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Ab wann wird die Belichtungszeit rauschend?
Hi Leute,
ab wann fängt die A77 an bei langer Belichtungszeit zu rauschen? und wie kann man das vergleichen und messen? z.B 1 sekunde Belichtungszeit = ähnliches rauschen wie Iso 200 2 sekunden Belichtungszeit = Iso 400 etc. Ab welcher Belichtungszeit lohnt es sich eher die Blende weiter zu öffnen anstatt die Belichtungszeit zu verringern um keine Qualitätseinbußen zu haben? mfg |
Hallo,
Worauf willst du denn genau hinaus? Vielleicht kannst du uns eine fotografische Situation als Beispiel nennen? Blende und Belichtungszeit (und indirekt auch ISO) wählt man i.d.R. nach Motiv & Aussage aus. Beispiele
Grüße, meshua |
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LG Martin |
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Spass beiseite, einen auffälligen Zeiteinfluss habe ich so nicht erlebt. Es sollten 30s diesbezüglich kein Problem sein. Da geht bei Blende 4 schon fast absolute Dunkelheit... |
Dann habe ich ja noch ein paar Tage zeit :top: :mrgreen:
Ne, also ich habe hauptsächlich gefragt weil ich vorhin vor der Frage stand ob es sinnvoller wäre die Blende weiter auf zu machen oder die Belichtungszeit zu verlängern (die schon bei knapp 1 Sekunde war). Es geht um Stillleben-Fotografie mit Tageslicht vom Fenster. Außerdem kommt es mir so vor als wären meine Blitzfotos allgemein sehr viel Schärfer als die Fotos mit langer Belichtungszeit und Tageslicht. |
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Davon abgesehen verstehe ich allerdings die Fragestellung an sich schon nicht wirklich. Die nötige Blende ergibt sich bei unbewegten Motiven quasi von alleine aus der gewünschten Schärfentiefe, und damit liegt die Verschlußzeit bei gegebener Beleuchtung ja auch fest. Jedenfalls wenn man den ISO-Wert nicht unnötig hochschrauben will. Zitat:
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Nutzt du ein Stativ bei der längeren Belichtungszeit?
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Laut meiner fotografischen Erfahrungswerte hat Rauschen mit reiner Belichtungszeit absolut 0,00 zu tun.
Mehr Rauschen entsteht durch: - höheres Iso (je höher, desto rausch) - DROeinstellung in höheren Leveln, weil da die Tiefen angehoben werden - starkes Aufhellen der Tiefen per Nachbearbeitung, wenn man zu dunkel fotografiert hat Blende und Belichtung haben natürlich etwas mit der Bildhelligkeit zu tun (nicht nur, aber das gehört ja zu deiner Basisfrage), aber es rauscht auf keinen Fall mehr, wenn du die Einstellungen gleich lässt und nur Belichtung und/oder Blende verstellst. Erst wenn Iso ins Spiel kommt (weil du es bei kürzerer Belichtung zB höher drehen müsstest), wird das Rauschen schlimmer. Das heißt, die Belichtungszeit würde dann "rauschend", wenn ISO zu viel ausgleichen müsste und du es hoch drehen müsstest. Daher empfiehlt sich bei dunklen oder Nachtaufnahmen ein Stativ, damit das ISO niedrig bleiben kann und du die nötige Helligkeit im Bild rein durch die Wahl der längeren Belichtung erreichst. |
Hatte ich es schon erwähnt?
Rauschen wird vollkommen überbewertet und ist das Lieblingsthema der Pixelpeeper. Lieber ein lebendiges Bild mit leichten Rauschen (was schön sein kann) als ein ISO-Monster, was jegliche Dynamik geplättet hat. |
Hallo!
