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kiwi05 08.08.2013 20:10

Lightroom 5 Kamerakalibrierung
 
Wie kann ich im Entwickeln Modul von LR 5 unter Kamerakalibrierung das Profil für die A77 finden/aktivieren.
Bei mir gibts nur Profil: Adobe Standart mit Häkchen und sonst keine Alternativen.

zippo 08.08.2013 20:56

Da gibt's auch standardmäßig nicht mehr für die A77. Mit dem DNG-Profileditor von Adobe kannst Du Dir selbst eins basteln, falls Dir "Adobe Standard" nicht gefällt.

Viele Grüße von Zippo!

mrieglhofer 08.08.2013 21:13

Eigentlich wären ein Kalibrierung dafür sinnvoll, dass die Farben neutral und farbverbindlich werden. Manuelle Abweichungen sollte man nur erstellen, wenn der Workflow zuverlässig durch kalibriert ist. Sonst hat man am Ende alles kaputtjustiert.

Gercio 24.09.2013 07:53

Adobe erhält von allen Herstellern die Meßdaten ihrer Modelle und hinterlegt diese Daten unter Adobe Stndard in Lightroom. Beim Import der Bilder erkennt Lightroom über die EXIF Daten Modell und Objektiv und modifiziert die Bilder mit den hinterlegten Profil.

Wenn du aber noch die letzten zehntel Prozent aus deiner Kamera herausholen möchtest, so geht der aufwendige Weg nur mit Photoshop und Color Checker, entsprechende Berechnungsscripte und Import in Lightroom

Gruß Gercio

meshua 24.09.2013 08:04

Zitat:

Zitat von Gercio (Beitrag 1492158)
(...)
Wenn du aber noch die letzten zehntel Prozent aus deiner Kamera herausholen möchtest, so geht der aufwendige Weg nur mit Photoshop und Color Checker, entsprechende Berechnungsscripte und Import in Lightroom

Anmerkung: Von Adobe gibt es den ProfileEditor - dieser kann aus dem ColorChecker Target ein Profil erstellen (man spart sich die lausige ColorChecker Software und Photoshop). Dieses hinterlegt man danach einfach in LightRoom.

meshua

Alison 24.09.2013 08:40

Ich denke dass die Kamerakalibierung zu mehr gut ist als neutrale, richtige Farben zu bekommen, denn das will man ja nun nicht immer. Bevor man also mit dem Profile-Editor oder dem HSL-Tool anfängt zu spielen, ist es schneller ein paar der verfügbaren Profile zu probieren, ob eins davon eine bessere Ausgangsbasis bildet.

Einmal mehr der Link auf diese hier:
http://www.piraccini.net ony (and Minolta) color profiles for Adobe Camera Raw and Adobe Lightroom
@Gercio: Weißt du sicher dass Adobe diese Information von Canon und Nikon bekommen hat? Es könnte ja auch sein, dass sich Adobe da nur die Mühe gamcht hat, die Profile nachzubilden.

mrieglhofer 24.09.2013 10:51

Ich gehe mal davon aus, dass Adobe zumindest Zugriff zu einer Kamera bekommt und diese vermisst. Damit kommt man dann auf die Standardeinstellung. Wie sollst es denn sonst machen? Die Raw Datei anschauen und die Farbübertragung erraten?

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 1492165)
Ich denke dass die Kamerakalibierung zu mehr gut ist als neutrale, richtige Farben zu bekommen, denn das will man ja nun nicht immer. Bevor man also mit dem Profile-Editor oder dem HSL-Tool anfängt zu spielen, ist es schneller ein paar der verfügbaren Profile zu probieren, ob eins davon eine bessere Ausgangsbasis bilden.

Naja, man kann alles missbrauchen. Aber es gibt draussen relativ viele Leute, die farbverbindlich arbeiten müssen. Und wenn dann das T nicht rosa, sondern orange im Bild ist, dann gibt es eher Tores. Also konkret mindestens alles was mit Produkten und Textil zu tun hat.

Es ergibt äusserst selten einen Sinn, der Kamera ein falsches Profil unterzujubeln, weil das Profil ja abhängig von der Beleuchtung ist. Es gleicht ja nur die Intensität der einzelnen Farben bei bestimmtem Licht an. Man kann zwar mit dem Profileditor ein Mischprofil erstellen, bei dem Tageslicht und Glühlampenlicht zu einem interpolierten Profil verrechnet werden, aber genau geht es nur, wenn man das Target mit dem gleichen Licht aufnimmt. Jubelt man jetzt so ein Profil unter, sind die Ergebnisse bei unterschiedlichen Lichtquellen relativ schwer vorhersehbar.
Da erscheint es eher sinnvoll, ausgehend vom neutralen, kalibrierten Bild dann in LR entsprechende Styles zu definieren.

