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Datentransfer & Speichermanagement – Wie macht ihr das?
Hallo zusammen,
nach einem Tag Fotografieren archiviere ich normalerweise immer erst alle Raw-Dateien, um sie anschließend in LR zu importieren. Anschließend suche ich mir in LR die besten Treffer raus, und entferne die nicht mehr notwendigen Bilder aus LR. An einigen Tagen kommen da bis zu 50 GB, oder heute mit der a9 sogar über 100GB :shock:, zusammen. Das kann so nicht weitergehen. Über kurz oder lang wird mir der überaus großzügige Speicherplatz auf meinem NAS ausgehen. Davon mal abgesehen dauert es eine Ewigkeit, die Bilder von den Karten auf die Platte zu schreiben und anschließend in LR zu importieren. Zu allem Überfluss habe ich heute noch feststellen dürfen, dass der eingebaute Kartenleser von meinem noch relativ jungem Laptop anscheinend keine UHS-II-Karten mag. :roll:
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Da ich im Pressebereich arbeite habe ich täglich Bilder in den Rechner zu übertragen.
Bei größeren Terminen wird das leicht mal eine ordentliche Menge Bilder. Ich nehme die karte aus der Kamera, stecke sie in den Kartenleser des PCs und lasse alle Bilder in LR importieren. Dort treffe ich dann eine Auswahl die ich bearbeite und weiterverwende. Alle anderen Bilder (und das sind recht hohe Datenmengen) verbleiben auf der Festplatte. Ich kaufe , wenn die voll ist einfach eine neue Platte. Das ist im Jahr ein Aufwand von rund 200 Euro. Das ist mir das Archivieren wert. (Entwicklung und Papierbilder kosteten früher wesentlich mehr) Jedes Jahr lege ich in Lightroom einen neuen Katalog an damit der nicht zu groß wird. |
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Mein Daten-Workflow:
Wenn man keine Sicherungspflichten (Revision o.ä.) hat, schadet es nicht, sich von unnötigem Daten-Ballast zeitnah zu trennen! :top: Beste Grüße, meshua |
Das Sichten von Hunderten misslungener Aufnahmen gehört sicher zu den am wenigsten attraktiven Aspekten des Foto-Hobbys. Trotzdem mag man nicht gleich alles löschen, denn vieles hat zwar keinen fotografischen, aber doch Erinnerungswert, und so schiebt man das Ausmisten immer gerne vor sich her.
Mittlerweile bin ich allerdings an dem Punkt angekommen, daß sowohl die interne (2 TB) als auch eine externe (500 GB) Festplatte voll sind und ich nicht einmal mehr genügend Platz habe, um die Fotos von unserem Zoobesuch letzten Monat von der Speicherkarte herunterzukopieren. Da muss also was passieren. Ich weigere mich aber, jetzt bis ins Unermessliche Festplatten nachzukaufen. Die internen 2 TB bieten Platz für fast 50000 Raw-Files mit 42 MP oder 80000 Raw-Files mit 24 MP. Daß ich jemals 50000 aufhebenswerte Fotos zusammenbekommen werde, wage ich doch zu bezweifeln, also sollte das völlig ausreichend sein. ;) Aktuell sieht mein Datenfluss so aus:
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Meine oberste Sicherheitsregel: Lösche nie in der Kamera, wenn, dann nur direkt nach der verpatzten Aufnahme! Zweite Regel: übertrage die Bilder nie per USB direkt von der Kamera, sondern per Cardreader!
Technisch einwandfreie RAW bleiben erhalten (ich habe auch früher keine Negativstreifen zerschnitten), pro Jahr ein Katalog, Projekte und Aufträge separat sichern, Datensicherungsplatten im Safe und regelmäßig auffrischen. |
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Ich bin reiner Amateur-/Hobbyfotograf. Meine Antwort aus dieser Sicht. Zitat:
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Nachdem sich meine Platten füllen und auch das Thema Backup auch immer eine (Kosten-)rolle spielt, bin ich hier aktuell am überlegen. Ich habe bisher noch kein 3 Jahre altes RAW rausgeholt und nochmal anders nachbearbeitet, als ich es damals gemacht habe. Daher frage ich mich momentan nach dem Sinn der Langzeit-Aufbewahrung. Wie gesagt, als Hobbyknipser. Das ist bei Profis/gewerblichen Fotografen sicherlich anders. Zitat:
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Warst du noch nie in der Situation, alte Aufnahmen nochmals anders entwickeln zu wollen, weil mit der Zeit (idealerweise) das eigene Wissen sich vermehrt und die eigenen Fähigkeiten sich verbessert haben? Wenn ich dann statt auf die originalen Bildaten nur noch auf ein 6MP-8Bit-JPEG zurückgreifen könnte...Hingegen lässt sich aus einem RAW jederzeit wieder ein JPEG erzeugen...;) Beste grüße, meshua |
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Beste Grüße, meshua |
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Danke Thunderbolt Anschluss am MAC gabs da selten Probleme mit Übertragunggeschwindigkeit.
