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Schneebilder am besten belichten - wie?
Hallo,
ich habe gestern beim Fotospaziergang (A55+SAL16105) im Schnee festgestellt, daß die Belichtung und der Weißabgleich bei Schnee, zumindest für mich im Moment, ziemlich schwierig ist. Anbei ein Bild mit verschiedenen Bearbeitungsstufen - wie kann man es besser machen? -> Bild in der Galerie (Bild direkt exportiert aus LR - überbelichtet) -> Bild in der Galerie (Bild automatisch entwickelt - zu dunkel) -> Bild in der Galerie (Bild automatisch entwickelt, Belichtung erhöht bis Histogramm rechts am Rand ist und Weißabgleich auf Tageslicht 5500k) |
Hey Mario,
Schneebilder sollte man gleich bei der Aufnahme etwas fetter belichten. Der Belichtungsautomatik möchte gerne im Schnitt ein 18% Grau erreichen. Das hat zur Folge, daß große, weiße Schneeflächen auch zu einem Grau mutieren. Also einfach eine positive Belichtungskorrektur vornehmen. I.d.R. ist man mit +2/3 bis +1 EV schon gut bedient. Dat Ei |
Das dritte Bild ist mit +1 in Lightroom entwickelt, wirkt für mich irgendwie immer noch zu dunkel oder muss ich mal meinen Monitor putzen?
Als Nachtrag das Bild ist in RAW mit Zeitautomatik aufgenommen. |
Hey Mario,
Zitat:
Dat Ei |
Hallo Mario,
Winterbilder finde ich auch oft schwierig. Beim Fotografieren achte ich darauf, dass das Histogramm weder links noch rechts zu sehr ausschlägt. Die Farbtemperatur hast Du mit 5500K sicher zu blau. Für mein Empfinden sollte das Bild etwa so aussehen. Grundlage der Bearbeitung war Dein 2. Bild. |
Hallo Gottlieb,
sehr interessante Bearbeitung des Bildes:top:, ich habe mal mit Lightroom versucht das Bild nachzustellen (gleich noch mit Objektivkorrektur): -> Bild in der Galerie Bin bei EBV auch noch am lernen, ich sollte wahrscheinlich öfters mal alle möglichen Regler durchprobieren.:D P.S: WB steht jetzt bei 6600K |
Zitat:
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Interessanter "Workshop" mit Erkenntnisgewinn :top:
@Mario: Deine letzte Bearbeitung finde ich klasse - sie kommt der "tatsächlichen" Stimmung (vermute ich mal) näher ;) |
Hallo Matthias,
hier habe ich noch mal eins mit kurz unter 6400K, alles drunter gleitet ins blaustichige ab, zusätzlich die Tonwerte noch angepasst: -> Bild in der Galerie |
Hey Mario,
Zitat:
Dat Ei |
Zu dem Zeitpunkt war es aber bewölkt und hat geschneit - es weit und breit kein blauer Himmel sichtbar.
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Zitat:
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Etwas nüchterner, aber vielleicht realistischer wäre es vielleicht so.
-> Bild in der Galerie In Photoshop ganz einfach zu machen. Ebene duplizieren. Danach die kopierte Ebene mit Filter/Weichzeichnen/Durchschnitt berechnen (Blur/Average) bearbeiten. Das ergibt eine farbige Fläche. Diese invertieren (STRG-I), die Ebene von Normal auf Color stellen und dann mit dem Opacity Regler so lange einregeln bis die Tonung passt. Meistens irgendwo bei 45%. dann kann man den Himmel und Boden noch bisschen abwedeln um eine homogenere Lichtsituation zu bekommen und feddich. und in groß -> Bild in der Galerie |
Hallo alberich,
das Bild kommt ehrlich gesagt den tatsächlichen Gegebenheiten am nächsten.:top: Was meinst Du mit Umstellen von Normal auf Color, ich habe bei den Bildberechnungen nur den Punkt normal bei den Füllmethoden gefunden:?: Benutzt Du farbig oder linar abwedeln:?: |
Bei den Blending Modes auf "color" stellen.
http://www.photoshopessentials.com/i...-mode-list.gif Ich arbeite mit der englischen Version und habe die Eindeutschngen jetzt nicht parat. Der Rest war klar? Filter/Weichzeichnen/Durchschnitt auf die duplizierte Ebene anwenden. Abwedeln einfach mit dem Dodge Tool Auf Midtones stellen und eine Stärke von 5% oder so. Beim Abdunkeln die ALT Taste drücken. Beim aufhellen einfachn nur die Maustaste. So bekommt man gut ein wenig mehr Zeichnung in den Himmel und hebt den Boden ein wenig hervor. |
Hallo alberich,
hab es gefunden, der Punkt heißt auf deutsch "farbig nachbelichten". Da hab ich mal was zum üben. Deine Version in groß sieht super aus:top:, ich hatte nicht gedacht das in dem Ausgangsmaterial so viel Potential steckt. Danke:top: @all auch an euch vielen Dank für die Tipps!:top: |
Zitat:
Danke nochmal für den Tipp - heute getestet mit +1 EV - :top::top: |
Wenn Du sowieso mit RAW arbeitest, gibt es noch eine Möglichkeit. Belichte unter Beachtung von Histogramm und Markierung überbelichteter Bereiche so hell wie möglich, ohne dass ausgefressene Lichter vorkommen. So werden auch dunkle Bildbereiche nicht so schnell zu knapp belichtet. Dadurch entstehen allgemein Reserven zur Nachbearbeitung. So spart man sich allzu starke Anhebungen der Helligkeit und minimiert die damit verbundene Zunahme des Bildrauschens in dunklen Bereichen.
