![]() |
Der Park von dem ich rede, hat keine Gehege und man muss die Tiere suchen, fast wie draussen. Nur ist das Gelände begrenzt und man weiss, dass sie da irgendwo sind.
Ist eine fertige, reglementierte Ansitzhütte, im Winter vorbereitete ideale Abnsitzäste für die Vögel denn "wilder"? Wo ist die Grenze? |
Die Grenzen sind fließend. Bei mir im Revier gibt es nur eine Ansitzhütte von der er sich lohnen könnte. Ich sage bewusst könnte, weil wirklich fotografieren kann man da nicht. Die Bretter des Fußbodens dort, sind so verlegt, das sie sich sofort und bei jeder Bewegung durchbiegen und schwingen. Das ist erstens ein unangenehmes Gefühl und zweitens, da kann man weder freihändig fotografieren, noch vom Einbein oder gar vom Stativ aus, ist das für mich absolut unmöglich. Keine Ahnung ob die das mit Absicht so gemacht haben um Fotografen zu verhindern, keine Ahnung, jedenfalls unmöglich von dort aus zu fotografieren. Es gibt noch einen zweiten Unterstand, aber der ist sehr hoch über dem Boden, da ist eine richtig große Stahltreppe und der Turm ist bestimmt 10m hoch. Da kann man zwar besser stehen, aber wer will schon aus so einer Höhe Tiere fotografieren? Also ich nicht, ich bevorzuge Augenhöhe. Keine Ahnung was sich der NABU bei diesen Ansitzen gedacht hat. Ja, so gesehen ist heute fast alles grenzwertig. Das werfen von Fischen aufs Wasser um Seeadler und Milane anzulocken, genauso wie Luder auszulegen, um Bussarde oder sonstwas anzulocken. Genauso wie Mais und andere Getreide und Nussarten für andere Tiere wie Wildschweine, Eichhörnchen, keine Ahnung Füchse, Dachse und was es sonst noch so alles gibt, ich maße mir da kein Urteil an. Ich war jedenfalls das letzte mal in einem Zoo 2003 in der Stuttgarter Wilhelma und noch früher, in besagtem Wildpark, ansonsten bin ich ausschließlich Wildlife unterwegs. Auch wenn ich dafür nicht Hunderte von Kilometern weit fahre, sondern hier im Umkreis von 20km bleibe.
|
So soll das ja auch sein, jeden sein Plesierchen. Der eine das, der andere das.:top:
|
Zitat:
|
Seeehr schön aufgedröselt! :top: Ich denke (und hoffe), mit dieser Klassifizierung sollten alle, die hier regelmäßig Bilder hochladen, gut leben können (statt immer wieder aufs Neue die alten Debatten hochzukochen).
Danke, Hans-Werner! |
Hans Werner
Genau so.:top: |
Kann man so sehen, muss man nicht..
zumal auch beeinflusste Natur wildlife ist. zB meine Käuze ziehen ihren Nachwuchs in einer künstlichen Röhre hoch, kollege hat quasi das gleiche ensemble aber in einem natürlichen Loch eines obstbaumes, beide stellen werden beobachtet und gepflegt... Ich definiere es für mich daher anders: Kann das Tier selbstständig und jederzeit weg, ist es widllife (beeinflusst oder unbeeinflusst kann man da nochmal unterscheiden, ja klar) Kann es das nicht, ist es nicht wildlife, damit fällt der wildpark oder zoo eben sofort raus. der dort herumfliegende Buchfink dagegen wieder nicht Übeigens ist das eh müssig, wenn ich an florida denke, kann ich an einen dortigen reiher mit dem handy rangehen, hier brauche ich dann schon eher aufwändige tarnung. Ein mornellregenpfeiffer in skandinavien ist viel einfacher zu erwischen als der goldregenpfeiffer hier, die ziesel in Assutria sind ja fast handzahm usw... |
|
Fenster mit Zucker?
|
@eric: Ich denke, Deine Beispiele lassen sich problemlos in Hans-Werners Kategorien einordnen.
