![]() |
c't Dossier: Raus aus der Cloud-Falle
Von c't gibt es ein E-Book "Raus aus der Cloud-Falle". Hat von euch schon jemand reingeschaut?
http://www.heise.de/newsticker/meldu...e-1897895.html |
Nein, aber das Thema interessiert mich auch. Da ich mich bislang beim Gebrauch von Cloud-Diensten intuitiv ziemlich zurückgehalten habe bin ich zwar nicht so sehr betroffen, aber ganz kann man dem ja kaum entgehen.
Und in der letzten c't wurde auch berichtet wie unsere Provider in unsere Heimnetzwerke eindringen, indem sie z.B. keine anderen als die von ihnen gestellten Router mehr zulassen (nix mehr Fritzbox!), um dann für "Zusatzdienste" wie z.B. WLAN extra Gebühren verlangen zu können. Hat zwar nichts mit Cloud-Diensten zu tun, birgt aber die selbe Gefahr - eine immer weiter gehende Abhängigkeit von Dienste-Anbietern die die irgendwann auch ausnützen werden. Mehr noch würde mich aber interessieren wie man der Überwachung durch NSA, GCHQ u.a. Geheimdiensten entgehen kann. Das ist schon ein Riesenschweinerei die meines Erachtens absolut nicht zum Bild einer Demokratie passt. Leider ist das nur ein weiterer Puzzlestein der einmal mehr bestätigt dass die USA ihre Rolle als moralische Führungsmacht der freien Welt längst eingebüßt haben; als Vorbild taugen die einfach nicht mehr. |
Zitat:
meshua |
Zitat:
|
Zitat:
"Die Router-Lieblinge der Provider sind in vielen Funktionen eingeschränkt ... mangelt ihnen etwa an Funktion für IPv6, VPN, Media-Server oder DynDNS-Dienste." Davon abgesehen ist für den einen oder anderen Verbraucher der zusätzliche Stromverbrauch durchaus ein Thema, gerade jetzt wo der Strom so teuer geworden ist sollte er das auch! Zitat:
|
Zitat:
BG Hans |
Zitat:
|
Zitat:
Diese Situation ist natürlich ärgerlich für die Kunden, welche alle Fritzbox-Features für lau nutzen möchten ("0-Euro-Router"). Auf der anderen Seite verstehe ich auch die Provider, daß sie nicht jeden Müllrouter des Kunden bei Problemen supporten können/wollen und daher ein Standardgerät als Netzabschluß beim Kunden installieren. Das hat auch für den Kunden den Vorteil, daß sich der Kabelanbieter nicht mehr mit "ihr Gerät - ihr Problem" bei Verbindungsproblemen herausreden kann. Die Stromkosten des Providergeräts belaufen sich auf ca. 20 EUR/Jahr (Motorola SB6180, 9W nominal, 24/7, 25c/kWh). Das ist für mich vernachlässigbar, insbesondere wenn die Alternative ein anderer Provider mit höheren Monatskosten darstellt. Zitat:
Grüße, meshua |
Wus, die fehlenden Dienste liefert die Fritzbox nach. Auch hinter dem LAN-Port. Und wenn dein DynDNS-Dienst mal fünf Minuten nicht erreichbar ist, weil sich die IP-Adresse nachts um zwei geändert hat und der DynDNS-Client dahinter das erst mit etwas Verzögerung bemerkt hat, wird die Welt einer Privatperson deswegen auch nicht untergehen. VPN konnten frühere Router auch nicht, man nutzte stattdessen einen vermittelnden Dienst im Internet für den Zugriff ins eigene Netz aus dem Internet. Einen Mediaserver kann man anschließend darüber genauso gut erreichen, sogar sicherer, als man per Portforwarding umsetzen könnte. IPv6? Sollte sich tunneln lassen für den Fall, daß man es braucht - gerade die c't hatte seinerzeit entsprechende Artikel veröffentlicht, wie man das unter verschiedenen Betriebssystemen umsetzen kann, wenn der eigene Router damit noch nicht klar kommt.
