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DiKo 09.08.2015 20:12

Wenig Schmetterlinge 2015
 
Moin,

mir ist aufgefallen, dass es bei uns (Kreis Pinneberg) sehr wenige Schmetterlinge dieses Jahr gibt. An den Stellen bzw. bei den Blumen und Sträuchern, wo sonst immer viele umherflattern, findet man dieses Jahr mit Glück mal einen oder zwei.
Besonders die großen Edelfalter wie Admiral, Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, C-Falter, usw. sind rar geworden.
Aber auch die Weißlinge und Zitronenfalter sind deutlich weniger als die letzten Jahre.

Ist das bei Euch auch so?
Gebt doch mal Eure Eindrücke bezüglich des diesjährigen Schmetterlingsaufkommen wieder.

Danke und Gruß, Dirk

Irmi 09.08.2015 23:38

In unserem Garten ist es wie eh und je. Der Schmetterlingsbaum ist voll Falter. Alle, die du aufgezählt hast. Dazu Zitronenfalter und Kohlweißlinge sind auch da.

10.08.2015 08:34

Bei uns sind dieses Jahr "gefühlt" auch viel weniger als letztes Jahr.
Aber letztes Jahr waren es auch mehr als sonst.
Bei den Libellen ist es ähnlich, da waren es vorletztes Jahr sehr viele, letztes Jahr ganz wenige und dieses Jahr wieder normal viele.

Diese Schwankungen sind völlig normal und ich denke, daß gerade bei diesen Tieren, die ein langes Larvenstadium haben (bei manchen Libellen bist zu 5 Jahren), Einflüsse zum tragen kommen, wie z.B. Wetter, die teilweise schon Jahre zurückliegen.

Aber der Ingo kann da sicher etwas fundiertere Auskünfte geben.

kiwi05 10.08.2015 15:03

Auch für mich sind es gefühlt weniger, besonders weniger Arten.
Wenn ich zurückdenke welche Artenvielfalt in den späten 60ern war, als ich noch Schmetterlinge gesammelt habe (wofür ich mich heute schäme) , da ist es heute erschreckend, was nur noch zu sehen ist.
Aber auch bei Reptilien und Lurchen empfinde ich es so......und meine Augen sind offen, wie nie für solche Dinge.

Löwe 10.08.2015 15:37

Meine Beobachtungen gehen in die gleiche Richtung. Wenig Schmetterlinge, weniger Artenvielfalt, das gleiche bei den Libellen. Die sind die letzten drei Jahre schon ziemlich rar, zumindest bei uns.
Eine Theorie ist, dass die Parasiten die Larven/Puppen befallen durch den milden Winter begünstigt wurden. Ob das stichhaltig ist, weiß ich nicht.

macroschnecke 10.08.2015 16:15

Auf allen Blumen und vor allem auf meinen Sommerflieder-Sträuchern wimmelte es in den letzten Jahren nur so von Schmetterlingen. Dieses Jahr habe ich nur wenige gesehen: einen Admiral, einige Tagpfauenaugen, ein Großes Ochsenauge, einmal einen Diestelfalter und einen Bläuling, ein paar Kohlweißlinge und Zitronenfalter. An 3 Tagen saßen mal um die 5 Schmetterlinge gleichzeitig an einem Strauch, sonst immer nur einer.
Auch Marienkäfer habe ich diesen Sommer nur drei Stück gesehen, dafür gibt es im Moment viele Wespen.

hpike 10.08.2015 16:22

Also gute und schlechte Schmetterlingsjahre hat es schon immer gegeben. Das ist nix außergewöhnliches. Die genauen Gründe dafür kenne ich gar nicht, aber ich kenne das eigentlich gar nicht anders.

DiKo 10.08.2015 17:40

Danke für Eure Rückmeldungen.
Dann kommt es also nicht nur mir so vor, als würde es dieses Jahr deutlich weniger Schmetterlinge geben.
Auslöser für die Fragestellung war ein Sommerspaziergang letzten samstagnachmittag.
Da hab etliche Sommer-Flieder in den Vorgärten gesehen, aber insgesamt nur zwei (!) Edelfalter, die darauf saßen.
Entweder sind alle Falter bei Irmi im Sauerland, oder es gibt dieses Jahr wirklich wenig Schmetterlinge bei uns.

Gruß, Dirk

ingoKober 10.08.2015 19:09

Hm,

gerade bei den Schmetterlingen stelle ich in den letzten 15 Jahren eine deutlich gewachsene Artenvielfalt fest.
Heuer ist hier ein normales Schmetterlingsjahr.

