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-   -   Naturfotograf soll für Hirschfoto 5.000 Euro Strafe zahlen. (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=164500)

Pittisoft 30.10.2015 10:38

Naturfotograf soll für Hirschfoto 5.000 Euro Strafe zahlen.
 
Gerade gelesen und so gedacht das könnte den einen oder anderen hier auch Interessieren was man im Wald so darf und nicht darf. :lol:

Zum Artikel

AlopexLagopus 30.10.2015 11:20

Zitat:

Zitat von Pittisoft (Beitrag 1753097)
Gerade gelesen und so gedacht das könnte den einen oder anderen hier auch Interessieren was man im Wald so darf und nicht darf. :lol:

Zum Artikel

Waidmanns Heil :crazy:

Hoffentlich bekomme ich nicht mal eine Ladung Schrot in den Hintern geblasen, die haben ja mitunter nervöse Finger die Pirschfuzzis.

Dimagier_Horst 30.10.2015 11:43

Zitat:

Zitat von AlopexLagopus (Beitrag 1753114)
...die haben ja mitunter nervöse Finger die Pirschfuzzis.

Du meinst also, man sollte sich gleich im zweiten Beitrag auf das Niveau der Dame begeben und die Klischees weiter nähren...

Reisefoto 30.10.2015 12:00

Köstlich. Erst kommt die Beschwerde, dass der Fotograf den Jägern das Wild verscheucht habe, dann wird darauf hingewiesen, dass eine Störung des Wildes unzulässig sei. Aber ich versthe das schon. Durch das Erschießen werden sich die Tiere viel weniger gestört fühlen als durch den Fotografen. Wer tot ist, kann sich ja nicht mehr gestört fühlen.

AlopexLagopus 30.10.2015 12:03

Zitat:

Zitat von Dimagier_Horst (Beitrag 1753124)
Du meinst also, man sollte sich gleich im zweiten Beitrag auf das Niveau der Dame begeben und die Klischees weiter nähren...

Wenn ich darüber nachdenke: nein. Zumindest sollte man es nicht verallgemeinern,
mein Beitrag war ein " Schnellschuss", du hast Recht.
Ich ziehe ihn hiermit zurück.

Es war mir allerdings noch nicht vergönnt mich auf sachlicher Ebene mit Jägerinnen und Jägern auszutauschen. Offen war keiner der Damen und Herren, ich habe ausweichende Antworten erhalten und auf die Frage ob es möglich ist einen Jäger auf den Ansitz zu begleiten habe ich ebenfalls keine Reaktion erhalten-

Es entstand der Eindruck einer eher elitären Gemeinschaft die sich gezielt abzugrenzen versucht und die nicht bereit ist in Austausch mit nicht Jagd erfahrenen zu treten.

Ich habe vor 3 Jahren selbst mit dem Gedanken gespielt den Jagdschein zu machen, aber ich habe es verworfen weil ich nicht in der Lage bin ein Tier zu töten, auch wenn der Akt des Tötend waidgerecht ausgeführt wird (?).
Interessiert hätte es mich trotzdem da das Töten eines Tieres einen geringen Teil des Jägertums ausmacht.

Dort wo ich lebe sind die Jäger die mehrmals im Jahr zur Jagd aus Köln und Düsseldorf anreisen eher unangenehm aufgefallen. Alkohol und Arroganz haben hier das Bild des ehrwürdigen Jägers etwas getrübt. Frühschoppen vor der Jagd...etc.


Vielleicht lerne ich eines Tages einen Jäger oder eine Jägerin kennen die mich eines besseres belehren, darüber würde ich mich sehr freuen.
Falls ich also Klischees bedient habe mit meinem unangemessenen und unüberlegten ersten Beitrag , dann möchte ich mich dafür an dieser Stelle offiziell entschuldigen.

