Zitat:
Zitat von turboengine
(Beitrag 2236105)
COVID-19 wird so nun immer stärker systematisch als Todesursache überschätzt. Denn wenn die Anzahl der *Todesfälle diskutiert wird, bleibt die Grundmortalität oft ausser Acht. «Gestorben mit COVID-19» ist einfach nicht dasselbe wie «gestorben an COVID-19». Unter solchen Umständen können nur regelmässig durchgeführte Obduktionen zu einer genaueren Todesursachenstatistik und somit zu einer realistischen Letalitätseinschätzung beitragen. Das ist aber nicht Grundlage der Statistik.
|
Da haben wir tatsächlich einen "blinden Fleck" und es fehlt eine systematische Untersuchung mittels eines repräsentativen Stichprobe aller unter Corona-Verstorbenen.
Es gibt aber z.B. eine Untersuchung des UKE von im Krankenhaus Verstorbenen. Die meisten Untersuchten starben an Corona.
"Insgesamt seien vergangenes Jahr im Hamburger Institut für Rechtsmedizin von Mitte März bis zum 31. Dezember 735 Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona untersucht worden, erklärte Ondruschka. „Davon war bei 618 Fällen Covid-19 todesursächlich." Sieben Prozent der untersuchten Todesfälle seien zwar Corona-positiv gewesen, bei ihnen sei das Virus jedoch nicht die Todesursache gewesen."
Und zu einer Übersterblichkeit hat Corona auch geführt: Click
Es ist unbestreitbar, dass vor allem ältere Menschen an Covid-19 verstorben sind. Es aber deswegen zu bagatellisieren ist genauso falsch wie es zu dramatisieren. Was für mich aber immer mehr in den Vordergrund rückt ist, dass auch Menschen nicht an oder mit sondern wegen Corona sterben. So habe ich in meinem Bekanntenkreis zwei Fälle, die deren Krebsdiagnostik wegen Corona sehr, sehr schleppend verläuft und Untersuchungen immer wieder verschoben werden. Bei Krebssarten, die bekannterweise metastasierend sind, immer wieder die MRT-Termine abgesagt zu bekommen ist zermürbend.
|