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Verwacklung durch den Verschluss der A7R
Wegen anhaltender Diskussionen in dieser Richtung (in anderen Foren) habe ich das heute nachmittag auch mal halbwegs ausgiebig getestet, jeweils mit den Objektiven 24mm/2.0 Zeiss, 50mm/1.4 Zeiss und 100mm/2.0 Minolta und 200/2,8 Apo Minolta.
Die erste Versuchsreihe ging von 1/2 Sekunde bis zu 1/250 sec., mit allen Objektiven jeweils mehrere Durchgänge. Die Stativplatte war dabei am LA-EA 3 Adapter montiert. Ich konnte bei den 3 Objektiven (24mm, 50mm und 100mm) reproduzieren, dass im Bereich von 1/60 bis 1/90 sec. der Verschluss einen sichtbaren negativen Einfluss durch Verwacklungsunschärfe hat. Diese ist aber so gering, dass sie in 100% Ansicht gerade so erkennbar ist. Bei längeren (ab 1/45 sec. und länger) und kürzeren (1/125 sec. und 1/250 sec.) Zeiten konnte ich keine Unterschiede mehr erkennen. Mit dem 200er Objektiv konnte ich keine Verschlechterung der Bildqualität erkennen. Vielleicht, weil das Objektiv durch sein Gewicht so frontlastig wirkt, dass durch diesen Zug die Kamera zusätzlich stabilisiert wird? Die zweite Versuchsreihe habe ich genauso durchgeführt, nur dass die Stativplatte diesmal an der Kamera montiert war. Dabei ist es mir nicht gelungen, eine Verwackungsunschärfe zu erkennen. Längere Brennweiten als 200mm und noch kürzere Zeiten als 1/250 sec. konnte ich aktuell mangels genügend Lichtquellen nicht vernünftig austesten. Mein 300er ist nicht lichtstark (Zoom mit Bl. 5,6) genug und noch höher in der ISO wollte ich dann auch nicht gehen. Ich besitze auch kein Objektiv mit einer eigenen Stativschelle, so dass ich das auch nicht testen kann. Dies scheint aber bei anderen Testern eine Anordnung zu sein, die die Verwacklungen am stärksten begünstigen. Als Beispiel zeige ich eine der Reihen mit dem Minolta 100mm/2.0, bei dem der Effekt am stärksten zu erkennen ist. edit: Den gleichen post habe ich auch im Minolta Forum eingestellt. ![]() → Bild in der Galerie |
Ich kann mir schon vorstellen, dass es einen Bereich gibt, in dem es zu der Verwacklung kommen kann.
(In diesem Fall bin ich froh, dass wir keinen IBIS an Bord haben, der das ganze dann noch potenziert... Was ich da teilweise aus der E-P5 oder auch der neuen E-M1 gesehen habe...) |
Ob es nun der Verschluss ist oder was auch immer. Fest steht, die meisten unscharfen Bilder sind nicht wegen des Fokus unscharf, sondern weil sie verwackelt sind.
Gruß Wolfgang |
Leichte Verwacklungen durch den Verschluss konnte ich heute auch mit der A7 und dem SEL-500F4 G SSM feststellen; allerdings nicht so stark wie befürchtet. Grafisch aufgearbeitet habe ich das nicht, weil es wenig relevant ist. Das hält sich alles in bescheidenen Grenzen und spielt in der Praxis kaum eine Rolle.
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Mechanischer oder elektronischer 1. Vorhang?
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Beim elektronische würde es verwundern und eher was anderes nahelegen. Ausser die Elektronen beschleunigen so stark, dass das Gehäuse wackelt ;-)
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Die A7R hat keinen elektronischen Verschluss
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Gruß Wolfgang |
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:roll:
Gedanken machen sich die Leute ... ich würde gerne mal eine α7R im Vergleich zu einer A900 inklusive Spiegelschlag sehen, dann können wir die Erschütterungen durch den Verschluß weiter diskutieren. ;) |
Hallo,
das ist die Crux, von leichten Kameras. Jede Erschütterung bewegt sie eben auch viel leichter. Ich hatte mal eine Panasonic GH1 eine Woche zum Testen und zuerst viel verwackelte Aufnahmen. Es kam aus der Kombination leichte Kamera + ungünstig platzierter Auslöser (zum Auslösen musste man genau oben drauf drücken, besser ist schräg von vorne geben den eigenen Daumandruck drücken zu können). Nachdem ich die Kamera versuchsweise 500gr beschwert hatte und darauf achtete beim Auslösen die Kamera fest mit den Fingern zu umklammern und dann gegen meinen Fingerdruck auszulösen waren die Verwacklungen weg, aber es war keine angenehme Bedienung. Deshalb wurde es keine GH1! Ehrlich gesagt befürchte ich bei der A7 bei mir persönlich, dass es ähnlich ausgeht, weil der Auslöser auch genau oben platziert wurde. Ich mag den Auslöser viel lieber schräg vorne. Hans |
Es ist ja zu vermuten, das der Verschluß der A99 weiterverwendet wurde. Und wenn das so ist, wundern mich die Probleme nicht. Schon bei der A99 hab ich mich über den rauhen Verschluß gewundert, dessen Schläge ich in der Handfläche spürte. Das war schlimmer als bei jeder analogen Spiegelreflexkamera von Minolta.
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Da hast aber eine sensible Hand. Ich spüre da bei der A850 mit Handgriff nichts. Gut, mit Blitz und Optik sind das auch fast 2kg.
Dahingehend verstehen ich das A7 verwackeln nicht. Vielleicht einfach ein stabiles Stastiv verwenden ;-) Die A7 Masse kann dann sicher nicht viel verwackeln. |
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