Viele Grüße

Ingo

Conny1 10.08.2015 19:27

Bei uns im Norden Niedersachsens findet man auch eindeutig weniger Schmetterlinge als in den Vorjahren. Dafür gibt es mehr Wölfe. :-)

hpike 10.08.2015 20:01

Zitat:

Zitat von Conny1 (Beitrag 1729978)
Bei uns im Norden Niedersachsens findet man auch eindeutig weniger Schmetterlinge als in den Vorjahren. Dafür gibt es mehr Wölfe. :-)

Man kann nicht alles haben. :crazy:

*thomasD* 10.08.2015 20:24

Letztens hatten wir eine Führung bei einem Imker - zwar in Südtirol, aber wahrscheinlich ist es bei uns ähnlich: Er meinte auch, dass die Zahl der Schmetterlinge in den letzten Jahren / Jahrzenten deutlich abgenommen habe. Sie haben das gleiche Problem wie die Bienen: Es gibt einfach zu wenig Blumen. Die Monokulturen auf den Feldern sind einfach zu arm und wertlos für die Insekten.

ingoKober 10.08.2015 21:07

Ganz interessant dazu, die Tagfalter Monitoring Initiative:

https://www.ufz.de/index.php?de=33556

Viele Grüße

Ingo

wwjdo? 10.08.2015 21:14

Ich war erstaunt, wie viele Falter heuer in Kroatien/Istrien unterwegs waren - und das praktisch auf jeder Wiese im Landesinneren. :top: Dagegen ist D eine Wüste. :cry:

Gefühlt geht es in meiner Region seit ich mich für Insekten interessiere stetig abwärts.

Lediglich der Bestand des dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulinge hat zugenommen, nachdem intensive Pflegemaßnahmen gefruchtet haben. Heute Abend konnte ich mich davon überzeugen, dass die Behörde um die Futterpflanzen der Raupen herum gemäht hatte. :top:

Auch der Apollo-Falter im Altmühltal hat sich etwas erholt. :D

Aber insgesamt hat die Vielfalt der Arten stark gelitten...

DiKo 10.08.2015 22:33

Danke nochmal für die weiteren Rückmeldungen.

Dank Ingos Link bin ich durch weiteres Durchklicken zu folgenden Übersichtskarten zu Falterfunden gekommen:

Klick

Da kann man dann Einschätzen, wie es in der eigenen Region mit den Vorkommen der verschiedenen Arten steht.

Gruß, Dirk

eiq 11.08.2015 10:18

Hier um Berlin ist alles wie immer. Könnte aber daran liegen, dass wir eher wilde, bunte Gärten haben und nicht die typisch deutsche Rollrasenlandschaft - das ist natürlich kein Lebensraum für Falter und andere Tiere. Vor einer Woche hat uns sogar ein Trauermantel besucht, den ich bisher noch nie gesehen habe.

Wer mehr Falter und anderes Getier haben möchte, muss seinen Garten entsprechend umgestalten. Die Schmetterlinge, Vögel, etc. kommen dann von selbst. :top:

TONI_B 11.08.2015 11:09

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 1730097)
Wer mehr Falter und anderes Getier haben möchte, muss seinen Garten entsprechend umgestalten. Die Schmetterlinge, Vögel, etc. kommen dann von selbst. :top:

Wenn es so einfach wäre. :cry:
Bei uns im Osten Österreichs rund um Wien wird intensiv Landwirtschaft betrieben und damit offenbar den Schmetterlingen der Garaus gemacht. Von Jahr zu Jahr gibt es weniger...

Und den "naturnahen" Garten habe ich - doch wenn in der Umgebung Monokulturen vorherrschen, gedüngt und gespritzt wird auf Teufel komm raus, nützt das alles nichts.

ericflash 11.08.2015 11:15

Es ist bei uns ähnlich die nächste wirkliche Wiese ist zwar gleich neben unserem Haus, aber diese wird ja auch immer brav gemäht und ist gleich neben den üblichen Raps/Mais/Getreidefeldern. Sonst ist weit und breit keine gescheite Wiese irgendwo. Wir haben zwar einige Sträucher und Blumen, aber da ist sieht man alle paar Stunden mal einen Schmetterling.
Ich muss mich ja auch selber bei der Nase nehmen weil ich unseren Rasen auch immer gänzlich mähe. Das liegt aber hauptsächlich an unseren beiden kleinen Töchtern die ansonsten ständig auf Bienen treten würden. Sind die mal größer wird auch weniger gemäht :D
Was interessant ist, dass obwohl wir weit weg vom nächsten Gewässer sind, wir einiges an Libellen bei uns im Garten haben.

