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BeHo 29.01.2022 14:41

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2231990)
[...]Was mich an der ganzen Diskussion stört:
Wenn es irgendwo eine konventionelle Katastrophe gibt, wird das zur Kentnis genommen und als Kollateralschaden abgehakt. [...]

Was ist eine 'konventionelle" Katastrophe?

Als Kollateralschaden abgehakt? Von mir und sehr vielen anderen - auch Verantwortlichen - sicher nicht. :roll:

Zu Deiner restlichen Polemik sage ich jetzt nichts.

Wenn Leute u.a. eine reale Gefahr für einen Super-GAU sehen, der je nach Standort extreme Auswirkungen auf das Leben in einem ganzen Land haben könnte, hat das nichts mit "ein paar Tropfen einer schwach radioaktiven Flüssigkeit" zu tun.

turboengine 29.01.2022 19:10

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2231993)
Was ist eine 'konventionelle" Katastrophe?

Sowas?

Windturbine tötet Steinadler

Zitat:

Die Organisation Freie Landschaft Schweiz zeigte sich schockiert über die Nachricht und forderte ein sofortiges zehnjähriges Moratorium für alle Windkraftprojekte, die ein potenzielles Risiko für die Vogelwelt darstellten.
Erst mal alles stoppen. Die Standardreaktion. Und natürlich abschalten.

Klappt halt nicht auf Dauer.

turboengine 29.01.2022 19:18

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2231993)
Was ist eine 'konventionelle" Katastrophe?

Oder so? Dezentrale Stromversorgung fordert auch dezentral Tote.

https://www.berlin.de/aktuelles/berl...kraftanla.html

Alleine in Brandenburg sind in einem Jahr durch Windkraftanlagen mehr Menschen zu Tode gekommen als bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima.

Und die Unfallzahlen steigen mit den installierten Anlagen:
http://www.caithnesswindfarms.co.uk/...Statistics.htm

http://www.caithnesswindfarms.co.uk/2020%20graph.jpg
copyright Caithness Windfarm Information Forum 2021

Und das dürfte auch nicht ganz vollständig sein. Unfälle an Windanlagen werden nämlich nicht systematisch erfasst sonder viel eher systematisch vertuscht.

Zitat:

«Verschwindend geringe Zahl»

Der deutsche Bundesverband Windenergie nannte im Februar 2019 gegenüber der «Wirtschaftswoche» eine Zahl von zehn Ereignissen (Brände, Einstürze, Abbrüche) pro Jahr. Das sei «eine verschwindend geringe Zahl bei einer installierten Kapazität von 30’000 Anlagen».
Der TÜV-Verband kam aber durch eigene Recherchen auf durchschnittlich 50 gravierende Vorfälle pro Jahr an Windrädern in Deutschland. «Unfälle sind ein Sicherheitsrisiko für Menschen und Umwelt, zumal Windparks immer näher an Strassen und Siedlungen heranrücken», stellte Joachim Bühler fest, Geschäftsführer des Verbands. Für etwa die Hälfte aller deutschen Windräder seien aber keine Prüfungen nach einheitlichen Kriterien von unabhängigen Stellen vorgeschrieben.
https://www.nebelspalter.ch/todesfalle-windrad

Also: je mehr Windkraftanlagen gebaut werden, desto mehr Tote sind zu beklagen. Die Zahlen sind deutlich oberhalb dessen, was in der „normalen Industrie“ akzeptabel wäre.

Und je näher die Anlagen an Wohnsiedlungen heranrücken desto mehr Personenschäden wird es auch bei Bewohnern und Spaziergängern geben.

twolf 29.01.2022 21:02

Alles schön und gut,

Aber ein Fakt ist, wir sollten kein CO2 mehr Freisetzen, um eine Globale Erderwärmung zu Verhindern.
Und da gibt es keine Alternative Dazu.
Also sind Kohle, Gas, Erdöl Raus.

Jetzt kann man ja wir hier die Meinung vertreten die Kernkraft wäre die Alternative.

Dazu gibt es aber meiner Meinung einfach unkalkulierbare Risiken.