Der von dir angeführte Link hat nur ein Problem, du arbeitet mit den Korrektur Profilen einer fremden Kamera. Da kannst gleich die Adobe Profile nehmen. Und wennst lustig bist, kannst die dann im Profileditor biegen und drehen und danach als neue Profile wieder einspielen,

RainerV 24.09.2013 11:25

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1492202)
Wie sollst es denn sonst machen? Die Raw Datei anschauen und die Farbübertragung erraten?

So vielleicht?
Zitat:

Zitat von Dave Coffin
Other Raw Photo Decoders

Dcraw has made it far easier for developers to support a wide range of digital cameras in their applications. They can call dcraw from a graphical interface, paste pieces of dcraw.c into their code, or just use dcraw.c as the documentation that camera makers refuse to provide:

ACDSee
Adobe Photoshop
...

Quelle: http://www.cybercom.net/~dcoffin/dcraw/

Rainer

Alison 24.09.2013 11:43

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1492202)
Naja, man kann alles missbrauchen. Aber es gibt draussen relativ viele Leute, die farbverbindlich arbeiten müssen.

Ich halte das nicht für einen Missbrauch. Natürlich sind Farbprofile für die farbverbindliche Arbeit entscheident, das heißt aber nicht dass es der einzige Anwendungszweck ist. Bei Canon und Nikon Kameras und auch bei der RX100 kann man bei LR mehrere Farbwiedergaben einstellen, die die entsprechenden Optionen in den Kameraeinstllungen nachbilden, also etwas Landscape, Vivid, Portrait, ... und es würde mich wundern wenn Adobe die ohne Grund an der Stelle implementiert hätte.


Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1492202)
Es ergibt äusserst selten einen Sinn, der Kamera ein falsches Profil unterzujubeln, weil das Profil ja abhängig von der Beleuchtung ist. Es gleicht ja nur die Intensität der ... Der von dir angeführte Link hat nur ein Problem, du arbeitet mit den Korrektur Profilen einer fremden Kamera.

Leider ist die Bezeichnung des Links missverständlich, es gibt dort Profle für die meisten Sony und Minolta Kameras. Danke für den Hinweiß, ich habe es oben angepasst.

mrieglhofer 24.09.2013 22:09

Na, das sind ja Styles, das hat doch bitte mit kalibrieren und profilieren nichts zu tun. Ich meine, du kannst auch beim Autotacho die Geschwindigkeit anders einstellen, oder beim Messgerät die Spannung, aber das ist üblicherweise nicht unbedingt sinnvoll und hat halt nichts mit kalibrieren zu tun.
Kalibrieren heisst per Definition, die Werte auf ein definierte Normal zurückzuführen.
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Kalibrieren
Und wenn du eine Kamerastyle einsetzt und die Kamera damit kalibriert, ist der Style ja soundso wieder weg. Das ist ja der Sinn.

Bei LR ist das ja auch deswegen missverständlich, weil das nur die Reglerstellung null bedeutet und man verschiedene Profile wählen könnte. Das verleitet natürlich dazu, die Kalibrierung und deren Sinn misszuverstehen. Dass LR das selbst macht und nicht in Styles allein auslagert, verstehe ich eh nicht. Entweder die Kamera ist daneben, dann brauchst ein Korrekturprofil oder eben nicht, dann kannst ja alles anpassen und die Korrektur speichern. Aber reproduzierbare Profile machst immer über Targets und nur dann kannst das bei jedem Licht wieder neutral bekommen.
Nebenbei, ich habe es ja oben geschrieben, korrigierst du damit passend zu einer Lichtsituation. Hast anderes Licht, wird anders korrigiert. Daher ist es wohl sinnvoller, ein neutrales Bild zu haben, dass dann passend verändert wird.

Alison 25.09.2013 08:57

Deine Definition ist logisch und schlüssig. Nur scheint Adobe eine andere zu haben ;) Ob die sich dabei etwas sinnvolles gedacht haben, werden wir wohl nicht herausbekommen.
Schönen Tag, Gruß, Alison

mrieglhofer 26.09.2013 19:15

Haben sie, sie horchen auf die Kunden;-) Wenn einer von der Kompakten kommend mehr Kontrast haben will, drehen sie halt am Profileditor und stellens als Landschaftsprofil wieder rein.
Das kannst aber selber ja auch, nur so, wie du es halt willst. Daher sind das die Profile für die völlig unbedarften ;-)

Ernsthaft, was sollen sie sich gedacht haben. Die messen ja die Kamera korrekt ein und das Standardprofil ist meist schon recht passend. Job done. Bei Rest gilt dann, je mehr Profile, desto mehr Freude bei Zielgruppe;-)
Nebenbei hast ja unten zusätzlich noch Kalibrierung Regler, da kannst live alle anpassen. Da brauchst nicht mal ein Profil erstellen.

fotomartin 26.09.2013 22:06

Zitat:

Zitat von kiwi05 (Beitrag 1475224)
Wie kann ich im Entwickeln Modul von LR 5 unter Kamerakalibrierung das Profil für die A77 finden/aktivieren.
Bei mir gibts nur Profil: Adobe Standart mit Häkchen und sonst keine Alternativen.

