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Porty 31.01.2022 13:32

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2232281)
I
Diese prüfen an Windkraftanlagen nur:
Leiter, Befahranlage, Kettenzügen, Kränen, Feuerlöscher, Verbandskästen, Klettergurte und Rettungsgeräte.


Es ist noch schlimmer (zumindest in Deutschland, die Regeln in der Schweiz kenne ich nicht)
Nur Befahranlagen (Aufzüge) und Krane unterliegen einer Sachverständigenprüfung.
Alle anderen Sachen müssen nur durch Sachkundige geprüft werden
Sachverständige sind Angehörige von Prüforganisationen. Sachkundige haben nur einen Sachkundigennachweis zu erbringen, dafür genügt in der Regel eine 1- Tägige Weiterbildung.
Für Leitern und Tritte, Kettenzüge, Anschlagmittel und Verbandskästen haben wir bei uns in der Firma eigene Sachkundige im Haus, das sind in der Regel Mitarbeiter der Instandhaltung. Für Feuerlöscher und Brandschutzeinrichtungen kommen aus Versicherungsgründen Fremdfirmen und Absturzsicherungen werden an den Hersteller zur Prüfung eingeschickt.
Den TÜV haben wir außerdem noch für unsere Thermoölanlagen und die große Flüssigstickstofftanks. Selbst die EX- Schutz- Anlagen und Elektroanlagen werden durch andere Firmen, meist die Hersteller, geprüft. Wobei die Elektroprüfung eh nur eine Auflage der Versicherung ist, der Prüfer muss halt eine Zulassung nach dguv v3 haben. Die Hochspannungsschaltanlagen macht der Energieversorger.


Unsere radioaktiven Strahler müssen alle 2 Jahre durch einen vom Landesamt für Umwelt bestätigten und zugelassenen Prüfer geprüft werden und wehe der Prüfbericht ist nicht rechtzeitig beim LfU. Die Leute vom LfU kommen aber ohnehin ca alle 2 Jahre überraschend und unangemeldet. und bleiben dann in der Regel auch einige Stunden......

frame 31.01.2022 20:31

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 2232123)
Da Du meinen Beitrag offensichtlich nicht zu Ende gelesen hast:

Ein, wenn Du so willst "Bashing", ist allerdings meine Interpretation von SUV:
S=Single
U=Use
V=Vehicle

Würde nur jeder dritte jemanden bei seiner Fahrt mitnehmen, der sonst sein eigenes Fahrzeug nehmen würde, hätten wir 25% weniger Fahrzeuge im Verkehr.

ok, da hast du recht, ich habe wohl rot gesehen und nicht mehr genau gelesen ;)

Prinzipiell hast du recht, aber wir befinden uns immer noch in einer Situation wo eine aggressive Infektionskrankheit grassiert und sollten froh sein über jeden der Abstand zu anderen hält, das ist vielleicht der falsche Zeitpunkt sich über sowas aufzuregen.

Ich hatte geplant ab 2020 sehr viel mehr mit der Bahn zu fahren, das wäre mit dem Job-Setup durchaus nun möglich gewesen. Und wie ist es gekommen? Ich bin überhaupt nicht mehr Bahn gefahren.

Übrigens - noch besser als Ride-Share ist es auf die Fahrten ganz zu verzichten oder sie zu verkürzen. Home-Office, arbeitsplatznahes Wohnen.

turboengine 01.02.2022 00:51

https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-17768304.html

Wenn das bis in die 30er Jahre dauert, dass die neuen Hochspannungsleitungen gebaut sind, wird das nix mit dem Kohleausstieg. Blöd gelaufen.

Gepard 01.02.2022 17:18

Mein Schwiegersohn arbeitet bei der Firma. Es ist so wie im Artikel geschrieben. Jedes einzelne Grundstück ist ein Kampf.
Dann gabs Bürerinitiativen gegen Freileitungen. Also Erdkabel. Jetzt gibts Bürgerinitiative dagegen. Vor allem Bauern wollen keine Erdkabel.
Dann der Naturschutz, da kann ein einzelner seltener Vogel zum unlösbaren Problem werden.
Das soll tatsächlich in den 30er Jahren fertig werden?

Porty 01.02.2022 19:43

Zitat:

Zitat von Gepard (Beitrag 2232539)
Dann gabs Bürerinitiativen gegen Freileitungen. Also Erdkabel. Jetzt gibts Bürgerinitiative dagegen. Vor allem Bauern wollen keine Erdkabel.
Dann der Naturschutz, da kann ein einzelner seltener Vogel zum unlösbaren Problem werden.
Das soll tatsächlich in den 30er Jahren fertig werden?

Das wird in 30 Jahren noch nicht fertig sein, wenn das so weiter geht.
Was ich bisher nicht verstanden hab, was an Freileitungen so schlimm ist, das man dafür eine Höchstspannungskabeltrasse in kauf nimmt. Ist ja auf Grund des extremen Materialaufwandes nicht mal aus Sicht des Recourcenverbrauches eine sinnvolle Option.
Interessanterweise sind die Leute, die gegen Freileitungen wettern oft genug die Selben, die am liebsten 200m hohe Windräder mitten in der Stadt hätten.


Aber vielleicht gibt es dann die kleinen dezentralen AKW´s und wir brauchen gar kein Stromnetz mehr......

jrunge 01.02.2022 20:02

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2232570)
...
Interessanterweise sind die Leute, die gegen Freileitungen wettern oft genug die Selben, die am liebsten 200m hohe Windräder mitten in der Stadt hätten.
...

Aber nicht in der Stadt, in der sie wohnen oder gar mitten vor ihrer Haustür. ;)

Gepard 01.02.2022 20:42

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2232570)
Das wird in 30 Jahren noch nicht fertig sein, wenn das so weiter geht.

Kann sein, mein Schwiegersohn rechnet damit, das er bis zu seiner Rente damit zu tun hat. :cool:

turboengine 01.02.2022 20:54

Zitat:

Zitat von Gepard (Beitrag 2232587)
Kann sein, mein Schwiegersohn rechnet damit, das er bis zu seiner Rente damit zu tun hat. :cool:

Das Problem ist aber, dass dies die Anforderungen an „Schattenkraftwerke“ in Süddeutschland erheblich erhöht. München bekommt seinen Strom bis Ende des Jahres noch vom KKW Isar 2.

Danach kommt der Strom dann wohl aus Tschechien und aus der Slowakei und nicht von der Nordsee - obwohl die Stadtwerke dort an dem Offshore-Windpark Global Tech I beteiligt sind.

Erst abschalten, dann nachdenken ist halt doof.

berlac 01.02.2022 21:24

Damit es nicht ganz so einseitig wird, beim Bau von Atomkraftwerken verschätzt man sich bei den Kosten und der Bauzeit auch gerne mal ganz massiv. Und das sogar außerhalb Deutschlands. Ist hier beim ZDF ganz gut zusammengefasst.

steve.hatton 01.02.2022 22:28

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2232590)
...

Erst abschalten, dann nachdenken ist halt doof.

Das ist mir zu einfach, denn erst wurde ein Ausstieg beschlossen, dieser später wieder revidiert und dann wurde ein neuer Ausstieg nach Fukushima im Eilverfahren durchgepeitscht, mit den dementsprechenden Kollateralschäden sprich Kosten und zudem wurde der Ausbau der erneuerbaren "wenig vorangetrieben" um es freundlich zu formulieren (10h Regel? ).

Hatte man beim "ersten Ausstieg" denn gerechnet und geplant oder auch nur gewürfelt?


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