiers einfach aus. ;) Klar, die ruhige Hand muss man üben, aber das habe ich längst hinter mir. Der Löwe bei 400mm und 1/50s zeigt so etwa das Maximum, was ich ruhig halte (Die Schärfe liegt leider zu weit hinten, aber an den Mähnenhaaren sieht man, dass das vom Halten her gar nicht so schlecht war) .
Ehrlich, allzu große Probleme habe ich aber auch im Vorfeld nicht erwartet.
Bis jetzt hing das Tamron bei mir an 24,3 Megapixel auf APS-C und alles war top. Jetzt hängt es halt an 26 Megapixel auf APS-C plus einen zusätzlichen Rand drum herum.
So groß ist da der Unterschied letztlich gar nicht.

Trotzdem sehe ich noch Potential für das native 200-600 und werde es wohl kaufen. Aber das ist schon eher GAS als must have.
Wer weiss, mit 2 IBIS halte ich dann ja vielleicht 1/20 bei 600mm...

Viele Grüße

Ingo

miso 18.10.2019 09:35

Mach weiter so und ich muss meine Frau unbedingt überreden, dass wir jetzt endlich mal nach Afrika reisen.
Schöner Bericht, schöne Bilder:top:

Tom D 18.10.2019 10:41

Bin gleichermaßen begeistert wie beeindruckt.
Sehr schöne Tiere, diese Netzgiraffen.

Freue mich auf mehr.

dey 18.10.2019 10:53

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094731)
Danke :)
Was schert mich die Theorie? Ich probiers einfach aus. ;)

Und, bist du mit der r4 nach deiner langen Suche angekommen?

ingoKober 18.10.2019 11:32

Ich denke, dass die RIV mir für die nächsten 6-8 Jahre alles liefern sollte, was ich brauche.
Mein Highlight ist das AF tracking. Das erleichtert meine Art von Fotografie ungemein.
Der AF selbst ist (meistens) schnell genug und high ISO geht zwar immer noch besser, aber ich habe in der Dämmerung einige Bilder mit ISO 12800 knipsen müssen und bin positiv überrascht vom Ergebnis. Alles gut.
But you never know....

Viele Grüße

Ingo

LucasMaria 20.10.2019 16:58

Hallo Ingo,

vielen Dank für das Zeigen der Tollen Bilder. 2015 war ich selber im Samburo Nationalpark. Das ist ein kleiner aber schöner Park. Die Netzgiraffen fand ich am schönsten. Deine Bilder erinnern mich an meinen eigenen schönen Urlaub. Danke dafür.

Gruß Benedikt

Vera aus K. 21.10.2019 01:38

Oh, wie schön! Ingo schreibt nen Bericht! :top::top::top:

Endlich bin ich dazu gekommen, mal wieder in die Bilderthreads zu schauen und deinen habe ich mir aufgehoben für einen Abend mit etwas Muße. Mit Recht! :D

Eine sehr, sehr unterhaltsame Kombination aus tollen Bildern und kurzweiligem Text! Die Tierbilder sind natürlich super, aber dein Bericht gewinnt noch an Lebendigkeit durch die Dokumentationsbilder vom "Drumherum"! So kann man regelrecht mitreisen und ebenso einen Blick in den Souvenirladen wie in das Innere von eurem Edelzelt werfen. :top:

Sehr gut haben mir auch die etwas weitwinkligeren Aufnahmen gefallen! Das muss ich mir auch für unsere demnächst bevorstehende Reise merken.

@Heike - Nur noch 69 mal schlafen! ... :mrgreen:

jhagman 21.10.2019 07:32

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2094648)
Gleichzeitig - und immer wieder- sahen wir Grevy Zebras. Grevys sind die größte Zebravariante und deutlich anders gefärbt als alle anderen…aber das seht Ihr ja auf den Fotos.

