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Ist Fotograf noch ein gut bezahlter Job
Die Frage habe ich mir ernsthaft gestellt nachdem auf Grund der technischen guten DSLRs es immer mehr Menschen gibt, die das Fotografieren als Nebenverdienst betreiben.
Verdrängt ein Nichtfotograf (und deren gibt es schon sehr Vieler) so wie wir es sind im Forum den Berufsfotografen? https://kwerfeldein.de/2014/12/16/zu...-ersten-liebe/ https://www.einaugeistgenug.de/fotografenhandwerk/ Das ist eine interessante Frage im Zeitalter des immer besser und teuren Equipment. Mein Gefühl ist, dass immer Menschen Geld für ihr Hobby ausgeben ohne damit ein ROI finanzieren zu müssen. Selbst Stephan Wiesner hat sich nun selbstständig gemacht, so langsam weg vom IT'ler hin zum Fotografen.... Was meint ihr? |
Nur weil "wir" nicht die Meisterschule besucht haben wie es früher nötig war damit man sich "Berufsfotograf nennen durfte, heißt das noch lange nicht, dass wir "Nichtfotografen" sind. Es gibt doch viele Hobbyfotografen die hervorragende, tolle oder auch sehr ungewöhnliche Fotos machen, besser als so manches was Fotografen, die mit ihren Bilder gutes Geld verdienen, so zu Stande bringen.
Das Equipment wird immer besser, selbst mit Mittelklasse-Kameras kann man heute qualitativ hervorragende Fotos machen. Daher spielt es eine immer kleinere Rolle - außer für die Technik-Enthusiasten, die einfach immer das Beste und modernste haben müssen. Das sind aber keineswegs immer Profis, die eine ernsthafte ROI Rechnung anstellen müssen. Der große Unterschied ist einfach der, dass der Profi, der richtig Geld mit seinen Fotos verdient, es versteht sie zu verkaufen. Entweder die eigene Bildsprache (das dürften wohl nur sehr wenige schaffen), oder zumindest so gut dass er genügend Aufträge an Land zieht um davon leben zu können, mit allen Kompromissen die damit einher gehen. |
Die Qualität der Bilder oder gar der Ausrüstung sagt nichts aus! Entscheidend ist, dass der Kunde einen anständigen Preis zahlt und mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Wer sich einzig und allein danach richtet, kann auch von seiner Fotgrafie leben! Alles andere ist Herumgejammere! Selbstverständlich ist der Markt hart und wird auch immer enger, aber er ist nach wie vor vorhanden! |
Du weist schon: "A Fool with a Tool..." gilt weiterhin. Fotografie ist eine Kunst und ein Handwerk, das man (ein Leben lang) erlernen kann - und ohne viel, viel Übung schwimmt man nur in der Masse* mit, anstatt sich abzuheben. Ist in anderen Künsten nicht viel anders: das 5K E-Piano macht dich nicht zu gefragten Pianisten. :P:cool: "Kenne deine Zielgruppe...und bringe diese dazu, dich als Fotograf unbedingt zu brauchen." :crazy:
Grüße, meshua |
Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.
Das bekannte Sprichwort greift genau den Beruf auf, den ich erlernt habe, und den ich gewissermaßen heute noch ausführe, auch wenn ich mich darin spezialisiert habe. Der Häuslebauer hat heute die Auswahl zwischen Obi, Bauhaus, Hornbach und Praktiker, und deckt sich dort mit Werkzeug, Material und DIY-Infoblättern ein. Wird er dem Zimmererhandwerk deshalb gefährlich? Nicht wirklich. Zum einen haben wir bei uns Gott sei Dank noch die Meisterpflicht, und zum anderen ist der Auftrag oft nicht weg. Er verschiebt sich nur um eine gewisse Zeit, bis der Murks durch etwas Vernünftiges ersetzt wird. Nur wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Ist das im Fotografenhandwerk grundlegend anders? |
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Aber wie du so schön beschrieben hast, man kann sein Holz im Baumarkt holen und beim Holzfachhändler. Im einen Falle muss man nehmen, was man kriegt, im anderen Falle bekommt man das, was man wirklich braucht! Das stellt sich irgendwann mal raus. Das vom richtigen Handwerker verwendete Material hält richtig verbaut ewig, das vom Heimwerker im Baumarkt besorgte... |
Die wesentlichen Unterschiede dürften wohl sein, dass es beim Handwerk viele Vorschriften gibt, die der Handwerksmeister kennen und einhalten muss und es gibt Gewährleistungsansprüche, meistens 5 Jahre.