Oldy 30.10.2015 12:04

Auch wenn das alles erst einmal merkwürdig klingt, so handelt die Dame nach Recht und Gesetz. Dadurch, dass die Jäger wohl Anzeige erstattet haben, konnte sie auch nicht anders.
Der Fotograf solle in der Behörde persönlich vorstellig werden und versuchen, die Sache gütlich zu klären.
Viel schlimmer finde ich den Tenor dieses "Artikels". Das ist unterste Sohle. Damit hat der "Autor" dem Fotografen möglicherweise einen Bärendienst erwiesen.

Oldy 30.10.2015 12:09

Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 1753129)
Köstlich. Erst kommt die Beschwerde, dass der Fotograf den Jägern das Wild verscheucht habe, dann wird darauf hingewiesen, dass eine Störung des Wildes unzulässig sei. Aber ich versthe das schon. Durch das Erschießen werden sich die Tiere viel weniger gestört fühlen als durch den Fotografen. Wer tot ist, kann sich ja nicht mehr gestört fühlen.

Das hast du schön gesagt, ändert aber nichts an den objektiven Tatsachen. Ob die Jäger das Wild ohne die Störung des Fotografen erlegt hätten, ist irrelevant.
Subsumiert man die Gesetestexte, hat die Dame vollkommen recht.

unWesen 30.10.2015 12:22

Ich bin mir ganz sicher, dass der Fotograf unschuldig ist.
Auf der Suche nach dem perfekten Pilzmotiv, wurde er vom röhrenden Gewihträger gestört, und wohl auch sind dadurch die Pilze geflüchtet.
Als Beweis für seinen Auftraggeber musste der Bildjäger natürlich auch den Störenfried ablichten. Der Hirsch hingegen war beleidigt, dass sein Recht am eigenen Bild mit Füssen getreten wurde, und ist deswegen auf und davon.
Das können und werden die Jäger im Kreuzverhör bezeugen...

oder so

Anthem 30.10.2015 12:36

Nach Lesen des Artikels wollte ich das Amtschreiben gar nicht mehr Lesen, habe es dann aber doch getan. Und das liest sich für mich viel "neutraler" als der Artikel von Herrn Heimann.
In der Überschrift wird suggeriert, es ginge ums Fotografieren. Tatsächlich ging es aber um Störung und Verletzung verschiedener Rechte. Ich weiß das gar nicht: Darf man in einem Wald (mit Betretungsrecht für Erhoungszwecke) die Waldwege verlassen und querfeldein gehen?
Solange man niemanden stört, sagt sicher keiner was. Was, wenn das nun keine Jäger mit der Waffe in der Hand sondern Naturschützer bei der Beobachtung gewesen wären? Wie wäre der Tenor des Artikeln dann ausgefallen?
Ein Freund von mir ist Jäger und hat so hier und da mal geplaudert. Die überwiegende Mehrzahl der Jäger ist an der Gemeinschaft (des Vereins), der Tierbeobachtung und dem Alleinsein auf der Jagd (wo weitaus mehr beobachtet als geschossen wird) und der Hege von Fauna und Flora interessiert.
Ich habe viele Jahre lang geangelt und da sieht man sich immer wieder auch mit unschönen Diskussionen mit in der Sache unkundigen Menschen konfrontiert.
Es ist ja auch immer eine Sache der Lesart: Der Fotograf soll sich in "hoher Frequenz" im Wald aufgehalten haben. Vielleicht hat er den Ärger ja provoziert? Ist nur eine der vielen Interpretationsmöglichkeiten.

Sehr ärgerlich finde ich, das hier wiedermal die Fotografie für Stimmungsmache herhalten muss. Nach Panorama, Street und den immer wieder hochkochenden Diskussionen bezüglich Persönlichkeitsrechten gerät unser Hobby in ein immer schlechteres Licht.

Gruss
Michael

ha_ru 30.10.2015 12:38

Hallo,

der Artikel ist in meinen Augen polemisch verfasst und der Dame auf dem Amt wird unrecht getan.

