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Anthem 13.06.2015 19:46

Jetzt muss ich mich auch NAS machen :-)
 
Hallo zusammen,

der Platz in meinem Mac Mini geht langsam zur Neige und ich muss erweitern. Bisher habe ich preiswerte externe USB Platten zur Sicherung eingesetzt. Da taten sie auch ihren Dienst, allerdings haben sie auch nie Datenbeherbergt, die ausschließlich extern lagen. Ich habe mir folgendes vorgestellt:

- 2x 3 TB als RAID, Daten werden gespiegelt um bei einen HD Crash noch eine Kopie zu haben (+ zusätzliche Datensicherung wie gehabt, logo)
- Das Gerät soll für derzeit 2 Nutzer mit eigenem Zugang erreichbar sein
- Timemachine-Sicherung für jeden Nutzer
- muss LEISE sein, steht im Wohnzimmer
- muss Ausgeschaltet werden können, wird nicht 24/7 benutzt
- iTunes Dienst für iPad / iPhone ggf. mit eigener App
- Cloud-Funktionen unwichtig, wird nicht benötigt
- Ruhezustand / Standby sollte reibungslos funktionieren

Ins Auge gefasst habe ich folgende Geräte:

(1)
Synology DS215j
Wird ja meistens empfohlen, ist aber auch die teuerste Lösung

(2)
WD MyCloud
Sieht auf einem Desktop (dem analogen, echten aus Holz) nicht schlecht aus, preislich interessant und scheint alles zu könne was ich will

(3)
Seagate Personal Cloud
Preis OK, in einem Youtube Video wurden die Macfunktionen gezeigt, Funktionen nicht so üppig wie bei Synology aber ausreichen und sah simple aus.

1, 2 oder 3 ? Was jetzt passt oder nicht..... da will mir kein Licht aufgehen. Vielleicht hat ja einer von euch Praxiserfahrung mit dem einen oder anderen Gerät. Über Hinweise und Tipps würde ich mich freuen.

Beste Grüße aus dem Norden
Michael

klein2 13.06.2015 20:08

Hallo Michael,

ich kann Synology nur empfehlen. Ich habe auch lange den Preis gescheut und viel selber gebaut - mit Debian und FreeBSD, viel mit ZFS gespielt. Eines Tages gingen mir 1TB Daten (zum Glücke KEINE Fotos) flöten. Da hat's meiner Frau gereicht und wir haben in eine kleine Synology (DS214se) investiert mit 2x 4TB HDs.

Wir sind rundum zufrieden, die Benutzerverwaltung ist sehr einfach und die Synology rennt wunderbar mit OS X und eben bei uns auch mit Windows zusammen.

Meine Eltern haben vor kurzem für Ihre Fotos eine Synology mit 4x 4TB gekauft und sind ebenfalls durchaus zufrieden. Datentransferraten per LAN (GBit) um die 110MB/s sind (zumindest mit Windows) kein Problem. Ich weiß nicht genau, welches SMB-Protokoll OS X aktuell implementiert hat, aber ich denke die Geschwindigkeiten sollten auch dort passen. Davon abgesehen kann Synology auch AFP.

Sicherungen machen wir per "Job" jede zweite Nacht auf eine externe 3TB HD.

Es ist aus meiner Sicht eine nicht ganz günstige, aber sehr gute Investition. Von Seagate halte ich persönlich gar nichts und von Cloud-Gedöns lasse ich generell die Finger. Für Langzeitbackups nehmen wir M-Discs (BluRay).

Hoffe die Infos helfen Dir bei der Entscheidung :)

Ciao
Dennis

dinadan 13.06.2015 21:53

Nimm Synology oder Qnap. Mit den billigen und halbgaren Lösungen der Festplattenhersteller wirst du nicht glücklich werden. Ich habe seit Jahren Synology im Einsatz und bin sehr zufrieden. Die Software wird permanent weiterentwickelt, die von dir genannten Punkte sind erfüllt. Alles, was ich über die normalen NAS-Funktionen hinaus brauche, ist per Klick als Paket verfügbar. :top:

BodenseeTroll 13.06.2015 23:57

Nur gute Erfahrungen mit Synology.