Die richtige Belichtung suchst Du dann im RAW-Konverter aus. So belichtet kommt z.B. in Lightroom sehr oft bereits die Auto-Tonwertkorrektur zu erheblich realistischeren Bildern. |
Eben das habe ich ja heute nach dem Tipp von DAT EI ausprobiert und nach der Kontrolle des Histogramms festgestellt das die Belichtungskorrektur von +1 EV genau richtig ist - siehe da - nach der automatischen Entwicklung in Lightroom passt (fast) alles - sehr viel besser wie am Donnerstag. Und ganz wichtig der Schnee ist weiß:D.
Ich habe gestern nachdem ich Fotos (mit dem 35/F1.8) von einem Geburtstag bearbeitet habe, noch mit den verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten gespielt - so langsam wird's mit EBV. (Übrigens das 35/F1.8 ist top bei available lights (Bowling bei Schwarzlicht)- aber da erzähle ich ja nichts neues:D) |
Ich meine aber nicht unbedingt eine fixe Korrektur. Wenn Du den Wert jeweils nach der beschriebenen Methode den Gegebenheiten anpaßt, holst Du die maximalen Reserven aus dem Sensor. Wenn Schnee das ganze Bild dominiert, kann +1 EV für eine realistische Darstellung deutlich zu wenig sein. Und wenn Du vorher tatsächlich höher fahren konntest (natürlich nicht bis zum Ausfressen der Lichter), mußt Du im RAW-Konverter eher mal nach unten anstatt nach oben korrigieren.
Allerdings werden natürlich zunehmend Konturen schlechter erkennbar, wenn man zu sehr an weiß kommt... Diese Vorgehensweise ist nicht nur bei Schnee oft eine gute Hilfe bei Landschaften. Gerade z.B. beim Blick über Gebirge holt so oft schon die Automatik in Lightroom mehr aus dem Bild, als bei "normaler" Belichtung mit mehr Aufwand machbar ist. |
Klasse Tipps, die Du bisher erhalten hast! Sie sind für mich auch sehr wertvoll und ich sage Dankeschön an die EBV-Könner! :top:
Trotzdem möchte ich noch einen weiteren Tipp einbringen. Er ist dann nützlich, wenn Du KEIN RAW hast und nur ein JPG zur Verfügung steht: Es gibt für PSE und CS eine Aktion namens "Digitale Graukarte", die m.E. sehr gut arbeitet. (Gerade bei gescannten Fotos/Dias mit erheblichem Farbstich verwende ich die oft.) Von Vorteil ist, dass Du noch selbst mit den angebotenen Reglern "Gradationskurve", "selektive Farbkorrektur", "Farbbalance" und "Farbton und Sättigung", Hand anlegen kannst. Sie steht für registrierte Mitglieder hier zum kostenlosen Download zur Verfügung: http://www.psd-tutorials.de/download...oshop-elements Hier die Orig. Beschreibung der Aktion: Die Aktion "Digitale Graukarte" erzeugt am unteren Rand des zu bearbeitenden Bildes einen Streifen in der Farbe, die dem Durchschnitt aller Pixelfarben im Bild entspricht. Klickt man mit der Grauwertpipette auf diesen Streifen, so wird dieser in ein mittleres Grau umgewandelt und damit automatisch auch die Bildfarben neutralisiert. Die Aktion funktioniert natürlich nicht immer wunschgemäß, vor Allem dann, wenn im Bild kein mittleres Grau vorkommt. Die Erfolgsquote ist aber erstaunlich hoch. Am Ende der Aktion werden dem Bild einige Einstellebenen zugefügt, nämlich "Gradationskurve", "selektive Farbkorrektur", "Farbbalance" und "Farbton und Sättigung", mit denen dem Bild farblich der letzte Schliff gegeben werden kann. Hier das Ergebnis mit dieser Aktion: http://www.sonyuserforum.de/galerie/...ches_Licht.jpg Ich habe die Ebene lediglich zusätzlich noch ganz wenig mit "weiches Licht" bearbeitet. |
In Sachen Weißabgleich renn ich nur noch mit echter Graukarte herum und stelle vor Ort den richtigen Weißabgleich ein. Meine subjektive Einschätzung liegt irgendwie zu oft daneben, wie bei deinem ersten Versuche.
Ansonsten muss man auch sagen, dass eine Schneeszene bei starker Bewölkung auch schon mit dem Auge nicht so super ansehnlich aussieht. Da ist es schwer, von einen Foto mehr zu erwarten. Mit den genannten Tricks holst du da schon mehr raus, als die wahre Szene her gibt. |
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Die Tipps von alberich sind aber auch richtig klasse; z.B. kann man zusätzlich zum digitalen Weißabgleich mit abwedeln aus dem Himmel und dem Boden noch ein wenig "'rauskitzeln". @ alberich: Schönen Dank für diese Tipps |
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