Ein nicht so guter Profifotograf (und Verkäufer) wird vermutlich nicht erfolgreich sein, aber sonst hat er nix zu fürchten, höchstens das Finanzamt. :D |
Man vergisst die ganzen verschiedenen Sparten der Fotografie z.B. Businessfotografie. Da braucht man einen Profi.
Ein Profi, also jemand der professionell fotografiert ist für mich jemand der in seiner Sparte souverän nach Auftrag seine Arbeit termingerecht mit gleich bleibender Qualität abliefern kann. Egal ob es regnet, das Licht beschissen ist oder der Mensch, den man fotografiert hässlich ist. Damit mein ich, nur weil ich ein guter Hobbyfotograf bin und mit der Technik umgehen kann, hat dass nichts mit dem Beruf als Fotograf zu tun. Man kann der Kundschaft nicht sagen, tut mir leid, aber die Fotos sind nichts geworden, beim nächsten mal wirds besser. Es gibt viele Bereiche die bei einem Selbständigen Fotografen dazu gehören. Z.B. Marketing, professionelles Blitzen, Printmedien(also Sicherheit mit den Icc Profilen), Buchhaltung, Kalkulation etc. Darum wird der Beruf als selbstständiger Fotograf, unabhängig ob gelernt oder Autodidakt, immer wichtig sein und der, der gut ist, verdient auch gut Geld. Das denk ich. |
Kein Mensch ist HÄSSLICH :-(
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Entschuldigung.
Sagen wir unfotogen. |
Die Frage ist eher - in welchem Bereich man als Fotograf noch gutes Geld verdient !!
Und sich selber die Frage stellt ? Was kann ich ? Was kann ich gut ? Und was kann ich gar ned ! Wichtig wäre es für die ganzen möchtegern Fotografen zu lernen : WAS NIX KOSTET - IST AUCH NIX WERT !!!! |
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Teilweise sicher. Sich die Ausrüstung und erforderlichen Fertigkeiten eines fast beliebigen Bauhandwerks anzueignen, um diese meist nur für das eigene Häuschen einzusetzen, ist eher selten und wird eben häufig genug nach einem Misserfolg in professionelle Hände gegeben. Und grössere Projekte sind als Einzelkämpfer oft schon gar nicht mehr realisierbar. Das ist bei Kunsthandwerk - wozu ich die Photografie zumindest teilweise zähle - doch deutlich anders. Vor allem dann, wenn "nur" Erinerungen am zu machenden Foto hängen. Hinzu kommt, dass die künstlerisch- gestalterischen Ansprüche an Bilder in der breiten Bevölkerung sehr, sehr niedrig sind. Ganz anders als bei Leistungen im Bauhandwerk. Nicht von ungefähr sind professionelle Fotografen (und ambitionierte und/ oder spezialisierte Hobbyfotografierer) für Bilder, "wo es drauf ankommt" immer noch gefragte Spezialisten. So z.B. in der Werbung oder auch bei besonderen Lebensereignissen. Hier im Forum wimmelt es ja von engagierten Fotografiereren. Aber wenn ich mir anschaue, wie oft (selbst technisch versierte) Hobbyisten bei Spezialaufgaben, wie der Hochzeitsfotografie Bammel haben.... ;) Sicher auch dadurch bedngt, dass sie um ihre eigenen Fähigkeiten und auch Limitierungen wissen. Aber auch fehlende Praxis und Sicherheit in der Bewältigung spezieller Situationen, die ein Berufsfotograf idR. doch im Zuge der Ausbildung bekommt. Andererseits wird sich bei Hobbyfotografierern mit einer Ausdauer und Leidenschaft Spezialthemen gewidmet, wie es für einen Berufsfotograf selten realisierbar ist. Das reicht von der Astrofotografie über die Wildtierfotografie bis zur Tropfenfotografie oder Panoramafotografie. :D Da werden Ergebnisse erzielt, die kein Profi besser hinbekommen würde. Das Erfolgsgeheimis der Hobbyisten sehe ich auch darin, dass damit eben KEIN Ged verdient werden muss. Was nicht heisst, dass es zu keinen finanziellen Erfolgen führen kann. Vor allem dann, wenn man es über das Hobby zu einer solchen Perfektion und Routine gebracht hat, dass es eben zum nahtlosen Übergang in die Professsion gereicht. Aber wer baut sich erst mal mehrere Häuser "zum Üben"? :lol: |
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Mein Gefühl ist, während man früher mit solidem fotografischem Handwerk überleben konnte, muss man heute schon Kunst und deutlich höheres Niveau bieten.