Viele Grüsse,

Michael

meshua 14.06.2015 00:59

Auch von mir gibt's nur Gutes von Synology zu berichten. :top: Allerdings setzte ich ein "+"-Modell (DS213+) ein. Die "j"-Modelle waren mir von der Hardware zu abgespeckt. Aber für deine Einsatzzwecke sollte es passen...


Viele Grüße, meshua

dinadan 14.06.2015 01:12

Das aktuelle "j" ist kaum schwächer als dein älteres "+". Sollte mein "+" von 2011 sterben, würde ich aktuell auch zum "j" greifen.

Joshi_H 14.06.2015 06:22

Synology! Nutze ich nun seit mehr als 10 Jahren, zuerst als 21xj einfach gespiegelt und nun als 413+ mit 4 x 4 TB im RAID 5. Die Synology übernimmt auch das komplette Video- und Musikstreaming in der Wohnung. Alles läuft zu meiner 100%igen Zufriedenheit. Eine 4 TB Festplatte liegt im Schrank für den Notfall, Backup läuft einmal die Woche per Job.

Bei soviel positivem Feedback kannst Du jetzt sorglos kaufen, oder?

Onkel Manuel 14.06.2015 06:55

Also nach dem Reinfall mit dem WD MyBook 4TB (Controller verweigerte einfach den Zugriff auf die Platte) kann ich nur ein "richiges" NAS empfehlen. Die Lösungen von Synology werden ja überall empfohlen... :top:

Lüder 14.06.2015 08:31

Kann Synology auch nur empfehlen. Meine kleine Lösung 211j (oder+?) läuft seit mehren Jahren problemlos. Benutzeroberfläche und -logik empfinge ich als ziemlich ideal und einfach. Da bekommt man alles auch ohne IT-Ausbildung gut zum Laufen.
Benutze die 211 mit 2 2TB Platten zum Musikstreamen und als Backupserver.

Big R 14.06.2015 08:42

Dann mache ich mal eine weitere Stimme im Chor: Pro Synology. Geniale Teile!

Hatte jahrelang eine DS109 und diese vor kurzem mit einer DS115j ergänzt (Die 109 funktioniert immer noch einwandfrei).
Ich streame davon Musik und HD-Film, sichere meine Bilder und stelle sie über meine Photostation auch meinen Freunden und Bekannten zum Anschauen zur Verfügung.

Gondwana 14.06.2015 08:42

Zitat:

Zitat von Lüder (Beitrag 1713382)
Da bekommt man alles auch ohne IT-Ausbildung gut zum Laufen.

Kann mich dem nur anschließen: Synology 214 mit 2 Festplatten à 3 TB plus eine externe USB-Platte; die Synology verwende ich auch als Musikserver. Installieren war kein Problem, das Ding tut was es soll und zeigt bisher keinerlei Macken. Ist leise und einfach abschaltbar.
Liebe Grüße
Eva

Anthem 14.06.2015 12:50

Vielen Dank schonmal für die Antworten. Das Votum steht ja eindeutig Pro Synology. Es scheint euch einen neue Firmware / Software zu geben mit der das Standby-by Problem behoben wurde. Ich durchforste gerade die Synology-Seite und schau mir die verschiedenen Modelle an. Wenn ich schon mehr Geld als vorgesehen ausgebe, dann auch für was richtiges.

Was ich noch nicht so ganz verstehe, ist der Unterschied zwischen den "plus" (Durchsatzoptimiert?) und den "play" (Videostreamingoptimiert?)Modellen.

