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Autobahnen privatisieren .......
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1120897.html
Das ist ein Schildbürgerstreich wenn es so kommt.Schwachsinn |
Es gibt schon privatisierte Autobahnen in Deutschland.
Dat Ei |
Meine Meinung: Öffentliche Infrastruktur ist das Rückgrat der Wirtschaft eines Landes und sollte daher nicht oder nur unter strengen Auflagen privatisiert werden. In DE habe ich jedoch kein Vertrauen in die Politik: weder in die Legislative noch die Exekutive, daß bei solchen entstehenden Mini-Monopolen ganz ohne Wettbewerb die Investoren keine Schlupflöcher finden, um bei minimalem Invest den maximalen Profit herauszupressen (siehe Raststätten, Krankenhäuser...) und folglich sinkende Qualität bei steigenden Preisen. :flop:
Woanders funktioniert es und es müssen Preiserhöhungen begründet und von der Exekutive genehmigt werden - allein dafür ist die Politik in DE zu stark mit der Privatwirtschaft verflochten, daß dies nicht "zum Wohle des Volkes" funktionieren kann. :roll: Viele Grüße, meshua |
Privatisieren heisst natürlich immer dass jemand Profit macht.
Hier sollen es dann wohl die Versicherungen sein - nichtmal die schlechteste Idee, Versicherungen brauchen langfristig stabile Erträge für ihre Investitionen und die sind im derzeitig stabil gehaltenen Mini-Zins Umfeld nicht zu bekommen. Immobilien und Aktien sind für Versicherungen natürlich auch sehr riskant und deshalb nur ganz beschränkt zulässig, wenn die dann mal crashen sind sie übel dran. Also warum nicht so eine stabile Investition. Für den Staat bedeutet es dass er das Geld nicht selbst ausgeben muss und somit seine Ausgaben reduziert - wobei zusätzliche Ausgaben wenn man Null Zinsen zahlt natürlich auch nicht so ein Elend sind. Aber für die Statistik Werte wie Verschuldung und so ist es gut. Ach ja - natürlich zahlt jemand dafür am Ende und das sind "wir" - der Staat gibt die Maut an die Investoren weiter und sie machen ein bisschen Gewinn - den der Staat hätte für sich behalten/ausgeben können wenn der die Autobahn selbst finanziert hätte. Wenn der Investor natürlich dann seine Gewinne maximiert und dabei z.B. Autobahnen baut die bei grosser Hitze auseinanderfliegen so dass man nur noch 80 darauf fahren darf hört der Spass irgendwann auf ... |
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Das Thema ist nicht so ganz von der Hand zu weisen, denn sowas gibt es schon....
https://de.wikipedia.org/wiki/ASFINAG |
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Nichtsdestotrotz wurde das alles lange bejubelt und kaum einer hat protestiert - und heute wird zum Teil mühsam versucht die Sachen wieder zurückzukaufen ... Mit dieser Autobahnidee wären ja immerhin deutsche Unternehmen die eine Investitionsmöglichkeit brauchen versorgt - das private public partnership waren ausländische Unternehmen, oft amerikanische die aus solchen Investitionen Steuervorteile hatten. |
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Außerdem brauchen "deutsche Unternehmen" (= Banken und Versicherungen) keine staatlich geförderte "Investitionsmöglichkeit" auf Kosten der Bürger. Andere Unternehmen ließ der Staat - verzeih' mir "verrecken", z.B. in der Solarbranche - aber wenn die Banken mit den Scheinen wedeln, wird ein bürokratisches Monster zusammengebastelt, um ihnen die Werte, die der Allgemeinheit gehören, in den Ar... zu schieben. |
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Viele Grüße, meshua |
Nicht jammern, schreibt einen Brief an Euren Bundestagsabgeordneten. Wenn der Angst bekommt, in der nächsten Legislaturperiode keinen Platz mehr auf der Hinterbank zu bekommen, bewegt sich vielleicht was. Ansonsten wird es alternativlos und Mutti macht wieder mal die Raute.
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Privat finanzierte Autobahnen gibts schon länger.