Merk keinen Unterscheid ob die Bilder direkt von der SD/CF Karte kommen oder Festplatte oder externe NAS mit Thunderbolt Anschluss. Erste Auswahl beim Import in LR. Danach nach der Bewertung ohne die es sowieso ned geht. Alles was Schrott ist in die TONNE. Der Rest wird archiviert. Sauberere Projektnummer und Verschlagwortung. Jedes Jahr wird eine Platte gekauft und alle Projekte des Jahres auf die Kopiert - die kommt in den SAFE. |
Hi,
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https://www.amazon.de/Hama-UHS-II-SD...words=00124024 ... nutzt die Transferrate meiner Samsung SD (90MB/s lesen, bis zu 80MB/s schreiben) tatsächlich aus! Wird unter der Nummer "00124024" eindeutig im Netz gefunden. Gruß André |
Ach ja, das ist ein Thema, das leider mit immer schnelleren Kameras nicht besser wird.
Ich versuche immer schon die einfachen Sachen in der Kamera zu löschen. Das geht natürlich nur wenn gerade Zeit ist und die Akkulage auch stabil ist :). Das betrifft dann z.B. misratene Portraits - die sollten schon deshalb schnell verschwinden, damit der Portraitierte sie nicht zu sehen bekommt. Andere Sachen sind Serien, wenn der Fotograf gerade mal wieder zu langsam war und nicht den abhebenden Vogel erwischt hat sondern den Ast mit 10 Bilder/s dokumentiert hat :? :lol: Danach trenne ich auf dem PC meist jpg und Raw und schaue die jpgs durch und lösche weiter (das geht schneller als die Raws anzusehen). Die überflüssigen Raws entsorgt danach ein Excel-Makro. Dann importiere ich die jpgs in LR - wenn die gut sind, bleiben sie, sonst werden sie durch RAW-Entwicklungen ersetzt. Umständlich? Ja! Aber für mich das im Moment die beste Lösung ... |
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Ich lösche prinzipiell nie direkt in der Kamera. Es sei denn, ich habe gerade einen Schuss voll verhauen (versehentlich abgedrückt oder so), aber wie andere bereits anmerkten, ist es mit dem kleinen Display und den fummeligen Knöppkes schnell passiert, dass man versehentlich was Falsches löscht.
Zuhause importiere ich alles in C1. Die Foto-Festplatte (2TB) wird automatisch auf eine zweite identische Platte gespiegelt. Ausserdem kopiere ich alles aufs NAS und auf zwei externe HDs, von denen jeweils eine ausser Haus an einem sicheren Ort lagert. Zu guter Letzt lade ich die RAWS noch via NAS auf mein Amazon-Drive hoch. Ich bilde mir ein, dass ich so bei 99,9% aller Horror-Szenarien, die ich mir vorstellen kann, irgendwie meine Daten wiederbekommen sollte. (Bei den restlichen 0,1% der möglichen Szenarien wäre dann vermutlich der Verlust einiger Daten das geringste Problem :shock:) In C1 bewerte ich die Fotos dann: * alles, was technisch unbrauchbar ist (unscharf, verwackelt, Touri ins Bild gelatscht etc). ** alles, was technisch zwar gut, bildtechnisch aber nicht so der Brüller ist. *** alles, was besser ist als ** :D * - Bilder werden danach gelöscht. Danach suche ich mir unter den *** die Bilder aus, die ich für verschiedene Zwecke weiterbearbeiten möchte (Fotobuch, Präsentation, Forum...) und lege dazu in C1 verschiedene Fotoalben an. Ein Bild in der Bearbeitungsphase bekommt eine gelbe Etikette. Bin ich mit der Bearbeitung fertig bzw. zufrieden, wird die Etikette grün. Fehlen mir zu einem Thema noch Bilder, wühle ich in der ** - Kiste nach etwas Brauchbarem. Rohdiamanten, die nach der Bearbeitung besonders schön glänzen, werden zu **** hochgestuft. ***** verwende ich nicht. Jedes Jahr lege ich in C1 ein neues Projekt an, da C1 im Vergleich zu Aperture, mit dem ich bis zu dessen Einstellung arbeitete, mit zunehmender Ordnergrösse deutlich an Performance verliert. |
Das Problem gewaltiger Datensammlungen kenne ich zu gut. Habe teilweise noch Bilderordner aus 2010, deren Inhalt ich bis heute noch nicht komplett gesichtet habe und das vermutlich auch nie mehr werde. Bleibt halt nicht aus, wenn man nur aus Spaß Belichtungsreihen schießt und so von jedem Motiv mindestens drei Dateien hat. Oder halt Dauerfeuer.