In Frage käme evtl. auch ein 4bay-Modell in das erstmal 2 Platten kämen oder auch das wohl recht leistungsstarke 715 das sich mit einem DX später mal erweitern ließe. Tja. Da muss ich wohl noch eine Weile lesen. Zum Glück stehe ich nicht unter Zeitdruck. :D

Danke nochmal
Michael

meshua 14.06.2015 14:13

Zitat:

Zitat von Anthem (Beitrag 1713458)
(...)
Was ich noch nicht so ganz verstehe, ist der Unterschied zwischen den "plus" (Durchsatzoptimiert?) und den "play" (Videostreamingoptimiert?)Modellen.

Die Play-Modelle haben einen Realtime-Transcoder: Wenn du viele Medien auf verschiedene (mobile) Geräte streamen möchtest, käme dieses Modell in Frage. Wenn dies nicht dein Haupteinsatzgebiet sein wird, empfehle ich die auf Leistung getrimmten "+"-Modelle (habe eine 213+ und die kann nebenbei auch Filme transkodieren und auf dem SmartTV wiedergeben (via PleX Media Server App).

Zitat:

In Frage käme evtl. auch ein 4bay-Modell in das erstmal 2 Platten kämen oder auch das wohl recht leistungsstarke 715 das sich mit einem DX später mal erweitern ließe.
Es kommt darauf an, welches Datenaufkommen du in den nächsten 2-3 Jahren erwartest. WD hat aktuell bis 6TB im Angebot (ergibt 2x6=12TB im RAID1 & 4Bay). Mit Seagate's 8TB Platten wären dies insgesamt 16TB. Man kann es auch übertreiben... ;)

Grüße, meshua

Mario190 14.06.2015 23:52

Da fühle ich mich ja richtig als Außenseiter mit meinem WD MyCloud :eek:
Verwende die 3TB Variante (1 Festplatte reicht mir, Spiegelung im selben System ist keine Datensicherung!) seit Februar letzten Jahres. Zur Datenübertragung sei nur zu sagen, das GBit-Netzwerk ist definitiv der limitierende Faktor. Ebenfalls super bei diesem Gerät, die Festplatte arbeitet recht leise, auf einen Lüfter wird gänzlich verzichtet. Die Cloud-Funktion lässt sich bei Nichtnutzung ohne Probleme abschalten.

Basierend von den Anforderungen spricht meiner Erfahrung nach nichts gegen diese "preislich interessante" Variante. Allerdings kann ich aus dem Ausgangspost nicht eindeutig erkennen, wofür das NAS nun wirklich genutzt werden soll. Datensicherung oder den knappen Speicherplatz erweitern?

Irmi 15.06.2015 18:22

Als DAU frag ich mal, wo kauft man so was und wer hat es euch eingerichtet?

Ich such auch so was. Soll meine Daten sichern, meine DVDs und CDs streamen und meine private Cloud sein.

NetrunnerAT 15.06.2015 18:28

Amazon oder beim IT Fachhändler

Cloud offen im Internet würde ich nicht verwenden. Die Dinger sind von der Firmware sehr schlecht gewartet und oft so weit offen, dass es keine Freude macht, mit so sensible Daten.

Einrichten ist super easy und schon beispielhaft. Anstecken mit Netzwerk verbinden und Assistenten durch klicken, fertig! Ich empfehle bei den Dingern oft Firmware zu checken und auf die neuste Updaten. Besonders wenn das Teil auch im Internet hängt. Sonst Cloud abschalten.

uomo 15.06.2015 18:43

dann will ich mich auch mal outen: 2x Zyxel NSA 320, eine Einheit läuft schon 5 oder 6 Jahre vielleicht auch länger fehlerfrei.