Künstliche Brutröhre bedeutet noch nicht beeinflusste Natur, wohl aber, wenn die Käuzlein zugefüttert werden - und sei es nur, um sie für ein Foto herauszulocken. Andernfalls ist es klar Wildlife. Und auch Mornellregenpfeifer oder Reiher in den Everglades sind Wildlife, solange sie dort keiner (auch kein Besucher) anfüttert. Es ist sicher ein Grenzfall, wenn Tiere keine oder nur wenig Scheu vor Menschen haben, aber eben auch keine beeinflusste Natur. Vergleichbar etwa den Robben, Pinguinen usw. auf Galapagos, den Falklandinseln oder Südgeorgien. Auch an habituierte Flachlandgorillas im Kongo-Regenwald komme ich deutlich dichter heran als an Fuchs oder Reh hier in heimischer Flur. |
Zitat:
|
Zitat:
|
den mit dem zucker kannte ich nicht , bin wohl zu jung und unbedarft dafür :crazy:
Und beeinflusste Natur heisst ja nicht kein wildlife. :D aber im endeffekt auch zweitrangig, hauptsache man hat seinen spass und die tiermotivwelt wird nicht zu stark beeinflusst.. ich denke da immer gerne an den zahmen wolf, der übers gatter sprang, das war ein siegerbild in grossen wettbewerben vor ein paar jahren, bis es raus kam :twisted: oder diese ganzen via lichtschranke geblitzen schleiereulen, die dann durch ein fenster flogen , war auch mit preis versehen, sogar ohne rücknahme.. |
Was ist an einer Lichtschranke falsch? Die beeinflusst das Tier nicht, ändert nicht sein Verhalten.
Anfüttern ändert das Verhalten der Tiere, ein Mensch in der Nähe kann auch beeiflussen. Eine Lichtschranke eher nicht. Die Frage ist, was ist das Ziel? Will ich das Tier zeigen, oder will ich es in seinem natürlichen Verhalten zeigen. Das zweite scheint mir sehr viel schwieriger, selbst wenn ich im Zelt sitze, bin ich nicht sicher, das Verhalten der Tiere nicht zu beeinflussen. Wichtige Frage, denn morgen will ich wieder zu den Bienenfressern: Was ist ein rücksichtsloser Fotograf? Wie nah kann ich ran, mit oder ohne Tarnung? Ab wann störe ich die Vögel? Woran erkenne ich eine benutzte Bruthöhle? Was ist richtig, was ist falsch? Mein letzter Platz war nur wenige Meter von einem Loch in der Uferwand entfernt. Keine Kotspuren im Sand. Hinter mir waren auch Bienenfresser zu hören. Waren / sind diese Löcher wirklich unbewohnt oder störe ich einzelne Paare um die Kolonie beobachten zu können. Wer hat die Zeit erst genau aus der Ferne zu beobachten, und erst wenn er genau verstanden hat, wie die Kolonie funktioniert, zum fotografieren näher zu kommen? Ich finde, es wird immer schwerer, je länger ich darüber nachdenke. Unsere Natur ist so wertvoll und schützendswert! Wie können wir sie in Bildern festhalten, ohne zu schaden. |
Hoi Kerstin,
