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Manfredxxx 21.11.2011 09:07

A77 und Macrobilder
 
Nein eine A77 habe ich nicht, aber von Interesse wäre für mich zu wissen, wie sie bei Macro-Bilder im absoluten Nahbereich so abschneidet.

nova2005 21.11.2011 09:52

Kannst Dir ja mal Folgendes ansehen:
http://www.youtube.com/watch?v=uxW4RfKObig

Ist recht informativ.

Grüße
nova

Dylas 21.11.2011 10:07

Sehr gut funktionieren die Makros, siehe auch:

http://www.dslr-forum.de/attachment_...mentid=2028179

(Ich schaffe es leider nicht, in diesem Forum ein Bild zu posten)

Durch die hohe Auflösung sind super detailierte Bilder möglich . . .


lg
Dylas

jameek 21.11.2011 10:13

Neben dem schwenkbaren Display waren die ersten Makro-Test-Bilder für mich (anfangs) das größte "Wow-Erlebnis" mit der A77...

usch 21.11.2011 15:22

Zitat:

Zitat von Dylas (Beitrag 1252242)

Kann man nicht sehen, wenn man dort nicht angemeldet ist.

Gerade im Makrobereich sind aber 24MP auf APS-C schon arg grenzwertig – nicht aufgrund mangelnder Qualität der Kamera oder Objektive, sondern alleine durch die physikalischen Gegebenheiten. Je größer der Abbildungsmaßstab und je höher die Auflösung, desto weiter gerät man in die Zwickmühle aus zunehmener Beugung einerseits und immer geringerer Schärfentiefe andererseits.

Rechnet man das auf http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm einmal für 90mm Brennweite, Maßstab 1:1 und einen Unschärfekreis von 8µm (das ist das Doppelte des A77-Pixelabstands) durch, kommt man bei f/5,6 auf einen Schärfentiefe-Bereich von nicht einmal 0,1 Millimetern. Blendet man weiter ab, überwiegt schon die Beugungsunschärfe, blendet man weiter auf, wird die Schärfeebene noch dünner. Wenn man also nicht gerade Reproduktionen von hundertprozentig flachen Gegenständen in exakter 90°-Draufsicht macht oder extremen Aufwand mit Fokus-Stacking betreibt, werden Makros trotz der höheren Auflösung nicht nennenswert schärfer als mit der A700 oder A55. Nur aus diesem speziellen Grund eine A77 anzuschaffen, wäre also mehr oder weniger rausgeschmissenes Geld. Die sonstigen Vorzüge der A77 bleiben dadurch natürlich unberührt. ;)

TONI_B 21.11.2011 15:25

Richtige Makrobilderr habe ich noch keine gemacht, aber nachdem viele Erfordernisse der Astrofotografie gleich sind, würde ich sagen, dass sich die A77 sehr gut für Makros eignet: schwenkbares Display, manuelles Scharfstellen bei hoher Vergrößerung (Peaking), keine Erschütterungen beim Auslösen(!!), hohe Auflösung usw.

voodoo 21.11.2011 15:34

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1252388)
Gerade im Makrobereich sind aber 24MP auf APS-C schon arg grenzwertig – nicht aufgrund mangelnder Qualität der Kamera oder Objektive, sondern alleine durch die physikalischen Gegebenheiten. Je größer der Abbildungsmaßstab und je höher die Auflösung, desto weiter gerät man in die Zwickmühle aus zunehmener Beugung einerseits und immer geringerer Schärfentiefe andererseits.

Hallo,

deine Ausführungen sind zwar richtig und spannend, aber treffen meines Erachtens den Punkt nicht exakt, denn:

1. Durch die Erhöhung der Pixelauflösung wird die Tiefenschärfe des Motivs nicht beeinflusst.

2. In der schärfsten Ebene fange ich mit 24MP eben doch mehr Details ein als mit 16MP. Daher hilft der bessere Sensor doch.


Was natürlich für deine Argumentation spricht: die Ebene, in der Details für 24MP scharf abgbildet werden, ist noch schmaler als die Ebene, die scharfe 16MP liefert. Das hast du mit deiner Berechnung basierend auf dem Pixelabstand auf dem Sensor sehr gut dargestellt.

Trotzdem: mit dem 24MP-Sensor werden die Bilder nicht unschärfer als mit einem 16MP-Sensor. Im Zentrum der Schärfeebene (aber eben nur da) werden sie sogar schärfer.