Mir ist das relativ schnuppe. Und das Internet ist unter anderem ein Pool von Informationen, den man bei Bedarf passend abschöpfen kann. Äh, können sollte... Ist wie im echten Leben. Entweder du kannst mit dem notwendigen Werkzeug umgehen, dann sparst du dir relativ oft den Handwerker, oder du kannst es nicht und mußt ihn halt für seine Arbeit bezahlen. Entweder du weißt, wie du an deinen Workaround hinter dem Provider-Router herankommst (bzw. ihn zusammen-recherchierst), oder du zahlst für die Dienstleistung... Wobei es wahrscheinlich auf ein Kopf-an-Kopfrennen hinauslaufen wird - für jeden Workaround wird es bald darauf ein "Update" geben, das ihn zu verhindern sucht... |
Was ich gerne mal wissen möchte ist, warum sich plötzlich viele für so wichtig nehmen, dass sie glauben es wert zu sein, von der NSA ausspioniert zu werden.
Macht Euch keine Sorgen, Ihr seid unwichtig genug, um völlig übersehen zu werden und das unbeschadet auszuhalten. ich übrigens auch. Lol |
Zitat:
Es wird auch leider mit der ganzen Verschlüsselungsthematik über sehen, dass der Inhalt der Nachricht relativ uninteressant ist. Wichtiger ist, wem ich wann was schreibe. Damit liegen die Netzwerke schon blank und man weiss, wer mit wem Kontakt hat. Die Verschlüsselung ist für illegale Zwecke relativ einfach zu erledigen, da der Personenkreis definiert ist und damit sich entsprechend abstimmen kann. Für legale Aktionen ist das weit schwieriger, weil es kein öffentliche PKI Struktur gibt, die man ohne vorherige Absprache verwenden kann. Hier wäre die Politik gefordert, für jeden Bürger so was einzurichten. |
Zitat:
Du brauchst ja nicht einmal selbst wichtig sein sondern nur jemanden kennen, der Verdacht erregt. Dann bist du schon drinnen und gerade wenn du völlig naiv nichts verbrichst, bist du umso verdächtiger. Und dann suchen sie und finden oder erfinden. Weil gerade weil sie bei dir nichts finden, muss ja bei dir etwas faul sein. Solche Beispiele ruiniert er Karrieren gibt bereits genug, Und spätestens wenn du ein Regime hast wie in Ungarn, Türkei oder Iran, dann brauchst den Mund gar nicht mehr aufmachen. Alle deine Freunde und Bekannten sind bekannt und werden dann gleich in einem Zug erledigt. Widerstand ist damit von vornherein sinnlos. |
Zitat:
|
Zitat:
Demokratie hat nichts mit Moral zu tun. Du hast lediglich die Möglichleit dich durch demokratische Prozesse gegen solche Dinge zu wehern und bist dabei durch die Rachtstaatlichkeit geschützt. Wo kein Kläger da kein Richter. Es liegt jetzt an den demokratischen Teilnehmern hier Einfluss zu nehmen und diesen Misstand zu ändern. Zäh, aber machbar. bydey |
Mo
Zitat:
Du kannst gegen etwas, das es nicht gibt, demokratisch nichts unternehmen. Du kannst dich auch nicht rechtsstaatlich wehren, weil es es ja nicht gibt. Und wenn die demokratischen Verfahren nicht anwendbar sind, kann es sich auch nicht um eine Demokratie handeln. Und die Vorgangsweise der USA mag zwar nach deren Recht legal sein, aber entzieht sich auch dort jeder demokratischen Willensbildung. Erst durch Snowden sind jetzt die Menschen in der Lage, das ev. zu andern. Daher kann man schwerlich mit Demokratie argumentieren. Dass dafür aber mittlerweile sogar Staaten bedroht werden, Spionage unterstellt wird zeigt, dass es um die Macht der Eliten gegenüber dem Volk geht. Jeder Geheimdienst wusste doch bitte detaillierter über das alles Bescheid als durch diese Aufdeckung bekannt wurde. Einzig der Souverän wurde dumm gehalten. Snowden hat nur den demokratischen Kontrollmechanismus ermöglicht, das die Bürger sich dagegen wehren können. Man könnte ihn auch einen