ich kenne mich mit Bienenfressern nicht aus, würde mich aber sofort so umfassend wie möglich informieren, sobald ich in die Verlegenheit kommen würde, welche in eigener Regie fotografieren zu können. Die Zeit, die Tiere und ihr Verhalten zu beobachten, willst und musst du dir doch auch fürs Fotografieren nehmen. Ein Anruf bei einem netten Ornithologen mit speziellen Kenntnissen kann dir die vorausgehende Beobachtungs- und Lesezeit nett verkürzen. Meine persönlichen Erfahrungen im Bezug auf Wasseramseln: Wer früh genug da ist und sich gut genug tarnt/versteckt kann die Vögel ohne Störung beobachten. Vorteil Wasseramseln, sie sind immer mal wieder weg und es sind selten mehr als zwei in einem Revier unterwegs, wodurch es möglich ist auch tagsüber unbeobachtet auf seinen Beobachtungsposten zu schlüpfen. Der Nachteil ist bei Wasseramseln aber, dass es sehr sehr schwierig ist sich wirklich zu verstecken, sie entdecken dich, da sie in ihrem Revier jeden Stein kennen. Außer du kannst ein Tarnzelt aufstellen und stehenlassen, so dass sie sich daran gewöhnen. Aber auch wenn sie dich entdeckt haben, differenziere ich dann, ob ich sie total störe, d.h. z.B. sie stoppen ihre Fütterungsflüge oder ob sie nur kurz irritiert sind und dann weitermachen. In ersterem Fall breche ich so schnell und so ruhig wie möglich ab. Im letzteren Fall ziehe ich mich auch nach einer halben bis spätestens ganzen Stunde in einer möglichst unbeobachteten Minute zurück, so dass sie mich nicht als unmittelbare Gefahr betrachten. Nimm dir Zeit, erkunde die Gegend, entdecke tolle Ansitze und wann diese im passenden Licht erstrahlen. Wenn du dich Stück für Stück näherst, wirst du schon mitbekommen, wann sich das Verhalten der Vögel allgemein oder dir gegenüber verändert. Wenn du dazu schon wertvolle Hinweise vorher aus Gesprächen und Büchern erfahrenn konntest, dann beachte diese. Die anderen Experten hier im Threaf sollen mich bitte ergänzen oder berichtigen, denn das ist meine beisherige Vorgehensweise und ich lerne gerne dazu und möchte (unbewusste) Fehler nicht wiederholen. Beim Thema Lichtschranke und zahmer Wolf, geht es wohl eher um die korrekte Auslegung der Kriterien für eine Teilnahme am Wettbewerb. Z.B. kann man 100 Lichtschrankenfotofallen gleichzeitig betreiben, aber hinter einer Kamera nur einen Auslöser drücken, wäre z.B. eine Argumentationsweise.. |
Zitat:
Also rücksichtslos empfinde ich Menschen, die direkt vor die Nistlöcher hocken und sich wundern, dass die Vögel nicht mehr ein- und ausfliegen. Bienenfresser reagieren relativ empfindlich auf Störungen und verziehen sich dann in nahegelegene Bäume. Wenn mann sich unauffällig verhält, kommen sie nach kurzer zeit wieder in die Nähe und "checken" durch verschiedene Anflüge die Lage. Wenn sie sich sicher fühlen, fliegen sie die Bruthöhlen wieder an. Sollten sie länger nicht mehr wieder kommen, sollte man seine Position verändern. Derzeit ist das noch nicht so schlimm weil sie meiner Meinung nach noch keine Jungen in der Höhle haben, später ist längeres Wegbleiben für den Nachwuchs fatal weil kein Futternachschub kommt. Ohne Tarnung würde ich nicht näher als zehn meter kommen, eher mehr. Aktive Bruthöhlen erkennt man ganz gut an den "Einflugschneisen". Am unteren Rand der Höhle bilden sich Ausbuchtungen durch die Vogelfüße. Die Höhlen sind als noch rund sondern haben am unteren Rand einen Höcker in der Mitte. |
Zitat:
klar futter auch.. logisch der 2. teil ist schwieriger.. rücksichstlos ist ein Fotograf für mich, wenn er/sie das Ziel vor augen alles ausblendet und sich keine gedanken über sein verhalten in bezug auf die tieren macht, einfach losballert. motiv im kasten weiter zur nächsten location, abgehakt. :flop: okay natürlich auch, wenn er andere fotografen einfach wegschiebt oder sich davorstellt um noch näher dranzusein.. ist aber anderes thema :shock: ja man sollte sich umfassend mit den motiven vorher befassen, sich generell informieren, beobachten erstmal, was das eigene erscheinen bewirkt, stört es, stört es kurzfristig oder eben auch langfristig. gerade beim brutgeschehen sollte man besonders sensibel sein. manchesmal sind vorbereitete stellen, ansitze sogar besser, beeinflusst ja klar, aber vor allem kontrolliert. ich mache diese (quasi nur) naturfotografie jetzt seit gut zehn jahren, seit 5 jahren aber wirklich auch erst bewusster in dem oben genannten sinne, deswegen sind es meist projekte, die ich dann eben auch länger mache, wie zB beim steinkauz aktuell wieder oder mein kl. gartenteich mit ziel eisvogel. ich gehe aber auch in eine angemietete hütte oder fahre/fliege zu locations, wo ich weiss da geht zwar beeinflusst aber eben auch kontrolliert und gerne von einem erfahrenen Menschen dort betreut. Man darf auch nie vergessen, tiere sind oft auch Opportunisten, so können beide seiten profitieren. viel erfolg bei den BF ist nur so weit weg für mich für einen kurzen trip leider... |
Ein Tag wie ein ganzer Urlaub
Sorry Leute, jetzt wird es lang.
Gestern war es auch lang. Ich bin um 5 aufgestanden und habe gegen 8 das Zelt bei den Eisfressern aufgebaut. Doch bevor es soweit war, hatte ich schon die ersten Bilder im Kasten. Ich parkte an einer Verbreiterung des Weges und dort beginnt ein langfgezogener Teich. In dem Teich lebt eine Nutriafamilie, die kennt ihr ja schon. Als ich vorbeikam lag mitten im Teich ein dunkles Etwas und hinterliess auf dem sehr ruhigen Wasser konzentrische Kreise. Als ich näher kam begann das Jungtier, es war das dunkle, zu schwimmen. Dabei machte es ein Geräusch das an eine Kuh erinnert. → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Der Albino zeigte sich auch → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Schluss damit, ich bin wegen der Vögel hier her gefahren. Also die Kamera wieder eingepackt und im nassen Gras unter dem Stacheldraht drunter durch. Noch ein paar hundert Meter über die gemähte Wiese und ich war am Ufer. Etwa einen Meter tiefer auf dem Uferkies baute ich mein Zelt auf. Die Stelle wird sicherlich nicht nur von mir besucht, es gab vor meinem ersten Besuch schon Fussspuren. Vom Weg aus ist das Zelt nicht zu sehen, das verspricht einen ruhigen Tag. Ich hatte das Zelt so konfiguriert, dass der Eingang zur Wiese zeigt und die Objektivröhre nach rechts, wo der Hauptteil der Kolonie liegt. So konnte ich es nah am Wasser hinstellen und die Flussbiegung optimal nutzen. wird fortgesetzt, wir essen erstmal. :D |
So, das Essen ist gegessen. Es gab hausgemachte Pizza (die Hälfte von mittags, Erdbeeren aus dem Garten und Schlagsahne vom Rahm der Biomilch vom Nachbarn). Nun kann ich weiter erzählen.