Ebendas war ja einer der Hauptgründe, wieder auf Film zu fotografieren - damit es wieder übersichtlicher wird und dieses inflationäre Produzieren von Bild-und Datenmüll aufhört. Allein diese ewige Sortiererei...[emoji31] Ok: meine Motive sind meist statisch und da ich Hobbyist bin, habe ich die Zeit, ein Bild zu komponieren und dann halt nur eine oder zwei Aufnahmen zu machen statt Dauerfeuer und auf einen Glückstreffer zu hoffen. Arbeitsablauf bei mir: - Dateien kopieren und in LR importieren - Radikal aussortieren. Auch Motive die zwar an sich gut getroffen sind, sich aber sehr ähneln kommen weg. Schaut sich kein Mensch je wieder an.[emoji6] - RAW Dateien "entwickeln" - Zweite Sichtung: brauch ich das wirklich alles? Ggf. Löschen. Wenn ich hybrid arbeite gehe ich nach dem Scan auch so vor bzw. siebe schon bei der Scanvorschau aus wenn ich Negative habe. Bei Dias Vorauswahl bereits am Leuchttisch und der Ausschuss kommt dann auch konsequent in die Tonne. Backup...hab ich mir lange und viel Gedanken gemacht. Festplatte klassisch: auf keinen Fall. Habe hier gut gelagerte Platten liegen die teilw. von 1998 sind-kaum lesbar. SSD Platten wären abzuwarten - ob sowas in 10, 15 Jahren noch lesbar ist wage ich zu bezweifeln, wo doch teils sechs Jahre alte Speicherkarten hier schon gestorben sind. DVD sind zu klein und auch nicht langzeitstabil. Ich bin daher zu BluRay Discs übergegangen. Angeblich eines der langzeitstabilsten Medien und es passt wenigstens halbwegs was drauf, auchw wenn jedes regelmäßige Backup bei mir schon drei Scheiben verschlingt. |
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Ein NAS mit 2 Platten im Raid zur Sicherung und einmal ne Platte im PC mit den Daten. Dann sollte alles passen. Es sei denn, die Bude brennt mal komplett ab. Was eher selten vorkommt & als Hobby-Knipser wäre die Unterbringung des NAS in einem anderen Gebäude auch nicht nötig. |
Nachdem Flash-Speicher nach meiner seitherigen Erfahrung in ihrer Dauerhaftigkeit eher von der Stabilität der Gehäuse und Anschlüsse abhängen - ich hatte mal einen USB-Stick fast ein Jahr in der Waschmaschine - mache ich mir bei SSD keine Sorgen.