Freiheitskämpfer nennen. Dass die Handlungen in allen betroffenen Ländern illegal sind und sich der Leuchtturm der Freiheit darum aber nichts gesichert hat, ist dann das Thema Moral. Ich fahre selbst einen US-Import und war durchaus positiv eingestellt, nur das ist halt jetzt verspielt. Nebenbei gehörten die Verantwortlichen Amerikaner in den betroffenen Ländern wegen dieser Verbrechen angeklagt und allenfalls mit einem Auslieferungsantrag versehen. Begonnen durchaus bei Präsidenten, der offensichtlich Mitwisser war inkl. Der Kongressabgeordneten. Das das nicht so kommt ist klar. Es wird wohl niemand so naiv sein anzunehmen, dass unsere Regierungen nichts davon gewusst haben ;-) |
Zitat:
Ich kriege bei einer solchen Einstellung jedes Mal nen Koller. Du glaubst doch nicht, dass im heutigen elektronischen Zeitalter noch ein einzelner Geheimdienstmitarbeiter gezielt einzelne Personen überwacht oder ausspioniert? Das wird vollautomatisch in großem Stil per Data Mining gemacht und wenn ein heuristischer Algorithmus der Meinung ist, dass du verdächtig bist, dann erst beschäftigt sich ein Spion aus Fleisch und Blut mit dir. Die großen sozialen Netzwerke machen es den Geheimdiensten noch einfacher, da wird ja eh schon wirklich jeder noch so persönliche Kram in die Welt rausposaunt. Aber weil heutzutage schon jeder zweite bei Facebook schreibt, wann er zum Sch....en geht, muß mir meine Privatsphäre noch lange nicht egal sein. Zitat:
|
Zitat:
|
Der Haken an diesem Plan ist lediglich, dass laut aktueller Erkenntnislage sich die meisten Extremisten schlicht und ergreifend komplett analog abstimmen. Da läuft nix über E-Mail, da wird sich irgendwo unauffällig bei ner Tasse Kaffee oder Tee getroffen. Das wissen die Geheimdienste auch. Trotzdem werden immer wieder Einschränkungen von und Verstöße gegen die Bürgerrechte mit Terrorabwehr entschuldigt. Wenn sich die Geheimdienste immer mehr und mehr erlauben, dann ist das für sie natürlich unheimlich bequem. Wenn man allerdings im "Kampf gegen das Böse" immer mehr und mehr Gesetze beugt oder bricht oder Gesetze zu seinen Gunsten ändern lässt, dann muss man sich doch IMHO irgendwann fragen, wann man schließlich von der Lösung zum Teil des Problems wird. Es war von jeher schwerer, einer "der Guten" zu sein. Die Sicherheitsbehörden sollten nicht vergessen, dass sie nicht nur unsere körperliche Sicherheit sondern auch unsere Freiheit und unsere Bürgerrechte schützen sollen. Wenn von den Bürgerrechten und den persönlichen Freiheiten irgendwann nichts mehr übrig ist, was schützen sie dann noch?
Ich halte es da mit Benjamin Franklin: "They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety." "Diejenigen, die bereit sind grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit." PS: Eigentlich geht es hier im Thread inzwischen aber nur noch am Rande um Cloud Dienste sondern vielmehr um das Ausspionieren durch Geheimdienste. Vielleicht sollte man den Thread in "PRISM Diskussionsthread" umwidmen? |
Zitat:
Du wirsr dann mal unter die Lupe genommen. Heisst, alles was du tust wird überwacht. Das du nichts tust macht dich noch verdächtiger, weil du offensichtlich dich perfekt tarnst. Also wirst du noch genauer überwacht. Du schriebst "morgen gibt es Spaghetti". Daraufhin kommst du in U-Haft, weil du einen Mord Aufruf getätigt hast. Deine Arbeit ist futsch, in der Zeitung steht, Terrorverdächtiger Fotogen bei der Planung eines Anschlags verhaftet. Nachdem du nach mehreren Wochen in U-Haft offensichtlich noch immer nicht gestanden hast, wird dein Fall geprüft und irgendwann bestätigt das Gericht, dass gegen dich