Und ich dachte mir noch....wie jetzt. Zebra ist Zebra.
Hier sehe sogar ich das Zebra nicht gleich Zebra ist



Klasse Bericht und wunderbare Bilder. Und ich dachte so für mich...Afrika? Erledigt!
Ist es aber nicht. Ich könnte mir vorstellen doch nochmal... :cool:

ingoKober 22.10.2019 10:00

So, endlich gehts weiter.
Inhaltlich ist das schnell erzählt: Bei Sonnenaufgang des nächsten Tages brachen wir zu einem Gamedrive auf und kamen dann Mittags ins Camp zurück.
Ich habe viele hundert Bilder gemacht - wie gesagt: Samburu= alle 5 Minuten eine Sichtung- und tue mich sehr schwer, das jetzt zu reduzieren. Sind immer noch viel zu viele und viele Arten werden aus Platzgründen hier nicht gezeigt, aber ich leg einfach mal los.

Los gehts also:


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So siehts da in Flußnähe aus:

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Und gleich sah ich einen netten Flammenkopf Bartvogel


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... am Fluss tummelten sich Gelbkehl Frankoline


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Alle paar Minuten sahen wir Kirk Dik Diks, immer paarweise. Ich zeige trotzdem mal nur eins ;)


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Singhabichte gabs auch

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Und mal was eher vertrautes und im afrikanischen Busch eher unerwartetes ...ein Hase. Allerdings ein Mosambik Hase.

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Am Fluss sonnte sich ein Krokodil im Morgenlicht, um fit für später zu werden...siehe weiter unten.


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Die Zwergmungos verließen gerade ihren Bau in einem alten Termitenhügel und gingen zum Frühstück


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Perlhühner gab es in Massen und großen Trupps. Interessanterweise meist gemischt aus Helm- und Geierperlhühnern. Ich zeig mal nur dieses Geierperlhuhn, da ich den Gesichtsausdruck mag ;)
Und nebenbei: Das rannte voll Speed auf mich zu..das AF Tracking hat damit kein Problem.



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Rotschnabeltokkos begleiteten uns


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Und ein Augurbussard kreuzte eilig unsren Weg


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Nicht sattsehen konnte ich mich an den eleganten Gerenuks

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Sie reckten den langen Hals...


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Und stellten sich sogar auf die Hinterbeine, um an das frische Grün weiter oben zu kommen


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Dann waren wir auf einmal mitten in einer Elefantenherde.


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Die Kühe stellten sich schützend um ein neugeborenes Kalb und hielten uns auf Abstand. Wer genau hinsieht, erkennt das Baby zwischen den Beinen


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Ein etwas älterer Cousin versuchte sich schonmal am Bedrohen von den Eindringlingen, hatte damit aber wenig Erfolg. War aber auch eher halbherzig dabei.


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Paviane kümmerten sich um die angenehm warmen Hinterlassenschaften, in denen sich immer unverdautes Leckeres (für Paviane) findet.


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Kaum weitergefahren gab es den nächsten Halt. Löwen..


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Aber keine Action...nur gelangweiltes Dösen gab es zu sehen. Löwen halt.


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Mal kurz aufschauen war das Maximum an Aktivität


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Entsprechend sicher fühlten sich die Paviane gleich nebenan. Den hier kennt Ihr schon

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Als es weiterging, nahm sich jeder etwas Marschverpflegung mit.


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Weiter gings auch für uns...

Grantgazelle


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UAm Fluß gabs dann auf einmal großes Getöse, so dass wir rasch hinfuhren. Ein Krokodil hatte sich eine Grantgazelle gegriffen und nun stritten sich drei sehr große Artgenossen um die Beute. Es gab viel Gespritze und Geplatsche und man sah viele der berühmten "Todesrollen".
Vielleicht zeige ich noch eine Serie davon extra. Hier aus Platzgründen nur mal ein paar Ausschnitte:


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Wir bleiben lange bei den Kroks....Dann wurde es nach dem Weiterfahren friedlicher: Somalistrauße


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Buschhörnchen (sehr schwer zu knipsen, da immer am Rennen)

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Und auf einmal waren wir schon wieder im Camp.

Mittagspause.

Die hatten auch die Meerkatzen auf unserer Terrasse:


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Und nebendran


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Wie immer lief und knipste ich ein wenig herum

Siedleragamenweibchen:


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Allgegenwärtig: Dreifarbenglanzstare


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Und dann tauchte ein großer Elefantenbulle mit Senderhalsband nahe hinterm Zaun am Fluß auf.