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Aktuell sind wohl noch Festplatten das Günstigste für Backup und auch für Archivierung im Privatumfeld. Wenn eine Festplatte ausfällt, wird einfach ausgetauscht und umkopiert. Daher stört es auch nicht, wenn die Festplatte nach 10 Jahren nicht mehr lesbar ist. :cool: Beste Grüße, meshua |
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Ich habe in meinem vorigen Beitrag von MEINER Vorgehensweise gesprochen. MEINE Bilddateien haben im Maximum 15 MB, im Schnitt aber eher um die 4-5 MB. Ich hebe nicht jeden der 10 "Sicherheitsschnappschüsse" vom gleichen Motiv auf bzw. mache sowas gar nicht. somit habe ich absolut keinen Bedarf an irgendwelchen Terabytes-Fassenden NAS Systemen. Das mag jetzt bei jemandem, der vielleicht beruflich 80MB Files produziert anders sein - aber ich schließe ja nicht von mir auf andere. ;) Langsam? Vollkommen egal, ich sitze doch nicht daneben, während der Rechner das Backup fährt... Empfindlich: Naja, wenn ich die Disc mit ner Drahtbürste putze ja. Liegen sie trocken in der Hülle im Schrank, passiert da eher weniger, oder? Der Disc sind auch Spannungsspitzen oder Magnetisierungen durch nahen Blitzeinschlag oder sowas egal. Wasserschaden wäre jetzt auch nicht so das Problem ;) Zitat:
@meshua Wie gesagt: Wenn Du ein so riesiges Datenaufkommen hast macht ein NAS bzw. ein Raid-Array durchaus Sinn. Für laufende, aktualisierende Backups von Arbeitsdateien ist das natürlich auch der effektivere Weg - und wenn Du da einen Haufen Kundenbilder hast, mit denen gearbeitet werden muß, ggf. noch von mehreren Arbeitsplätzen aus ist ein NAS natürlich das Mittel der Wahl. Für den angesprochenen Hobbyknipser ist das meiner Meinung nach zwar nice to have - jedoch auch technischer Overkill. Meine "Arbeitsdaten", wozu neben Fotos auch Dokumente und Audiofiles zählen, werden auf zwei Platten gespiegelt, ein Raid Array ist direkt im Rechner plus eine externe Festplatte die ich aus anderem Anlass auch mal mitschleppe. Das verstehe ich aber nicht unter Langzeitdatensicherung. Das sind schlicht Maßnahmen die ich treffe, wenn bspw. die Hauptplatte (die eine SSD ist...) mal stirbt und ich sofort wieder Zugriff auf meine Daten habe. "Lagerbackup": Ich schiebe meinen Datensatz auf eine BluRay und lege die dann in den Schrank, ins Schließfach etc. und hole sie in X Jahren vielleicht mal wieder hervor. So zumindest der Plan. Das, was ins Backup kommt, sind keine Daten mit denen ich arbeite sondern "fertige" Bilder, die ich schon zu Papier gebracht habe oder so. Wie die Filmstreifen, die ich nach dem zu Papier bringen bzw. Scannen abhefte und den Ordner ins Regal stelle. Da arbeite ich nicht mehr mit, das sind halt Sicherheitskopien für den Fall der Fälle. Im besten Fall brauche ich die Disc nie wieder anfassen - im aktuellen System war es bisher noch nicht nötig und das läuft bereits seit fünf, sechs Jahren stabil vor sich hin. Schlußwort: Die Kapazität genügt MIR völlig weil ich nicht mit so absurden Dateigrößen arbeiten muß. Muß man das (was ich grundsätzlich in Frage stelle aber das ist ein anderes Thema) so ist eine BluRay natürlich nicht das Mittel der Wahl. |
zwei Bereiche gilt es zu beachten: 1. Daten über Zeiträume zu konservieren und 2. Daten mit Programmen lesbar zu erhalten. Ersteres sehe ich unproblematisch.... meine Erfahrung: Ich habe Dateien aus 1991 und später, also mehr oder weniger 25 Jahre alt. Es sind ca. 3000 Textdateien, alles in allem weniger als 30 Mb, aber kein aktuelles Programm kann diese Dateien fehlerfrei öffnen bzw. nur kryptisch lesen. Ich habe dazu ein 25 Jahre altes Programm, das heute auf einem als alt zu bezeichnenden XP Rechner und da nur im DOS Fenster läuft. Ich hole dazu mal ein wenig weiter aus, weil die Systematik von damals auch zukünftig Geltung haben wird. Im Büro hatte ich Ende der 1980ziger Jahre Pc´s mit 20 Mb Festplatte. Betriebssystem und Text-/Datenbankprogramm brauchte alles zusammen weniger als 5 Mb auf der Festplatte und wow 15 Mb freier Speicher, das kriegen wir niemals voll, dachte ich damals. Das stimmte auch, doch Speicher wurde billiger und in den 90ziger Jahren kamen Bilddateien (speicherintensiv) hinzu. Speicher war nie das Problem. Das passte alles in allem, auch kostenseitig. Die Dateien aus 1991 sind gut und gerne mehr als 10mal umgezogen (umkopiert), ohne Schaden. Gibt es in 50 Jahren noch Programme, welche unsere Bilder darstellen können ist meine größere Sorge.
