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-   -   Island im Juli 2015 - ein Reisebericht (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=162149)

haribee 08.08.2015 08:14

Island im Juli 2015 - ein Reisebericht
 
Heuer ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen - eine Reise nach Island.
Davon möchte ich euch mit meinen Bildern berichten.


Bild in der Galerie

Durch viele Fotos, Bücher und Berichte - auch hier im SUF - angeregt, ging es mit großen Erwartungen im Juli mit meiner Nora in den hohen Norden.

Hier sieht man uns gut eingepackt für das Whale-Watching:


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Wir haben uns für eine geführte Rundreise entschieden, die uns in einer kleinen Gruppe nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten an der Ringstraße sondern auch z.B. in die Thorsmörk, zur Laki-Spalte und auf die Halbinsel Snaefellsnes geführt hat, ebenso war eine Durchquerung auf der Sprengisandur-Piste dabei.
Bei unserer Ankunft in Island waren viele der Hochlandpisten noch gesperrt - heuer besonders lange da noch spät im Jahr viel Schnee gefallen ist. Aber nach und nach wurden die Straßen geöffnet und so kamen wir als eine der ersten heuer doch (fast) überall dort hin, wo es geplant war.

Als Ausrüstung kamen die A99 und die A77M2 mit dem MAF 24-105, SAL 70-400G, Sigma 12-24 und Tamron 60 Macro mit und natürlich auch die RX100 I. Ein großes Stativ habe ich auch mitgeschleppt, es kam aber mangels ausreichend Zeit kaum zum Einsatz. (Das ist der Nachteil einer geführten Reise, dass ein fixer Zeitplan eingehalten werden muss.)

Die Ausbeute waren über 6000 Fotos, die es nach Rückkunft zu sortieren, auszuscheiden und zu bewerten galt. Nachdem ich nur in RAW fotografiere, natülich auch zu "entwickeln".

Ein paar Highlights möchte ich in Folge zeigen.

Von der Hitze Mitteleuropas kommend zeigte sich die Südküste Islands:


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Die Insel lüftete für uns ihren Schleier und gewährte atemberaubende Blicke auf

- die Ausläufer des Vatnajökull:


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- auf Gletscherzungen:


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- auf die Berge bei Landmannalaugar:


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und:


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Fortsetzung folgt.

kilosierra 08.08.2015 08:54

Na das geht ja gut los.

Ich freu mich auf den Bericht und viele viele Bilder.

Schon die ersten Anblicke sind für mich neu, das Glück vernünftige Aussicht aus dem Flugzeug zu haben, hatte ich leider nicht.

Mach schnell weiter. :D

LG Kerstin

haribee 08.08.2015 16:07

Zweiter und letzter Tag - Reykjavik
 
@ Kerstin, es geht weiter:

Naturgemäß beginnen und enden Rundreisen in Island in Reykjavik, wenn man mit dem Flugzeug reist.

Ich möchte von dieser Stadt nur einige Studien über die "Harpa" zeigen und was mir als Skurrilität sonst aufgefallen ist.

Eines muss aber sein:
Solfar - Das Sonnenboot im Morgenlicht


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Die "Harpa", die neue Konzerthalle am Meer beeindruckt durch ihre Architektur.


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Je nach Einfallswinkel des Lichts (somit auch je nach Standpunkt des Fotografen) spiegeln die Fenster eine bestimmte Lichtfarbe zurück.


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Reinigungsarbeiten an der Fassade sind immer erforderlich:



Auch das Innere ist sehr beeindruckend:


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Blick an die Decke


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Sitzlandschaft

Aber Reykjavik besteht ja nun nicht nur aus dem neuen Konzerthaus.

Was mir sonst noch aufgefallen ist:


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Am nächsten Tag gings dann los in die freie Natur....

Fortsetzung folgt

Zwergfrucht 08.08.2015 16:18

jo, :top:

Gruß
Wolfram

About Schmidt 08.08.2015 17:18

Hervorragend! Wundervolle Bilder, wobei es mir die Sitzlandschaft besonders angetan hat. Wohl gemerkt als Bild an sich. In Natura würde mich natürlich die Landschaft mehr faszinieren.

