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Tschernobyl 2015
Hier meine Eindrücke meiner kleinen Reise in die Sperrzone von Tschernobyl.
Ich möchte hier meine Impressionen aus der verlassenen Stadt Pripyat und sonstiger Anlagen in der Umgebung zeigen. Diese Eindrücke waren sehr intensiv und man kann in eindrucksvoller Weise erfahren wie der Mensch seine Umwelt zu Grunde richten kann. Auf der anderen Seite wie die Natur sich ihren Platz zurück erobert. Gruß Roland Tschernobyl Sperrzone - Road to nowhere ![]() → Bild in der Galerie Reaktor Block 4 - Der Unglücksreaktor ![]() → Bild in der Galerie Pripyat Säuglingsstation ![]() → Bild in der Galerie Field of tears ![]() → Bild in der Galerie Pripyat Amusementpark ![]() → Bild in der Galerie The last concert ![]() → Bild in der Galerie Boat on the (Tschernobyl) River ![]() → Bild in der Galerie Control Room Duga-3 ![]() → Bild in der Galerie Duga Gym ![]() → Bild in der Galerie Elektro Schrott ![]() → Bild in der Galerie |
Zitat:
Sehr eindrucksvolle Bilder :top: Erst letztens sah ich auf YouTube ein Filmchen, welches mit einer Drohne gemacht wurde, das ein oder andere Motiv findet sich bei Deinen Bildern wieder. Wie funktioniert so ein Trip in die Region von Tschernobyl? Geht man da in Vollschutz hin? Dort ist doch bestimmt noch immer eine hohe Strahlung… :shock: Es grüßt Torsten |
...würde mich jetzt auch interessieren.
Die Bilder sind Dir gut gelungen! Ich denke, auch gut nachbearbeitet... |
Zitat:
Die Strahlung in der Sperrzone hält sich in Grenzen, wenn man sich bewusst ist das es vereinzelte Hot Spots gibt, aber dafür gibt es Meßgeräte die einen warnen. Die aufgenommenen Gesamtdosis während dieser 3 Tage war nur ca. das dreifache wie zu Hause. Es gibt mehrere Zonen, die äußere 30 km Sperrzone in dem auch unser Hotel in Tschernobyl lag (ca. 20 km vom Reaktor entfernt). Dort war die Strahlung geringer als bei mir zu Hause. Die innere 10 km Sperrzone, bei der man beim verlassen durch einen Strahlendetektor gehen muß und schließlich noch eine Schranke an der verlassenen Stadt Pripyat (nur 3 km vom Reaktor entfernt). Man soll im freien nicht essen und rauchen und mancherorts empfielt sich eine Staubschutzmaske, damit man keinen radioaktiven Staub einatmet. Man sollte darauf achten, daß man in stärker kontaminierten Orten kein Equipment auf den Boden stellt. Also im großen und ganzen nicht sehr spektakulär und aufwendig. Gruß Roland |
Danke, diese Bilder können Einen nicht kalt lassen!
Ernst-Dieter |
Danke für die Bilder, ich würde sie gerne unbearbeitet sehen.
Gruß Ewald |
"Field of Tears"...da war das Tine Wittler Team aber ordentlich unterwegs.
Ansonsten gut bearbeitete Bilder dieser "Dead Zone". |
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Gruß Roland |
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Danke für Deine Ausführungen zur Fotoreise selbst. Aber sag, bleibt da vor Ort nicht doch so ein mulmiges Gefühl? Es grüßt Torsten |
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Gruß Roland |
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Du schriebst das nämlich oben so, als ob da nichts dabei ist, auch nichts anderes wie eine Wanderung durch den Bayrischen Wald oder so. Aber schon beim lesen, dachte ich… Du würdest gern, aber nee das machst nicht. Torsten |
eine tolle Serie, die Bearbeitung der Fotos ist absolut passend zu den Motiven :top:
Danke fürs Zeigen. |
na, das könnte stimmen... Ds letzte Bild würde ich jetzt aber nochmal bearbeiten...