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Beste Grüße, meshua PS: Wenn Text, dann LaTeX. :P |
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Wenn du eine ganz einfache SSD mit TLC-Speicher & 500 GB kaufst, hält die SSD schon mal locker 50 Jahre, wenn Sie täglich mit 5 GB beschreiben wird. Sprich 150 GB im Monat. Das sind mal (wieder locker überschlagen) 3000 RAW-Dateien einer 42 Megapixel-Kamera pro Monat. Das schafft kein Amateur, der eine "Amateur-SSD" gekauft hat. Bei einer SSD mit MLC-Speicher verdreifacht sich die Lebensdauer bei gleicher Auslastung. Aber das alles ist eigentlich irrelevant bei der Fragestellung. Als Sicherungsmedium von Bilddateien werden keine 1.000 Schreibzyklen gebraucht & eine SSD altert mit Anzahl Schreibzyklen und Event. den Betriebsstunden, nicht mit Lagerung. Zitat:
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Guten Morgen zusammen.
Wenn man unbedingt mit aller Gewalt recht behalten will - sei´s drum. In 50 (!) Jahren, um das mal als Beispiel zu nehmen - wird eine Festplatte, egal ob nun SSD oder konventionell aufgebaute Platte nicht mehr zu gebrauchen sein. Gehen wir mal davon aus, daß die Daten darauf noch erhalten und lesbar sein werden: (was in vielen Fällen nicht der Fall sein wird) Woran schließt Ihr die Platte dann an? An das seit 50 Jahren vorgehaltene PC-System von 2017? Ich entnehme der Art wie Ihr schreibt, daß ihr nun keine DAU´s seid bzw. irgendwelchen Marketingkram aus der Computer-Bild nachplappert. Leute: Überlegt noch nur mal, wie sehr sich die Schnittstellenstandards allein in der Zeit dem ich beruflich in die Branche eingestiegen bin (also etwa 1996) verändert haben. Ich kann mich noch an Festplatten erinnern, die einen proprietären Controller verwendet haben - und damit meine ich jetzt keine SCSI Platten. :shock: Womit wir aber zum nächsten Thema kommen: Damals war SCSI "state of the art", gerade was Raid Arrays und Server anging - hätte ich gesicherte Daten auf einer SCSI Platte, würde es jetzt im Jahr 2017 zumindest schon schwierig da ran zu kommen; Ein SCSI Controller ist erforderlich den ich zum Glück noch bei Ebay gebraucht bekomme. Setzt aber wieder voraus, daß ich noch PCI Schnittstellen im System habe. (Hab ich zum Glück denn mein CoolscanIII ist noch ein SCSI Scanner....:cool:) Das nur mal als Beispiel. In den angesprochenen 50 Jahren wird keine Platte mehr an irgendeinem aktuellen System funktionieren. Ich bringe auch keine 20MB Festplatte von 1986 mehr in einem aktuellen System ans Laufen - da sind noch nicht mal mehr die benötigten Spannungen zum reinen Betrieb der Hardware vorhanden! Ich kann auch nicht davon ausgehen, daß es aus China immer irgendwelche Adapter oder Umsetzer geben wird. Die Standards ändern sich in der IT so schnell... Man kann nur permanent umkopieren und auf das jeweils aktuelle Medium setzen um am Ball zu bleiben. Ich habe seinerzeit noch DAT-Streamerlaufwerke verbaut, die Dinger sind in meiner jetzigen Firma teilweise noch immer in Betrieb. Auch einige Privatmenschen haben sich die Dinger damals geholt... was mach ich denn heute mit einem DAT-Band also Otto-Normal-DAU, der sich da mal drauf verlassen und viel Geld in die Hand genommen hat? Zugegeben: Auch für eine BluRay fehlt mir in 50 Jahren eventuell das Laufwerk, das die Scheibe noch lesen kann. Ich habe hier noch 3,5" Disketten mit alten *.txt Files liegen (mehr aus nostalgischen Gründen) für die ich auch erst ein Laufwerk benötigt habe. Worauf ich hinaus will ist, daß ich es aus technischer Sicht bedenklich