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Stealth 05.01.2014 14:03

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1532947)
Daß der vollelektronische Verschluß kommen wird, da bin ich mir auch sicher. Aber daß es ganz ohne zusätzlichen mechanischen Verschluß geht, glaube ich erst mal nicht. Wenn du den Sensor nicht extern abdunkeln kannst, hast du keine Möglichkeit mehr, Darkframes für die Langzeit-Rauschunterdrückung und die automatische Hotpixel-Erkennung aufzunehmen. Oder du müßtest dann auf dem Display einblenden "Bringen Sie jetzt für 45 Sekunden den Objektivdeckel an" und dich darauf verlassen, daß der Benutzer es auch tatsächlich tut. ;)

Ich bin nicht so technisch bewandert...waere ein ND filter a la Canon Powershot hierfür geeignet?

mrieglhofer 05.01.2014 21:04

Nein, du must es wirklich dunkel haben. Alle derzeit verwendeten elektronischen Verschlüsse (ausser bei den Handys) haben einen Hilfsverschluss. Wien schon diskutiert, muss der Chipaufbau doch deutlich anders sein, um die Zellen schnell genug auszulesen und frei bekommen.

Stealth 05.01.2014 21:45

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1533144)
Nein, du must es wirklich dunkel haben. Alle derzeit verwendeten elektronischen Verschlüsse (ausser bei den Handys) haben einen Hilfsverschluss. Wien schon diskutiert, muss der Chipaufbau doch deutlich anders sein, um die Zellen schnell genug auszulesen und frei bekommen.

Danke, man lernt nie aus...

mrHiggins 06.01.2014 04:23

du weißt nur was Hotpixel ist und was nicht wenn du sicher sein kannst dass kein Licht auf den Sensor fällt währned der darkframeaufnahme. Das macht man eben bisher mit dem Verschluss. Und mit elektronischem Verschluss geht das nicht mehr.

usch 06.01.2014 12:15

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1533144)
Alle derzeit verwendeten elektronischen Verschlüsse (ausser bei den Handys) haben einen Hilfsverschluss.

Die Nikon J1 ist ein Handy? ;)

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1533144)
Wien schon diskutiert, muss der Chipaufbau doch deutlich anders sein, um die Zellen schnell genug auszulesen und frei bekommen.

Richtig aufwendig wird das nur, wenn du das Ganze dann auch noch als Global Shutter realisieren willst (was ich bei Sony allerdings hoffe :cool:), dann brauchst du direkt auf dem Bildsensor einen Cache, der das gesamte Bild mit voller Auflösung und Farbtiefe zwischenspeichern kann. Bei einem vollelektronischen Schlitzverschluß mußt du nur eine einzige Pixelzeile cachen, hast dann allerdings wieder das Rolling-Shutter-Problem und evtl. eine unterirdische Blitzsynchronzeit (1/60 bei der J1, das ist langsamer als bei meiner fast 40 Jahre alten XE-5).

Selbst Hotpixel könnte man mit genügend Rechenleistung prinzipiell on-the-fly ermitteln, indem man die dunklen Bildteile von realen Aufnahmen analysiert - wenn sich da ein einzelnes isoliertes Pixel plötzlich um den Faktor 10 von all seinen Nachbarn unterscheidet, ist das wohl ein Kandidat für die Defektliste.

Das Einzige, was wirklich einen mechanischen Verschluß voraussetzt, ist halt die Langzeit-Rauschunterdrückung mittels Darkframe. Da das Langzeitrauschen gleichzeitig von Belichtungszeit, ISO, Temperatur und evtl. Alterung abhängig ist, glaube ich kaum, daß man das mit einer werkseitigen Kalibrierung erschlagen kann, sonst könnte man der Kamera ja einfach ein paar Darkframes im Firmware-Speicher mit auf den Weg geben.