Gruß Wolfgang

Dana 11.08.2015 21:38

Ach toll! :top:

Sag mir doch bitte mal, wie du solche Bilder aus dem Flugzeug hinkriegst!! Meine sind immer verschwommen (auch wenn ich beachte, dass man nicht schräg in die Scheibe knipst und die Belichtung kurz genug ist UND ich das Fenster vorher geputzt habe)...und die Farben stimmen nie...

Wie machst du das?

kilosierra 12.08.2015 06:58

Du musst das Fenster aufmachen! :lol:

haribee 12.08.2015 08:13

Danke für eure Anmerkungen!

@ Dana: Ich denke, dass wohl auch Glück dazugehört.
- Fensterplatz an der richtigen Seite
- saubere unzerkratzte Fensterscheibe
- klare, dunstfreie Luft (ganz wichtig!)

Den Farbstich bekommt man mit ACR oder LR weg.

Ich denke, es waren optimale Verhältnisse.
Ich habe auch nach den Start in München fotografiert, da war alles sehr flau, weil eben die Luft sehr dunstig war.

Gleich geht's weiter mit dem Bericht.

lg Harald

haribee 12.08.2015 08:47

Dritter Tag: Der Golden Circle mit Zugabe
 
Früh ging es los von Reykjavik, zunächst Richtung Thingvellir:


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Thingvellir ist für Island von historischer Bedeutung als Versammlungsplatz, wo Gesetze beschlossen, Urteile gefällt, das Christentum angenommen wurde und schließlich auch die Unabhängigkeit von Dänemark erklärt und die Republik ausgerufen wurde.


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Die Landschaft um Thingvellir ist aber auch geologisch sehr interessant. Sie liegt mitten in der Bruchzone, wo Island auseinanderreisst. Die amerikanische und die eurasische Platte streben dort auseinander. Man sieht die Risse in der Natur sehr gut:


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Durch einen großen Riss gehen wir von der Hochfläche ins Tal:


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Hier in Thingvellir ist viel los, eine Menge von Touristen.

Andere Risse füllen sich mit Wasser:


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oder werden von Bächen durchflossen:


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Die Öxarár

Weiter geht die Fahrt durch den sommerlichen Süden Islands:


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... zum Gebiet des Geysirs. Aktiv ist derzeit nur der kleinere Bruder Strokkur, aber auch der ist durchaus beeindruckend:


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Wenn er losgeht, dann geht alles in Sekunden:


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Schließlich verweht der Wind die Fontäne. Es ist empfehlenswert, sich an der richtigen Seite aufzuhalten :D

Nun gings weiter zum dritten Highlight des Golden Circle, dem Gullfoss, dem "goldenen" Wasserfall:


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Jetzt aber wenden wir uns weg von ausgetretenen Pfaden, verlassen die von Menschen belebte Gegend und fahren zum Haifoss.

In der Ferne die Hekla:


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Lupinien haben sich verwildert und blühen vielerorts:


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Unser Bus befährt nun wilde Bergstraßen:


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Und nun liegt der Haifoss vor uns:


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Genug für diesen Tag gesehen, wir steuern unsere Unterkunft in Sellfoss an.

Fortsetzung folgt

kilosierra 12.08.2015 09:03

Wunderschöne Eindrücke von dieser so einmaligen Insel.
Ich freu mich auf mehr.

LG Kerstin

Stechus Kaktus 12.08.2015 09:51

Tolle Bilder von einem meiner großen Traumziele!

Zitat:

Zitat von haribee (Beitrag 1730376)
Andere Risse füllen sich mit Wasser:


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Gibt es da eine Brücke zwischen Europa und Amerika?

HikerandBiker 12.08.2015 09:56

Ganz toll diese Bilder... wenn meine Flugangst nicht wäre...

kilosierra 12.08.2015 10:21

Es gibt auch eine Fähre. :D

Irmi 13.08.2015 18:07

Ohh, die Bilder muß ich meinem Mann zeigen, der will nicht nach Island, weil es ihm zu kalt ist :crazy:

Vielen Dank für Deinen tollen Bericht :top:ich freue mich unbedingt auf die Fortsetzung.

haribee 16.08.2015 13:21

Zitat:

Zitat von Stechus Kaktus (Beitrag 1730386)
Gibt es da eine Brücke zwischen Europa und Amerika?

Nun ja, über diese Spalte gab es eine Brücke für den Fußweg.