Eine Auslage mit ein paar ordentlichen Portraits und Eventbildern reicht da nicht mehr. Das glauben viele heute selbst zu können oder jemanden zu kennen, der es kann. Somit wird der Kuchen kleiner. |
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Was nix kostet - ist nix Wert - that´s it.
Was interessier mich das Internet !!! Fotographie ist Handwerk. Wirst automatisch als Fotograf bei der Handwerkskammer gemeldet bei Gewerbeanmeldung. Geh mal zu an anderen Handwerker und sag Ihm das du was für LAU willst. Der lacht dich maximal noch höflich an. |
ich finde auch, dass Fotografen die es "können" und die Kunden glücklich machen, immer Geld verdienen werden... und dann ist es egal, wie derjenige (oder diejenige) den Beruf erlernt hat. Am Ende zählt nur das Ergebnis!
Es bringt mir recht wenig, wenn der Fotograf zwar weiß was er macht (technisch gesehen) und das sein Job ist, am Ende die Bilder aber aussehen wie jedes andere auch - ohne künstlerische Note. Dann lieber den Hobbyfotografen, der mit Herzblut an die Sache rangeht und DAS FOTO schießt. Oder was meint ihr so? |
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Wenn etwas nichts kostet, bis Du (Deine Daten) das Produkt das verkauft wird. (Apps, Facebook;auf Fotos bezogen: Werbung mit Deinem Bild -> TFP Shooting, etc....) Viele Grüße Gerd |
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Ich meine das ist einfach schwierig. Zu glauben das der ausgebildete Fotograf im Ergebniss um soviel besser ist wie mein Bekannter. Allzuoft wirds aber wohl in die Hose gehen weil der Bekannte doch nicht die Erfahrung mitbringt. |
TFP Shooting - kann man ja kaum noch hören diesen Begriff.