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ich sehe es nicht so, meine Bilder sind immer unbearbeitet. Da die Daten schon in der Kammera bearbeitet werden mach ich auch noch mit der Dynax 9 Fuji-Velvia Aufnahmen. Gruß Ewald |
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Ich finde es absolut in Ordnung, die "Rohlinge" nicht zeigen zu wollen :top: |
Gespenstische Bilder, vieles erinnert an Beelitz - aber für meinen Geschmack zu heftig bearbeitet.
mfg / jolini |
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ich hoffe für dich, dass das alles so stimmt, was man dir erzählt hat. Ranga Yogeshwar hat in vielen Berichten einiges anders ausgeführt. Mir wäre das Risiko einfach zu groß. Gruß Wolfgang |
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Für eine Dokumentation wären sie zu stark bearbeitet, aber als Wiedergabe der Empfindungen, die einen an diesem Ort überkommen, absolut glaubwürdig und sehr ausdrucksstark. Ein paar der Motive wirken allerdings wie arrangierte Skulpturen, die auch in einem Museum aufgenommen sein könnten. |
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Natürlich ist die Strahlung partiell deutlich höher. Am Denkmal vor dem Reaktor waren es 7.3 µSievert/h, das ist ca. 50 mal höher als normal. Ein Lumpen im Krankenhaus 200 µSievert/h und der Boden an einer Stelle eines alten Kindergartens 1000 µSievert/h. Das sind wie schon gesagt Hotspots, von denen es wohl auch noch deutlich höhere gibt. Trotzdem lag die aufgenommenen Gesamtdosis bei ca. 20 µSievert in 3 Tagen, was in etwa dem 3 fachen der Dosis bei mir zu Hause entspricht. Gruß Roand |
Tolle Bilder.
Danke fürs Teilen. |
Tolle Aufnahmen, würde mir davon trotzdem keins an die Wand hängen:crazy:.
Grüße Mirco |
Hallo Roland,
vielen Dank für's zeigen, das war sicherlich eine ganz besondere Expedition - das erste Bild ist für mich am stärksten. Leider erzeugt die Bearbeitung bei mir das Gegenteil: ich sehe sofort: Hmm, das ist aber ein starke Vignette - oh, hoher Mkrokontrast - ach, ein HDR .... und seheden Bildinhalt nicht mehr. Wahrscheinlich ist das eher mein Problem, weil ich zu viel mit Bildbearbeitung mache, aber ich wollte es dir trotzdem mitteilen - für mich sind die Bilder einfach zu schön. |
Jeder wie er mag.
Für mich ist das erste Bild genau so wie ich es haben wollte. Die Wolken zur Unterstützung der Dramaturgie (übrigens kein HDR). Die Tönung zur Untermauerung der Tristesse und als Andeutung des radioaktiven Staubes und die Vignette zum leiten des Blickes des Betrachters in die "Road to nowhere". Ich verstehe Bildbearbeitung als Stilmittel zur Intensivierung der Bildaussage nicht zur Perfektionierung der technischen Abbildung oder wie ich es immer so schön sage, Bildbearbeitung gibt dem Bild erst seine Seele. Gruß Roland |
Hallo Roland,
danke für das Teilen dieser Gänsehaut-Erfahrung und deiner schönen Fotos :top::top::top: Ich bin schon ziemlich neidisch - das war bestimmt eine morbide, gruselige Atmosphäre, die man nicht oft finden kann. |
Kriegsberichterstattung fällt mir dabei ein...
Aber tolle Eindrücke. |
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Tolle Bilder, tolle Bearbeitung - passt meines Erachtens nach genau zur düsteren Stimmung !
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Super gute Bilder, die Bearbeitung ist genau mein Ding. Wenn ich überhaupt Kritik üben würde, dann diese zwei Kleinigkeiten: Die Vignette beim Reaktor ist mir etwas zu stark. Andererseits verstärkt sie den Eindruck einer "Abschirmung" / übergestülpten "Glocke" ("Under the Dome ;)), was gut passt. Nur hätte ich den Rand nicht so trennscharf gemacht.