Um mal zum Thema zurückzukommen - weis nicht ob das schon so klar raus kam für dich - Lightroom erkennt ja, dass die Fotos mit der A77 gemacht wurden und weist das von Adobe erstellte Kamera-Profil für die A77 unter dem Namen "Adobe Standard" automatisch zu. Wenn du also nicht vorhast, ein eigenes Profil zu erstellen, dann brauchst du an der Stelle nix weiter machen.

Viele Grüße,
Martin

kiwi05 27.09.2013 23:33

Zitat:

Zitat von fotomartin (Beitrag 1493670)
Um mal zum Thema zurückzukommen - weis nicht ob das schon so klar raus kam für dich - Lightroom erkennt ja, dass die Fotos mit der A77 gemacht wurden und weist das von Adobe erstellte Kamera-Profil für die A77 unter dem Namen "Adobe Standard" automatisch zu. Wenn du also nicht vorhast, ein eigenes Profil zu erstellen, dann brauchst du an der Stelle nix weiter machen.

Viele Grüße,
Martin

So kurz kann man das beantworten:top: danke Martin für die Aussage, so klar war das nämlich gar nicht.

Giovanni 28.09.2013 00:17

Zitat:

Zitat von Gercio (Beitrag 1492158)
Wenn du aber noch die letzten zehntel Prozent aus deiner Kamera herausholen möchtest, so geht der aufwendige Weg nur mit Photoshop und Color Checker, entsprechende Berechnungsscripte und Import in Lightroom

Alles halb so kompliziert. Die ColorChecker Passport Software enthält ein PlugIn für Lightroom, das automatisch ein (wie ich finde sehr gutes) Profil erzeugt. Man kann dazu sogar die RAW-Testbilder z.B. von Imaging Resource verwenden, braucht also nicht mal selbst den ColorChecker. Nur die Exemplarstreuung der Kamera (ist allerdings m.E. vernachlässigbar) und der Einfluss des Objektivs werden dabei natürlich nicht berücksichtigt - es funktioniert trotzdem, wie ich finde, tadellos. Alle meine auf diese Weise erstellten Kameraprofile liefern mir nun in Lightroom nahezu 100% identische Farben.

mrieglhofer 28.09.2013 00:38

Erklärt mir mal, warum jemand ein unter irgendwelchen Bedingungen entstandene Aufnahme für ein Profil verwenden soll, wenn Adobe eh ein gut eingemessenes mitliefert. Ist wohl sinnfrei.
Kalibrierung dient halt nun mal dazu, sein eigenes Gerät AIF den Normwert zu bringen, wenn mans braucht.

Die Profile werden durchaus zu gleichen Farben führen, aber nicht richtigen. Dies deshalb, da für die Profil Erstellung die Lichtverteilung wichtig ist. Du nimmt normal das Target mit dem Aufnahmelicht auf, daher bekommst nie farbverbindlichen Output, ohne ein passendes Target sachgerecht einzusetzen.

SuperTex 28.09.2013 04:15

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1494096)
Alles halb so kompliziert. Die ColorChecker Passport Software enthält ein PlugIn für Lightroom, das automatisch ein (wie ich finde sehr gutes) Profil erzeugt. Man kann dazu sogar die RAW-Testbilder z.B. von Imaging Resource verwenden, braucht also nicht mal selbst den ColorChecker. Nur die Exemplarstreuung der Kamera (ist allerdings m.E. vernachlässigbar) und der Einfluss des Objektivs werden dabei natürlich nicht berücksichtigt - es funktioniert trotzdem, wie ich finde, tadellos. Alle meine auf diese Weise erstellten Kameraprofile liefern mir nun in Lightroom nahezu 100% identische Farben.

Das ist doch Käse. Eine individuelle Profilierung macht doch dann erst Sinn, wenn dafür die gleiche Lichtquelle wie für die Aufnahme verwendet wird. Imaging Resource verwendet HMI-Entladungslampen für ihre Testaufnahmen. Ein absolutes Nogo und untauglich, wenn man so ein erzeugtes Profil für Tages- oder Blitzlicht verwenden will.

turboengine 28.09.2013 10:06

Nein, das ist falsch. Vielleicht erkläre ich kurz die Erstellung von Lightroom-Profilen. Es gibt nämlich zwei Varianten. Das ganze funktioniert allerdings nur für RAW-Fotografen.

Workflow Profilerstellung:

Die Profilerstellung ist eigentlich nur einmal nötig pro ISO-Stufe. Ich mache jeweils ein Profil pro ganze ISO, da die Dynamik pro Kanal anders sei kann.
Hier verwende ich "Universalprofile", die für jede Lichtart funktionieren.