Geht es bei längeren Belichtungszeiten da nicht eher um Hotpixel und die Korrektur durch ein Darkframe? http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsen...erung#Beispiel Gruß Volli |
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- Erwärmung des Sensors im Dauerbetrieb! (übrigens auch durch live view) Drum kann es z.B. bei mehreren Nachtaufnahmen am Stück durchaus Sinn machen, die Kamera zwischendurch immer wieder mal abzuschalten. Anmerkung: Das Rauschen dürfte bei den vom TO genannten Konstellationen m.W. noch nicht unterschiedlich sein. |
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"Zeitabhängig" heißt aber noch lange nicht, dass es signifikant ist. Denn letztlich ist es zeit- und temperaturabhängig. Wenn es sehr kalt ist, ist das Rauschen später statistisch signifikant, wenn es sehr heiß ist möglicherweise viel früher. Weiterhin hängt es natürlich vom Motiv ab, ab wann signifikantes Rauschen überhaupt einen ästhetischen Einfluss auf das Foto hat. Zur Grundfrage des TO: Ab wann macht es sinn die Blende weiter zu öffnen? Ich selbst handhabe es so, dass die Blende in erster Linie durch die Erfordernisse meines Motivs eingestelllt wird - also geringe, bzw. große Schärfentiefe, Bildschärfe bis zum Rand (oder nicht). Dazu wähle ich Freihand eine Belichtungszeit die weder zu Verwacklung, noch zu Bewegungsunschärfe führt (es sei denn diese Effekte wären gewünscht). Auf dem Stativ und bei unbewegten Objekten lasse ich die Kamera die Belichtungszeit bestimmen und wähle die passende Blende für mein Motiv und niedrige ISO. Neben einem Dunkelbildabzug gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit mehrere einzelne Belichtungen miteinander zu verrechnen. Allerdings müsste dazu jemand anderes etwas sagen - das ist eigentlich nicht mein Thema. |
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Tatsächlich rauschen Halbleiter mehr, wenn sie sich erwärmen. Somit ist es theoretisch richtig, dass Sensoren mehr rauschen, wenn sie sich durch Betrieb erwärmen.
Für moderne, insbesondere MOS-Sensoren sollte das aber innerhalb weniger Minuten nicht mehr relevant sein. Ansonsten wäre eine Live View Funktion gar nicht möglich. Dass Blitzbilder schärfer wirken, liegt wohl daran, dass ich einen hohen Kontrast durch das Blitzlicht erziele, welches den Schärfeeindruck erhöht und der Blitz zudem nur wenige 1000tel Sekunden zündet, was Bewegungsunschärfen fast ausschließt, solange das Umgebungslicht ohne Blitz entsprechend dunkel ist. |
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Ich sehe da keinen Widerspruch. Du redest von der Umgebungstemperatur, und er von der zusätzlichen Erwärmung im Betrieb.
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Bedingt das eine nicht auch das andere, bzw. sollte entsprechenden Einfluss haben?
Einen Sensor bei -15 Grad Aussentemperatur durch Betrieb kühl zu halten sollte erheblich einfacher sein als bei +25? |
Um das zu untersuchen, müßte man mehrere Langzeitaufnahmen direkt hintereinander machen und das Rauschen der letzten mit dem Rauschen der ersten vergleichen. Für eventuelles zusätzliches Rauschen wäre dann die Erwärmung im Betrieb verantwortlich, für das bei allen Aufnahmen vorhandene Grundrauschen die Umgebungstemperatur.
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Üblicherweise ist Wärme das größere Problem, das Halbleiter im Inner schnell 80 - 90 Grad erreichen und durch zusätzliche Wärme von außen die Verlustleistung und somit das Rauschen steigt. Kälte ist dann eher weniger ein Problem, wobei ab Minusgraden (vor allem 2stellig) letzlich derselbe Effekt (Rauschen) entsteht. |
Das musst du mir genauer erklären, warum ein Halbleiter bei tiefen Temperaturen mehr rauschen sollte!?