Und bei dem Boot wirkt es am linken Baum so, als ob da eine helle Kante an den Ästen entsteht... als ob du die Maske etwas zu grob definiert hättest, die den Himmel abdunkelt. Wie gesagt, Kleinigkeiten, die Serie an sich ist wirklich beeindruckend :-) |
Ich bin auch sehr beeindruckt von deinen Fotos. Meiner Meinung nach passt die Bearbeitung. :top:
Es kommen Erinnerungen hoch an die Tage nach der Katastrophe, weit ab vom Ort des Geschehens. Damals war ich schwanger mit dem 3. Kind; überall wurden sämtliche H-Milch-Vorräte aufgekauft und wir trauten uns kaum vor die Tür. Deine Bilder lassen ahnen, wie schlimm es direkt vor Ort gewesen sein muss. Wenn man dazu auch noch bedenkt, wie lange es gedauert hat, bis die Einwohner dort evakuiert wurden und überhaupt aus Moskau nähere Informationen kamen... :( |
Ich möchte hier den Thread nicht kapern, daher nur ein Hinweis, sucht mal auf YouTube nach Postcards from Pripyat, hier lohnt sich dann auch ein Blick auf die weiteren vorgeschlagenen Filme :roll:
Viele Grüße Torsten |
Sehr schöne Fotos :top: und trotzdem irgendwie hässlich...
Jedenfalls möcht ich sowas nicht im Wohnzimmer aufhängen...aber dafür wurden sie wohl auch nicht gemacht ;-) |
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Hallo Roland, vielen Dank für die tollen Impressionen.
Die Bearbeitung passt sehr gut zu den Motiven und dem Ort. Ich bin sehr beeindruckt. :shock::top::flop: |
Hallo Roland, vielen Dank für die neue Ladung Bilder :top:
Auf dem ersten Bild, dieses Halbrunde Teil, wird das der neue Sarkophag? Ich habe heute auf YouTube einen Film gesehen, in dem so einiges gezeigt wird, was bis dahin unter Verschluss war, da passen Deine weiteren Bilder sehr gut dazu. Es grüßt Torsten |
Zitat:
Gruß Roland |
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Ich hatte davon in dem Film gehört, also dass so etwas geplant sei, auch dass sie damit ca. 10 Jahre im Verzug sind, da ja logischerweise nach dem Zerfall der Sowjetunion auch das Geld fehlt… Der Film ist aber bestimmt ein paar Jährchen alt, also nicht ganz so neu, deswegen ging man nicht drauf ein wie und wo der neue Sarkophag gebaut werden würde. Viele Grüße Torsten |
Die wenigsten sind sich der Lage bewusst. Tschernobyl liegt in der Ukraine, in dieser Krisengeschüttelten Region über die Europa ihr schützendes Händchen hält, welches genau so löchrig ist wie der alte Sarkophag. Der "neue" mittlerweile ja schon alte Sarkophag kostet 600 Mio Euro! Geld, dass die Ukraine nicht hat, bzw. sie das Projekt unmöglich allein stemmen können.
Und in etwa 50 - 100 Jahren steht der nächste Neubau an, der an Dimensionen und damit an Kosten den momentan im Bau befindlichen um ein weites übersteigen wird, weil er über den dann vorhandenen gebaut werden muss, weil dieser bis dahin so verseucht ist, dass man ihn unmöglich demontieren kann. Laut Yogeshwar wird es, bis die Strahlung für den Menschen dort unschädlich ist, 10.000, nein nicht Jahre, sondern GENERATIONEN! dauern. Ein Zeitraum, den die Menschheit überhaupt nicht überblicken kann. Umso trauriger machen mich diese Bilder. Vor allem, es schaut alles so harmlos aus. :? Gruß Wolfgang |
Ja es handelt sich um einen unsichtbaren Feind, ich kann allen die es noch nicht gesehen haben nur diesen Film empfehlen Tschernobyl: Alles über die größte Atomkatastrophe der Welt
Torsten |
Zitat:
So schlimm der ganze Unfall war, eine Todeszone ist die Sperrzone heute nicht mehr. In der inneren 10 km Sperrzone leben heute noch 290 Menschen. Sie werden geduldet, weil sie sich weigern von dort weg zu gehen. In der Stadt Tschernobyl, in der äußeren 30 km Sperrzone gelegen, leben 2500 Einwohner. Alles Arbeiter des Kraftwerkes oder Leute die am neuen Sarkophag arbeiten. Die Leute arbeiten dort in 2 Wochen Schichten. Was auch die wenigsten wissen ist die Tatsache, das Block 3 (im gleichen Gebäude wie der Unglücksreaktor) bis in das Jahr 2000 in Betrieb war. Die wahren Helden von Tschernobyl sind die Liquidatoren, 500000 an der Zahl die im großen und ganzen eine noch größere Katastrophe verhindert haben. Es ist nicht bekannt wie viele Opfer es davon gegeben hat. Aber es waren mit Sicherheit sehr viele. Gruß Roland |
Zitat:
Torsten |
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