1. Hierzu benötigt man jeweils eine Aufnahme des Kalibrationstargets bei niedriger und hoher Farbtemperatur des Umgebungslichts. Z.B eine Aufnahme bei Halogenlicht (3700K) und draussen im Schatten unter blauem Himmel (7200k).
2. Beide Aufnahmen werden in Lightroom importiert und nach DNG gewandelt.
3. Beide Aufnahmen in der Grid-Ansicht markieren und an ein X-Rite Plugin in Lightroom "exportieren". Zusätzlich gibt man dem Profil einen Namen: "UNVERSAL 100".
4. Das Plugin rechnet aus beiden Aufnahmen die Kaibrationswerte samt Interpolation/Extrapolation für andere Farbtemperaturen.
5. Um das Profil zu laden muss man Lightroom schliessen und wieder starten.
6. Nun taucht das Profil unter Kamerakalibration auf und kann verwendet werden. Es sind nur Profile für die Kamera anwählbar, mit der das Bild erstellt wurde. Das Colorchecker-Target im Kalibrationsbild sollte mit dem Profil nun genauso aussehen wie in Natura - kalibrierter Bildschirm vorausgesetzt.
7. Alle Bilder mit der Kamera und der ISO Einstellung mit dem Profil sychronisieren. Fertig

Klingt umständlich, geht aber recht flott, wenn die Profile mal da sind.

Die Universalprofile funktionieren recht gut, solange das Licht bei der Aufnahme weitgehen "weiss" war. Bei schwieriger Beleuchtung (farbige Flächen reflektieren ins Bild, Sonnenschirme, Mischlicht) ist es sinnvoll ein Einzelprofil zu erstellen.

Beispiel: Tante Erna unter grünem Sonnenschirm. Tante Erna sieht darunter aus wie Kermit der Frosch, soll aber im Bild natürlich aussehen (Erbtante...)
1. Tante Erna bekommt zuerst den Colorchecker in die Hand und darf drüberweglächeln. Danach normal fotografieren
2.Mit der ersten Aufnahme erstellt man ein Profil, das nur für diese Tante Erna Session gebraucht wird. Es ist dann nur für diese Lichtmischung und ISO Zahl exakt und sinnvoll. Ich verwende daher das Datum als erster Teil des Namens und setze zzz davor, dann sind sie in der Profilliste "wegsortiert": zzz_120812_TanteErnaUnterSonnenschirm
2. Profil auf Targetaufnahme anwenden => Bild des Colorcheckers sollte nun korrekt erscheinen
3. Alle Bilder der Session auswählen und mit Profil synchronisieren =>Tante Erna ist wieder rosig im Gesicht.



Siehe oben

Viel besser als meine unbeholfenen Erklärungen sieht man das Ganze in diesem Video:
Klick

Und hier:
Klack

auf der x-rite Webseite sind auch noch Videos und Webinare...

SuperTex 28.09.2013 11:02

Das geht bei Profilen für Schwarzkörperstrahlung, nicht aber bei Profilen für Linienspektren. Da kommst du um eine individuelle Profilierung nicht herum.

turboengine 28.09.2013 12:40

Zitat:

Zitat von SuperTex (Beitrag 1494168)
Das geht bei Profilen für Schwarzkörperstrahlung, nicht aber bei Profilen für Linienspektren. Da kommst du um eine individuelle Profilierung nicht herum.

Zitat:

Zitat von SuperTex (Beitrag 1494114)
Imaging Resource verwendet HMI-Entladungslampen

Ah, jetzt sehe ich den Punkt. Wenn Imaging Ressource tatsächlich nur die Profile für Licht von HMI-Lampen liefert, kann man diese Profile in der Tat für den Alltagsgebrauch vergessen.

mrieglhofer 28.09.2013 13:04

Unabhängig, welche Lichtquelle die auch einsetzen, LR liefern recht gute Profile mit. Meine selbst gemachten Profile haben bei Tageslicht praktisch keine Abweichungen.

Daher ist wie schon geschrieben, völlig sinnlos, auf irgendwelchen dubiosen Wegen unpassende Profile erstellen und damit die Bilder im schlechtesten Fall zu ruinieren.

Wie Turboengine geschrieben haben, für sein konkrete Lichtsituation Profile zu erstellen macht Sinn, wenn man farbverbindlichen Output haben will. Damit halt das rosa Kleid dann nicht grün von der Wiese oder Orange vom Licht ist.
Universal Profile zu erstellen kann Sinn machen, wenn man bei einem Event mit 2 unterschiedlichen Kameras fotografiert, deren Profile im LR nicht so exakt zusammenpassen. Dann erspart man sich beim Mischen der Bilder die Farbabstimmung wieder anzugleichen. Aber farbverbindlich sind diese dann nicht.