Man kann aber nicht sagen, links läge Amerika und rechts Europa, denn die Zerreißzone ist einige km breit und es gibt viele Spalten.

@ all: Danke für die Kommentare.

lg Harald

haribee 16.08.2015 13:56

Vierter Tag: Von Sellfoss nach Kirkjubaejarklaustur
 
Heute haben wir wieder viel vor.
In der Früh brechen wir auf in das Tal "Thorsmörk". Auf dem Weg dorthin begegnen uns Reiter, die Schafe treiben:


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Thorsmörk heißt Thors Wald. Aus dem Tal fließt ein ungezähmter Gebirgsfluss, die "Krossa":


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Am Weg sind etliche Furten zu durchqueren:


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Auch unser Bus bewältigt diese Herausforderung ohne Problem:


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Die Szenerie wird immer beeindruckender, je weiter man in das Tal kommt:


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Wir fahren zu einer (der mehreren) Gletscherzungen des Eyjafjallajökull (ja, genau dieser, der vor ein paar Jahren so Probleme gemacht hat):


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und blicken über dessen Moräne zurück ins Tal der Krossa:


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Immer weiter dringen wir vor:


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Bei der Fahrt heraus erkunden wir noch eine seitlich einmündende Schlucht:


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Weiter geht die Fahrt an der Südküste Islands. Wir kommen beim Seljalandsfoss vorbei, wo man "Superjeeps" sieht:


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Der nächste Wasserfall in der Reihe ist der Skogafoss:


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Die Südspitze bildet das Kap Dyrholaey:


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und schließlich die zu Stein gewordenen Trolle im Meer:


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Auf der Weiterfahrt zu unserem Etappenziel Kirkjubaejarklaustur fahren wir an den Gletscherzungen des Myrdalsjökull vorbei, die fast bis an die Küste reichen:


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und müssen noch den Myrdalssandur durchqueren:


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Fortsetzung folgt

haribee 17.08.2015 14:50

Fünfter Tag: Svartifoss, Jökulsárlón und Ingolfshöfdi
 
Der Ort Kirkjubaejarklaustur bleibt für 3 Nächte unser zuhause.
Heute fahren wir die Südküste Islands entlang Richtung Osten.

Die erste Station ist der Wasserfall Svartifoss im Nationalpark Skaftafell, zu dem eine kurze Wanderung hinführt:


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Weiter gehts zu einem wahren Highlight, zur Eislagune Jökulsárlón. Hier schiebt sich eine Gletscherzunge des Vatnajökull, der Breidamerkurjökull bis zum Meer. Das Eis bricht am Ende ab und treibt auf einer Lagune, die Verbindung zum nahen Meer hat.
Diese "Eisberge" haben alle Größen bis zum kleinen Eisbrocken und schillern in verschiedenen Blautönungen. Leider war bei unserem Besuch der Himmel bedeckt und zudem Flut, sodass sich am nahen Strand keine Eisschollen gesammelt hatten.


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Mit Booten und auch mit Amphibienfahrzeugen kann man auf der Lagune eine Rundfahrt unternehmen:


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Nun einige weitere Bilder von dieser faszinierenden Landschaft:


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Mal eine Nahaufnahme einer schon ziemlich angetauten Eisscholle:


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Küstenseeschwalben nisten ganz in der Nähe in einer Wiese und bevölkern den Eissee zu Hunderten:


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Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch die "Insel" Ingolfshöfdi, ein Felsklotz, der vor einem Watt an der Südküste Islands liegt. Der Bauer, dem das ganze Gebiet gehört, hat einen großen Anhänger umgerüstet und zieht damit die Touristen durch das Watt bis zur Insel. Dort klettert man eine große Düne hinauf und wird schon von der Tochter des Bauern empfangen, die Vogelkundlerin ist und die Neugierigen herumführt.


Bild in der Galerie

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Auf den Klippen nisten alle möglichen Vögel.
Hier die Skua, die Raubmöven:


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und natürlich die Papageientaucher (Puffins, Lundi), die Lieblinge aller Islandbesucher:


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Nach etwa 2 Stunden müssen wir an die Rückkehr denken und verabschieden uns von der Vogelinsel, auf der auch Schafe weiden:


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Der Traktor mit Anhänger holt uns wieder ab:


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Ein mit vielen Eindrücken gefüllter Tag geht zu Ende.

