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Sigma 4,5/500 APO Blende reinigen
Bei meinem Sigma 4,5/500mm APO (non-EX Version) schließt sich die Blende nur langsam. Ich vermute, dass sie verölt ist (auf den Lamellen ist von außen allerdings nichts derartiges zu sehen). Ich möchte das Objektiv nun zerlegen, um die Blende (unzerlegt) entnehmen und reinigen zu können. Es stellt sich also die Frage, wie ich das Objektiv am sinnvollsten zerlege.
Bei vielen Objektiven muss dafür die Frontlinse entfernt werden und die Blende von vorn entnommen werden. Da mir das nicht behagt, habe ich angefangen, das Objektiv von hinten auseinaderzubauen. Als ersten Schritt habe ich das Bajonett abgeschraubt sowie von diesem den Kontaktstreifen abgeschraubt. Nun ist die Frage, ob dies überhaupt der richtige Weg ist und wenn ja, wie es weiter geht. Hat jemand Tipps für mich? http://www.sonyuserforum.de/galerie/..._Zahlen_kl.jpg http://www.sonyuserforum.de/galerie/...ng_004a_kl.jpg |
Musst du das unbedingt selber machen? ;)
Ich würde es zu Pego oder einem erfahreren "Schrauber" schicken, bevor ich da selber Hand anlege. Es könnte auch die Blendenmitnahme sein oder eine andere Ursache haben... |
Wenn ich die notwendige Blendengrösse von min. 11cm mit dem Durchlass am Ende vergleichst, glaube ich nicht, dass du am richtigen Weg bist. Das ist kein Geburtskanal;-)
Lass jemand dran, ders weiss oder schau, dass du ein Reparaturmanual bekommst. |
Bei der Linse würde ich auch nicht selbst Hand anlegen.
Zum lernen viel zu gut! |
Es tut mir leid das ich nun auchnoch als Selbstbastler damit komme, aber ICH würd mich auch nich dran trauen ^^
Wenn aber doch schraub einfach alles ab was du siehst und dokumentiere mit nem Foto idealerweise ^^ Schön sauber alles hinlegen und dann einfahc durcharbeiten. Konkret gehts weiter indem d die "goldenen" unterlegscheinen dort rausnimmst, die AF Welle (keine ahnung wie das richtig heisst) kannst eventuell auch schon raus heben, dann die beiden shrauben die du siehst raus drehen und schauen was jeweils drunter is ^^ usw ... |
Vielen Dank für die Antworten!
Ich habe das Objektiv sehr günstig bekommen, wozu das Blendenproblem auch beigetragen hat. Das Budget für das Hobby ist momentan etwas knapp und daher habe ich beschlossen, es erstmal vorsichtig selbst zu probieren. Bei Pego habe ich schon angefragt, dort müsste ich mit mindestens 250 Euro für die Reparatur rechnen. Ich fand bisher die Qualität an der A77 im Vergleich zum 70-400G auch nicht so granatenmäßig, so dass ich nur begrenzt in das Objektiv investieren möchte. Selbstverständlich soll es aber durch die Reparatur keinesfalls verschlimmbessert werden. Deshalb scheue ich mich auch, es von vorn zu öffnen, weil es möglicherweise Problem beim korrekt justierten Einbau der Frontlinse oder anderer, stramm sitzender Linsen geben könnte (habe sowas von einem anderen Objektiv schon gelesen). Meine Hoffnung ist, die Sektion 1 komplett abnehmen zu können. Der Übergang von 1 zu 2 ist auch nicht enger als der von 2 zu 3, so dass der Hintereingang größenmäßig kein Problem sein sollte. Es ist nur die Fage, ob zum Ausblau der Blende nicht irgendwelche Schrauben von vorn gelöst werden müssen. Ein Servicemanual habe ich bisher leider nirgends finden können. |
http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1068632
Schau mal da rein, da schreibt einer, dass der Tubus hinten wackelt und hat ein Video gemacht. Vielleicht hilft da ja in der BEurteilung, was abgeschraubt werden kann. Das wäre bei dir zw. Sektion 3-4. |
Danke für den Hinweis. Das macht Mut. Jetzt müssen die passenden Schrauben nur noch von hinten erreichbar sein.