SuperTex 28.09.2013 13:11

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 1494200)
Ah, jetzt sehe ich den Punkt. Wenn Imaging Ressource tatsächlich nur die Profile für Licht von HMI-Lampen liefert, kann man diese Profile in der Tat für den Alltagsgebrauch vergessen.

Die liefern gar keine Profile. Die Schnapsidee war, aus den dortigen Testbildern Profile zu generieren.

fotomartin 28.09.2013 14:06

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 1494150)
Die Universalprofile funktionieren recht gut, solange das Licht bei der Aufnahme weitgehen "weiss" war. Bei schwieriger Beleuchtung (farbige Flächen reflektieren ins Bild, Sonnenschirme, Mischlicht) ist es sinnvoll ein Einzelprofil zu erstellen.

Meine Erfahrung ist, dass auch bei den von dir angesprochenen schwierigen Lichtsituationen ein Universalprofil ziemlich exakte Farben ergibt, vorausgesetzt - und da liegt dann der Hase im Pfeffer, man bekommt einen guten Weißabgleich hin.
Mit Lichtquellen, die Linienspektren aufweisen mag das natürlich anders sein.

Aber habe noch eine andere Frage: Wenn man für einzelne Aufnahmesituationen jeweils ein Spezial-Profil erstellt, wie verwaltet man dann die Profile in Lightroom? Es werden ja immer mehr und man sollte die alten Profile ja auch nicht löschen, solange man die zugehörigen Bilder noch braucht. Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass nicht immer alle Profile zur Auswahl angezeigt werden, sondern man für solche Spezial-Profile auswählen kann, dass sie nur bei den zugehörigen Fotos zur Auswahl erscheinen?

Viele Grüße,
Martin

turboengine 28.09.2013 14:10

Zitat:

Zitat von SuperTex (Beitrag 1494209)
Die liefern gar keine Profile. Die Schnapsidee war, aus den dortigen Testbildern Profile zu generieren.

Ach du Schreck - wie kann man nur. Das ist in der Tat Unsinn. Hab' Dich vorher total falsch verstanden.

Zitat:

Zitat von fotomartin (Beitrag 1494222)
Aber habe noch eine andere Frage: Wenn man für einzelne Aufnahmesituationen jeweils ein Spezial-Profil erstellt, wie verwaltet man dann die Profile in Lightroom?
...
Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass nicht immer alle Profile zur Auswahl angezeigt werden, sondern man für solche Spezial-Profile auswählen kann, dass sie nur bei den zugehörigen Fotos zur Auswahl erscheinen?

Nein, gibt es nicht. Ich schreibe ein zzz_ davor, dann ist es nach unten wegsortiert.
Es gibt von X-Rite noch den Profile-Manager. Der hilft aber nur zum Umbenennen und sortieren. LR zeigt immer alle an.

meshua 28.09.2013 14:54

Man drückt dem Model bei der ersten Aufnahme den ColorChecker (CC) in die Hand - entspricht 1 Minute Aufwand. Wieso Manche mittels fremden Bildern Profile erstellen möchten, um ihre eigenen Bilder (ohne Zukauf des ColorCheckers) korrigieren zu wollen, erschließt sich mir noch nicht. Je nach Lichtsituation erhält man ein kamera- und situationsspezifisches Farbprofil, welches mehr oder weniger nah am mitgelieferten Adobe-Profil liegt.

Der DNG Profile Editor kann aus dem aufgenommenen CC Target ein Kameraprofil für Lightroom erzeugen, welches man in Letzterem einfach auf das Bild (bzw. die Bildserie) anwendet. Das sollte doch kein ernsthaftes Problem darstellen - hierzu benötigt man noch nicht einmal die CC-eigene Software (welche nicht die Stabilste zu sein scheint).

meshua

Alison 28.09.2013 15:11

Ich denke nicht dass das LR Standard Profil darauf ausgelegt ist Farben richtig wiederzugeben, dafür sind die Unterschiede zu den Colorchecker Profilen meine Meinung nach zu groß. Ich vermute eher, dass sie sich bemüht haben eine Farbgebung zu finden, die die meisten Menschen als angenehm empfinden.

Falls jemand Lust hat: hier ging es schon mal um das Thema:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?...90&mode=linear

turboengine 28.09.2013 18:50

Hier die DNG-Profil-Verwaltungssoftware (nur Windows)

mrieglhofer 28.09.2013 22:08

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 1494238)
Ich denke nicht dass das LR Standard Profil darauf ausgelegt ist Farben richtig wiederzugeben, dafür sind die Unterschiede zu den Colorchecker Profilen meine Meinung nach zu groß. Ich vermute eher, dass sie sich bemüht haben eine Farbgebung zu finden, die die meisten Menschen als angenehm empfinden.