Fortsetzung folgt.

Gentlethien 17.08.2015 16:49

Wunderschön, die Bilder sowie die Erzählung :)

BeHo 17.08.2015 21:19

Es sind wirklich schöne Bilder, die Du von meiner Lieblingsinsel mitgbracht hast. Sie wecken Erinnerungen und machen Lust darauf, Island ein viertes mal zu besuchen. :D

Besonders Ingólfshöfði hat es mir angetan. Ich wusste bisher gar nicht, dass man da hin kann. Sehr schöne Bilder von dort, und das betrifft nicht nur die Lundi-Fotos. An die bist Du ja sehr nah herangekommen. :top:

Die Skuas sind ja recht unbeliebt bei vielen, aber mir gefallen diese eindrucksvollen Prädatoren.

Vielen Dank für den eindrucksvoll bebilderten Reusebericht! :D

haribee 18.08.2015 18:51

Sechster Tag: Ausflug zur Laki-Spalte
 
Danke für Eure Kommentare!

Nachdem vor 2 Tagen die Wintersperre der Piste beendet wurde, können wir uns auf den Weg in die Lakigigar machen.

Auf unserer Fahrt machen wir zunächst Halt bei einem eindrucksvollen Wasserfall mitten in der Einsamkeit:


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Dann geht es weiter über Hochflächen und durch endlose Lavafelder, die mit Moos überwachsen sind:


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Dann, plötzlich vor einer Furt:


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Da ist einer vor uns steckengeblieben. Nun ja, fein, dass ein Bus kommt, der das Auto wieder rausziehen kann und dann noch eine Mitfahrgelegenheit bis zum Ziel bietet.

Die Landschaft wird immer karger, wir fahren durch Hügel von Vulkanasche:


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Eine Kette von Vulkankratern säumt nun die Piste:


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1783 ereignete sich hier der größte Vulkanausbruch in geschichtlicher Zeit. Bis Februar 1784 bildete sich eine 25 km lange Kraterreihe mit über 130 einzelnen Kratern. Riesige Lavaströme erstreckten sich bis zum Meer. CO2 und schweflige Säure wurden ausgestoßen, in Island verendete das Vieh, Menschen starben und verhungerten, da Wiesen und Felder unbestellbar wurden. Ein Fünftel der Bevölkerung kam zu Tode. Der dänische König (Island gehörte damals zu Dänemark) fasste den Plan, die gesamte Bevölkerung zu evakuieren und nach Jütland zu übersiedeln, was die Isländer aber ablehnten. Feine Vulkanasche gelangte bis in die Stratosphäre und verteilte sich um die Welt. Die Sonne drang kaum noch durch, es kam zu Schneefällen im Hochsommer in Mitteleuropa und in der Folge zu Mißernten und Hungersnöten.

Die Kraterreihe:


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Einige dieser Krater haben sich mit Wasser gefüllt:


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Was dort wächst ist nur Moos und Flechten und vereinzelte kleine Blüten:


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Vom Laki-Krater Richtung Südosten blickt man auf riesige Lavafelder und am Horizont auf das Gletschergebiet des Vatnajökull:


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Richtung Osten erstreckt sich in der Ferne ebenfalls der Vatnajökull:


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Richtung Westen hat man diesen Ausblick:


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Zum Abschluss des Tages wandern wird noch kurz bevor wir wieder in Kirkjubaejarklaustur ankommen die Schlucht Fjadrárgljúfur entlang:


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Fortsetzung folgt.

haribee 19.08.2015 18:18

Siebter Tag: Landmannalaugar
 
Geplant wäre es, von Kirkjubaejarklaustur über die Piste F 225 und die Eldgjá direkt nach Landmannalaugar zu fahren. Da diese Piste jedoch nicht freigegeben war, mussten wir die Südküste zurück bis Hella fahren und dann über die Landmannaleid bis nach Landmannalaugar. Leider hatte sich dort das Wetter verschlechtert und als wir dort eintrafen hat es leicht genieselt. Das hielt uns aber nicht ab, eine Wanderung rund um das dortige Obisidianlavafeld zum Brennistein zu machen.