Um möglichst viele Leute zu erreichen, habe ich das Problem auch bei Dyxum geschildert. Dort gab es inzwischen auch schon einen guten Tipp für den nächsten Demontageschritt. http://www.dyxum.com/dforum/sigma-50...opic88451.html http://www.sonyuserforum.de/galerie/...r_Bajonett.jpg Mein Minikreutzschlitzschraubenzieher hat allerdings beim Lösen der nächsten Schrauben Schaden genommen und ich muss morgen erstmal einen Neuen kaufen. Dann sollte ich auch die Frage klären, wo ich passende Ersatzschrauben bekomme, denn nach Möglichkeit sollten die Schraubenköpfe nach der Reparatur in perfektem Zustand sein, damit man das Objetiv auch später nochmal zerlegen kann. |
Wie man anhand des Fotos erkennen kann, ist der Blendenmechanismus bei älteren Sigmas ziemlich kompliziert. Eventuell liegt hier schon der Fehler?
Wo ist den die Blende genau? Ich denke mal, daß die Blende laut deinem Übersichtsbild bei Punkt 2 sitzen dürfte. Ich hatte mal bei einen Sigma 5,6/400 Makro ein defektes Zahnrad in etwa des Bereiches 2 und da kam man problemlos von hinten ran. Solltest du die Blende von hinten herausbekommen, würde ich die Blende trotzdem komplett zerlegen und jedes Teil einzeln reinigen. Nur so hast du auf Dauer deine Ruhe. Gruß Michi |
Zitat:
Zitat:
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?...dpost&p=287791 Mein Plan ist bisher, die Blende in einem Ultraschallbad zu reinigen und zu hoffen, dass damit nachhaltig für Abhilfe gesorgt ist. |
Heute geht es weiter. Als ich mir den Übergangsbereich zwischen Sektion 1 und 2 ansah, fand ich, dass das wie eine geschraubte Hülse aussieht. Fest angefasst, gedreht und schon löste sich das Teil tatsächlich. Darunter kamen neben Dreck auch Schrauben zum Vorschein, die vermutlich das Abnehmen des gesamten Segmentes ermöglichen.
Leider sind die Köpfe von zwei der 3 Schrauben ziemlich ruiniert. Da hat wohl schonmal jemand dran gebastelt. Sie scheinen auch ziemlich fest zu sitzen. nun müssen sie irgendwie raus. Aber wie? Auf Ausbohren und ein neues Gewinde zu schneiden habe ich keine Lust. Stark erwärmen möchte ich hier auch nichts, wer weiß, welches Fett dann wohin laufen würde. Hier ein paar Bilder. Der Stempel lässt vermuten, dass das Objektiv von 1991 ist. http://www.sonyuserforum.de/galerie/...ng_018a_kl.jpg http://www.sonyuserforum.de/galerie/...gung_015kl.jpg http://www.sonyuserforum.de/galerie/...gung_016kl.jpg http://www.sonyuserforum.de/galerie/...ng_020a_kl.jpg |
Ich kann zwar zu deinem eigentlichen Problem hier absolut nichts beitragen :oops:,
aber ich hätte dazu dennoch mal ein blöde Frage: Wenn das Objektiv einwandfrei arbeitet und nur die Blende langsam schliesst, kann ich zwar nachvollziehen, dass man das in Ordnung bringen möchte, aber: Nutzt man ein solches 500er Objektiv nicht ausschliesslich bei Offenblende? Blendet man bei den Aufnahmen damit überhaupt ab? Von daher..., zumal wenn nichtmal irgendwo Öl oder Fett zu sehen ist.... ? |
Ich habe versucht, die Köpfe damals zu rekonstruieren (scharfe Klinge und reingemeiselt) und dann mit viel Druck aufdrehen. Bei 2 gings, bei der dritten habe ich 2 Schraubenzieher abgedreht. Wenn die Klinge nicht mehr perfekten Halt hat, kannst aufhören, das wird dann nichts mehr.