Falls jemand Lust hat: hier ging es schon mal um das Thema:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?...90&mode=linear

Also ich verwende den Original Colorchecker mit den aufgeklebten Papierstreifen. Wenn ich damit ein Profil bei normalem Tageslicht mache, liege ich meist so nahe am Adobe Profile, dass ich den Unterschied nicht erkenne. Ich messe meine Target auch ab und zu nach um Farbveränderungen zu erkenne und verwende diese Korrekturdatei.

Ich kann mir ernsthaft nicht vorstellen, das Adobe an den Standard Profilen dreht. Das wäre ja sinnlos, da du dich darauf ja nicht verlassen könntest. Ich meine, die kommen ja auch dem Profi Bereich, die wissen, wie das geht. Vor allem kannst mit einer "angenehmen" Farbgebung sofort danebenliegen, weil das ja im Studio mit Leute ganz was anderes ist als eine Landschaft oder ein Produkt

Du kannst ja auch sofort nachprüfen, ob dein Profil überhaupt stimmt. Du braucht ja nur das Target mit dem Profil bearbeiten und ohne zusätzliche Korrektur die Farbfelder dann überprüfen. Wenn dann nicht die Farbwerte des Target dort zu finden sind, dann ist das Profil Mist.

turboengine 29.09.2013 10:10

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494326)
Du braucht ja nur das Target mit dem Profil bearbeiten und ohne zusätzliche Korrektur die Farbfelder dann überprüfen. Wenn dann nicht die Farbwerte des Target dort zu finden sind, dann ist das Profil Mist.

Sehr richtig. Es sei denn, der Bildschirm ist nicht kalibriert.

mrieglhofer 29.09.2013 19:50

Glaube ich jetzt nicht. Wennst den Bildschirm dunkler stellt, ändert sich der Wert an der Pipette ja nichts. M.E. wird das ja am Weg von der Datei zum Bildschirm in der Grafikkarten umgerechnet. Damit sollte der Wert davon unabhängig sein.

Giovanni 29.09.2013 22:15

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 1494223)
Ach du Schreck - wie kann man nur. Das ist in der Tat Unsinn. Hab' Dich vorher total falsch verstanden.

Probiert's doch einfach mal aus und vergleicht das Ergebnis mit den Adobe Profilen, vor ihr es als "Schnapsidee" abtut. Entscheidend ist, was am Ende rauskommt und nicht, was irgendjemand hier im Forum theoretisch toll findet.

Und vor ihr über die angebliche Unbrauchbarkeit der HMI-Beleuchtung von Imaging Resource herzieht, solltet ihr das hier lesen.

SuperTex 29.09.2013 23:15

Davon wird der CRI von HMI auch nicht besser.

mrieglhofer 30.09.2013 00:35

Vor allem nehme ich nicht an, dass du mit HMI und der Kamera von imaging ressouce Studio fotografierst. Und damit sind die Profile soundso für den Hugo. Oder probierst du die Schuhe für deine Frau ?

Wenn dir die Profile von Adobe nicht passen, ist das ein Thema von 5min und du hast deine eigenen. Nur wirst du wohl nicht ernsthaft annehmen, dass Adobe was anderes macht, als von einem professionellen Target ein Universalprofil erstellen. Und wohl genau mit dem Adobe Profileditor, den sie wohl nicht zur Belustigung der Amateure geschrieben haben und als Tool freigeben. Warum sollen sie dann von deine abweichen, wenn du sie auch korrekt erstellst. Meine passen bei Tageslicht genau.

Ernsthaft, mir ist sich völlig egal, wie deine Farben sind, aber es gibt meist dahinter einen logischen Grund, warum Leute sich schweineteure Targets tlw. sogar eingemessen mit Korrekturdaten kaufen, wenns anders auch ginge. Ich kenne auch Leute, die drucken sich ein Target aus.
Also zum Mitschreiben, eine fremdes Target mit einer fremden Kamera fotografiert, noch dazu mit anderem Licht kannst getrost kübeln und dir die Arbeit sparen.

SuperTex 30.09.2013 00:57

Hinzu kommt, dass HMI-Lampen nach (beinah hätt ich geschrieben: vor) dem ersten Einschalten kontinuierlich altern. Davon ab, dass HMI Stunden brauchen, bis sie stabil sind, ändern sich die Farbtemperatur und Helligkeit mit jeder Brennstunde. Dass man so was für Vergleiche verwendet, die sich ja über einen längeren Zeitraum erstrecken, ist schon abenteuerlich.

mrieglhofer 30.09.2013 01:03

Zitat:

Zitat von SuperTex (Beitrag 1494652)
Hinzu kommt, dass HMI-Lampen nach (beinah hätt ich geschrieben: vor) dem ersten Einschalten kontinuierlich altern. Davon ab, dass HMI Stunden brauchen, bis sie stabil sind, ändern sich die Farbtemperatur und Helligkeit mit jeder Brennstunde. Dass man so was für Vergleiche verwendet, die sich ja über einen längeren Zeitraum erstrecken, ist schon abenteuerlich.