Wenn ich mich erinnere, in welch erbärmlichen Zustand die A8 zwischen Ulm und München war, welch elendigliche Dauerstaus es gab und wie es heute aussieht, dann bin ich ehrlich gesagt sehr froh um diese Lösung. Dreissig Jahre lang wird die Autobahn privat betrieben, der Staat beteiligt den Betreiber an der LKW-Maut: https://www.welt.de/regionales/bayer...tautobahn.html Die Infrastruktur in Deutschland ist nunmal in nicht unerheblichem Maße in einem schlimmen Zustand. Wenn der Staat das nicht stemmen kann, da irgendwann die Schuldenlast nicht mehr tragbar ist, dann halte ich es durchaus für sinnvoll, dass Investoren, die dringend Anlagemöglichkeiten für ihr Geld suchen, es am Kapitalmarkt aber kaum noch finden, unsere Infrastruktur sanieren. Dass sie dafür Profit erwarten liegt in der Natur der Sache. Gerade im Bereich der Versicherungen gibt es erhebliche Kundengelder, die zum Beispiel der Altersvorsorge dienen. Kapitalerträge aus diesen Geldern kommen den Versicherten in Form höherer und vor allem sichererer Renten zugute, aus herkömmlichen Anlagen kann vielfach die Garantieverzinsung bei weitem nicht mehr erwirtschaftet werden. Und natürlich profitiert auch der Shareholder. Rainer |
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Äussrst frech finde ich nur Schäubles Aussage "das hätte sich ja schon bei Post und Telekom bewährt". Autobahnen sind ja ein bisschen was anderes als Telefonleitungen und dass es in Zukunft Konkurrenz in Form von nebeneinanderlaufenden Autobahnen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Fahrkomfort und Kosten geben aus denen der Fahrer wählen wird halte ich erstmal für recht unwahrscheinlich ... Aber man könnte natürlich die Maut anhand der gefahrenen Geschwindigkeit und der Fahrspur berechnen - je weiter links desto teuer - und schwupp wäre man das Problem mit den sturen Linksfahrern los. |
Moin Frank,
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Aus meiner Sicht finde ich es bedenklich, wenn Infrastruktur privatisiert wird. Beim Thema Netzneutralität und auch Zwangsverkabelung sieht man, welche Stilblüten, Monopole sowie technischen Einschränkungen und Hemmnisse entstehen können. Ich bevorzuge es, die Infrastruktur beim Staat zu lassen und den Betrieb der Infrastruktur auszuschreiben. Dat Ei |
Die DB ist seit der Privatisierung ein Trümmerhaufen geworden, genau wie die Post.
Vom Gesundheitswesen mal ganz abgesehen.Privatisierung ist immer gleichbedeutend mit Bevormundung. |
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Dat Ei |
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Die Übernahme von Aufgaben für die Gesellschaft (Transport, Gesundheit, Verkehr etc.) an private Wirtschaftsbetriebe kennt meist nur einen Gewinner - den Wirtschaftsbetrieb. |
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Moin, moin,
bei allem, was den Nahverkehr angeht, darfst Du Dich an Deine Landespolitiker wenden, die den Nahverkehr bestellen. Wer hier seinen Aufgaben nicht nachkommt, oder das entsprechende Geld nicht auf den Tisch legt, darf sich nicht wundern. Der Nahverkehr wird auch nicht nur durch die Deutsche Bahn bestritten. Schau mal, wieviele Eisenbahngesellschaften in Deutschland existieren: clickclack! Dat Ei |
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und wenn dem so wäre das es nur die DB geben würde, dann würden die Menschen auf dem Land schon seit Jahren ohne öffentlichen Nahverkehr leben müssen. Ich habe es miterleben dürfen, wie erst Bahnstrecken und dann Buslinien eingespart wurden, und jeder der kein Auto besaß sehen konnte wie Er/Sie von A nach B kommt. Die kleinen Privaten bedienen jetzt die Strecken bei uns zu Hause, wozu die DB nicht imstande war. Liegt wohl auch an dem aufgeblähten Apparat z. B. hier in Berlin, ein riesiger Büroturm mit lauter Nieten, wo die linke nicht weis was die rechte macht. |
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Schon 1976 wurde bei uns die Bahnstrecke Haste-Hameln geschlossen. Dann sind noch eine Weile Bahnbusse gefahren, seit 15 Jahren in etwa hat man kaum noch eine Chance im Schaumburger Land nach Hameln zu kommen, die kürzeste Zeit mit dem Bus ist 4 Stunden.Für etwa 30-35 km Entfernung.Wenn ich mal den Führerschein für einige Zeit abgeben müßte, könnte ich meine Arbeitsstelle nicht erreichen. |
Guten Morgen,
Hier werden interessante Ideen skizziert: Fahrspuren mit unterschiedlichen Preismodellen. Am schnellsten umsetzbar wäre die dritte Spur als Business-Tarif und die beiden rechten Spuren für Economy-Fahrer. Doppellinie zur Trennung. Schilder aller 5km. Ähnlich den Carpool-Lanes in den USA. :crazy: OT: Dass man bereit ist, die Lebensadern der Gesellschaft (Straße, Schiene, Telefon) am ehesten zu privatisieren, anstatt z.B. das deutsche öffentlich-rechliche Fernsehgebührenmonster, zeugt schon von der Ausrichtung unserer Politik(er). Viele Grüße, meshua |
Moin, moin,
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Übrigens zeichnet die Entwicklung der Fahrgastzahlen ein anderes Bild, als das eines Trümmerhaufens. Zitat:
Dat Ei |
Die Deutsche Bahn mal aussen vor, das ist ein Kapitel für sich. Der Skandal ist hier, dass in letzter Zeit der Bürger durch Niedrigzinsen und kalte Steuerprogression durch den Staat heimlich und allmählich enteignet wird. Und nun sollen die Banken und Versicherungen für die negativen Folgen der Niedrigzinspolitik entschädigt werden, indem man ihnen zum günstigen Tarif das übereignet, was der Steuerzahler schon mehrfach mit seiner Mineralöl- und KFZ-Steuer bezahlt hat. Jetzt soll er ein weiteres Mal dafür bezahlen und die Taschen der Finanzindustrie füllen und nicht nur die z.B. der Rentenkasse.