@irmi: Wenn das Gerät einfach nur als Netzwerkspeicher für alles dienen soll ist die Konfiguration ganz einfach. Ich habe für meine Teile feste IP vergeben und alles ist public, also öffentlich für jeden im Heimnetzwerk zugänglich. Über eine Web-Oberfläche kannst du wählen, wie die beiden eingebauten Festplatten arbeiten sollen, wobei RAID bedeutet das parallel das gleiche auf beiden Festplatten geschrieben/gelöscht wird. Das ist die einfachste Form der Datensicherung. Bei meinem Alt-Zyxel habe ich kürzlich eine neue Festplatte eingebaut. Nach dem Anschalten konfiguriert der Zyxel die neue Festplatte und kopiert selbsttätig alles von der alten eingebauten Festplatte die neu eingebaute Festplatte (wenn RAID gewählt ist). Dann gibt es natürlich noch viele Detaileinstellungen mit sehr vielen Möglichkeiten...... Ich schätze, dass das auch die anderen hier erwähnten NAS-Geräte können. Hilfe gibt es hier: http://www.zyxelforum.de/
LG uomo

Anthem 15.06.2015 19:11

Zitat:

Zitat von uomo (Beitrag 1713892)
... 2x Zyxel NSA 320, ...

Netter Verschreiber bei Cloud-Themen :D

Zitat:

Zitat von Mario190 (Beitrag 1713892)
Allerdings kann ich aus dem Ausgangspost nicht eindeutig erkennen, wofür das NAS nun wirklich genutzt werden soll. Datensicherung oder den knappen Speicherplatz erweitern?

In erster Linie tatsächlich den Speicherplatz erweitern. Allerdings sollen dort vorrangig Daten drauf, die wenig verwendet werden. Aus Lightroom beispielsweise Hintergründe, Texturen und sowas, ausserdem Bilder aus Jahren auf die ich kaum zugreife. Dann Archivdaten die wenig benutzt werden wie zB online gekaufte Softwarepakete, Hörbüchersicherungen etc. Direkt auf dem NAS arbeiten will ich eigentlich nicht.
Dann soll das Macbook meiner Freundin seine Time Machine Sicherung darauf machen.
Ob ich die iTunes-Daten darauf schiebe weiß ich noch nicht. Wäre natürlich schön auch darauf zugreifen zu könne, auch wenn der Mac nicht läuft. Dass das nur mit entsprechenden Apps auf iPhone / iPad geht, weiß ich.
Bilder die ich bisher über iTunes (und ATV) auf dem Fernseher zeige sollten dann auch über das NAS laufen.
Für Cloud-Anwendungen reicht mir die Dropbox, da will ich auch nichts daran ändern. Mail, Kalender, Notizen etc. laufen über die iCloud. Auch das soll so bleiben.

Vom momentanen Bedarf her würde sicher das kleines 2bay-Modell von Synology reichen. Ihc möchte aber Luft nach oben haben was Rechenpower und Platz betrifft. Meist reize ich das schneller aus als Anfangs gedacht.

Im Grunde steht für mich fest, das es eine Synology wird. Insbesondere da im Web, in Foren und bei Youtube irre viel dazu zu finden ist. Das ist zB für QNAP oder auch WD nicht so umfangreich.

Gruss
Michael

wwjdo? 15.06.2015 19:15

Zitat:

Zitat von Mario190 (Beitrag 1713672)
Da fühle ich mich ja richtig als Außenseiter mit meinem WD MyCloud :eek:
Verwende die 3TB Variante (1 Festplatte reicht mir, Spiegelung im selben System ist keine Datensicherung!) seit Februar letzten Jahres.

Warum soll das zur Sicherung nicht reichen?

Fürchtest du, dass beide Platten auf einmal den Geist aufgeben?

NetrunnerAT 15.06.2015 19:17

Dann machst nicht viel falsch. Cloud und andere unwichtige Dienste aufn NAS abschalten. Router upnp abdrehen. Firmware updaten und gut ist es.

Mario190 15.06.2015 21:02

Zitat:

Zitat von wwjdo? (Beitrag 1713902)
Warum soll das zur Sicherung nicht reichen?