Für die Profil Erstellung im konkreten Fall wäre es ja egal, aber wenn man daraus delta Abweichungen der Kameras ermittelt, dann wird das Ergebnisse je nach Alter und Brenndauer ändern.

SuperTex 30.09.2013 01:08

Hm. Da sich das Spektrum der Lampen ändert, gilt das Profil streng genommen nur für den Aufnahmezeitpunkt. 5000 Stunden später dürfte es deutliche Verschiebungen in der Farbwiedergabe geben. Ok, vielleicht etwas übertrieben, aber technisch einwandfrei ist das nicht.

Giovanni 30.09.2013 01:17

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494648)
Vor allem nehme ich nicht an, dass du mit HMI

Leider nein, aber ich greife gerade deshalb auf Dateien zurück, die unter standardisierten Bedingungen für jede Kamera gleich erstellt wurden.

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494648)
und der Kamera von imaging ressouce Studio fotografierst.

Nicht mit der selben, aber mit der gleichen. Die Exemplarstreuungen zwischen Kameras dürften vernachlässigbar sein; sonst dürfte es auch keine Adobe Standard-Profile oder herstellereigene Profile geben bzw. diese wären dann zwischen zwei gleichen Kameras nicht konsistent. Ich wette aber, dass du z.B. beim Wechsel zwischen zwei A900, D800, A55 oder was auch immer beim selben Motiv unter dem selben Licht mit gleichen Einstellungen keinen visuellen Unterschied sehen wirst. Daher ist es sehr wohl möglich und legitim, Profile aus Dateien von der gleichen, wenn auch nicht von der selben Kamera zu erzeugen.

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494648)
Wenn dir die Profile von Adobe nicht passen, ist das ein Thema von 5min und du hast deine eigenen. Nur wirst du wohl nicht ernsthaft annehmen, dass Adobe was anderes macht, als von einem professionellen Target ein Universalprofil erstellen.
[...]
Also zum Mitschreiben, eine fremdes Target mit einer fremden Kamera fotografiert, noch dazu mit anderem Licht kannst getrost kübeln und dir die Arbeit sparen.

Vergleich' einfach mal die Ergebnisse zwischen 5 Kameras mit dem Adobe Standardprofil und mit Profilen, die mit meiner o.g. Methode angefertigt wurden. Die Ergebnisse mit den "Adobe Standard" Profilen liegen viel weiter auseinander. Egal wieviel hier herumtheoretisiert wird.

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494648)
Nur wirst du wohl nicht ernsthaft annehmen, dass Adobe was anderes macht, als von einem professionellen Target ein Universalprofil erstellen. Und wohl genau mit dem Adobe Profileditor, den sie wohl nicht zur Belustigung der Amateure geschrieben haben und als Tool freigeben.

Mit dem Adobe DNG Profile Editor hatte ich leider keinen Erfolg, jedenfalls entspricht das Ergebnis nicht meinen Vorstellungen. Die Software von XRite liefert für mich ein besseres Ergebnis. Ich will dir aber den Spaß nicht nehmen.

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494648)
Also zum Mitschreiben, eine fremdes Target

Was heißt hier "fremdes Target"? Der Witz am ColorChecker ist ja gerade, dass er definierte Farbwerte besitzt. Nur deshalb funktioniert das Ganze überhaupt. Es ist völlig egal, ob ich mein Exemplar benutze oder deins oder das von irgendeinem Fotografen in Chicago. Sie liefern Feld für Feld die gleichen Werte, und die sind in der Kalibriersoftware hinterlegt. Sonst könntest du dir deine Farbfelder gleich mit Wasserfarben selber malen - das bringt dir aber garantiert keine brauchbaren Farbprofile, selbst dann nicht, wenn du dein Gemälde mit einem Colorimeter ausmisst.

Noch zum Abschluss, vor ich meine Teilnahme an diesem Thread beende:
Niemand ist gezwungen, auf die eine oder andere Art zu arbeiten oder Dinge zu probieren, die nach seiner Meinung sowieso nicht funktionieren können. Wer meint, eine bessere Methode zu haben, darf sich gern dieser bedienen. Ich habe einen Weg gesucht, die Farbwiedergabe meiner Kameras mit geringstmöglichem Aufwand einander anzugleichen und es hat auf diese erstaunlich simple Art sehr erfolgreich geklappt - viel besser als mit irgendwelchen Standardprofilen irgendeiner Software (Aperture, LR, Capture One - bei allen liegen die Ergebnisse mit den Standardeinstellungen leider meilenweit auseinander). Wer sich lieber mehr Mühe macht oder meint, das nicht nötig zu haben, weil die "professionellen" Standardprofile ja gar so toll seien, der soll diese ruhig weiter benutzen und sich über die auch irgendwie bunten Farben freuen, oder sein eigenes Target unter seinem eigenen Licht mit seinen eigene Kameras und Objektiven fotografieren, so oft er mag, gerne auch alle drei Tage neu oder von mir aus dreimal am Tag. Ich will hier niemand belehren. Es solle nur ein Tipp für diejenigen sein, die einigermaßen konsistente Ergebnisse brauchen, weil sie vielleicht mit mehreren Kameras unterschiedlichen Typs arbeiten, aber etwas Anderes zu tun haben, als den lieben langen Tag mit Normlicht und Profileditoren an ihren Kalibrierdateien herumzuschrauben. Ich habe nicht von der perfekten Lösung gesprochen und auch nicht behauptet, dass dies die richtige Methode sei, um Studiokameras für die Werbefotografie zu kalibrieren. Wer so etwas betreibt, wird wohl wissen, was er tut und braucht und dass dabei die Farbkalibrierung allenfalls der Anfang einer Prozesskette sein kann.