In der Landmannaleid:


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Trotz schlechten und kühlen Wetters waren schon Camper in Landmannalaugar:


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Wir machen uns auf unsere Wanderung:


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Die Obsidianlava:


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Am Brennistein rauchen die Fumarolen:


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Der Rauch nimmt einem den Atem, leichter Schwefelgeruch liegt in der Luft:


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Wir setzen unsere Wanderung fort und bewundern die bunten Rhyolithberge:


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Von Landmannalaugar geht es durch diese Landschaft nach Hrauneyjar mitten im Hochland, wo ein reserviertes Hotelbett auf uns wartet.


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Fortsetzung folgt.

haribee 03.09.2015 15:21

Es geht weiter - Von Hrauneyjar über den Sprengisandur nach Húsavik
 
Dieser Tag bringt die Durchquerung der Insel über die Sprengisandur-Hochebene. Das bedeutet etwa 300 km einspurige Schotterpiste, Durchquerung etlicher Furten und Einsamkeit pur:


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Wie ihr seht, war der Himmel bedeckt, Sonne sahen wir keine an diesem Tag.
Der Sprengisandur ist eine Kaltwüste. Leben findet man wohl nur in den Flüssen - Fische.
Im Westen wird die Hochebene durch das Gletschergebiet des Hofsjökull begrenzt:


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Im Osten grenzen die Ausläufer des Vatnajökull, der Tungnafell und die Missetäterlavawüste Odadarhaun an:


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Es ist eine "Mondlandschaft" und Grünes verirrt sich hierher nur selten:


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Nach etlichen Stunden Fahrt kommen wir zum Aldeyjarfoss, der eindrucksvoll über die Basaltfelsen herabstürzt:


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Einige Kilometer weiter stürzt derselbe Fluss Skjálfandafijót den Godafoss hinunter:


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Hier haben wir wieder Asphalt unter den Rädern und es ist nun nicht mehr weit zu unserem Quartier in Húsavik:


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Húsavik war früher ein Zentrum des Walfangs, nunmehr betreibt man nur mehr Walbeobachtung für und mit den Touristen.

Húsavik bleibt für 3 Nächte unsere Heimat.

Fortsetzung folgt.

Superwideangle 03.09.2015 15:32

Herrliche Eindrücke & Bilder!
Vielen Dank für´s Herzeigen Harald:top:

Für mich ist einiges Neues dabei, was ich auf meiner ersten Island-Reise im letztes Jahr nicht geschafft habe. z.B. Lakigigar: sehr beeindruckend:top:

Freu mich auf noch mehr!!

haribee 03.09.2015 16:19

Neunter Tag: Ausflug zum Myvatn
 
Von Húsavik aus fahren wir zum Myvatn. In der Früh ist dichter Nebel:


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Wir steuern zunächst das Gebiet der sog. "Pseudokrater" an:


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Wer sich Hoffnung gemacht hatte, dass nach Lichten der Frühnebel ein freundlicher Himmel zu sehen wäre, wurde enttäuscht. Es blieb den ganzen Tag regnerisch:


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Aber gut verpackt steht man alles durch. Wir wandern durch das Vulkangebiet von Dimmuborgir.


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Nicht weit davon erhebt sich der Hverfell, ein Explosionskrater (angeblich der größte der Welt - Durchmesser des Kraterrandes 1,2 km). Wir waren droben:


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Vom Hverfell blicken wir zu unserem nächsten Ziel:


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Das Thermalbad Myvatn:


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Der heiße Dampf wird hier verschiedentlich genutzt.
Dampfgaren in der Erde:


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Nutzung zur Stromerzeugung, das Kraftwerk bei der Krafla:


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Ganz nah ist der Krater Viti:


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Wir wandern aber nun zur Leirhnjukur-Spalte.

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Hier tritt überall Schwefel aus.


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Überall dampft es und man spürt förmlich die Hitze der Erde:


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und dann stehen wir vor der rauchenden Leirhnjukur-Spalte:



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Faszinierend ist, dass in einer solchen lebensfeindlichen Umgebung doch Leben existiert:
Flechten auf einem Lavabrocken:


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Die letzte Station an diesem Tag ist Namaskard, ein Heißgebiet mit Schlammquellen:


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Fortsetzung folgt.

haribee 08.09.2015 21:48

Zehnter Tag: Wir folgen dem Fluss Jökulsá á Fjöllum und beobachten Wale
 
Heute geht es also in einer Rundfahrt zum Myvatn aber dann gleich wieder nach Norden zum Selfoss:


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Die Jökulsá á Fjöllum transportiert Schmelzwasser des Gletschers Vatnajökull nach Norden und stürzt dabei mehrere Steilstufen hinab.