Habe ich deine Aussage in etwa richtig verstanden?

VG Uli

Dylas 21.11.2011 16:10

So, jetzt habe ich es doch geschafft, ein Bild hochzuladen:

Ich meine, dass die Detailauflösung, welche die A77 bietet, gerade bei Makros hervorragend zur Geltung kommt!

lg
Dylas


-> Bild in der Galerie

usch 21.11.2011 16:12

Zitat:

Zitat von voodoo (Beitrag 1252396)
1. Durch die Erhöhung der Pixelauflösung wird die Tiefenschärfe des Motivs nicht beeinflusst.

Das kommt darauf an. "Schärfentiefe" ist ja keine Naturkonstante, sondern beschreibt den Bereich, in dem das Bild für dich persönlich scharf genug ist. Mathematisch exakt scharf ist es eh nur genau in der scharfgestellten Entfernung und gar nichts davor oder dahinter. In der analogen Kleinbild-Fotografie hat man allgemein einen Unschärfekreis von 30µm als "scharf genug" angenommen. Wenn du so rechnest, stimmt dein Satz von oben natürlich. Wenn du aber als Schärfentiefe den Bereich bezeichnest, in dem die volle Auflösung des Sensors ausgenutzt wird, dann hängt es eben doch von der Auflösung ab.

Zitat:

Zitat von voodoo (Beitrag 1252396)
Trotzdem: mit dem 24MP-Sensor werden die Bilder nicht unschärfer als mit einem 16MP-Sensor. Im Zentrum der Schärfeebene (aber eben nur da) werden sie sogar schärfer.

Ersteres hab ich auch nicht behauptet ;). Letzteres ist korrekt; man muß sich aber halt vor Augen führen, wie hauchdünn der Bereich ist, in dem die 24MP wirklich einen Vorteil bringen. Eben buchstäblich nur eine Haaresbreite.

Zitat:

Zitat von voodoo (Beitrag 1252396)
Habe ich deine Aussage in etwa richtig verstanden?

Ja, ich denke schon. :)

---------- Post added 21.11.2011 at 15:18 ----------

Zitat:

Zitat von Dylas (Beitrag 1252426)
Ich meine, dass die Detailauflösung, welche die A77 bietet, gerade bei Makros hervorragend zur Geltung kommt!

Ist das ein 100%-Crop oder auf Galeriegröße verkleinert?

wwjdo? 21.11.2011 18:22

Ich mache keine Extremmakros aber bei nierigen ISO-Werten ist die Qualität der A77 m.E. beeindruckend.

Wegen dem hohen Pixelpitch war ich zunächst auch etwas sekptisch aber am Monitor sehe ich auch beim Abblenden keinen dramatischen Schärfeverlust.

Die Diskussion ist auch ein Stück weit "akademischer" Natur.

Gerade im Freien, bei Insekten, Pilzen, Blumen, etc. kommt es mehr auf die richtige Aufnahmetechnik, das ideale Licht und Windstille an als auf ein paar Pixel mehr oder weniger...;)

Manfredxxx 21.11.2011 20:11

Ich habe mal ein Beispielbild dazu, ein ausrangiertes Teesieb, aber wer würde sich die Mühe mal machen, in gleicher Weise so vor zu gehen..... mit einer A77:?:

Volle Auflösung:

http://www.bilder-space.de/bilder/8012c0-1321898719.jpg

Hier die Erklärung dazu im Bild dargestellt.


-> Bild in der Galerie

usch 21.11.2011 21:30

D.h. Fokus-Stacking aus 177 Einzelaufnahmen im Abstand von 1/15 Millimeter? :shock:
Hast du einen Einstellschlitten mit Schrittmotor?

Manfredxxx 21.11.2011 21:34

Hallo usch, noch nicht, werde mir aber sowas selber bauen, zur zeit habe ich diesen Tisch mit manueller Einstellung.....


-> Bild in der Galerie

John W 21.11.2011 21:49

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1252388)
..., kommt man bei f/5,6 auf einen Schärfentiefe-Bereich von nicht einmal 0,1 Millimetern. Blendet man weiter ab, überwiegt schon die Beugungsunschärfe, ....