Die Sonne schien, die Bienenfresser flogen in der Kolonie rum und ich wartete, dass sie sich näher rantrauen. Keine bemerkenswerten Bilder sind entstanden. Dann wurden die Wolken dichter und die Bienenfresser kamen immer noch nicht nah genug. Das schöne Licht war weg. Hinter mir ein wildes, hohes Gepiepse. Ich sah zur Rückseite raus und sehe ... ... Eisvögel. Wie lange schon suche ich nach einer Gelegenheit Eisvögel zu beobachten? Die Eisvögel waren immer an denselben Stellen und mussten dort ihre Bruthöhle haben. Etwa am Ende der Bienenfresserkolonie. Ich muss zugeben, ich sass irgendwie in der Kolonie. Flussauf sind Bruthölen, flussab aber auch. In der Nähe meines Platzes habe ich auch Löcher gefunden, aber ohne aktuelle Nutzungs- und Kotspuren. Na ja, ich nehme das Stativ und stelle es an das gegenüberliegende Fenster. Die Eisvögel interessieren mich mehr, Bienenfresserbilder mache ich jedes Jahr. Der Umzug ist ein wenig beengt, aber es geht ohne die Tür zu öffnen. Ab jetzt gilt mein Hauptaugenmerk den Eisis. Die sind wirklich weit weg, mit blossem Auge gerade so sichtbar, wenn sie ihre blaue Seite zeigen. Wenn sie den Bauch zeigen, sehe ich sie nicht, obwohl ich weiss, wo sie sitzen. Ich habe 600mm plus TK 1,4 drauf und sehe sie auf dem Display. Die Bilder sind zusätzlich noch gecroppt. Ich muss beim nächsten Versuch sehen, ob ich nicht doch näher ran komme. :D → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Die sind den ganzen Tag mit Arterhaltung beschäftigt. So wie auch die Bienenfresser, bringen die Eisvögel ihrem Weibchen Futter um sie für die Paarung einzustimmen. → Bild in der Galerie Vorher, hinterher ... Nach der Paarung ist vor der Paarung. :lol::lol::lol: Übrigens, das mit dem "Futter" funktioniert bei uns Frauen auch ganz leidlich. Männer die kochen haben Erfolg. :lol: → Bild in der Galerie Mir ist nicht klar, wo die kleinen Vögel diese Fische am Stück eigentlich hinstopfen. Stellt euch das mal auf Menschenfgrösse skaliert vor! Ich hätte meinen Beitrag auch "bei den Eisfressern" betiteln können, sehr selbst. → Bild in der Galerie kurze Pause zum Hochladen Nach einer Weile |
Es gibt dort nicht nur Eisis und Bienenfresser. Ich freue mich über jede Bestimmungshilfe.
Ist das eine junge Gebirgsstelze? → Bild in der Galerie Und die? Erwachsene Gebirgsstelze? → Bild in der Galerie noch eine? → Bild in der Galerie Apropos Stelzen. Irgenwann springt mir was aufs Dach. Es wirkt leicht und wippt. Der Schatten kleiner dünner Füsschen ist auf dem Stoff sichtbar. Grandios! Es war eine junge Stelze, wie die auf den Bildern. Später fliegt ein Eisvogel direkt auf das Zelt zu. So dass ich mich frage, ob er wohl zum Fenster reinfliegen wird. Er flog weniger als einen Meter vorbei. Noch später landet etwas eher schwer auf dem Zelt, läuft kurz drauf rum. Landet dann 2-3m vor meinem Fenster. Ein Eisvogel. Er fliegt ein wenig weiter und haut dann ganz ab. Keine Bilder, so schnell war ich nicht, aber viele Emotionen. Was ist das? Ich habe keine Idee. → Bild in der Galerie Der hier hat wohl viel gepfiffen, aber ich habe kaum Regen abbekommen. Ein Flussregenpfeifer → Bild in der Galerie Den halte ich für eine Flussuferläufer → Bild in der Galerie |
Hoi, da ist ja mächtig was los.
Der ??? Vogel ist wohl eine Wiesenschafstelze. Bienenfresser und Eisvogel auf einem Foto, Eisis bei der Paarung, mehrfach. Schön, daß dein langer Stubenarrest jetzt so intensiv ausgeglichen wird. |
Hans werners kategorien kann ich nachvollziehen.Und was andere Aspekte angeht:..ich kenne das so: KEINE Fotos an Nest oder Bau. Egal, wie gut getarnt oder weit weg. In vielen Gruppen werden solche Bilder sofort ausgeschlossen.