RZP 11.08.2015 11:57

Gefühlt ist der Schmetterlingsbestand auch bei uns zurück gegangen, dieses Jahr sind es noch weniger als sonst - man bekommt sie nur vereinzelt mal zu sehen.
Auch bei uns eine "aufgeräumte" Flur - Getreide und hauptsächlich Maisfelder.
Eine Brachwiese ist bei mir gegenüber, aber auch dort ist nicht viel los - vielleicht liegt das aber auch an den Erdwespen die dieses Jahr dort im Mauseloch wohnen, zu ihrer Beute gehören ja auch Raupen .... :zuck:
Ab und zu kommen vereinzelt Edelfalter im Garten vorbei - bei reifem Obst ein paar mehr, hauptsächlich Admiral. Ansonsten sind Dickkopffalter zu finden, selten mal ein Kohlweißling oder Zitronenfalter.

wwjdo? 11.08.2015 13:53

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1730111)
Bei uns im Osten Österreichs rund um Wien wird intensiv Landwirtschaft betrieben und damit offenbar den Schmetterlingen der Garaus gemacht. Von Jahr zu Jahr gibt es weniger...

Dafür habts ihr ja in Wien die Lobau. :top:

TONI_B 11.08.2015 17:31

Zitat:

Zitat von wwjdo? (Beitrag 1730164)
Dafür habts ihr ja in Wien die Lobau. :top:

Dort gibt es keine Schmetterlinge - nur Mücken...:lol::lol::lol:

wwjdo? 11.08.2015 17:49

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1730234)
Dort gibt es keine Schmetterlinge - nur Mücken...:lol::lol::lol:

A geh, da gibt es z.B. Osterluzeifalter und Sandwespen...:D

DiKo 12.08.2015 20:44

Ganz schlimm scheint es doch nicht zu sein.
Auf dem Sommerflieder im Garten meiner Eltern, auf den ich bisher den ganzen Sommer über nur mal einen Weißling gesehen habe, saßen heute 3 Admirale und ein kleiner Fuchs.
Auf dem Sommerflieder zwei Häuser weiter saßen vier Admirale.
Zuhause auf auf dem Sommerflieder saß auch ein Admiral, Im Gebüsch sonnte sich ein C-Falter. Zwischendurch flatterten immer mal ein paar Weißlinge.
Soviele Schmetterlinge wie heute hab ich den ganzen Sommer über nicht gesehen.

Vielleicht sind sie diese Jahr einfach später dran.

Gruß Dirk

DiKo 24.07.2016 21:47

So, mal ein Update für dieses Jahr.
Es scheint bei uns ein Tagpfauenaugen-Jahr zu sein.

Auf unseren kleinen Sommerfliedern (dieses Jahr erst gepflanzt) waren heute vier Tagpfauenaugen.

Auf dem großen weißen Sommerflieder bei meinen Eltern habe ich heute über zwanzig gleichzeitig gezählt.
Als wir zu nahe heran kamen, flog ein ein ganzer Schwarm auf. :shock:

Weiterhin habe ich heute Zitronenfalter, Distelfalter, diverse Bläulinge, kleine Feuerfalter und kleine Füchse gesehen.
Nur natürlich keine Kamera dabei. :doh:

2016 scheint ein gutes Jahr für Falter zu sein.

Gruß, Dirk

kiwi05 24.07.2016 21:53

Mein Empfinden kann deinen Eindruck für unsere Gegend leider nicht bestätigen.
Das kann natürlich an den vielen extremen Wetterlagen in den letzten Wochen/Monaten liegen.

BeHo 24.07.2016 22:20

2015 habe ich bei uns deutlich mehr Schmetterlingsarten und auch insgesamt mehr Exemplare gesehen als heuer.