Den Hergang stelle ich mir wie folgt dar:
  • Es wird vom Jagdpächteranzeige erstattet, d.h. das Amt muss tätig werden
  • Im Schreiben wird die Schilderung des Ablaufs wie von den Zeugen geschildert wiedergegeben. An Stelle der Beamtin würde sich jeder hüten da was eigenes zu formulieren, das kann nur falsch sein.
  • Sie klärt den Befragten durch die Verweisungen auf die Paragraphen auf, was die rechtlichen Grundlagen sind und welche Konsequenzen ihm drohen. Dazu dürfte sie sogar verpflichtet sein. Die 5.000 € sind im übrigen das Höchstmaß und werden nirgends konkret angedroht.
  • Sie setzt eine Frist . Die Ankündigung wenn er nicht antwortet nach Aktenlage = aktuellem Wissensstand zu Entscheiden ist Standard bei jeder derartigen Anhörung. Nach was soll sie denn ohne Antwort auch sonst entscheiden.

Die Beziehungsohrgeschichte gilt auch in der Beziehung Staat/Bürokratie und Bürger. Unsere Forumssekretärin könnte das sicher noch viel schöner erklären. Seien wir froh, dass es so geordnet zugeht und sehen wir nach, dass es manchmal im Amtsdeutsch für den Laien schwer verständlich ist.

Wir wird es weitergehen?
Der Beschuldigte wird antworten, dass es so nicht war und er den Hirsch nicht aufgeschreckt hat. Daraufhin wir das Amt den Vorgang einstellen oder ein niedriges Bußgeld verhängen (zwei Aussagen gegen eine...) und damit ist der Vorgang dort vom Tisch.

Gruß
Hans

P.S. Andere waren schneller. Respekt dem Füchslein für sein 2. Posting.

Schmalzmann 30.10.2015 12:49

Hallo
Sind die Jagdpächter sogar im Recht.
Das Waldgesetz verbietet wild lebende Tiere hinter her zu steigen oder zu bedrängen.
Das kann gesetzlich geahndet werden.
Ich suche Grund prinzipiell bevor ich los ziehe immer erst einmal den Pächter, b.z.w. den Förster auf.
So kann ich auch Hochstände nutzen und bekomme sogar mit unter Tipps von Wildwechseln.

AlopexLagopus 30.10.2015 12:56

Zitat:

Zitat von Schmalzmann (Beitrag 1753150)
Hallo
Sind die Jagdpächter sogar im Recht.
Das Waldgesetz verbietet wild lebende Tiere hinter her zu steigen oder zu bedrängen.
Das kann gesetzlich geahndet werden.
Ich suche Grund prinzipiell bevor ich los ziehe immer erst einmal den Pächter, b.z.w. den Förster auf.
So kann ich auch Hochstände nutzen und bekomme sogar mit unter Tipps von Wildwechseln.

Das ist korrekt, ein Bekannter Ornithologe hat es sich mit einem Jagdpächter verdorben, weil er mehrmals ohne vorherige Genehmigung mit Tarnzelt vor einem Waldrand gesessen hat. Das gilt als " Störung des Wildfriedens" und den Anweisungen der Pächter ist Folge zu leisten.

Nicht gestattet ist es dem Jagdpächter Personalien einzufordern, er ist jedoch berechtigt das Kennzeichen des Fahrzeuges zu notieren.

werni1949 30.10.2015 12:59

Hallo alopex,
wenn Du Interesse hast, nehme ich Dich gern mal mit zur Jagd!
Bitte melde Dich doch dann per PN!

AlopexLagopus 30.10.2015 13:01

Zitat:

Zitat von werni1949 (Beitrag 1753152)
Hallo alopex,
wenn Du Interesse hast, nehme ich Dich gern mal mit zur Jagd!
Bitte melde Dich doch dann per PN!

:top:

Ich schreibe dich an. Herzlichen Dank für deine Offenheit.

alberich 30.10.2015 13:13

Erstens droht eine mögliche Strafe nicht auf Grund einies Fotos von einem Hirsch, sondern auf Grund des Verhaltens im Wald. Und zweitens sind es "bis zu 5000 Euro" möglicher Geldstrafe.