Und ein unbekanntes Nest/Bau gilt grundsätzlich erstmal als bewohnt. Das sind sehr harte Regeln, denn manche Arten/Individuen stören sich wenig am Fotografen. Eine Stadtfuchsfähe juckt sowas zb wenig. Andere aber verlassen ihre Jungen, wenn man nur auf 50 m nahe kommt. Oder (Säuger)ziehen dann sogleich um...an einen oft gefährlicheren Ort ist also schon ein Sinn dabei. Viele Grüße Ingo |
Tolle Ausbeute :top: Eisi und Bienfresser auf einem Bild ist schon ungewöhnlich. :top: Auf dem Dach erst recht. Der Vogel den du nicht kennst, das ist eine Schafsstelze. ;)
|
"Schön, daß dein langer Stubenarrest jetzt so intensiv ausgeglichen wird. " Kiwi
Ich weiss nicht was "schlimmer" ist. :lol: Ich bin heute völlig kaputt und habe erst knapp hundert der fast tausend Bilder bearbeitet. Ok, ich habe schon sortiert und nochmal sortiert und nochmal ... Danke für die Stelze, mein Buch (Pareys Vogelbuch) kennt die nicht, jedenfalls nicht unter diesem Namen. Da gibt es nur haufenweise Schafstelzenunterarten mit lateinischen Namen. Ist das ein erwachsenes Tier? Ich sehe irgendwie nicht den typischen langen Schwanz. Es war ein irrer Tag und ich habe euch noch nicht alles gezeigt. Morgen mehr. |
Zitat:
|
ja, eher ein Schutz vor dummen Leuten. Den Specht, den man vom Spazierwaldweg aus die Jungen füttern sieht, lichte ich auch ohne Hemmungen ab. Wenn man differenzieren kann geht halt schon manches.
Viele Leute können das aber nicht oder gehen für ein gutes Foto wortwörtlich über Leichen......die sind schon eine Gefahr. Und ich verstehe auch die - gar nicht wenigen- Fotografen, die sich strikt an obige Regel halten, um keine Unkundigen Nachahmer " So ein Foto will ich auch" auf den Plan zu rufen. Dies gesagt habend: Rechts der Joggingstrecke, direkt vom Hauptwaldweg aus: → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Viele Grüße Ingo |
Hübsch, die Spechte.
Ich finde es sehr schwer zu differenzieren. Ständig muss ich mich erinnern, nicht zu weit zu gehen. Einerseits mag ich Leute nicht, die an Eulenhöhlen kratzen, damit die Tiere raussehen; andererseits denke ich darüber nach, wie ich näher an die Eisvögel rankomme. :shock: Es ist wichtig, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass wir die Tiere, die wir so gern ablichten, vor allem schützen wollen. Und dann geht der Nachbar mit seinen Kumpels und den Kötern und buddelt Füchse und Dachse aus. :twisted::crazy: |
Zitat:
Da hast aber noch was vor dir. Die bisher gesehene Ausbete lässt noch einiges erwarten. Sehr schön :top: Zitat:
|
@Schlumpf1965
Das Wort bezieht sich wirklich nur auf diese spezielle Situation und ja schon auch auf diese Hunde, die ihr Leben kläffend in Zwingern verbringen müssen und nur rauskommen um andere "schädliche" Tiere auszugraben. Ich liebe Hunde, habe ja selber einen, der zwar nicht zum Tiere Fotografieren, aber sonst mit mir auf Tour geht. Die Habe ich hier im Forum auch schon gezeigt. :D |
Bevor Flo mir das Internet abdreht, weil er online mündliche Prüfung hat, mache ich noch ein wenig weiter.