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Zum Thema Autobahn. In Frankreich sind, meines Wissens, die Autobahnen doch schon länger in privater Hand und das funktioniert doch scheinbar recht gut. Marode Autobahnbrücken wie in Deutschland kenne ich dort jedenfalls nicht. Gruß Wolfgang |
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Außerdem ist es ganz einfach so: Die Autobahnen und das Land, auf dem sie gebaut wurden, gehören der Allgemeinheit. ich will gefragt werden, vor so was verscherbelt wird. |
Die Billigflieger sind, wie alle Flieger subventioniert - das ist eine ganz andere Baustelle.
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Kerosin ist steuerfrei.
Dat Ei |
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Also wie gesagt nicht subventioniert, aber weniger besteuert als PKW. |
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In Frankreich zahlt man für die Nutzung der Autobahnen horrende Gebühren, das ist bestenfalls ein abschreckendes Beispiel weil der Verkehr auf die Landstrassen ausweicht. |
Moin, moin,
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Hier in München sieht man seit Jahren zunehmende Probleme im S-Bahnbereich durch Fahrgastzahlen, die weit jenseits der Fahrgastzahlen sind, für die das System ausgelegt wurde, durch unverschuldete Störfälle wie "Personen im Gleis" oder "Notarzteinsätze", oder durch die Problematik der Stammstrecke, über die alle S-Bahnlinien laufen. Eine zweite Stammstrecke wird seit Jahren sehr kontrovers diskutiert. Zu guter Letzt fehlt neben dem unbedingten Wille dann auch noch das Geld. Dat Ei |
Die Infrastruktur ist eine der Kernaufgaben des Staates und einer der Gründe für die Erhebung von Steuern!
Die Privatisierung von öffentlichen Aufgaben hat noch nie die dafür erforderliche Entlastung bei den Steuern gebracht. Gerade mit Ausbau und Erhaltung der Infrastruktur hat die öffentliche Hand (Bund, Länder und Kommunen) ein hervorragendes Instrument zur Beeinflussung des Beschäftigungsgrades auf dem Arbeitsmarkt und damit der Konjunktur. Bei sachgerechter Investition fließen die Investitionen zum größten Teil wieder in den Haushalt zurück durch Steuereinnahmen (Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Gewerbesteuer usw.), zudem erhöhen die Investitionen das Vermögen. Wie die Privatisierung schief laufen kann, erleben die Bewohner des Großraumes Stuttgart gerade täglich am eigenen Leib: die Bahn AG hat den Nahverkehr verloren und als unmittelbare Folge wird für den Restzeitraum Personal abgebaut und überaltertes, marodes Zugmaterial verwendet mit der Folge von fast regelmäßigen Ausfällen im Berufsverkehr. Gleichzeitig hat Stuttgart mit der Feinstaubbelastung zu kämpfen und mit dem unsäglichen Prestigeobjekt Stuttgart 21, das als reines Staatsprojekt niemals auch nur begonnen worden wäre! |
Zur Bahn mal ganz platt gesagt: mir als (potentiellem) Endkunden ist es vollkommen wurscht, wer für was zuständig ist. Ich will für für mich vertretbaren Preis eine adäquate Leistung. Deshalb fahre ich seit gut 10 Jahren nur in absoluten Notfällen Bahn bzw. ÖPNV.
Zur Privatisierung von Infrastruktur: ich sehe Infrastruktur in privater Hand äußerst kritisch. Wenn wir als Gesellschaft uns nicht mal mehr die notwendigste Infrastruktur (Erstellung + Erhaltung) leisten können, dann stimmt was sehr grundlegendes nicht. |
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Mal den Ball ganz flach halten, anstatt mit "Blödsinn" um sich zu werfen! |
S21 ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bahn, Land, Stadt und Region. Staatlicher geht's kaum.
"Unsinn" bezog sich auf deine unnützen Füllworte wie "unsäglichen" und "Prestigeobjekt". |
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Das Projekt blockiert mit seinem finanziellen Umfang existentiell Restrukturierung und Finanzierung der Bahn AG! Nur dadurch, dass die Bahn AG Bundeseigentum ist, wird die Pleite verhindert! Wie sagte Grube doch so schön in etwa: "Ohne den Wunsch aus Berlin hätten wir das Projekt nicht begonnen!" Mal sehen, wie das mit den Autobahnen dann geht! Die Maut ohne jegliche Erleichterung auf der Gegenseite kommt so sicher wie das Amen in der Kirche! Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert! Die wirklich Steuerzahlenden sind die Gelackmeierten, auf dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgehe und die Mittelschicht abgeschafft wird. Ein richtiger Schritt in die Staatspleite! |
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