Crimson 24.07.2016 22:26

bei uns genauso, dieses Jahr leider sehr wenige - und wir wohnen sehr ländlich.

milex 26.07.2016 12:09

Leider werden es bei uns auch von Jahr zu Jahr immer weniger Schmetterlinge. Aber das trifft auch auf alle anderen Insekten zu,Glühwürmchen, Bienen usw. Ist bei uns alles viel weniger vorhanden als nich vor 10 Jahren. Das ganze ist wohl auch eine Begleiterscheinung von der ganzen Monokultur, die um unser Dorf herum (und im Dorf bei meinen Nachbarn - ein Golfrasen ist dagegen schon fast ein Acker) betrieben wird.
Nur die Mücken werden leider jedes Jahr immer mehr...

minolta2175 26.07.2016 18:47

Selbst die GRÜNEN arbeiten ständig mit den Laubsauger.
Gruß Ewald

Porty 26.07.2016 18:52

Bei uns hat man mindestens auf 10 km Länge breite Heckenstreifen entlang der Straße abgeholzt um daraus den Ökobrennstoff Hackschnitzel zu machen.
Ich hoffe nur, das die Verantwortlichen von den Schnaken ordentlich gepiesackt werden, den die Hecken standen an einen Sumpfgebiet.......
Habe selten so wenig Schmetterlinge gesehen, wie dieses Jahr.

Flups 26.07.2016 19:53

Leider ist es nicht nur ein subjektives Empfinden einzelner Forenmitglieder, sondern eine Tatsache, dass die Anzahl der Fluginsekten in den letzten Jahren um bis zu 80% zurückgegangen ist. Nachzulesen auf den Internetseiten vom NABU, BUND etc.
Die Gründe sind vielfältig, und der politische/gesellschaftliche Wille dagegen etwas zu tun viel zu gering. Aber auch als normaler Bürger kann man im Kleinen zumindest etwas gegensteuern: Mit Insektenhotels Nistmöglichkeiten schaffen; mit Totholz, den richtigen Futterpflanzen und einem nicht klinisch reinen Garten (Laubreste im Herbst, Brennnessel, etc.) ein insektenfreundliches Habitat zur Verfügung stellen. Und vor allem auf Pestizide jeglicher Art verzichten. Dann gibt es auch wieder hübsche Motive zum Fotografieren....

Rudolfo 26.07.2016 23:13

Leider ist es alles noch viel schlimmer, als von den Vorrednern beschrieben. Es kommt halt alles zusammen:

- In meinem Ort ist es üblich geworden, die Vorgärten mit Steinen zuzuschütten. Lebensraum, egal wofür, ist gestorben.
- Viele Leute glauben ein tolles Stück Natur zu besitzen, wenn sie einen englischen Rasen mit einer Hecke drumrum besitzen. Okölogischer Wert äußerst gering, aber noch geringfügig besser als Steinwüste.
- Die Felder in der Nachbarschaft werden mit Unkrautvernichtern entkrautet (Glyphosat?). Die Feldränder werden vernichtet. Es könnte ja Unkraut einwandern. Hundbesitzer tun den Rest, nämlich das Getreide platt machen. Rücksichtnahme auf andere Lebenswesen gleich Null. Gewinn und Egoismus ist maximiert.
- Der nahe Wald ist dient hauptsächlich der Holzernte. Reiter, Biker, alternative Energieerzeugung usw. erledigen den Rest. Kapiert leider keiner. Ist doch schön grün. Brennneseln mitten im Wald gab es früher nicht. Farn mannshoch, alle 10m ein Baum ist doch toll. Hat was Parkähnliches. Leider gibt es sonst nichts. Von wegen Artenvielfalt.
- Gibt es irgendwo eine Lichtung, wo ausnahmsweise was seltenes wächst, kann man sicher sein, dass plötzlich gefälltes Holz monatelang dort gelagert wird. Danach sind die meisten Pflanzen vernichtet und müssen sich über Samen neu ansiedeln. Falls es noch welche gibt.
- Sprichst du jemanden auf die Situation an, so versteht er nur Bahnhof. Die Bildung in der Bevölkerung ist äußerst dürftig. Die meisten interessiert doch gar nichts. Nach dem Motto: Milch kommt aus der Alditüte und Brot vom Bäcker. Außerdem: "Was willst du denn, die Natur kommt doch zurück. Es gibt wieder Wölfe", hörte ich sagen.

Bei so wenig Verständnis für die Natur, kommt es, wie es kommen muss. Wenn genug vernichtet ist, geht es auch der Menschheit an den Kragen. Die obige Aufzählung lässt z.B keinen Platz mehr für Insekten (Stichwort Bienen) zu. Ohne Futterplätze stirbt alles weg, sei es Vögel, Insekten, Pflanzen usw. Die Menschen sind danach auch dran. Habt ihr euch mal über die Vernichtung von Ackerflächen für die Nahrungsmittelerzeugung informiert. Da ist es auch kurz vor zwölf!! Der Quadratmeter Acker ist immer noch verbrecherisch billig.