meshua 30.09.2013 08:26

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1494656)
(...)
Nicht mit der selben, aber mit der gleichen. Die Exemplarstreuungen zwischen Kameras dürften vernachlässigbar sein; sonst dürfte es auch keine Adobe Standard-Profile oder herstellereigene Profile geben bzw. diese wären dann zwischen zwei gleichen Kameras nicht konsistent.

Hier liegt dein Denkfehler: Die Exemplarstreuungen kannst du bei vielen technischen Geräten beobachten - deine Kamera bleibt auch trotz Serienfertigung ein Unikat. Auch beeinflusst das verwendete Objektiv die Farbwiedergabe. Das Standardprofil soll dir ermöglichen, eine im Rahmen der Serienstreuung akzeptable Wiedergabequalität zu erhalten. Warum sonst profiliert man Monitore, Objektive, Scanner...wenn die Streuung in der Serienproduktion vernachlässigbar wäre und das vom Hersteller mitgelieferte Standardprofil ausreichen würde? Vom Color Redering Index (CRI) der jeweiligen Lichtquelle einmal abgesehen: ob du die 30 Euro Yongnuo LED Panels oder welche von MicroPro nimmst macht nicht nur im Preis einen Unterschied.

Am Endes des Tages garantiert nur ein aufnahme-spezifisiches Profil die korrekte Wiedergabe von Farbtönen und -helligkeiten.

meshua

mrieglhofer 30.09.2013 08:37

Das Problem ist ja nicht, ob dir deine Profile gefallen oder nicht, sondern dass du systematisch etwas tust, was zwingend zu fehlerhafter Farbwiedergabe führen muss, und von dir als brauchbarer Weg dargestellt wird, weil du die Abweichungen offensichtlich nicht erkennst. Und das um dir 70€ zu ersparen.
Da können völlig Unbedarfte meinen, dass der Weg sachgerecht ist.

Kauf dir doch einfach ein Target und die Sache ist gegessen und du wirst sehr schnell erkennen, dass die Ergebnisse damit unter Garantie um Ecken besser, vor allen auch unter wechselnden Licht Bedingungen stimmen.
Nebenbei wird jedes Messgerät kalibriert. Und auch die Colorchecker weichen ab. Deswegen kannst du bei jeder besseren Profilerstellungsoftware anstatt der theoretischen Werte des Target auch die vom Hersteller oder selbst aus gemessenen Werte eintragen. Spielt aber nur eine Rolle, wenn man Targets lange verwendet oder sehr genaue Werte braucht. Und halt zufällig Zugriff auf passende Messtechnik hat ;-)

Giovanni 30.09.2013 09:38

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1494677)
weil du die Abweichungen offensichtlich nicht erkennst. Und das um dir 70€ zu ersparen.

Nein, vielmehr weil ich die Abweichungen
a) zwischen 2 Kameras gleichen Typs,
b) zwischen 2 Targets gleichen Typs

als vernachlässigbar klassifiziere im Vergleich zu den Abweichungen, die sich bei mir durch weniger reproduzierbare Lichtbedingungen und (sofern es sich um Kameras unterschiedlicher Hersteller handelt) unterschiedliche Objektivtypen egeben würden.

Daher sehe ich weiterhin keinen Grund, die Brauchbarkeit meiner Methode in Frage zu stellen, zumal es mir am Ende des Tages auf die visuelle Auswirkung der Anwendung dieses Profils auf meine Aufnahmen ankommt. Und da gibt es für mich nahezu nichts zu bemängeln. Die restlichen paar Promille bekomme ich garantiert mit eigenen Aufnahmen des Targets auch nicht besser abgeglichen, sondern falls es die Farbfilter der verwendeten Kameras überhaupt hergeben, dann nur durch stunden- bis tagelange manuelle Profilbearbeitung und mit Targets, die deutlich mehr Punkte im Farbraum abdecken als der ColorChecker. Aber wie gesagt, meckert ruhig. Habt ihr es überhaupt ausprobiert?


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