CCD-Kameras in der Astronomie werden mit LN2 gekühlt, damit der Dunkelstrom gegen Null geht. Auch die Auswerteelektronik (zB. von IR-Detektoren) kühlt man sehr tief hinunter. Welchen Arbeitspunkt meinst du? Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: bei länger belichteten Astro-Aufnahmen >30s ist durchaus ein Unterschied zwischen Sommer (T ca. 20°C) und Winter (T unter 0°C) erkennbar. Für die normale Fotografie sehe ich da nicht wirklich ein Problem. |
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Und von der Temperatur hängt es auch noch ab. Es verdoppelt sich ca. alle 7K. D.h. zwischen 25°C und 4°C ist ein Faktor 8 Unterschied. Deine Erfahrung stimmt aber bei den "üblichen" Belichtungszeit zwischen 1 und 1/1000s. |
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Denn warum dieses "Problem" (wenn es eines ist) besteht, erschließt sich mir auch nicht. Zumindest nicht mit meinem bisherigen Wissensstand. Aber das dem so ist, habe ich stundenlang mit ansehen dürfen/müssen. Beispielbilder: Link, Link , Link Das Wärmebildgerät, mit dem gearbeitet wurde, muß auf minus 200 Grad Celius gekühlt werden. Hat zwar wenig mit der eigentlichen Photografie zu tun, aber der beschriebene Effekt ist hier besonders sichtbar. |
Das Wärmerauschen ("Hotpixel") ist deutlich geringer als das normale Rauschen. Doppelte Belichtungszeit wird immer weniger Rauschen verursachen als 1 ISO Stufe höher.
Die Hotpixel können zudem von der Kamera sehr einfach rausgerechnet warden. Bei der Sony ist es standardmäßig an, wenn du 30sek Foto machst, macht die Kamera nochmal ein 30 Sekunden Foto mit geschlossenem Verschluss, da sind dann nur die Hotpixel zu sehen und diese warden dann abgezogen vom originalbild. (selbst bei RAW!) |
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Das reicht mir schon als grobe Erläuterung des Problems. |
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Geräte dieser Kategorie haben einen Temperaturbereich für den sie gebaut sind. Der ist oben und auch unten begrenzt. Mittlerweile reden wir hier von gekühlten Astronomiekameras und Minutenlangen Belichtungen bei 25 Grad und und und. Das kann ich nicht mehr nachvollziehen. Die ursprüngliche Frage habe ich verstanden, ab wann die A77 anfängt, vermehrt zu rauschen. Das kann man als Anwender doch nur allgemein beantworten, wir sind ja keine Labortechniker. Eventuelle Erklärungen für solche Aussagen kann ich daher nicht wissenschaftlich fundiert geben, sondern eben als solcher Anwender. Also bin ich raus aus dieser Diskussion, gerne auch mit dem Eingeständnis, dass ich Quatsch geredet habe. Rauschen wird deine A77 trotzdem dann, wenn es technisch geboten ist und nicht dann, oder nur dann, wenn sie es theoretisch sollte. |
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man macht es so. Wieso sollte das rauschen zunehmen? Die Kamera erkennt im zweiten Bild, dem Darkframe, die Hotpixel, und interpoliert diese im Originalbild durch die angrenzenden. |
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Jeder Physiker weiß, was gemeint ist, ohne den genauen Wert auswendig zu wissen oder nachzuschlagen. |
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Und die beiden genannten Temperaturbereiche hatte ich halt kürzlich in der Praxis. Beispiele die hier in der Galerie liegen: -15 Grad und + 25 Grad, zufällig ist davon auch 100% crop in der Galerie, der sehr schön das Rauschen zeigt. Ein anderes Rauschen als das High-ISO Rauschen, welches das Winterbild nicht hat. |
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Zur LN2-Kühlung: ich selber habe an einem Teleskop einen Dewar gesehen, der mit LN2 zur Kühlung einer CCD verwendet wurde. Auch wenn im Dewar -196°C (=77K) herrschen, hast du am Sensor höhere Temperaturen, die auch entsprechend konstant gehalten werden müssen. Geht halt leichter, wenn sich die "Umgebungstemperatur" (=LN2) nicht ändert. Ich kann aber ehrlich gesagt nicht sagen, auf welche Temperatur gekühlt wurde. |
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