Der Titel des Threads ist schon arg irreführend. "Obacht. Ein Waldbesuch kann teuer werden" träfe es wahrschienlich besser. Macht auch neugierig und führte nicht so in die Irre.

swivel 30.10.2015 18:55

Hi,

das Gesetz kann, - nein, besser sollte bitte,- nicht alles regeln. Warum haben die das nicht sofort im Wald geklärt.

Man weiß nicht ob sich das aufgeschaukelt hat, - wie genau die Jäger reagiert haben, oder auch der Fotograf. Mir ist es schon passiert, das ich in eine Wildschweintreibjagd geraten bin. Da standen "plötzlich" in sehr dichtem Unterholz ein dutzend "Jäger" um mich herum, z.Teil das Gewehr mit der Mündung ganz bewusst in meine Richtung. Da kamen schon überhebliche Kommentare das ich dort verschwinden soll. Das war so nicht ok. Das Gebiet ist privat. Der Besitzer wusste von nichts, die Jagd war nicht gemeldet und das wäre auch nicht das erste mal (ich hatte nachgefragt*). ...

Was passiert bei Manchen in der Gruppe und mit Gewehr in der Hand? Naja, ich will da auch keine Vorurteile schüren.. :)

Aber ich bin schonmal auf Seite des Fotografen. Dürfen wir jetzt nicht mehr in den Wald um Fotos zu machen?

LG

*edit: Der Eigentümer wusste, das ich in seinem Wald bin! Aber nichts von der Jagd! Um das Gebiet ist sogar ein Maschenzaun (ok, - der ist zu 70% kaputt, - sonst wären die Schweine nicht dort... :) Die Jagd war ursprünglich auch nicht direkt in diesem Gebiet geplant bzw. begonnen wurden. Laut Eigentümer des Gebietes müssten die das aber anmelden.

About Schmidt 30.10.2015 19:45

Für mich ist so was absolut lächerlich. Sorry, wenn ich jetzt den Jägern hier im Forum auf den Schlips trete. Aber zumindest bei uns ist es so, dass niemand mehr im Wald stört, als die Jäger selbst. Wann und wo immer ich im Wald unterwegs bin, begegne ich ihnen in ihren Geländewagen, wie sie im Wald spazieren fahren.
Wenn mich dann so jemand des Waldes verweisen will, weil ich Orchideen oder Spechte fotografieren will, habe ich dafür nur noch ein müdes lächeln übrig. Und tatsächlich hat es mal ein Jäger geschafft, mich blöde an zu machen, in einem Waldgebiet, dass unserer Familie gehört. :)

Sorry, aber ich habe dafür einfach kein Verständnis mehr und das ist einfach nur noch eine Lachnummer.
Gruß Wolfgang

hpike 30.10.2015 21:01

Also ich meine es gibt sowas wie ein Waldbetretungsrecht für alle. In Bayern steht das sogar in der Verfassung. Ausnahme könnte es bei Privatwald geben, aber dann müsste der soviel ich weiß, sogar umzäunt sein. Normalerweise kann jeder jederzeit jeden Wald betreten. Mancherorts mit der Einschränkung die Straßen und Wege im Wald nicht zu verlassen.

Oxensepp 30.10.2015 21:47

Am besten gefällt mir:

Zitat:

Die störende Handlung löst bei dem Tier Unlustgefühle aus
Ich würde also zurück schreiben, dass "...Ihr Schreiben eine Störung darstellt. Denn es löst bei mir Unlustgefühle aus. Ich bin darob geradezu mürrisch und unfroh geworden. Es fällt mir schwer, dem durch diese Beunruhigung hervorgerufenen Fluchtreflex zu widerstehen. Solche Briefe können trotz der großen Distanz als bedrohlich wahrgenommen werden".