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Aus nah wurde ganz nah


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Denn der Kerl stieg über das Mäuerchen.
Was dann aber geschah, fand ich bodenlos leichtsinnig. Trotz Halsband und Zaun....das ist ein Wildtier, kein zahmer Zoo-Elefant und wenn er sich ärgert, ist ihm der E-Zaun grad mal egal und kein Hindernis!


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Soweit also bis Mittag.

Viele Grüße

Ingo

ingoKober 22.10.2019 10:17

Nachmittags besuchten wir dann erstmal die Samburu nebenan.

Es gab die übliche Schau für die Touris...unvermeidbar


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Die jungen Männer vollführten Sprungwettbewerbe, genau, wie die Massai


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Die Mädels schienen das ganz nett zu finden


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Die alten Herren dagegen spielten ein Gesellschaftsspiel. Damit verbringen sie den größten Teil des Tages und gewinnen -oder verlieren- Perlen für den Halsschmuck ihrer Frauen


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Anders, als ihre Cousins, die Massai, die viel Wert auf Tradition legen und nie eine Manyatta mit etwas anderem als Kuhdung/Lehm decken würden, nutzen die Samburu alles, was die Dinger wetterfest macht.
Das sieht dann leider nach dem Rohbau


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.....nicht mehr so schön aus.


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Wir wurden auch hereingebeten:


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In den Dornverhauen ist das Vieh des nachts, denn es gibt hier viele große Katzen


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Natürlich wurde uns gezeigt, wie man Feuer macht....das dauerte keine Minute und sah sehr lässig aus...aber versucht das mal selber!


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Die Schulklasse sagte etwas auf


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Aber einige Kids zogen sich lieber zurück


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Dieser nette Herr sorgte noch dafür, dass jeder mit seiner eigenen Kamera ein Gruppenbild bekam


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..und dann ging es wieder in den Busch


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Einmal waren wir einer Herde Elefanten im Weg und mussten einiges rückwärts fahren, bis sie uns in Ruhe ließen


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Aber am Ende warens alle zufrieden und jeder ging oder fuhr seiner Wege


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Ein Impala zeigte uns noch, wo es langging


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Am Fluß saß ein junger Schreiseeadler


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und im Baum fast nebenan ein Raubadler


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Löwen gabs auch wieder.....laaaangweilig


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Die Geparden am Riß habe ich ja schon gezeigt ....sie waren das Highlight des Nachmittags, schon tief in der Abenddämmerung.


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Zurück im Camp gabs Dinner und dann saßen wir noch lange auf der Zeltterrasse und lauschten den Stimmen des nächtlichen Buschs. Sehr viel Hyänenaktivität!

Irgendwas trappelte laut über unser Zelt. Und just, als Birgit fragte, was es denn sei, streckte das Tier den Kopf über den Zeltvordachrand und schaute uns direkt an, als wolle es sich vorstellen.
Eine Ginsterkatze.
Später gelang mir noch ein Belegbild.


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Und somit war auch dieser Tag vorbei. Wir schliefen früh, tief und fest und kein Hyänengelächter konnte uns aufwecken.


tbc

Viele Grüße

Ingo

Tom D 22.10.2019 10:26

Zitat:

Perlhühner gab es in Massen und großen Trupps. Interessanterweise meist gemischt aus Helm- und Geierperlhühnern. Ich zeig mal nur dieses Geierperlhuhn,. da ich den Gesichtsausdruck mag ;)


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"Der fotografiert mich und ich bin noch nicht fertig gestyled!" :)

So viele tolle Tierbilder. :top:

perser 22.10.2019 10:42

Wieder tolle Bilder und Berichte, Ingo! :top:

Der Bursche (oder Mädchen??) hier gefällt mir am besten:

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2095434)
...und im Baum fast nebenan ein Raubadler


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Falls Du übrigens mehr solche "menschelnden" Motive hast...

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2095434)
Die Schulklasse sagte etwas auf


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... kannst Du sie, sofern sie nicht so ganz in Deine Safari-Berichterstattung passen sollten, gern auch hier einstellen:

https://www.sonyuserforum.de/forum/s...d.php?t=190369

ingoKober 22.10.2019 10:56

Hm...der Link geht zu Wikldwechsel Europa. Muss ich das verstehen?