mrieglhofer 06.01.2014 15:28

Hast recht, die Nikon J1 scheint keinen Hilfsverschluss zu haben ;-)
Trotzdem traut sich eigentlich niemand so richtig drüber, das bei Kameras mit hoher Bildqualität anzugehen. Eigentlich hätten ja die RX auch sowas haben können. Trotzdem reicht mir ein Zentralverschluss aus und IC bin mir sicher, dass es nicht auf Kosten der Qualität geht.
Wobei die Mino!ta AX waren da schon revolutionär: 14 Bit Verarbeitung, elektronischer Verschluss bis 1/16000 und voll synchron beim Blitzen. Soweit sind wir 10 Jahre später bei unsere Hausmarke noch nicht ;-)

*thomasD* 06.01.2014 19:26

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1533328)
Wobei die Mino!ta AX waren da schon revolutionär: 14 Bit Verarbeitung, elektronischer Verschluss bis 1/16000 und voll synchron beim Blitzen. Soweit sind wir 10 Jahre später bei unsere Hausmarke noch nicht ;-)

Die Minolta A1 hatte einen Progressiv-CCD, heute werden CMOS verwendet. Würden heute noch CCD eingesetzt, würden wir uns über ganz andere High-ISO-Fähigkeiten unterhalten.

mrieglhofer 06.01.2014 21:56

Zitat:

Zitat von *thomasD* (Beitrag 1533420)
Die Minolta A1 hatte einen Progressiv-CCD, heute werden CMOS verwendet. Würden heute noch CCD eingesetzt, würden wir uns über ganz andere High-ISO-Fähigkeiten unterhalten.

Über welche?
Meines Wissens nach ist das Rauschen bei den CMOS deutlich stärker gewesen und der Umstieg erfolgte, da man dort die Schaltungen mit integrieren konnte. Also die Verbesserung resultierte zumindest damals ausschließlich auf der Kostenseitenund das Rauschen bekam man durch die Verarbeitung am Chip in den Griff.
z.b, ein paar Hintergründe.

stevemark 08.01.2014 17:43

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1530192)
Sofern dann der Bedarf nach Festbrennweiten über 200mm deutlich steigt, werden die Preise sich anpassen.

In der Schweiz wurden zur Zeit der A900 mehrere SAL 2.8/300mm pro Monat verkauft - in der ersten Hälfte 2013 war es ein einziges, das überdies im Zusammenhang mit dem Test des 2.8/300ers im Fotospiegel an den Mann gebracht wurde.

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1530192)
Oder ist es vielleicht so, dass die Sony Preise näher an der Realität sind, als die der Konkurrenz?

Sony verkauft seit Einstellung des OVF kaum mehr 2.8/300er (vom 4/500er reden wir gar nicht - die Schweizer Vertretung von Sony hat noch nie eins gesehen). Sony dürfte die Linsen deutlich unter Kosten abgeben - und ist dennoch weit teurer als CaNikon, da man dort grosse Stückzahlen des 2.8/300er absetzen kann.

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1530192)
Ich kann mir darüberhinaus kaum vorstellen, dass ein potentieller Profi, der ein zwei A99II Bodies, plus 20-300, 70-400, 300/2,8, 500/4 plus zwei TKs erwirbt nicht doch einen besonderen Deal erwirken kann.... sei`s beim Händler oder bei Sony im Oktober :D

Wie gesagt: In der durchaus nicht armen Schweiz (in der CH wurden etwa gleich viele A850 abgesetzt wie in D oder 10x mehr als in AU!!) konnte Sony 2013 gerade mal ein einziges 2.8/300er absetzen - für den Test im hauseigenen Fotospiegel notabene. Dass die Linse dann praktisch umgehend defekt war, Sony Schweiz dem Profifotografen kein Ersatzobjektiv stellen konnte und das Ding für ein Shooting in Afrika fehlte, pfeifen die Spatzen hierzulande auch schon vom Dach.

Träume weiter - aber die Realität sieht anders aus.

Gr Steve

chefboss 08.01.2014 18:34

Zitat:

Zitat von stevemark (Beitrag 1534146)


Wie gesagt: In der durchaus nicht armen Schweiz (in der CH wurden etwa gleich viele A850 abgesetzt wie in D oder 10x mehr als in AU!!) ...

Träume weiter - aber die Realität sieht anders aus.

Gr Steve

Hast Du genaue Zahlen von Sony oder ist das "hören sagen", durchaus vergleichbar mit "träume weiter".

Gruss, frank (ein nicht armer Schweizer ;) )


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