Nein, die Wahrscheinlichkeit, dass beide Platten ausfallen ist verschwindend gering. Außer bei einem Raid5 bei der Wiederherstellung, das kann relativ wahrscheinlich die nächste Platte in die Knie zwingen.

Die größte Gefahr geht aber immer vom Benutzer aus. Bei einem Raid1 etc. sind die Daten zwar schön doppelt vorhanden, aber schon einmal aus versehen was falsches gelöscht? Das geht schneller als man glaubt. Auch eine Virusinfektion wird schön auf beide Platten gleichzeitig kopiert. Ein RAID1 und dgl. macht IMHO nur dann Sinn, wenn die Daten immer und vor Allem zeitkritisch zur Verfügung stehen müssen. Etwa ein (Firmen)server auf dem eine Datenbank läuft, mit der wiederum direkt gearbeitet wird. Ein Ausfall von ein paar Stunden kann schnell einige tausend Euro kosten. Am Besten einfach mal nach "datensicherung auf raid1" googeln, da kommen haufenweise Ergebnisse uns sind besser ausgeführt, als ich das hier könnte.

Aber ein Zitat aus dem Synology-Forum kann ich mir nicht verkneifen:
Zitat:

Mich würde mal wundernehmen wie du ohne Backup nur mit RAID1 versehentlich gelöschte Daten wiederherstellen willst. Diese Daten werden auf allen Disks sofort gelöscht. Gerade Linuxdateisysteme löschen wirklich und schieben nicht einfach Windows-like in den Papierkorb. Gerade wenn man es eben nicht sofort bemerkt (und das ist oft der Fall) hat man bei ext3/4 Dateisystemen recht schlechte Karten die Daten wiederherstellen zu können.
(Quelle)

Mein Fazit und Workflow: Daten intern im Computer (sogar auf einem "unsicheren" Raid0), tägliche Sicherung auf das NAS mit einer Festplatte und etwa einmal pro Woche auf eine externe Festplatte. Ebenfalls läuft gerade noch mein Backup auf OneDrive, das soll dann auch etwa täglich aktualisieren. Und wenn ich die Muße dazu finde, etwa einmal alle 6-12 Monate eine Festplatte an einen ganz anderen Ort.

Dornwald46 15.06.2015 21:05

ich habe mir heute dieses Heft gekauft:
http://www.chip-kiosk.de/nas-2015?gc...FY7MtAodjXUArw

passt zu diesem Thema:top:

Big R 15.06.2015 21:11

Zitat:

Zitat von Mario190 (Beitrag 1713951)
Ein RAID1 und dgl. macht IMHO nur dann Sinn, wenn die Daten immer und vor Allem zeitkritisch zur Verfügung stehen müssen.

Genau, ein RAID I dient nicht der Daten- sondern der Ausfallsicherheit.

Vieles was Daten einer Platte in den Tod reißt, kann auch die zweite zerstören (Netzeildefekt, Überspannung, versehentliches löschen, Virus, korrumpiertes Dateisystem, Controller-Ausfall, usw...). Doppelte Plattenzahl erhöht ja auch das Ausfallrisiko.

Ein Backup braucht man sowieso. Und ob ich dann vom Backup oder von der zweiten Platte wiederherstelle macht dann auch keinen Unterschied.

meshua 15.06.2015 22:00

Zitat:

Zitat von Big R (Beitrag 1713957)
(...)
Ein Backup braucht man sowieso. Und ob ich dann vom Backup oder von der zweiten Platte wiederherstelle macht dann auch keinen Unterschied.

Wenn du (für einen Auftrag) dutzende Fotos entwickelst und am Ende des Tages dir eine Festplatte aussteigt, macht es schon einen Unterschied, ob ich die Daten aus dem Mirror oder vom 24h alten Backup wiederherstelle. ;) Aus genau diesem Grund habe ich sowohl ein RAID1 als auch zwei externe Festplatte, wobei eine hiervon an einem anderen Ort lagert.