:crazy:

Grüße vom Sepp

P.S.: Wenn mir ein Baby sein Spielzeugtelefon gibt, lege ich sofort auf :shock:

hpike 30.10.2015 21:59

Bist schon ein Held mit deinem auflegen :top:

Oxensepp 30.10.2015 22:17

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1753251)
Bist schon ein Held mit deinem auflegen :top:

Gell...? :cool:

Ich stehe halt total drauf, wenn mir einer sagt, was ich gefälligst tun oder lassen soll. Bin ich ja total der Fan von sowas :top:

Nix für ungut - war nur ein Scherz :P

hpike 30.10.2015 22:22

Tja, wer sich von so einem Spruch bevormundet fühlt? ...... :P ;)

BeHo 30.10.2015 23:19

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1753228)
[...]Aber zumindest bei uns ist es so, dass niemand mehr im Wald stört, als die Jäger selbst. Wann und wo immer ich im Wald unterwegs bin, begegne ich ihnen in ihren Geländewagen, wie sie im Wald spazieren fahren.[...]

Ja, genauso wie die großen gelben Autos in der Stadt nur spazieren fahren. ;)

Als Jagdpächter muss man u.a. auch sein Revier kontrollieren (z.B. Kirrungen), und da können die Wege ganz schön lang sein. Ein erlegtes Wildschwein soll dann der Jäger wohl auch zu Fuß transportieren?

Sorry, aber Deinen Beitrag empfinde ich als pure Polemik.

Ich kenne einige Jäger - darunter leider auch schlechte Vertreter ihrer Zunft - und sage denen auch klar meine Meinung, wenn ich etwas nicht gut finde. Aber wie in allen anderen Bereichen auch, kann man die Jäger nicht alle über einen Kamm scheren.

In meinem bisherigen Leben habe ich es übrigens weit öfters erlebt, dass Nichtjäger im Wald störend unterwegs waren.

Saitenschuft 30.10.2015 23:26

Also meines Wissens ist der Wald nur auf Wegen frei zugänglich. Außerdem sollte der Fotograf sich genau überlegen wo er unterwegs ist. Die Jäger waren auf der Jagd und die Gefahr da mal eine verirrte Kugel abzubekommen ... :roll:
Die Strafe wird von den Behörden erhoben, nicht von den Jägern, die geben den Verstoß nur bekannt.
Nein, ich bin kein Jäger und nicht sonst irgendwie befangen, aber man sollte schon beide Seiten betrachten.
5000 € Strafe finde ich allerdings unverschämt.

Giovanni 30.10.2015 23:33

Zitat:

Zitat von AlopexLagopus (Beitrag 1753130)
Wenn ich darüber nachdenke: nein. Zumindest sollte man es nicht verallgemeinern,
mein Beitrag war ein " Schnellschuss", du hast Recht.
Ich ziehe ihn hiermit zurück.

Schade, ich würde ihn vorbehaltlos unterstützen.

malo 30.10.2015 23:38

Zitat:

Zitat von Saitenschuft (Beitrag 1753287)
Also meines Wissens ist der Wald nur auf Wegen frei zugänglich.

Das stimmt definitiv nicht, der Wald ist frei zugänglich (Pilzsucher)

bei Wolfgang sehe ich keine Polemik. Er berichtet doch ausdrücklich nur von seinen Erfahrungen in seiner Umgebung. Ich kann das Gesagte bei mir auch genau so bestätigen. selbst auf Wegen würde ich beim Vogel fotografieren schon übel beschimpft.
Ich kenne aber auch ganz tolle Jagdpächter. Es gibt immer solche und solche, auf beiden Seiten.

BeHo 30.10.2015 23:39

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1753289)
Schade, ich würde ihn vorbehaltlos unterstützen.

:flop: :roll:

Danke an den Polarfuchs!

Ich bin übrigens kein Jäger.

Zitat:

Zitat von malo (Beitrag 1753290)
[...]Ich kenne aber auch ganz tolle Jagdpächter. Es gibt immer solche und solche, auf beiden Seiten.

Genau meine Rede.