Viele Grüße

Ingo

perser 22.10.2019 11:17

Oh, sorry, Ingo, ich meine natürlich diesen Thread hier:

https://www.sonyuserforum.de/forum/s...d.php?t=167370

ingoKober 26.10.2019 11:43

Weiter gehts....Der nächste Tag war allerdings wenig aufregend.
Ich wollte das Camp nicht verlassen, ohne Euch zumindest mal dei fiesen Dornen zeigen zu können, die man sich da durch die Sohlen in den Fuß tritt:


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Nach dem Frühstück fuhren wir durch den Park zurück zur Straße. Auf dem Weg sahen wir natürlich noch das eine oder andere Tier..


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Dann gings weiter zurück zum Aberdare Country Club.
Zwischendurch erledigten wir an einem der vielen Straßenmärkte in paar Einkäufe.


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Zum Mittagessen waren wir dann im Country Club und beim einchecken in unsere Unterkunft begrüßten uns gleich ein paar Tiere.

Roter Amarant..immer wieder nett


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Ein Kaprötel - ich mag deren Gesang sehr


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Und ein Baby Streifenskink


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Später unternahmen wir lediglich einen gemütlichen Bushwalk unternahmen. Nix spektakuläres, aber ein paar nette Begegnungen mit Zebras,


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Elenantilopen


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und vielen Netzgiraffen.


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Der lokale Guide hatte leider keine rechte von der Tierwelt und nachdem er die Xte Frage nach Vögeln nicht beantworten konnte, habe ich dann die Erklärungen der Beobachtungen (gerne

ingoKober 26.10.2019 11:47

..übernommen.

Man sah u.a.
Langschwanzwürger


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Rußbülbüls


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Witwenstelzen


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Diverse Nektarvögel


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Amaranten again....


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Blaukopfastrilden


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Und das...was ist das`Mischling aus Amarant und Blaukopfastrild? Keine Ahnung.


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Ein Buschhörnchen beim Klettern


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Usw usf..


Abends streifte ich dann noch alleine auf dem Gelände umher. Als erstes fand ich einen Trupp Guerezas oder auch Schwarz Weisse Kolobus Affen, die sich auf den hohen Bäumen des Waldrandes aufhielten, aber sehr scheu waren.


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In der bald einsetzenden Dämmerung sah ich dann etwas ganz tolles: Ein Pärchen Silberwangenhornvögel fiel in die Bäume vor unserer Hütte ein und unterhielt sich lautstark. Die imposant großen (bis 75 cm Länge) Vögel sind zwar nicht selten, aber man sieht sie nicht so oft. Karen Blixen bekam in ihrer Zeit in Afrika nur ein einziges Exemplar zu Gesicht, das sie dann auch im Gemälde festhielt.
Diese beiden waren sehr aktiv, flogen mit majestätisch lautem Flügelschlag von Baum zu Baum und balzten fleißig. Leider waren sie recht scheu, stets hoch im Baum und immer viele Blätter im Weg, so dass sich das Knipsen schwierig gestaltete. Zudem wurde es zusehends dunkler. Angesichts dieser Umstände bin ich über die dann doch noch erhaltenen Bilder sehr froh.

Männchen

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Weibchen

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Balz


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Als es dann endlich richtig dunkel war, konnte ich gezielt auf Chamäleonsuche gehen. Am Tag hatte ich trotz intensiven Spähens kein einziges gefunden, nachts ist das Chamäleonfinden dagegen einfach: Die Tiere sitzen kompakt geformt und hell gefärbt auf dünnen Außenästen und leuchten geradezu im Taschenlampenlicht wie exotische Früchte.


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Entsprechend fand ich dann auch sofort innerhalb weniger Minuten etliche Exemplare. Es handelte sich hier um eine Unterart des Jackson Chamäleons, bei dem auch die Weibchen drei Hörner haben und die der Chamäleonpapst Petr Necasz für eine neue Unterart hält. Ich habe ihm daher ein paar Bilder versprochen.
Apropos versprochen: Mit etwas schlechtem Gewissen pflückte ich zwei vom Ast, um sie kurz wie am Tage angekündigt der Gruppe vorzustellen. Danach ließ ich sie wieder an derselben Stelle frei. Stress für die Tiere, aber im Interesse der Bildung…..