Wenn möchtegern Model auf Hobbyknipser treffen. Da wird doch nix verdient und umgesetzt - das ist reine Gaudi. Ein Testshooting mit einem richtigen Model wo Bildrechte - gegen Dienstleistung kalkuliert werden - ist schon was anderes. Aber das ist genau der Bereich wo man als Fotograf halt nix verdient und sicherlich kein Ansatz um sich selbstständig zu machen. Keines der möchtegern Models will was zahlen - also was bringt es dann ? |
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Soll er es doch machen - soll ers halt versauen - dann war es wohl mal dein Bekannter. Was ihr diesen Leuten Druck macht - könnt ihr euch kaum vorstellen. Die kaufen sich noch extra ne Optik um alles richtig zu machen. Nerven Menschen in Foren - wollen Tipps und und und ... Warum gibt es den Profis ? Wenn ich was will - dann zahlt doch bitte dafür. |
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Und was das Thema angeht bin ich bei dir. Nur deswegen wird niemand eine Hochzeit oder sonstwas nochmal feiern um die passenden Bilder zu bekommen. Und der Job ist dann definitiv weg für den der sein Geld damit verdient. |
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So kann man das auch sehen. und nun zurück zum Thema: Ich denke, das der "normale" Fotograf (Portrait, Passbilder, Kindergarten, Hochzeit, Reportage) es schon sehr sehr schwer hat, da genau der Bereich Hochzeit/Event/etc. von den Hobby-Fotografen kanibalisiert wird. Und bei den Hobbyisten muss keiner auf einen Gewinn schauen. Die schauen nur darauf, dass irgendwann das Equipment bezahlt ist oder man sich die neue "Traumlinse" kaufen kann. Es gibt sicherlich einige Fotografen die ordentlich Geld verdienen. Auch ist es ein "kultureller" Unterschied. In USA wird jede Menge Geld ausgegeben, in Deutschland muss es möglichst billig sein, usw. Also das Thema ist vielschichtig. Viele Grüße Gerd |
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Für Passbilder geht heute kaum noch einer zum Fotografen. Selfie mit entsprechder App auf dem Handy für die biometrischen Bedingungen, fertig. Ähnlich sieht das bei Bewerbungsfotos aus, wenn kein kein akademischer Beruf gefragt ist. Die Ergebnisse von Kompaktknipsen reichen seit einiger Zeit dafür völlig aus. Dann macht ein Verwandter oder Bekannter, der hobbymäßig fotografiert, ein paar Bilder, das erfüllt meistens schon die Anforderungen für die Onlinebewerbungen. Und selbst in bestimmten akademischen Bereichen ist die Qualität, die der Hobbyknipser fürs Bewerbungsfoto erzielen kann, ausreichend. Seit mehr als 15 Jahren ist die technische Qualität von Kompaktknipsen so gut und erschwinglich, dass Bewerbungsfotos teilweise zuhause erledigt werden. Einfach, weil es halt kein Problem ist, mal 200 Bilder oder mehr zu probieren und ein oder zwei Stunden zu opfern. Und als die DSLR und Systemkameras zu niedrigen Preisen verschleudert wurden, dürfte sich das nicht verbessert haben. Der Kuchen wird kleiner, das denke ich auch. Zumal nebenberufliche Fotografen nicht mit derselben Effektivität arbeiten müssen wie der hauptberufliche und damit den Preisdruck im Markt erhöhen. Für gute Fotografen wird es aber weiter Bedarf geben, solange ihr Können und vor allem ihre Effizienz sich deutlich vom Hobbyknipser abhebt. Handwerklich solide wird aber nicht mehr reichen, befürchte ich. Gruß, Dirk |
Oh mein Gott - wenn ich das lese dann ...
Bewerbungsfotos von Bekannten... wenn Ihr meint. Wenn einem die Kohle es nicht Wert ist - zu jemanden zu gehen der weiss was eine kalte Schulter ist oder oder oder ... Freunde Freunde ... Auch bei Bild 200 sieht der Blinde Hobbyjknisper ned auf was es ankommt. Aber gut - Perlen vor die Säue. Und genau das Handwerk - die Lernphase - das in einer guten Ausbildung wiederholte und gelernte ist das was am Ende den Unterscheid macht. Das was du ned lernen kannst mit Theorie und Technik. Das was DAS GUTE BILD ausmacht - das nachdem der Hobbyknipser vergeblich suchen wird. |
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Wenn immer weniger Menschen genügend Geld für die netten Dinge im Leben haben werden oder eben genau selektieren müssen, bleiben so Dinge wie ein richtiger Blumenstrauß vom Floristen oder eben die "guten" Bilder auf der Strecke. Lieber den Bund Tulpen wie garkeine Farbe für den liebsten Menschen |
Amateure versauen den schlechteren Profis die Preise.