Giovanni 30.10.2015 23:43

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1753228)
Für mich ist so was absolut lächerlich. Sorry, wenn ich jetzt den Jägern hier im Forum auf den Schlips trete. Aber zumindest bei uns ist es so, dass niemand mehr im Wald stört, als die Jäger selbst. Wann und wo immer ich im Wald unterwegs bin, begegne ich ihnen in ihren Geländewagen, wie sie im Wald spazieren fahren.

Nicht nur das, sondern bei uns richten sie auch auf fast jeder Lichtung ihre Schießbahnen ein: Futterstellen, Lockmittel, zerwühlter Boden, tiefe Fahrzeugspuren, halb abgehackte Bäume und Schieß- äh Jägerstände. Das hat mit naturnaher Jagd nichts zu tun. Das grenzt an industrielle Wildtötung.

P.S.: Wenn ich mal wieder einen dieser dicken SUVs, meist blitzsauber und mit Kennzeichen aus der nächsten Großstadt, im Wald stehen sehe, verhalte ich mich so auffällig wie möglich und verlasse die Umgebung so schnell es geht, denn ich habe absolut keinen Bock, einem dieser kurzsichtigen Tattergreise vor die Schrotflinte zu laufen, die jedes Jahr in Deutschland ein paar Dutzend Menschen erschießen oder anschießen. So wie der, der neulich einfach mal "waidgerecht" in ein Maisfeld geballert hat, in dem sich was bewegte, und auf diese Weise ein Liebespaar erschoss. Sind schließlich selbst schuld - sollen sich ein anständiges Hotelzimmer nehmen. Oder?

heischu 31.10.2015 00:15

Einige sind halt eine ganz besondere Spezies... :shock:
Hier rund um unseren Hof finden mehrmals im Jahr Treibjagden auf den Feldern statt.
Da wird dann das durch reichlich Futter wohlgenährte "Wild", beim fröhlichen Umtrunk erlegt.
Ganz oben auf der Liste stehen dabei sämtliche Katzen, die es in dieser Zeit wagen sich zu zeigen.
Ein Traktor mit Anhänger, darauf Biertische und Bänke, sowie reichlich Alkoholika begleitet die etwa 20 "Ballermänner".:beer:
Da kann es dann schon mal passieren, das sie sich auf fremde Grundstücke "verirren", und das eine Ladung Blei den eigenen Garten "durchkreuzt"...:twisted:
Sorry, aber für diese Spezies habe ich mittlerweile kein Verständnis mehr!:flop:
Daher beginnen mein Nachbar und ich immer zeitgleich mit dem Brennholzsägen, man glaubt garnicht, wie die sich über Kettensägen aufregen können...:top:

BeHo 31.10.2015 00:29

Ihr müsst ja in merkwürdigen Gegenden wohnen. :zuck:

Ich kenne das bei uns nicht so.

In meiner Kindheit und Jugend war ich bei einigen Treibjagden dabei. Katzen wurden dabei nie getötet - die waren auf dem Hof und nicht weit davon.entfernt - , nur einmal einem Jäger Schrot in den Oberschenkel geschossen.

Wenn bei euch ausschließlich Arschlöcher als Jäger unterwegs sind, dürfte der Rest der Bevölkerung rein statistisch gesehen auch nicht besser sein. ;)

heischu 31.10.2015 00:58

Ausschließlich, will ich nicht behaupten, es sind nur immer die selben, die hier (im nördl. Münsterland) auf den Feldern ihr "Unwesen" treiben. Meist Landwirte von den umliegenden Höfen, hier hat fast jeder einen Jagdschein auf dem Land.

Ich glaube nicht mal das die auch in den Wäldern unterwegs sind, da ist mir jedenfalls noch keiner von denen begegnet. Das ist für die einfach nur eine alljährlich wiederkehrende große "Party", "ernsthafte" Jäger sind wohl nur die Wenigsten davon.

Aber die Katzen haben sie auf den Kieker, in den letzten 5 Jahren sind allein im Umkreis von etwa 4km über 30! Katzen verschwunden, einige wurden durch Zufall tot im Gebüsch gefunden, Andere sind nie wieder aufgetaucht. Und das immer zur Jagdzeit.