Die Klimaänderung ist das erste Anzeichen. Aber auch da ist man nicht bereit, die Fakten wissenschaftlich zusammenzutragen und die notwendigen Konsequenzen zu erarbeiten. Es ist längst ein Energiewende-Markt entstanden, den man auf keinen Fall mit neuen Erkenntnissen belästigen darf. Es würde ja die Gewinnerwartung gefährden. Nur leider müssen du und ich die Misere und den Betrug finanzieren.
Eines aber tröstet mich: Wir dürfen gemeinsam untergehen! Das gescheffelte Geld kann keiner mit ins Grab nehmen und im Jenseits ein besseres Leben führen. Musste mal gesagt werden.
Gute Nacht

minolta2175 27.07.2016 09:53

Zitat:

Zitat von Flups (Beitrag 1839125)
.. mit Totholz, den richtigen Futterpflanzen und einem nicht klinisch reinen Garten (Laubreste im Herbst, Brennnessel, etc.) ein insektenfreundliches Habitat zur Verfügung stellen..

Laubreste und Brennnessel habe ich, nur die Schmetterlinge fehlen.
Gruß Ewald

Eikazon 27.07.2016 11:46

Zitat:

Zitat von minolta2175 (Beitrag 1839257)
Laubreste und Brennnessel habe ich, nur die Schmetterlinge fehlen.

Dito bei mir. Mein naturnaher Garten alleine bringt leider noch nicht viel, solange die Nachbarn noch fleißig mit Roundup aufräumen, aus dem Rasen sogar noch die Gänseblümchen ausstechen und die Obstbäume vorsorglich und reichlich spritzen. Und sich natürlich über das „Unkraut“ bei mir aufregen (auch Königskerzen, wilde Malven und Jungfer im Grün sind aus Nachbarssicht nur Unkraut). Tja … bringt aber leider auch nichts, wenn ich mich nun meinerseits über den Nachbarn aufrege. Freundliche missionarische Geduld ist das Einzige, was ich für Schmetterling und Co. tun kann, auch wenn das oft sehr mühsam ist.

wwjdo? 27.07.2016 14:04

Ich konnte heuer auch leider beobachten, wie mancherorts die Anzahl der Schmetterlinge stark rückläufig ist. Vor allem die Bläulingsarten sind im Großraum Augsburg stark betroffen.

70 km entfernt, im Altmühltal, sieht das wieder erfreulicher aus. In manchen Habitaten wimmelt es dort von Schachbrettfaltern und auch der rote Apollo hat das ungünstige Frühjahr überstanden. Ich konnte sogar eine Berghexe, die vom Aussterben bedroht ist, ablichten.

Ergo: es gibt regionale Unterschiede und Schwankungen. Das feuchte Frühjahr hat sein übriges getan. Aber insgesamt werden die Bedingungen durch gemähte Randstreifen und den Einsatz von Pestiziden schwieriger...

Alison 27.07.2016 14:11

Auch nicht repräsentativ aber auf unserem Sommerflieder und dem Lavendel sind zum Glück viele Schmetterlinge unterwegs.

raul 27.07.2016 15:48

Im Lavendel steppt auch bei uns der Bär.:top:
Ist leider auch nicht repräsentativ, da wir im Schutzgebiet wohnen, aber wenigstens ist die Anzahl der Insekten gefühlt fast stabil geblieben (Bienen und Wespen werden hier etwas weniger), auch wenn natürlich jede Menge Nachbarn ihren Golfrasen pflegen. Die kriegen von mir aber auch keine leckeren Tomaten und anderes Gemüse ab und müssen damit leben, dass ich mich über ihre spärlichen Pflanzenfertigkeiten ausgiebig lustig mache.;)

Gruß,
raul

Sir Donnerbold Duck 27.07.2016 16:08

Bei uns flattert es fröhlich. Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch kaum Bläulinge zu sehen bekommen habe. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren sehr auffällig.

Gruß
Jan

wwjdo? 27.07.2016 18:43

Rudolf,

du scheint in das Thema sehr involviert zu sein.

Der Klimawandel dürfte zumindest in unseren Breiten aber positive Auswirkungen auf die meist wärmeliebenden Insekten haben.

Bei dem Thema gibt es in der Tierwelt Gewinner und Verlierer - das war schon immer so...

Durch die Naturfotografie habe ich aber einen ganz anderen Bezug zur "Materie" bekommen und mache viele Beobachtungen im Jahreslauf.

Gepard 27.07.2016 20:09

Man sieht es auch am Auto.
Was waren da früher im Sommer viele Insektenleichen drauf. Da ist heute ja fast nichts mehr.


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