Das Ausbohren von Schrauben dieser Größe und Schneiden eines neuen Gewindes ist für eine feinmechanische Werkstätte kein Problem. Ich hatte das bei der Stativbefestigung des schwarzen Riesen. Da hat damals inkl. Zerlegen und Montage (gut das ging auch einfach) 30€ gekostet. Ev. schaust mal ob eine WErkstätte für Mikroskope oder sowas in der Nähe ist. |
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Viel Glück! |
Vielen Dank für die Tipps bzgl. der Schrauben!
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Ich wollte jetzt nochmal genauer untersuchen, wie die Qualität bei welcher Blendenstufe ist, um zu sehen, ob es sich lohnt, das Objektiv auf die nächste Reise mitzunehmen (hatte mich auch nach den Mietpreisen eines Sony 4,0/500 erkundigt, aber der genannte Preis hat mir die Schuhe ausgezogen - ganz wesentlich teurer als die Miete des Pendants von Canon). Um dabei eine verlässliche Blendenposition und Belichtung zu haben, muss aber vorher die Blende wieder in Ordnung sein. Also habe ich mir gesagt, ich nehme mir Zeit und mache das ganz in Ruhe selbst und hoffe, dass ich im Forum hilfreiche Tipps bekomme. Ich könnte in der verbratenen Zeit natürlich auch meinem Beruf nachgehen und das Objektiv dann bequem reparieren lassen, aber ob Auto, Foto, Sanitärinstallation oder Elektronik, ich erledige solche Sachen gern selbst. Beim Auto lasse ich allerdings aus Bequemlichkeit und Zeitmangel inzwischen das Meiste in der Werkstatt machen. |
Ich hatte in den letzten beiden Wochen keine Zeit, mich mit dem Objektiv zu beschätigen, aber heute ging es einen kleinen Schritt weiter.
Zitat:
Überwürfe Sektionen 2 und 3 http://www.sonyuserforum.de/galerie/...gung_029kl.jpg Überwürfe ab http://www.sonyuserforum.de/galerie/...g_031acrkl.jpg Die Fokusscala wurde nach der Justierung mit zwei Klebestreifen fixiert http://www.sonyuserforum.de/galerie/...gung_027kl.jpg Andere Perspektive. Die Öffnung für den einschubfiler habe ich sicherheishalber mit Tesafilm verschlosssen. http://www.sonyuserforum.de/galerie/...gung_028kl.jpg |
Ergänzung: Da das Objektiv sehr selten ist, habe ich das Thema, wie auf der letzten Seite schon beschrieben und verlinkt, auch bei Dyxum eröffnet. Inzwischen gibt auch einen Thread im Mi-Fo und bei Fred Miranda. Die Links:
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showtopic=32103 http://www.fredmiranda.com/forum/topic/1122333 |
Von dem von dir verwendeten Öl würde ich die Finger lassen. Wenn Öl dann nimm WD 40, weil es sehr dünnflüssig ist. Zum erwärmen festgeklebter Schrauben nehme ich ein Lötkolben. Dazu habe ich bei einem alten die Spitze vorn abgesägt. So kann man punktgenau erwärmen, ohne sonstiges in Mitleidenschaft zu ziehen.
Gruß Wolfgang |
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Das Erwärmen nutzt nur bei geklebten Schrauben. Der Nachteil wird sein, dass sich die Schrauben ausdehnen und dann noch fester sitzen als eh schon.
Gruß Wolfgang |
Aktualisierung:
Ich hatte mit der Reparatur länger nicht weitergemacht und das Objektiv dann vor einer Amerikareise im Herbst 2012 nur schnell wieder zugeschraubt. Anfang diese Jahres habe ich im Studio dann die optischen Eigenschaften genauer getestet. Dabei habe ich leider festgestellt, dass es leider auch deutlich dezentriert ist. Da das Objektiv aber im passend fokussierten Bereich recht gut ist, habe ich mich entschlossen, es reparieren zu lassen. Diesen Beschluss habe ich dann umgesetzt und es zu PEGO Kameratechnik geschickt. Letzte Woche kam es es zurück und gestern habe ich es im Studio geprüft. Sowohl an der A77 als auch an der A99 sind die Ergebnisse nun in Ordnung (ziemlich gut sogar). Die Reparatur der Blende und die Justierung des Objektivs haben zusammen 500 Euro zzgl. Porto gekostet. |
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