Grüße, meshua

Mario190 15.06.2015 22:21

Zitat:

Zitat von meshua (Beitrag 1713970)
Wenn du (für einen Auftrag) dutzende Fotos entwickelst und am Ende des Tages dir eine Festplatte aussteigt, macht es schon einen Unterschied, ob ich die Daten aus dem Mirror oder vom 24h alten Backup wiederherstelle. ;) Aus genau diesem Grund habe ich sowohl ein RAID1 als auch zwei externe Festplatte, wobei eine hiervon an einem anderen Ort lagert.

Und was tust du, wenn dir während des Tages (oder auch gerne am Ende) das Netzteil vom NAS durchbrennt und beide Festplatten in den Tod reißt? Aus diesem Grund die Speicherkarten nicht löschen, bevor alle Daten mindestens an zwei verschiedenen Orten gesichert sind. Abgesehen davon, dein Beispiel geht davon aus, den Auftrag möglichst schnell fertig zu bringen. Hier ist natürlich Datenredundanz schon was feines. Sollte mal wirklich eine Festplatte kurzfristig den Geist aufgeben, kannst du so noch unbeirrt den Auftrag fertig bringen, bevor du dich um das NAS kümmerst. Doch bei einem privaten Projekt wird es kaum um eine wirklich schnelle Bearbeitung ankommen. Zumindest ein paar Stunden Verzögerung um das Backup einzuspielen sollten wirklich kein Problem darstellen.

Aber da du eh richtig Backups machst, denke ich, bezog sich dein Ansatz weniger auf die Fotos selber, sondern deren Anpassungen. Soweit ich das mitbekommen habe, speichert LR aber sowieso redundant (einmal die XMP und einmal im Katalog). Wenns hier mal alles erwischt, dann kann man auch nichts mehr machen. Einen Tag an Bearbeitungen zu verlieren ist lange nicht so tragisch, wie eine Fotobibiliothek mehrerer Jahre zu verlieren.

Nichtsdestotrotz müssen Anwender vor dem Irrglauben "RAID1 ersetzt ein Backup" gewarnt werden.

meshua 15.06.2015 22:37

Zitat:

Zitat von Dornwald46 (Beitrag 1713954)
ich habe mir heute dieses Heft gekauft:
http://www.chip-kiosk.de/nas-2015?gc...FY7MtAodjXUArw

passt zu diesem Thema:top:

Das Heft liest sich für den Einstieg ganz vernünftig...:D

Viele Grüße, meshua

meshua 15.06.2015 22:50

Zitat:

Zitat von Mario190 (Beitrag 1713975)
(...)
Aber da du eh richtig Backups machst, denke ich, bezog sich dein Ansatz weniger auf die Fotos selber, sondern deren Anpassungen. Soweit ich das mitbekommen habe, speichert LR aber sowieso redundant (einmal die XMP und einmal im Katalog). Wenns hier mal alles erwischt, dann kann man auch nichts mehr machen. Einen Tag an Bearbeitungen zu verlieren ist lange nicht so tragisch, wie eine Fotobibiliothek mehrerer Jahre zu verlieren.

Mein mehrstufiges, verteiltes Backup-Konzept berücksichtigt Ereignisse bis hin zu einem kleinen regionalen Reaktorkatastrophe. ;) Dennoch ist es *erheblich* mühsamer, die Arbeit eines Tages ohne RAID1-Mirror zu rekonstruieren. Ich sehe RAID1 als meine Komfort-Pufferzone - nicht mehr und nicht weniger. Vor allem ist es definitiv KEIN BACKUP!