Hier werden rundherum reichlich Fasane aufgezogen, alle paar hundert Meter sind Futterboxen und Unterstände aufgebaut. Da sind die Jungs natürlich nicht gut auf Katzen zu sprechen.

Zaar 31.10.2015 00:59

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 1753307)
Wenn bei euch ausschließlich Arschlöcher als Jäger unterwegs sind, dürfte der Rest der Bevölkerung rein statistisch gesehen auch nicht besser sein. ;)

Eigentlich habe ich persönlich zu diesem Thema gar nichts zu sagen, aber diese Relation finde ich völlig daneben. Nur weil Deine Erfahrungen andere sind als die hier geschilderten unterstellst Du, dass in dieser Region nur Arschlöcher leben?

Kopfschüttelnde Grüße,
Markus

BeHo 31.10.2015 04:17

Das Wörtchen "Wenn" am Anfang ist nicht ganz unwichtig. Es ist doch hoffentlich klar, dass ich eben nicht glaube, dass alle Jäger dieser Gegend zu verurteilen sind, genauso wenig wie der Rest der Bevölkerung. Heiko hat meinen Beitrag ja auch richtig verstanden. Um Genickschmerzen zu vermeiden, darfst Du also.gerne mit dem Kopfschütteln aufhören.

Interessant finde ich wiederum, dass Du hingegen kein Problem damit zu haben scheinst, dass hier von mehreren Leuten Jäger mehr oder weniger pauschal verurteilt werden.

About Schmidt 31.10.2015 07:17

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 1753286)
J
Sorry, aber Deinen Beitrag empfinde ich als pure Polemik.

Ich kenne einige Jäger - darunter leider auch schlechte Vertreter ihrer Zunft - und sage denen auch klar meine Meinung, wenn ich etwas nicht gut finde. Aber wie in allen anderen Bereichen auch, kann man die Jäger nicht alle über einen Kamm scheren.

Das sei dir frei gestellt. Für mich ist und bleibt Jagd unnötig. Wann immer ich die Natur sich selbst überlasse, reguliert sie alles selbst. Vor ein paar Jahren hatte es bei uns die Schweinepest und die ganzen Jäger haben gejammert, weil die Wildschweine gestorben sind, was ich auch nicht schön finde! Heute jammern sie, weil es zu viele sind und sie der Lage nicht mehr Herr werden.

Natürlich kann und werde ich nicht alle über einen Kamm scheren. Das ändert aber nichts daran, dass ich zur Jagd und denen, die sie betreiben, ein sehr gespaltenes Verhältnis habe. Für mich ist und bleibt es töten eines Lebewesens aus purer Lust, aus Machtgehabe - sonst nichts und da wird man mit mir auch nicht reden können. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn ein Tier krank oder verletzt ist, es von seiner Pein zu erlösen. Aber ein Tier, dass sich mit mühe über den letzten Winter gerettet hat abzuschießen, weil der Mensch der Meinung ist, es sei überzählig, gar überflüssig. Da frage ich, was soll das?

Gruß Wolfgang

Oldy 31.10.2015 11:13

Die Crux so vieler Threads hier. Da hat man was gefunden, wo man draufhauen kann (nun die Jäger) und das eigentliche Thema bleibt außen vor.
Hier geht es nur um den Fotografen und sein vorgebliches Verhalten. Der mögliche Tatbestand wäre auch ohne die Jäger erfüllt gewesen, z.B. wenn der Förster den Fotografen entdeckt hätte.

Kurzfassung: Es geht hier nicht um das Tun der Jäger, sondern um das Verhalten des Fotografen!

Itscha 31.10.2015 11:21

Zitat:

Zitat von Oldy (Beitrag 1753354)
Kurzfassung: Es geht hier nicht um das Tun der Jäger, sondern um das Verhalten des Fotografen!