Nochmal Stelzen, → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie ein letztes Mal die Eisvögel. Gar nicht so einfach das Gleichgewicht zu halten, wenn er mit so einem grossen Fisch schubst. :lol: → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Warum bin ich eigentlich dort hin gefahren? Ach ja, fast hätte ich es vergessen, die Bienenfresser. Schliesslich habe ich sie doch noch von nahem auf die Linse bekommen. Hinter mir, dicht dran habe ich was gehört und dann endlich auch gesehen. Es ist schwer mit einer Gleitsichtbrille schräg nach hinten durch ein winziges Fenster was zu erkennen. → Bild in der Galerie Vor mir, nach einem Umzug des Zeltes an einen besseren Platz, auch nicht mehr hinter einem Grasbüschel, war ein recht beliebter Ansitz. Hier nur ein Bild, mein Lieblingsbild. → Bild in der Galerie Ich muss aufhören:( |
Sehr schön, und dein Lieblingsbild ist :top::top:.
Was mir an deiner Fotosituation so gut gefällt, ist das, was es dir als Fotograf nicht gerade leicht macht: Die Location. Es ist so richtig unbeeinflusste Natur. Ja man ist da evtl. etwas weiter weg, aber es so viel "natürlicher" , wie diese Steilabbruchkantenfotos aus z.B. der Eifel, wo erst über Jahrzehnte Bagger die Erde aufgraben unsd ausbeuten und dann siedeln sich dort irgendwann Bienenfresser an. Es ist eben nicht "der" Ansitzast, der dann bei vielen verschiedenen Fotografen auftaucht. Mir gefällts sehr. |
Peter's Post kann ich mich nur vollumfänglich anschließen. Dein Lieblingsbild finde ich auch am schönsten. Bienenfresser sind aber auch schöne Vögel.
|
Ich hatte mich an Bienenfressern fast schon satt gesehen. Es werden soviele Bienenfresser gezeigt und die Bilder ähneln sich teilweise derart frappierend, das ich sie bei Freunden und Bekannten schon gar nicht mehr angeklickt habe. Es wurde echt schon langweilig. Deine hier sind anders, mir gefallen sie deutlich besser, bin gespannt was da noch kommt. :top:
|
schöne ausbuete.. das bild "eisfresser" finde ich
zudem sehr interessant, hatte ich so noch gar nicht gesehen. muss ein sehr ergiebiges gebiet sein.. vermutlich für mich nordlicht viel zu weit, bleibe ich halt im Norden..und kümmere mich unsere vögelei :D |
Zitat:
Mach Urlaub in Frankreich und komm hier vorbei. Ich will noch prüfen, ob man da, wo ich mein Auto parke, ungestraft mit einem kleineren Camper stehen kann. Ich penne da sicher auch mal eine (warme) Sommernacht im Auto um richtig Zeit abends und morgens zu haben. Nun fehlt nur noch die Abschlusstory. Gerade nichts los, ich sehe mal Richtung Fluss aus dem Fenster. Sch...e! Da steht ja ein Reiher auf der anderen Seite im flachen Wasser. Das grosse Fenster ist zu. Ich versuche mit dem 300mm aus dem kleinen Fenster zu fotografieren. Das ist kleiner als die Frontlinse, der AF will nicht so richtig greifen und oft halte ich die Kamera nicht mittig genug und das Bild wird flau. Also langsam und leise den Reissverschluss so weit öffnen, dass ich das Objektiv ein Stück durchschieben kann. Es klappt, der Reiher hat nicht reagiert. → Bild in der Galerie Nach einer Weile fliegt er auf meine Seite und kommt immer näher. Ich wechsel auf das Zoom, kann damit aber nur manuell fokussieren. Bis auf 200mm muss ich runter, so nah war der dran. → Bild in der Galerie Was hat er da gefunden? Einen Karpfen? → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Ich weiss nicht mehr warum, aber ich fasse nach hinten, in die Ecke wo der Rucksack, die Tasche vom Zelt, meine Essensdose und der inzwischen zu warme