Zitat:

Nichtsdestotrotz müssen Anwender vor dem Irrglauben "RAID1 ersetzt ein Backup" gewarnt werden.
Das behauptet auch hoffentlich niemand aus dieser Runde...:cool:

Grüße, meshua

Big R 15.06.2015 22:56

Zitat:

Zitat von meshua (Beitrag 1713970)
Wenn du (für einen Auftrag) dutzende Fotos entwickelst und am Ende des Tages dir eine Festplatte aussteigt, macht es schon einen Unterschied, ob ich die Daten aus dem Mirror oder vom 24h alten Backup wiederherstelle. ;) Aus genau diesem Grund habe ich sowohl ein RAID1 als auch zwei externe Festplatte, wobei eine hiervon an einem anderen Ort lagert.

Grüße, meshua

Es macht keinen Unterschied für die Datensicherheit. Dein Beispiel ist ein typisches Beispiel wo man ausfallsicherheit benötigt. Für den Privatanwender ist ein Ausfall ohne RAID1 dann zwar nervig und zeitraubend aber nicht tragisch.

NetrunnerAT 16.06.2015 08:19

Mein Tipp bei diese Diskussionen. Kauft euch ein HP microserver g7 um 200 EU dazu um 20eu eine SCSI Karte und um 100eu Ah gebrauchtes ultrium 3 Laufwerk.

meshua 16.06.2015 08:59

Zitat:

Zitat von NetrunnerAT (Beitrag 1714045)
Mein Tipp bei diese Diskussionen. Kauft euch ein HP microserver g7 um 200 EU dazu um 20eu eine SCSI Karte und um 100eu Ah gebrauchtes ultrium 3 Laufwerk.

Was soll diese Kombination besser können? Einfacher und auch für Laien zu administrieren? Geringerer Energieverbrauch? Leiser? Sich einen Microserver hinzustellen schießt IMHO weit über das Ziel dieses Threads hinaus und selbst mir erscheint diese Lösung für meine Anforderungen kaum geeignet.

Die CHIP-Lektüre für Normalo-Einsteiger wurde bereits genannt. Ansonsten sind die NAS-Systeme von Synology und QNAP für den Heimbereich sicherlich ausreichend hinsichtlich Preis, Leistung, Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit & Energieverbrauch.

Meine Empfehlung: Synology DS214 oder DS214+ für mehr Power.

Viele Grüße, meshua

klein2 16.06.2015 09:25

Von der Idee "Microserver" halte ich auch eher wenig. Würde aus meiner Sicht NUR Sinn machen, wenn ECC Speicher verwendet und dann FreeNAS eingesetzt wird (Sicherung vor "Bit Rot" durch ZFS).

cbv 16.06.2015 09:35

@klein2:
Aber dafür ist der Microserver die perfekte Wahl.

Anthem 16.06.2015 09:47

Haha, bei "Bit Rot" muss ich jetzt aussteigen. Ich habe schon Server und Netzwerke eingerichtet und mich vor ein paar Jahren absichtlich davon abgewandt. Ich will von einzelnen Bits nichts mehr wissen, ich mag Geräte die ich einstöpsel und die Funktionieren. Wie ein Toaster.

Für meine Ausgangssituation "Meine Festplatte wird zu klein" ist mir Bit-Rot-ZFS zu weit weg. Das können andere besser als ich und ch will keine Einsen und Nullen mehr im Kopf haben wie früher. :crazy:

Dank der Hinweise in diesem Thread habe meine Entscheidung pro Synology gefällt, die Anschaffung wird erfolgen sobald es passt. Dank hier nochmal an alle Antworter :top:

Gruss aus dm Norden
Michael

NetrunnerAT 16.06.2015 10:02

Die Konfiguration kann alles besser. FreeNAS, Openfiler und andere NAS-OS sind ähnlich der synos und consumer NAS. Bietet ein echtes Backup und bietet für den Preis 4 HDD Schächte und eben ein 5 1/4 Schacht für ein echtes Backup. Externe HDDs kann man via esata anhängen. Bietet noch ein PCI-E Slot für ein Tuner zwecks Recording. Braucht mit zwei HDDs Daumen mal Pi 5W mehr als die neuen Synos, nach meine vergleiche.

klein2 16.06.2015 10:04

Zitat:

Zitat von cbv (Beitrag 1714070)
@klein2:
Aber dafür ist der Microserver die perfekte Wahl.