... der angeblich in "hoher Frequenz" im Wald unterwegs ist.
Das sagt mir, dass der Kollege vermutlich schon häufiger negativ aufgefallen ist. ;)

heischu 31.10.2015 11:21

...da ich das Verhalten des Fotografen als völlig normal empfinde, gibt es für mich auch keinen möglichen Tatbestand!
Aber weil Empfindungen nichts mit deutscher Rechtsprechung gemein haben, könnte ich mir durchaus vorstellen das er eine Strafe bekommt...

screwdriver 31.10.2015 11:24

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1753318)
.. Für mich ist und bleibt es töten eines Lebewesens aus purer Lust, aus Machtgehabe - sonst nichts

So sehr ich den ersten Teil deiner Aussage untertütze - wenn es oft genug tatsächlich an dem ist -, so sehr ist der zweite Teil einfach falsch und zeugt von Unkenntnis.
Insbesondere, was die Situation mit den Wildschweinen betrifft.
Im Gegenteil, die Jagdpächter sind sogar zur Populationseindämmung verpflichtet und können bei erwiesener Untätigkeit sogar von den Landwirten wegen Wild- Schäden in Regress genommen werden.
Du willst nicht wirklich "genug" Wölfe und Bären ansiedeln, um die Wildschwein-, Dam- und Rotwild- Population im Zaum zu halten. Oder du müsstest um "das natürliche Gleichgewicht" (wieder-)herzustellen, ganze Landstriche von deren Bewohnern "befreien" und die Weltbevölkerung auf ein natur(v)erträgliches Mass von maximal 500 Millionen Menschen reduzieren.
Viel Spass bei diesem Vorhaben.... :shock:

@ all:
Denkt doch mal bitte zuende bevor hier Stuss geschrieben wird.

Itscha 31.10.2015 11:32

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1753318)
(...)Für mich ist und bleibt Jagd unnötig. Wann immer ich die Natur sich selbst überlasse, reguliert sie alles selbst. (...)

Das mag gestimmt haben, bis die letzten Bären und Wölfe abgeschossen wurden. Wenn jetzt niemand eingreift, frisst das Wild in Form von Rehen, Rot- und Schwarzwild ohne natürliche Feinde ungestört den Wald auf. Waldverjüngung wird im Keim erstickt. Glaubst Du, die Zäune um Jungpflanzungen, die richtig Geld kosten, machen die Förster aus Spaß?

Und wenn ich die Wahl habe, zwischen Jagd und der Hoffnung, das überzählige Wild möge durch Seuchen reguliert werden, dann nehme ich die Jagd.

Ich bin auch kein Freund der hier dargestellten königlichen Jagdmeister und arroganten Freischütze. Es gibt aber auch vernünftige Jäger, die ihr Handwerk unauffällig und effektiv ausüben. Wie es sein soll.

Und über Schäden durch eine ausufernde Wildschweinpopulation kann ich als Besitzer eines Gartens am Waldrand einige laute Liedchen trällern. Von dem zuständigen Jagdpächter würde ich mir etwas gesteigerte Aktivität wünschen. Von wegen, das reguliert sich selbst.;)
P.S.:
Zitat:

Zitat von heischu
Aber weil Empfindungen nichts mit deutscher Rechtsprechung gemein haben, könnte ich mir durchaus vorstellen das er eine Strafe bekommt...

Korrekt. Aber sicher keine 5.000,00 €. Wahrscheinlich mal nen 100er. Beim nächtsen Mal 200. U.s.w.

TONI_B 31.10.2015 11:54

Für mich ist der eigentliche "Skandal" dieser Artikel!

Ob jetzt Jagd gut oder schlecht, der Fotograf schuld oder nicht schuld ist - darüber kann man trefflich streiten (diskutieren).

Aber der Artikel ist eine Schande für die schreibende Zunft: polemisch, offensichtlich schlecht recherchiert, weit weg von objektiv, untergriffig der Sachbearbeiterin gegenüber usw. usw.

Reine Effekthascherei, sonst nichts!


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