Gute Profis sind aber nicht weniger einfallsreich als gute Amateure. Die suchen sich ihre Nische, wo sie vor dem Amateur Ruhe haben. Das, was der Amateur nicht kann (Konstanz, Tempo, Auswahl usw.). Das Beispiel „Hochzeitsfotografie“: In analogen Zeiten habe ich mich von meinem klammen Cousin dafür rekrutieren lassen. Für den Fotografen gab es keine Kohle mehr. Heute gibt es international renommierte Fotografen, die anschließend noch die Hochzeitsreise dokumentieren dürfen. Hochzeit USA, Hochzeitsreise Südafrika, das ist eine andere Liga als die Hochzeit meines Cousins. Clevere Fotografen besetzen heute Geschäftsfelder, die ihnen einen Vorsprung versprechen. Der Meister, der einst seinen Unterhalt mit Passfotos, Bewerbungsaufnahmen, Klassen- oder Jahrgangsfotos bestritt, der hat nicht erst seit heute ein Problem. Der Profi muss auch rechnen können. Zusätzliche Aktivitäten, wie Klicks auf Web-Seiten (z.B. Stephan Wiesner) können die eigene wirtschaftliche Unabhängigkeit nochmals absichern. Dem Profi heute reicht die Meisterprüfung nicht mehr aus. Clevere Fotografen besetzen Geschäftsfelder, die ihnen einen Vorsprung versprechen. Wer hat in den 80’ern das Coverfoto der Vogue gemacht ? Einfallsreichreiche Profis. Insofern hat sich wohl kaum etwas verändert. Gruß Frank |
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Beste Grüße, meshua |
Eine interessante Diskussion.
Ich will nochmal auf die Dreiecksbeziehung Handwerk-Kunst-Liebhaberei eingehen. Die Abhängigkeiten gelten übrigens für alle Bereiche mit künstlerischem Anspruch, nicht nur für die Fotografie: Ein virtuos beherrschtes Handwerk ist immer die beste Basis für die Kunst. Kunst ohne handwerkliche Basis ist eher ein genialer Zufallstreffer, aber taugt nicht zu dauerhaftem Broterwerb. Das ist dann eher Liebhaberei. Von der Kunst lebt eh kaum jemand, wahre Kunst ist meist brotlos. Aber sie ist ein guter Werbeträger für das handwerkliche Können des Künstlers, von dem er sich dann ernährt. Im Bereich der Fotografie kann man die Künstler an zwei Händen abzählen - quasi alle professionellen Fotografen sind professionelle Handwerker mit mehr oder weniger künstlerischen Möglichkeiten. Ein Handwerker ist einer, der davon lebt, mit seinen Händen etwas herzustellen, was ein anderer braucht. Ein Künstler ist jemand, der aus einer inneren Vision heraus eine neue Welt erschafft, die niemand braucht - aber andere Menschen damit berührt und fasziniert. Ein Amateur ist man, wenn man eine Sache um des eigenen Vergnügen willens betreibt, ganz egal, ob es jemand braucht oder ob es andere berührt. Innerhalb dieses Dreiecks sind die Übergänge manchmal fließend, es gibt Misch- und Zwischenformen, und manchmal auch Fälle, die überhaupt nicht ins Raster passen. Von meiner eigenen Kunstausübung - ich stehe tagtäglich auf der Bühne - weiß ich, das mehr als 90 Prozent der Arbeit Handwerk und Schweiß ausmachen. Und es dann manchmal zu Sternstunden kommt, wo alles zusammenpaßt, und Kunst entsteht. Das ist selten. Auch ich verkaufe und lebe vor allem von gutem Handwerk. So wie die allermeisten Fotografen auch. Auch im Opernbereich gibt es ambitionierte Amateure. Selten schafft es einer von ihnen (ohne handwerklich fundierte Ausbildung) auf die Bühne. Aber KUNST kann auch der ambitionierte Amateur schaffen, wenn er sich die notwendigen handwerklichen Fähigkeiten verschafft, um etwas aussagen zu können. Kunst ist immer eine Aussage, die berührt. |
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Gerade zum Thema Klassen- bzw. Kindergartenfotos kann ich ja selber 2-3mal im Jahr sehen, was Berufsfotografen abliefern. Da schwankt die Qualität deutlich, bei einigen nehmen wir dann nur das Minimalpaket mit einem Portrait und dem Klassen- bzw. Gruppenfoto für wenige Euro ab, weil sich die Bilder halt nicht deutlich von meinen eigenen Aufnahmen abheben. Bei anderen gibt das richtig gute Bilder, da ziehe ich als Hobbyknippser meinen Hut und wir nehmen dann gerne das Gesamtpaket für 20-25 Euro ab. Diese Bilder werden dann auch an die Großeltern weitergegeben. Die letzten Aufnahmen von meinen Kids in der KiTa bzw. in der Schule waren sehr gut, die stehen auch im Rahmen auf unserer Anrichte. Gruß, Dirk |
Selbst die Business Fotografie hat das schon z.T. erreicht. Aktuell kenne ich ein Unternehmen, dass sich von einem mir bekannten Fotografen (Beruf) aus Düsseldorf Bilder erstellen läßt. Der macht das kurz und schmerzlos.