finde, Festplatten als das Allheilmittel zu sehen, die sie -wie jede IT Komponente- nicht sind und nicht sein können. Ich habe hier (hochwertige) Platten vom Ende der 90er Jahre liegen - die sind hin. Daten entweder futsch oder hardwareseitig defekt - soviel zur Alterung durch Lagerung @kromgi. ;) Konkret hatte ich bei der einen Platte mindestens zwei vertrocknete Elkos, einer ausgelaufen die das Umfeld der Platine beschädigt haben. Ich habe kein Equipment für´s SMD-Löten in dieser Miniaturisierung also bliebe nur der Tausch der kompletten Platine aus einer Schlachtplatte - was damals bei schon beschrieben Platten nicht funktioniert hat. (Technische Details warum nicht, sollten bekannt sein)Endresultat ist, daß meine Daten, unter Anderem auch Schnappschüsse aus meiner Sturm- und Drangzeit hin sind. Ich hatte SD-Karten, die von jetzt auf gleich gestorben sind. Ich hatte hier Smartphones von Freunden mit "externem" NAND Speicher, der plötzlich nicht mehr beschreibbar war. Da gabs keinen Anwenderfehler, die Dinger sind einfach gestorben. Persönlich bin ich der Ansicht, daß es 100% Backupsicherheit digital aufgezeichneter Daten nicht geben kann. Restrisiko bleibt immer. Meine Dias nehm ich ausm Schrank und schaue sie einfach an. ;) Da müsste wirklich schon die Bude abbrennen, wie @kromgi richtig gesagt hat. Zitat:
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So betrachtet wäre eigentlich ein Online-Backup bei einer professionellen Firma gar keine so schlechte Alternative, nicht?
Es ist dann nicht mehr mein Problem als Anwender, wo und wie die Daten gespeichert werden und wie ich die in n Jahren wieder zurücklese. Bleibt der preisliche Faktor: wenn man das Geld für HDs und/oder andere Datenträger und das regelmässige Umkopieren auf jeweils aktuelle Medien zusammenrechnet, ist es ggf. nicht mal so viel teurer oder sogar günstiger? |
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Statt auf fabulösen Mindesthaltbarkeitszeiten teurer Archivierungs-Medien zu vertrauen, bin ich zum Paradigma "Kontinuierliche Migration und Duplikation" statt Dauerhaltbarkeit des Mediums übergegangen. Letzteres bedingt trotz Marketingversprechen von 100 Jahren Haltbarkeit doch eine regelmäßige Kontrolle der Lesbarkeit und Integrität der Daten. In meiner freien Zeit gibt's aber viel schönere Dinge, als einen n-Scheibenstapel auf Integrität zu Prüfen. Noch ein Punkt: Zusätzlich zum Verschleiß des organischen Dye altert bei optischen Laufwerken auch die Linse, welche den Laser fokussiert. Und ob die Spuren auch immer sauber gebrannt wurden, weiß man erst, wenn ein anderes Laufwerk Leseprobleme meldet. Ich hatte vor 10-15 Jahren auch alles auf CD und DVD archiviert, dunkel gelagert. Aber diese Berge an Medien prüft noch kein Privatmensch mehr regelmäßig - das ist völlig unpraktisch. ^^ Beste Grüße, meshua. |
Ist was wahres dran, kann man nicht in abrede stellen.
Was bin ich froh, das der Großteil meiner Bilder physisch greifbar im Sammelordner steht[emoji41] |
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Aber physische Bilder helfen auch nicht unbedingt. Meine Nachbarin hat zu meinem Entsetzen nach dem Tod ihres Mannes alle alten Familienfotos und Super-8-Filme in den Müll geworfen (und noch extra mit der Schere kleingeschnippelt, damit sie auch bestimmt niemand wieder herausholt). Da lade ich das Zeug lieber mit CC-Lizenz irgendwo zu einem Datenkraken hoch und hoffe, daß das dort im Archiv für die nächsten Jahrzehnte gut aufgehoben ist. ;) |
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