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Inzwischen war es sehr laut geworden. Von überall ertönte ohrenbetäubendes Knattern, wie von einer riesigen Holzdrehrassel, jeweils gefolgt von ein paar kläglich klingenden Schreien. Urheber waren Baumschliefer, die überall in den Kronen herumturnten. Leider alle versteckt und sehr hoch, so dass mir auf die Schnelle nur dieses dokumentarische Bild gelang.


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Aber was für ein Lärm!
Und man traut den meerschweinchenartig und eher plump aussehenden Tieren auch erstmal gar nicht solche Kletterkünste zu.
Ansonsten lief nachts herum, was auch am Tage zu sehen war: Diverse Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine etc. Die Paviane und ich erschreckten uns gegenseitig, als ich dem Sammelschlafplatz zu nahe kam und die ganze Bande laute Warnrufe ausstieß. Vor unserer Unterkunft begegnete ich dann noch einigen Mosambikhasen.



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Und damit war der Tag auch schon zu Ende.

Dank des Lärms der Schliefer schliefen wir aber erst spät ein...

Fortsetzung folgt.

Viele Grüße

Ingo

ingoKober 26.10.2019 11:50

Sorry, das Forum spinnte...hier sollte kein Beitrag sein

hpike 26.10.2019 13:40

Sehr schöner Bericht. Angesichts mancher Vögel dort, speziell jetzt des Silberwangenhornvogels und deren Kopfschmuck, wundern einen der Kopfschmuck und auch die Masken mancher Einheimischer nicht mehr, da ahnt man zumindest woher sie ihre Ideen haben.

ingoKober 01.11.2019 19:08

Mit Zeitmanagement bedingter Verzögerung geht es nun weiter. Liest eigentlich noch wer mit? Egal, ich mach mal….Am nächsten Tag starteten wir also in Richtung Nakuru See. Unterwegs hielten wir kurz am 74 Meter hohen Thomsonfall. Der war nett anzuschauen....


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auch gab es überraschenderweise Helmchamäleons dort zu sehen.


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Aber es war auch ein großer Nepp. Überall standen Kikuju in voller Kriegertracht und entsprechender Bemalung und wollten natürlich gegen - nicht zu kleines Geld- fotografiert werden. Dabei waren sie recht aufdringlich. Ich konnte mir die noch recht gut vom Leibe halten, andere wurden ziemlich bedrängt. Das hat den Spaß etwas vermiest. Auch gab es Shops mit Mitbringseln. Aber teuer sag ich euch…für einen häßlich geschnitzten 10 cm Holzlöwen (Lotte suchte einen – aber keinen häßlichen- für ihren Freund) wollten sie 25 USD, für ein Chamäleon in Speckstein gar 350. Nepp! Und so teuer war es fast überall.
Immerhin lernten wir später, an welchen Orten (NP Gates, Dörfer) man gut handeln kann und an welchen nicht (Curio Shops in Hotels, bei Sehenswürdigkeiten oder an großen Straßen). So kamen wir am Ende der Reise doch noch zu unseren Souvenirs und ich hatte Gelegenheit, meine rudimentären Kisuaheli Kenntnisse noch nutzbringend anzuwenden. Ich glaube, den Verkäufern hat das soviel Spaß gemacht, mit mir in stottrigen Kisuaheli zu feilschen, dass sie mir am Ende dann doch mehr nachließen. Bis zu 70% waren drin…aber das war dann immer noch kein echtes Schnäppchen.

Weiter gings, an Teefeldern vorbei....


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nach Nakuru.
In Nakuru besuchten wir dann erstmal das am Stadtrand gelegene Malaika Waisenhaus.

Hier das Haupthaus


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Ein deutsch geführtes Haus, in dem die Kinder bis zur beruflichen Selbstständigkeit betreut werden und wo keine Adoptionen stattfinden, sondern versucht wird, den Kontakt der Kinder zu noch vorhandenen Familienmitgliedern zu vermitteln und zu festigen. In Afrika ist auch für Erwachsene der Familienrückhalt eben sehr wichtig. Sozial wie wirtschaftlich. Die Aidskranken unter den Kindern werden nach Stand der Forschung behandelt und können ein weitgehend normales Leben führen.