In Sichtweite des Selfoss kommt flußabwärts der Dettifoss:


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Wir folgen dem Lauf des Flusses und kommen in ein Gebiet das sich Hljodaklettar nennt. Dort gibt es erodierte Vulkanschlote aus Basalt:


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Interressant sind auch die Flechten auf den Basaltsteinen:


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In großem Bogen kehren wir wieder nach Húsavik zurück, wo wir am Nachmittag in der Skjálfandibucht Wale beobachten wollen. Wir entern einen restaurierten Fischkutter und werden mit Schutzanzügen ausgerüstet und los geht die Fahrt:


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Schon nach kurzer Zeit ertönt der Ruf: "Dort bläst ein Wal!":


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Wir pirschen uns an und bald taucht ein Buckelwal neben dem Schiff auf und schwimmt friedlich dahin:


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Nach einiger Zeit taucht er wieder ab:


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Mehrfach können wir dieses Schauspiel genießen. Wir sehen aber auch Delfine, Zwerg- und Minkwale.
Es war ein sehr interessanter Nachmittag.

Fortsetzung folgt.

haribee 08.09.2015 22:02

Elfter Tag: Von Húsavik nach Saudárkrókur
 
Wir fahren die Nordküste Islands entlang und statten dem eindrucksvollen Godafoss in aller Früh nach einmal einen Besuch ab:


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Weiter gehts nach Akureyri, der Hauptstadt des Nordens:


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Insbesondere der botanische Garten ist sehenswert. Hier blühen verschiedene Mohnarten:


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Die Fahrt geht weiter am Eyjafjord entlang nach Norden:


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In Siglufjördur machen wir Halt und besuchen das Heringsmuseum, das an die große Zeit des Örtchens erinnert:


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Am Skagafjord liegt einsam die Grafarkirkja:


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Am Skagafjord liegt dann auch unser Etappenziel Saudárkrókur.
Blick über den Skagafjord:


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Fortstzung folgt.

Yonnix 08.09.2015 22:10

Vielen Dank fürs Zeigen!

Wir waren im Frühjahr am Schwanken, ob wir Island oder Indonesien bereisen wollen. Letztlich ist es aufgrund der Entfernung und der Tatsache, dass wir noch keine Kinder haben Indonesien geworden.

Wenn ich das sehe, wäre ich aber wirklich auch sehr gerne nach Island gefahren und bin mir nicht sicher, ob mir das nicht mindestens genauso gut gefallen hätte. Island ist auf meiner Prioritätenliste jedenfalls gerade nach ganz oben gerutscht.

Ich finde deine Bilder wirklich sehr vielseitig und toll, da kann ich gar keine Favoriten benennen :top::top: Ich freue mich auf die Fortsetzung.

haribee 09.09.2015 08:12

Helmut und Yonnix, danke für eure Kommentare.
Gleich gehts weiter.

lg Harald

haribee 09.09.2015 08:41

Zwölfter Tag: Von Saudárkrókur nach Stykkishólmur (HI Snaefellsnes)
 
Nicht weit von Saudárkrókur entfernt befindet sich der Museumshof Glaumbaer. Hier gewinnt man eine Vorstellung, wie noch vor gut 150 Jahren in Island gehaust wurde:


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Die Pferde gehören zu Island und laufen frei in ihren Koppeln:


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Schafe soll es mehr als Einwohner auf der Insel geben:


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An diesen Wollknäueln kamen wir vorbei, als wir auf der Halbinsel Vatnsnes Robben beobachteten:


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Wir nähern uns bereits dem Tagesziel und sind schon auf der Halbinsel Snaefellsnes:


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Blick auf die Inseln im Hvammsfjord vor Stykkishólmur:


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In Stykkishólmur bleiben wir zwei Nächte.