Pullover liegen und bekomme nasse Finger. Mist, das Wasser steigt. Der Himmel sieht auch nach Gewitter aus. Der Wind ist schon seit einiger Zeit so böig, dass ich das Zelt manchmal festhalten muss. Verankert hatte ich es ja nicht. Wie auch in faustgrossen runden Steinen? Bei Gewitter flussauf oder wenn vom Stausee oberhalb (Lac de Naussac) Wasser abgelassen wird, kann der Allier sehr schnell ansteigen. Das kann auch gerade bei Trockenheit geschehen, denn das Wasser vom See fliesst über den Allier in die Loire. Es muss den Wasserstand der Loire erhalten, damit die Kernkraftwerke am Unterlauf genug Kühlwasser haben. Durch mein Zelt fliesst schon ein Rinnsal. Schade um den Reiher, ich muss schnell abbrechen und sehen, dass ich (fast) alles trocken zum Auto bekomme. Gar nicht so einfach, bei Wind das Zelt leerzumachen und es gleichzeitig am Wegfliegen zu hindern. Es hat aber noch nicht geregnet, alles ging gut. Noch ein Wort zu meiner Konfiguration. An einem Body hatte ich das Tamron 150-600, am Anfang noch mit Kenko TK 1,4 am LA-EA3 auf dem Stativ. Gedacht für ortsfeste Vögel auf die ich manuell fokussieren kann. Teils furchtbar lange Belichtungszeiten von 160stel. Ausgelöst meist mit Fernauslöser. Später wurde es heller und ich habe den Konverter rausgenommen. Dann konnte ich Serien mit kürzeren Zeiten machen. Der Fernauslöser kann keine Serienauslösung. Am zweiten Body war das 300 f4 mit LA-EA4 für Freihandaufnahmen in alle Richtungen. Das hat gut funktioniert. Ich gehe nicht über ISO 800, so toll ist die A6000 darüber nicht mehr und ich muss eigentlich immer croppen. Ich benutze bei AF praktisch nur den mittleren AF-Punkt, das ist flexibler. Die Bildaufteilung mache ich dann am PC. Belichtungsmessung mittenbetont, meist manuell korrigiert. Wenn es grenzwertig mit den Zeiten wird, wie diesmal, dann belichte ich häufig ein wenig knapper, -0,7 IL. Bei Vögeln gegen den hellen Himmel gehe ich auf +1 oder mehr. Auf allen Bodies habe ich das Zebra auf 100+ gestellt. Das finde ich sehr praktisch. Ach ja, ich benutze nie den Sucher. Alles mit Display, das ermöglicht vielseitigere Aufnahmepositionen ohne deshalb gleich in Yogahaltungen gehen zu müssen. So, das war das Beste der Ernte eines langen, wunderbaren Tages. Hoffentlich habe ich bald wieder Zeit dafür. Es soll dort ja auch Biber und Fischotter geben. Vielen Dank für eure netten Kommentare und Ratschläge, wenn ich nicht mehr weiter weiss. LG Kerstin |
@Kerstin Da hast Du ja nicht nur einen tollen Platz mit einer großen Vielfalt von Tieren gefunden, sondern auch noch tolle Bilder machen können. :top:
Die Ecke von Frankreich hatte ich bisher nicht so sehr auf dem Schirm obwohl ich gerne ins Nachbarland reise. Deine Bilder nähren auf jeden Fall meine Vermutung, dass Bienenfresser und Eisvögel im gleichen Bereich brüten können. |
Moojen Moojen
Na Kerstin, dass hat sich ja richtig gelohnt. Solch eine Artenvielfalt.:top::top: Meine Gratulation zu Deinen Bildern.:top::top: Wie weit ist das weg von Dir zuhause? Kannst Du da mal eben von jetzt auf gleich hinfahren, oder ist das zu weit weg dafür. |
Zitat:
|
Ich habe mal bei park4night geguckt.
Es scheint, dass bisher in der Gegend Womos toleriert wurden. Nicht genau auf meinem Platz, aber ich kenne die Stelle auch. Allerdings gibt es dort auch einen Anglerteich und dort ist das Übernachten verboten. Da waren wohl Vandalen zu Gange. Schade. Bis dann im nächsten Jahr. :lol::lol::lol: |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:37 Uhr. |