Ein Schlafraum


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Ein Garten hilft bei der Versorgung


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Ein Sonnenofen funktioniert angeblich sehr gut


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Da auch hier reichlich sehr schön gefärbte Helmchamäelons auf dem Gelände herumliefen, packte ich das große Tele aus und das war natürlich der Hit bei den Kids. Jeder wollte mal durchschauen und durfte das auch.

Männchen


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Weibchen


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Baby


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Und natürlich muss ich jetzt gleich noch ein paar Fotos dorthin mailen.


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Dann bekamen wir eine Führung und die Kids führten einen vom Sohn der Köchin sehr professionell choreographierten Tanz auf.


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Beim gemeinsamen Mittagessen mussten wir uns dann so einigen, teils überraschenden - wie war das mit dem Herrn Hitler?- Fragen stellen und beschnupperten einander. Ein 14 jähriges Mädchen sagte mir, sie wolle Elektroingenieurin werden. Auf meine Frage, ob es denn in Kenia schon weibliche Elektroingenieure gäbe, antwortete sie: Nein, aber sie würde dann eben die erste werden. Ich drück Ihr die Daumen.


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Insgesamt habe ich fröhliches Personal und ebensolche Kinder kennengelernt, die sich sichtlich wohlfühlten und sich gar nicht mal so sehr für uns interessierten. Das hat mich positiv überrascht und ich wünsche allen dort alles Gute für die Zukunft.


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Nach dem Mittagessen pflanzten wir noch ein Mangobäumchen (ein Mitreisender, der schonmal da war, fand auch „seinen“ Baum von früher wieder) zur Erinnerung


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und los gings im Regen zum Nakuru NP.
Bald sahen wir den See...


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Am Gate hieß uns eine Gabelracke mit Beute willkommen


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...und wir vertraten uns kurz die Beine. Das nutzte ein großes Pavianmännchen, um eine Mitreisende umzuschubsen, rasch in eins der Autos zu springen und sich eine Tüte mit Erdnüssen zu schnappen und wieder zu verschwinden. Das ging schneller, als man gucken kann und schon saß er in sicherer Entfernung und schnabulierte die Nüsse.


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Ein Ranger meinte, das Erfolgserlebnis darf man ihm nicht durchgehen lassen und lief ihm hinterher. Aber mehr als eine leere Tüte brachte er nicht zurück.
Im Park empfing uns dann zunächst ein extrem strenger Geruch. Die Ursache war bald klar. Die städtischen Toilettenabwässer werden in einer großen Grube gleich am Nationalpark gesammelt. Ich sag Euch, das wollt Ihr nicht riechen!
Überhaupt beginnt der Nakuru NP sehr stadtnah. Keine 20 Meter hinter den letzten Häusern grasen die ersten Büffel, Zebras und Antilopen. Aber als wir dem Gestank entkommen und tiefer in den Park gefahren waren, wurde es doch noch ganz nett. Leider waren die berühmten Millionenscharen der Flamingos offenbar auf Urlaub und nur kleine Trüppchen zurückgeblieben....


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aber wir sahen auf unserem Gamedrive dann doch so einiges...

Pelikane


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Heilige Ibisse und Braune Ibisse


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Und, um bei den Vögeln zu bleiben, die eleganten Kronenkraniche


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Dieser Adler war nur noch grad so im Abflug zu erwischen


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Büffel gab es viele, meist mit Schlamm vom Suhlen bedeckt


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Ein Highlight für alle waren dann die Nashörner, die sich – samt Baby- auf einer Freifläche tummelten. Als wir näher herankamen war ich verblüfft: Das waren ja Breitmaulnashörner. Wie geht das? Die ostafrikanische Unterart ist doch bis auf zwei alte Weibchen ausgestorben?


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Nun, auch das ist Afrika. Die Touristen wollen Nashörner sehen. Die seltenen Spitzmaulnashörner sind scheu und aggressiv, da führt man halt aus Südafrika einfach neue Breitmaulnashörner ein. Ist dann zwar nicht mehr die heimische Unterart, aber wer merkts schon?