nachweislich kein Grund zur Verfolgung vorliegt. So, jetzt suchst einen neuen Job, Kriegst aber keinen mehr. Klar , einmal fotogen eingeben und 100 Suchergebnisse Terrorverdächtiger. Nach Amerika und England zu einem IT Kongress kommst lebenslänglich auch nicht mehr, weil du leider auf einer geheimen Liste stehst, die du nicht kennst und wogegen du dich auch nichr wehren kannst. Du kriegst Harz4, fliegst aus der Wohnung, Karriere und Leben im Arsch. Kollateralschaden. So und jetzt kannst weiter dran glauben, dass dir das nie passieren wird und dass du eh nichts zu verbergen hast (morgen kannst schon in Google unter fotogen und Terrorverdächtiger suchen;-) Und zur These der Vereitelung. Millionen von Leute permanent überwacht und ab und zu ein Meldung "Anschlag vereitelt". Offengelegt wirds aber nicht und überprüfen kanns auch niemand. Vielleicht gerade so gelaufen, wie oben beschrieben. Ernsthaft, wenn ich einen Anschlag planen würde, schicke ich unter Garantie kein E-Mail an die Mittäter. Selbst verschlüsselt kennt dann jeder dein Netzwerk. Dann hinterlässt du verschlüsselte Botschaften an neutralen Plätzen. Z.B. die RX-100 kann den externen Blitz nicht steuern = die Zündelektronik funktioniert nicht. ;-) Mit der A99 klappt das aber = brauchst dich nicht mehr kümmern, der Zünder von mir ist schon getestet und funktioniert ;-) Oder ich stellen ein paar steganographische verunstaltete Bilder in die Galerie. Was der Diskussion über die Aussage mancher Bilder ein wenig Brisanz verleiht. Die haben nämlich klare Botschaften. Halt nur etwas versteckt ;-) Tja und was das mit der Cloud zu tun hat? Na ja, deine Daten klar am Präsentierteller und eine gute Plattform, um deine Erkenntnisse via NSA mit den Mitbewerbern zu teilen. Quasi eine Kollaborationsplattform;-) |
Zitat:
|
Zitat:
|
Zitat:
|
Einen weiteren Aspekt der "nichts zu verbergen"-Idee kann man gut an Buch und Film "Minority Report" sehen. Interessant ist dabei weniger die Story um Medien (Wahrsager, nicht TV/Print), die in eine vermeintliche Zukunft blicken können sondern der entstandene und völlig selbstverständliche Apparat, nach dem "potentielle Straftäter" wie echte Straftäter bestraft und lebenslänglich weggesperrt werden. Minority Report zeigt auch schön wie eine Einzelperson das System für seine Zwecke ausnutzt.
Die "Medien" kann man im realen Leben auch einfach durch eine beliebige Analysesoftware ersetzen. Sowas ist zur Bewertung der Kreditwürdigkeit schon Gang und gäbe. Wir Vertrauen darauf, dass die Programme die Wahrheit ausspucken und basieren darauf Werturteile. Es gibt Untersuchungen zur genetischen Veranlagung bei Gewaltverbrechern. Ebenso gibt es schon lange das Prinzip der Rasterfahndung. Die Flächendeckende Überwachung des Internet, kombiniert mit diesen Ideen ist für mich schon eine erschreckende Vorstellung. Last Not least: Wo Daten gesammelt werden, da geraten sie in falsche Hände. Sei es durch Softwarefehler, Einbrüche wie bei Sony oder durch Leaks wie nun aktuell. Allen gemein ist, das die Informationen für potentiell schädliche Zwecke genutzt werden können. |
Zitat:
|
Zitat:
Nicht zwangsläufig musst du deine Freunde der Öffentlichkeit offenbaren, du kannst das auch abstellen uns es ist sich sinnvoll, das zu tun. Spätestens wenn einer im Netzwerk ein Problem hat, stehst du unter Verdacht. Und auch wenn du mit Freunden über Facebook kommunizierst, gibt das keiner Behörde das Recht ohne Gerichtsbeschluss das mit zuschneiden. |
Langsam werden Markus die Augen geöffnet... Über die Geschehnisse hier im SUF weißt du Bescheid und kannst noch in gewissem Maße Einfluss nehmen.