Bei anderen Unternehmen, sowohl groß und klein, werden zu Events "Hobby Fotografen" oder Fotografen aus der Nähe eingesetzt. Und ich vermute Mal, da fließt nicht viel Geld in den 8 Stunden, wenn ich das mit einem Gärtner vergleiche. Haben wir Berufsfotografen im Forum, die von Ihrem Beruf leben? |
Was ist im Sinne dieses Threads eigentlich gut bezahlt? Es fällt mir schwer, da eine Hausnummer dran zu hängen.
Viele Grüße Ingo |
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Kann jeder selbst ausrechnen, wie viel Zeit auf eine einzelne Person entfällt... |
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Viele Grüße, meshua |
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Ich habe bei uns ja auch Profi spielen dürfen und Bilder fürs Marketing gemacht. Die sind nach 2y immer noch im Einsatz.
Das mangelnde Qualitätsbewusstsein der Auftraggeber wurde für mich dann zu meinem Problem und ich habe zukünftige Aufträge abgelehnt. Das waurde auch akzeptiert. Es gibt tatsächlich ein Argument für intern mit Semi-Pro: höheres Maß an Flexibilität. Den Affenzirkus hätte sich ein Profi wohl nicht so bieten lassen. Ich glaube, wenn das Qualitätsbewusstsein da ist, wird auch ein Profi geordert. Es gibt heute sicherlich viele fotografische Aufgaben, bei denen ein Profi nicht mehr benötigt wird, weil der motivierte Amateur das sowohl technisch, als auch künstlerisch hinbekommt. |
Hm, David Bowie hatte in D immer einen Fotograf aus Stuttgart zur Seite. Der hatte letzten ausgestellt. Die Bilder habe ich mir angeschaut. Beindruckend war weniger die technische Qualität als eher die Form wie er ihn präsentierte. Schon cool. Mir fällt der Name nicht mehr (nicht Duncan Smith...).
Aber auch hier wie immer, damit verdienen die anscheinend kein Geld. |
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Nur die Zahl derjenigen, die sich den Teilen müssen ist deutlich grösser geworden. Vor 30 Jahren war Fotografieren noch ein sprichwörtlch teurer Spass und man scheute die Ausgaben für "verschossene" Bilder, die man als Hobbyfotografierer idR. erst nach Tagen retour bekam. Da gab man sich grösste Mühe, den Ausschuss zu minimieren und schnellstens die Grundlagen der richtigen Belichtung und Motivwahl zu lernen. Mit der digitalen Fotografie und dem niedrigen Preis für eine "ordentliche" Kamera - oft sogar schon im Allerweltsgerät Smartphone integriert - ist das Knipsen praktisch kostenlos und beliebig geworden. Das führt zu einer inflationären Bilderflut vor allem in den "sozialen Medien". Aber es gibt auch immer mehr Leute, die sich dadurch der intensiveren Beschäftigung mit der Fotografie zuwenden und sich dann aus der Masse herausheben. Manche schaffen sogar über das Hobby den Sprung ins Profilager, was sich per Definition alleine über das Geldverdienen erklärt. |
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Ich kann Dich sehr gut verstehen. |
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