Immerhin scheint es da weider einige zu geben, wir trafen noch mehr


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Am Ende haben wir doch noch echt heimische Seltenheiten gesehen. Von den Rothschildgiraffen gibt es nur noch etwa 500 freilebende Exemplare und wir sahen ein paar davon. Unten weiße Beine, irreguläre Flecken…das sind die typischen Merkmale dieser Art.


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Thomsongazellen litten unter den vielen Fliegen


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Ebenso wei die Impalas, die sich hier mal einen kurzen Kampf unter Männern lieferten

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Die Landschaft war abwechslungsreich, Steppe, Wald..

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Aber Zebras auf einer Regenwaldlichtung waren irgendwie ungewohnt


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Nett sahen die vielen Fieberakazeingruppen im späten Licht aus


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Abends ging dann zum Südrand des Parks in das inmitten beeindruckender Baumeuphorbien schön gelegene Mbweha Safari Camp.


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Die Hütten waren sehr hübsch und rustikal.


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Es gab dennoch ein Familiendrama, da Toilette und Bad weder räumlich noch akustisch von Schlafraum getrennt waren und wir ausgerechnet hier zu dritt zusammen untergebracht waren. Junge Frauen sind bezüglich solcher Gegebenheiten offenbar empfindlich…
Aber immerhin, die Badewanne war in einem uneinsehbaren kleinen Hintergarten untergebracht. Sehr malerisch.


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Ansonsten sah alles sehr nett und rustikal aus, das Essen war aber ein wenig eine Enttäuschung. Der Koch hatte Sterne-Koch Allüren. Er stellte jeden einzelnen Gang ausführlich vor. Das Servierte sah auch jeweils sehr nett aus, aber die Portionen….nix für mich! „Wie fanden sie das Steak?“ „ indem ich das Rucolablatt zur Seite schob“
Da blieb noch nichtmal was für die kleine Streifengrasmaus übrig, die auf einmal zwischen unseren Beinen auftauchte.


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So.....jetzt ist wieder etwas Pause, wegen Dienstreise. Aber irgendwann wirds schon weiter gehen....Richtung Masai Mara

Viele Grüße

Ingo

BeHo 01.11.2019 19:17

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2097323)
[...]Liest eigentlich noch wer mit?[...]

Ja. :top:

Dana 01.11.2019 20:26

1. ich habe diesen Thread völlig übersehen! :shock:

2. ich habe angefangen zu lesen und zu gucken...und bin begeistert!
Bericht...klasse! Und die Bilder sind zT SO gut! Die Vögel so gestochen scharf und auch die Tiersichtungen sind ja super...

Meine Lieblingsbilder der ersten Teile: der nasse Nekarvogel und der sich reibende kleine Elefant. Ganz mega!

3. mir ist dann aufgefallen, dass ich mir da ja was vorweg nehme (denn ich denke, ich kriege sie am nächsten Mi in groß zu sehen)...und hab dann mal aufgehört zu gucken... =)

kk7 01.11.2019 20:50

Natürlich wird hier mitgelesen. Selber nach Afrika Reisen ist nicht, da ist es viel zu heiß :mrgreen:

ingoKober 01.11.2019 21:02

Wenn Du Dich mal da nicht täuschst. Meine Frau nennt Afrika immer den kalten Kontinent.

In Südafrika kannst Du im Südwinter extrem frieren. Manchmal gibt ne dünne Eisschicht auf den Wasserlöchern. Da macht das Fahren im offenen Jeep richtig Spaß!
Und selbst jetzt, nie weiter als ein paar hundert km vom Äquator entfernt, hatten wir alles von 10-35 Grad.
In einigen Lodges bekamen wir abends Wärmflaschen ins Bett gelegt ;)
Obwohl Kenia nicht für Kälte bekannt ist.....wir sind am, 13 Oktober von Nairobi abgeflogen und als wir am 14 Oktober wieder daheim in Dornheim waren, wars dort 2 Grad wärmer.
Also keine Angst vor zuviel Hitze

Und selbst wenn, ist es eh subjektiv:
" Ich finde das Wetter hier sehr angenehm...nicht zu heiß und nicht zu kalt"
Übersetztes Zitat einer Australierin bei einem Spaziergang im sonnigen Blyde River Canyon...bei 40 Grad im Schatten.

Viele Grüße

Ingo


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