Aber was ist, wenn jemand deinen Usernamen zusammen mit dem genannten Schlagwort an vollkommen anderer Stelle nennt? An einer Stelle, die du gar nicht kennst, vielleicht sogar noch in einer Sprache, die ein automatischer Übersetzer auch noch dank fehlerhafter Rechtschreibung falsch übersetzt und damit einen falschen Zusammenhang herstellt? Dann kommt man aus denselben Gründen wieder zurück auf deinen User hier und schon ist der falsche Zusammenhang gegeben... DAS ist die eigentliche Gefahr solcher anlassloser Totalüberwachungen mit Abgleichen, die jede Menge Zusammenhänge herstellen können, ohne daß du auch nur im geringsten eine Ahnung davon hast. |
Zitat:
Dann würde google Dich als Schutzgelderpresser bei Konzertveranstaltern mit Kriegserfahrung im Irak ausspucken, weil Du ja gelegentlich von Dir und Deinen Kollegen im Schützengraben sprichst. so meinst Du das, oder? |
Zitat:
Der Film ist bereits von 1998 und war schon damals von der Realität überholt. Passende Tagline dazu: "Paranoid zu sein, bedeutet nicht, dass sie nicht hinter dir her sind." Ich mache mir keine Illusionen: Da ich mit meiner kritischen Meinung zu Geheimdiensten und staatlicher Überwachung nicht hinter'm Berg halte, stehe ich vermutlich schon längst irgendwo auf einer Liste Verdächtiger. Dass ich überzeugter Pazifist bin und Waffengewalt ablehne, macht das ganze sicher nicht besser sondern eher noch schlimmer, denn jeder der das ur-amerikanische Recht auf privaten Waffenbesitz kritisiert, kann ja nur verdächtig sein. :P |
Markus, dein Post wäre passend ohne deinem ersten Nachsatz. Streiche ihn, denn solche ständigen Sticheleien hast du sicher nicht nötig! Ich habe ihn jetzt bewusst nicht zitiert, damit er anschließend auch wirklich weg ist!
Edit: nein, wäre es nicht. Erst, wenn es "Mafioso" wäre... |
Na ja, Kollege fotogen ist am Lernen. Aber leider nicht vollständig. Weil wenn man jetzt beim Google fotogen und Schutzgelderpresser eingibt, taucht er schon wieder auf ;-)
Und diesmal sogar selbst gepostet ;-) Ist ja bei Google harmlos, aber genau das Gleiche liegt jetzt im NSA Datacenter. Und spätestens bei der nächsten Einreise wird das gescheckt. Nur mit dem Username ist das ja noch unkritisch. Nur aus diesem Profil, deiner IP und eine wenig Querabgleich wissen die auch schon längst, wer hinter dem Usernamen steckt. Ich nehme an, du bist immer noch überzeugt, dass du nichts zu verbergen hast und dass Überwachung harmlos ist. ;-) |
Zitat:
|
Zitat:
Der Rest war der Versuch, am praktischen Beispiel die Selbsterkenntnis zu fördern. So wie eine Impfung mit einem toten Virus. Wenn das Aufspüren von Terroristen so einfach funktionieren würde, wäre es nachdenkenswert und hätte ja bisher funktioniert. Die Realität lehrt uns anderes. Ein probates Mittel zur Gedankenkontrolle und Wirtschaftsspionage, aber weder für Terror noch für organisierte Kriminalität tauglich. Und selbst wenn, für Ermittlungen ist normal immer noch ein Richter zuständig und nicht wild gewordene Geheimdienst Leute. Aber das Problem sind die viele naiven Menschen, die nichts zu verbergen zu haben meinen und bitterlich zu spät draufkommen werden, dass sie Schuld am Ergebnis sind. |
Moin,
Zitat:
Allerdings hat sich bei mir (auch wenn ich mich lange dagegen gewehrt habe) schon eine ganze Weile die Überzeugung durchgesetzt, daß weder Freiheit noch Offenheit von der großen Mehrheit geschätzt oder gar gewünscht werden. Leider. Aufklärung war eine schöne Idee mit all den wunderbaren idealistischen Entwicklungen danach (die vermutlich nur mit stetigem Wachstum für alle ging, auf Kosten irgendwelcher Anderer, die inzwischen - der Planet ist endlich - nahezu "aufgebraucht" sind) - der Realität des Einzelnen wurde und wird sie vermutlich niemals gerecht - deshalb wird sie jetzt (bzw. seit mehr als nur 12 Jahren) auch ohne nennenswerte Gegenwehr ganz einfach und stellenweise dreist offen wieder entfernt. Am Ende wird es eine Episode der Geschichte sein :? |