Endlagerung
Z.b. https://www.geo.de/natur/oekologie/3...ll-wohin-damit
Oder Störfälle
https://de.m.wikipedia.org/wiki/List...ischen_Anlagen
Reaktorsicherheit, intressant der Punkt Restrisiko.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Reaktorsicherheit

Also werden Alternativen gebraucht, das ist auch ein Fakt!

BeHo 29.01.2022 21:33

@turboengine: Wieviele Leute sind im Bau- und Instandhaltungsgewerbe insgesamt zu Schaden oder ums Leben gekommen? Was sollen diese unsinnigen Vergleiche? Beim Bau und bei Instandhaltungen von AKW gibt es keine Arbeitsunfälle?

turboengine 29.01.2022 22:00

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2232038)
Beim Bau und bei Instandhaltungen von AKW gibt es keine Arbeitsunfälle?

Nein, bei weitem nicht so viele. Insbesondere keine tödlichen.
Der letzte mir bekannte tödliche Unfall geschah beim Rückbau des KKW Isar I 2019 durch ein herabstürzendes Teil der Dampfturbinenanlage ausserhalb des Kontrollbereiches.

Postwendend gab es im Bayerischen Landtag eine Schriftliche Anfrage.

https://www.bayern.landtag.de/www/El...18_0002821.pdf

Eine schriftliche Anfrage derselben Abgeordneten zu Unfällen in Solar- oder Windkraftanlagen ist nicht auffindbar. :D

Ditmar 29.01.2022 22:16

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2232030)
Alleine in Brandenburg sind in einem Jahr durch Windkraftanlagen mehr Menschen zu Tode gekommen als bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima.

Und noch mehr durch Verkehrsunfälle, wo wollen wir anfangen bzw. aufhören solche Zahlen aufzuzählen. :cool:

Porty 29.01.2022 22:29

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2232037)
Also werden Alternativen gebraucht, das ist auch ein Fakt!

Nichts wie ran!
Fang mal an zu suchen.......
Wenn du was findest, ist dir der Nobelpreis sicher und nicht nur das....

Porty 29.01.2022 23:48

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2232038)
@turboengine: Wieviele Leute sind im Bau- und Instandhaltungsgewerbe insgesamt zu Schaden oder ums Leben gekommen? Was sollen diese unsinnigen Vergleiche? Beim Bau und bei Instandhaltungen von AKW gibt es keine Arbeitsunfälle?


Ich bin vor mitlerweile gut 3 Jahren zufällig an dem Windpark an der B466 bei Heidenheim vorbeigekommen:



Bild in der Galerie


Die Bundesstraße führt rund 100 m entfernt an dem kaputten Windrad vorbei. Waren wohl Gewitterböen die das Rotorblatt zum kollabieren gebracht haben. Hätte jedenfalls nicht in der Flugrichtung der Trümmer gerade lang fahren mögen, da kam einiges geflogen.
Ach ja, Nabenhöhe gut 100m, Blattlänge 65 m, Blattspitzengeschwindigkeit bei Volllast knapp 100 m/s. Wenn man da in der Flugbahn steht, gibt es nicht nur eine Beule im Blech, das geht durch....
Die Windräder standen vielleicht ein halbes Jahr....

kilosierra 29.01.2022 23:50

Die Alternative heisst sparen, sehr viel Energie nicht verbrauchen.
Fangen wir doch erst mal an.
Wieviel Energie liesse sich durch ein Ende von Werbung, Fernsehen, Radio, Plakate, Bildschirme und die ganze Industrie, die Werbung erzeugt, einsparen?
Wieviel, wenn Produkte wie Wasser in Flaschen, Bier, alles was es auch lokal gibt, nicht mehr rund um den Globus transportiert wird. Ich kann nicht akzeptieren dass es mitten in Europa Bier aus China, mitten im Indischen Ozean (La Réunion) Wasser aus dem Zentralmassiv zu kaufen gibt.
Wieviel mehr Energie wird verbraucht, weil viele statt Fernsehen heute streaming nutzen?
Es gibt ganz sicher noch viel mehr Einsparpotenzial, wir müssen aber endlich anfangen und jeder für sich sehen, wie viel er oder sie relativ leicht sparen können.


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