Fortsetzung folgt.

haribee 09.09.2015 09:40

Dreizehnter Tag: Rundfahrt auf der Halbinsel Snaefellsnes
 
Zunächst eine Visite im Hafen von Stykkishólmur, von dem die Fähre in die Westfjorde ablegt:


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Von unserem Quartier in Stykkishólmur fahren wir weiter an die Südküste der Halbinsel Snaefellsnes, an den Fuß des Vulkans Snaefellsjökull:


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Der Snaefellsjökull:


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An dessen Südflanke liegt Arnastapi, wo auf den Klippen unzählige Vögel brüten.
Wir wandern durch dieses Gebiet:


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Das Wetter ist wieder einmal wechselhaft:


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Die Küstenseeschwalben brüten auf den Wiesen hinter den Klippen und nutzen geschickt den Aufwind, um elegant über den Klippenrand zu segeln:


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Unsere Rundfahrt geht weiter zum Felsen von Lóndrangar, einem erodierten Vulkanschlot an der Südküste:


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Wir wandern den Strand entlang:


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Die "Trollkirche":


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Die Details an diesem Strandabschnitt haben mich fasziniert:


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Am Strand bei der Trollkirche:


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Am westlichsten Punkt der Halbinsel Snaefellsnes befindet sich der Leuchtturm Saxhólsbjarg, bei dem auf den Klippen ebenfalls die Vögel nisten. Wir begegnen wieder einmal den Papageientauchern:


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Über die Nordküste kehren wir nach Stykkishólmur zurück:


Bild in der Galerie


Fortsetzung folgt

daeumling 09.09.2015 11:22

Soooooo schöööön! :top:

Vielen Dank fürs Zeigen der Bilder und den Reisebericht!


Ich habe 2013 eine ähnliche Wanderreise unternommen und war einfach nur begeistert
von der Insel und der Natur.

So darf ich alles nochmal erleben und in die Schönheit der Insel eintauchen!

Gruß, Diana

haribee 09.09.2015 18:51

Vierzehnter Tag: Von Stykkishólmur nach Reykjavik
 
Früh verabschieden wir uns in Stykkishólmur. Die moderne Kirche ist nahe bei unserem Hotel. Beim Einsteigen in den Bus müssen wir uns gegen den steifen Ostwind stemmen.
Sobald wir aber über die Berge auf die Südseite kommen, klart es auf; bei Borgarnes zeigt sich die Sonne.


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Wir machen Stopp bei Deildartunga, wo das heisse Wasser nur so aus der Erde herausschießt. Es wird eingefangen und zur Nutzung in Rohrleitungen abtransportiert:


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Next Stop Reykholt. Hier stand der Hof von Snorri Sturluson. Heute steht dort ein Denkmal von ihm:


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Nicht weit davon befinden sich die Hraunfossar.
Das Wasser quillt aus der Lava hervor, nachdem es am Oberlauf versickert ist:


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Oberhalb der Hraunfossar zwängt sich die Hvita durch ein Felsentor:


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Nun gehts aber auf die Kaldidalur-Hochlandpiste.
Graupelschauer empfangen uns, auf den Bergen, die den Langjökull begrenzen, schneit es:


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Aber, wie das in Island so ist; kaum senkt sich das Hochtal nach Süden, sehen wir wieder blauen Himmel:


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Ein Schildvulkan par excellence kommt ins Sichtfeld, der Thorisjökull:


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"Schnurstracks" führt die Piste nun zum Nationalpark Thingvellir:


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Die Öxára stürzt von der Hochfläche bei Thingvellir herab:


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Damit schließt sich der Kreis unserer Rundreise. Nach Reykjavik ist es nicht mehr weit.
Ein letzter Tag dort verbleibt uns noch.

Fortsetzung folgt.

amateur 13.09.2015 12:29

Sehr schön. Gerade weil ich bis gestern ein paar Tage auf Island sein konnte und ich das ein oder andere wieder erkenne. Und das es scheinbar auf Island auch eine Sonne zu geben scheint. Ich habe sie jedenfalls nicht zu Gesicht bekommen.

Stephan

Dana 13.09.2015 17:18

Ganz toll! Da sind einige wirklich gute Bilder dabei - und man bekommt gute Eindrücke, gerade, wenn man selbst mal nach Island will. :top:

Prima! Ich freue mich auf mehr!

mf-mac 13.09.2015 23:10

Klasse Bilder!
Da kommt man in´s schwärmen!!
LG
Markus


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