Zitat:
Der Bundesnachrichtendienst ist übrigens vor allem für die Auslandsaufklärung zuständig. Im Inland ist der Verfassungsschutz für die "Überwachung von Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland" zuständig. Dieser hat im übrigen explizit keine polizeilichen Befugnisse. Daneben gibt es noch den Militärischen Abschirmdienst, dessen Aufgaben allein im direkten Umfeld der Streitkräfte zu suchen sind. |
Zitat:
|
Zitat:
Selbst demokratische Staaten haben Armeen und Geheimdienste. Dieses abzuschaffen dürfte kompliziert werden, solange sich die Weltgemeinschaft nicht einer Weltpolizei unterwirft. Und auch hier ist wiederum nicht sichergestellt, dass sich an alle daran halten werden, wmoit wir ja schon wieder Schnüffler brauchen. Demokratie hat nachwievor nichts mit Moral tu tun. Es ist eher eine Verteilung der Verantwortung für Moral. Es heißt aber mitnichten, dass ein demokratisches Land deswegen höhere moralische Werte haben muss als ein Land mit einer anderen Staatsform. Das ist eher eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Das demokratische Amerika ist bei der Wahl der Mittel, um seine Vormachtsstellung zu erhalten (oder zurückzugewinnen) noch nie zimperlich gewesen. Ob jetzt Kriege unter irgendwelchen moralischen Deckmäntelchen mit zweifelhaften Beweisen oder Spionage. Das Selbstverständnis Amerikas und das Selbstverständnis der Amerikaner ist problematisch und das bekommen sie täglich zu spüren. Eine moralische Instanz sind sie in keinerlei Beziehung; zumindest fällt mir keine ein. Solange es Geheimdienste gibt, werden diese unkontrolliert im Dunkeln werkeln. Anders ist das kaum möglich. Ds ist immer noch Krieg. Wir dürfen so etwas nicht, doch die anderen machen das. Und wenn es dann knallt wundern wir uns. Dieser moralische Drahtseilakt ist nicht zu überstehen. Die USA ist da wohl eher pragmatisch. bydey |
http://www.heise.de/newsticker/meldu...e-1909604.html
BND hat Zugriff auf DE-CIX... und die NSA ist wohl auch mal wieder nicht so weit weg... |
Das Problem scheint mir ja nicht zu sein, das die Geheimdienste ausser Kontrolle gerieten, sondern das sie diese Handlungen kontrolliert und entsprechend den amerikanischen Gesetzen gehandelt haben. Damit ist letztlich die Regierung bei den in der EU begangenen Srafdaten Beitragstäter und müsste zumindest von der Justiz verfolgt werden. Dass das nicht geschieht ist ja der grössere Skandal. Ich kann ja auch nicht in der Türkei Haschisch rauchen und mich darauf berufen, dass es in den Niederlanden erlaubt ist.
|
Zitat:
Es wird mal wieder interessant, ob der europaweite Aufschrei eine Änderung bewirkt/ bewirken kann. Oder ob der gemeine Amerikaner den Aufschrei und unsere Bedenken versteht. bydey |
Zitat:
Man kann auch eine europ. PKI Infrastruktur aufbauen, auf dass jede Mail fast automatisch mit dem öffentlichen Key verschlüsselt wird. Man kann auch die unverschlüsselten Mailports sperren und nur mehr verschlüsselte Zugänge zu den Mailserver zulassen. Und man kann https deutlich mehr einsetzen. Nur sollten wir dann sicher sein, dass bei uns nicht genau der Gleiche stattfindet. Und da bin ich mir leider sicher, dass das bei uns auch stattfindet. Nur fehlten halt die Mittel, das so hirnlos wie in Amerika auszubauen. Wir gleich wie bei der Bankenkrise sein. Nichts. Nur ein paar mehr Leute werden halt sich überlegen, ob die Cloud der beste Platz ist usw. |
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:37 Uhr. |