Ohne Frage :)

Zitat:

Zitat von Anthem (Beitrag 1714076)
Haha, bei "Bit Rot" muss ich jetzt aussteigen. Ich habe schon Server und Netzwerke eingerichtet und mich vor ein paar Jahren absichtlich davon abgewandt. Ich will von einzelnen Bits nichts mehr wissen, ich mag Geräte die ich einstöpsel und die Funktionieren. Wie ein Toaster.

Für meine Ausgangssituation "Meine Festplatte wird zu klein" ist mir Bit-Rot-ZFS zu weit weg. Das können andere besser als ich und ch will keine Einsen und Nullen mehr im Kopf haben wie früher. :crazy:

Dank der Hinweise in diesem Thread habe meine Entscheidung pro Synology gefällt, die Anschaffung wird erfolgen sobald es passt. Dank hier nochmal an alle Antworter :top:

Gruss aus dm Norden
Michael

Ich arbeite als Sysadmin und beruflich ist das alles auch toll (Linux-Server), aber privat und für meine Fotos möchte ich die Synology nicht missen (auch wenn mir diese Bit Rot Geschichte minimal Sorgen macht (dafür gibt's aber Backups und M-DISCs (wie schon eingangs erwähnt)).

wwjdo? 16.06.2015 18:37

Da Synology empfohlen wurde und ich ebenfalls Handlungsbedarf habe, würde ich gerne wissen, was es mit der Version 214se auf sich hat?

Wurde da im Gegensatz zur Normalversion zu viel daran gespart oder reicht die für den Foto-Hobbyisten ebenfalls aus?

NetrunnerAT 16.06.2015 19:45

Reicht.

eac 16.06.2015 19:47

Ich häng mich auch mal dran.

Ich habe ja keinerlei Zweifel, daß die Synology Boxen gut funktionieren und technisch zu den Besten am Markt gehören. Meine DS210+ macht wenig Probleme, ist allerdings mittlerweile nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, was Prozessorpower angeht und größere Platten müssen auch langsam her. Was mir allerdings Kopfschmerzen bereitet: Wie schauen die aktuellen Modelle bezüglich der Lärmbelästigung aus? Meine DS210+ hab ich damals unter Verlust jeglicher Garantie modifizieren müssen, indem ich einen leiseren Lüfter von außen an das Gehäuse angebaut habe. Das wurde damals als Notlösung empfohlen, weil der leisere Lüfter innen zu thermischen Problemen geführt hätte und man auf diese Weise auch das Lüftungsgitter loswerden konnte, daß zusätzlich zur Lärmentwicklung beigetragen hat.

Sind die neuen Generationen wohnzimmer- oder gar schlafzimmertauglich? Klar, es kommt auch noch ein wenig auf die Platten an, aber da gehe ich davon aus, daß sich die aktuellen WD Red nicht groß von den alten Seagates unterscheiden werden. Das Gehäuse an sich muß erstmal leise sein.

turboengine 16.06.2015 19:57

Meine Synology 413 ist sehr leise, es sind 4mal 3TB WD Red verbaut. Der Würfel stand auch eine Zeitlang in der Nähe des Betts, da haben die LEDs mehr gestört als die Platten oder der Lüfter. Der Lüfter ist m.E. nahezu unhörbar ab 2m Entfernung. Ausserdem habe ich die Station so eingestellt, dass sie sich nach 15 Min Leerlauf schlafen legt. Dann hört man gar nix mehr.

Dornwald46 16.06.2015 22:33

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 1714309)
Ausserdem habe ich die Station so eingestellt, dass sie sich nach 15 Min Leerlauf schlafen legt. Dann hört man gar nix mehr.

Ist die Station dann ganz aus, oder nur im Energiesparmodus?


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