Woran ich erhebliche Zweifel anmelden möchte. Bei Makroaufnahmen macht sich bei meiner 14MP-A550 selbst bei f11.0 noch keinerlei sichtbare Beugungsunschärfe bemerkbar, obwohl sie auch hier nach Krause bei 8 schon vorhanden sein soll. Blende 16 ist i.d.R. noch gut verwendbar, und die gewonnene Schärfentiefe ist bei genügend Licht (für mich) von größerem Vorteil.

Ist es nicht wohl manchmal auch ein Vorteil, ein Makroobjektiv zu benutzen das als Anfangsblende keine f2.0 oder 2.8 hat?

VG
J.

usch 21.11.2011 23:08

Zitat:

Zitat von Manfredxxx (Beitrag 1252584)
zur zeit habe ich diesen Tisch mit manueller Einstellung.....

Oha. Nuja, damit solltest du auch für die noch höhere Auflösung der A77 gerüstet sein. :top: Aber der Aufwand ... ich hätte nicht erwartet, daß tatsächlich jemand Stacking mit Zehntelmillimeterschritten oder noch kleiner macht. :shock:

Zitat:

Zitat von John W (Beitrag 1252587)
Bei Makroaufnahmen macht sich bei meiner 14MP-A550 selbst bei f11.0 noch keinerlei sichtbare Beugungsunschärfe bemerkbar, obwohl sie auch hier nach Krause bei 8 schon vorhanden sein soll.

Und ich fand bei meiner 6MP-D7D die Beugung schon bei f/11 störend ;). Die Grenze ist da fließend; zum einen hängt sie vom angestrebten Abbildungsmaßstab ab, und zum anderen hat die Beugungsunschärfe anders als der normale, scharf umrissene Unschärfefleck einen weichen Verlauf, der sich erst mal als Verlust von Mikrokontrast bemerkbar macht. Einen Teil davon kann man durch Nachschärfen sicher wieder auffangen.

Zitat:

Zitat von John W (Beitrag 1252587)
Ist es nicht wohl manchmal auch ein Vorteil, ein Makroobjektiv zu benutzen das als Anfangsblende keine f2.0 oder 2.8 hat?

Zwischen f/2.0 und f/11 liegen aber noch ein paar Schritte. :) Der Balgenkopf von Minolta, der nun sicher für Makroaufnahmen optimiert ist, hat eine lichtstärke von f/4.0. Wie weit man mit der Blende gehen kann oder will, hängt wie gesagt unter anderem auch vom Abbildungsmaßstab ab.

Manfredxxx 22.11.2011 08:40

Hallo usch,
Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1252622)
Oha. Nuja, damit solltest du auch für die noch höhere Auflösung der A77 gerüstet sein. :top: Aber der Aufwand ... ich hätte nicht erwartet, daß tatsächlich jemand Stacking mit Zehntelmillimeterschritten oder noch kleiner macht. :shock:

Als Beispiel mal das Teesieb:
Nehmen wir mal an ich habe einen elektronischen Stakingbvorschub ( ginge auch manuell ) und setze den Vorschub noch mal um die Hälfte runter, dann sollte das Ergebnis noch schärfer werden.
Die Wölbung des Teesiebes an sich, hatte die 177 Aufnahmen zur Folge. ( waren ja nur etwa 12mm Staking - Weg ).... Aber die einzelnen Drähte im Teesieb haben ja auch eine Rundung und da nehme ich an, durch eine Verdoppelung der Aufnahmen wird dann die schärfe dieser Drähte noch mehr sichtbar, besser sein.
Klar ist auf jeden Fall, je mehr Aufnahmen desto schärfer sind die Aufnahmen dann im Gesamtergebnis.

Bin gerade mein Tisch ( mit Kameraaufbau ) erneut durch einige Umbauten am stabilisieren um den Spiegelschlag der @700 noch etwas zu dämpfen.[COLOR="RoyalBlue"]



Bin gerade mein Tisch ( mit Kameraaufbau ) erneut durch einige Umbauten am stabilisieren um den Spiegelschlag der @700 noch etwas zu dämpfen.

So der Umbau ist fertig


-> Bild in der Galerie

Gepard 22.11.2011 19:18

Ist das mit dem Pixelpitch überhaupt so richtig? Es wird dabei so getan als hätte man tatsächlich 24MP, aber das stimmt ja nur halb, den jedes Pixel wird ja bekanntlich wegen des Bayer-Filters aus mehreren Pixeln interpoliert. So ist die Fläche aus der sich die Farbinformation jeden Pixels zusammensetzt ja eigentlich größer.
Oder denke ich da völlig falsch?


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