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BeHo 28.01.2022 22:17

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2231878)
Bernd, solange es keine funktionsfähigen Speichermöglichkeiten in den erforderlichen Größenordnung gibt, ist Solarenergie für die Versorgung eines Landes praktisch nutzlos, da hinter jedem Paneel ein Schattenkraftwerk stehen muss. Oder was meist du, was die PV momentan (21:00 Uhr) gerade zur Energieversorgung Europas beiträgt? Genau nichts....
Im Gegenteil, die vielen Solarinverter, die nachts auf Licht warten, verbrauchen auch noch Strom. Sicher nicht viel, aber die Stückzahl machts......

Ich habe mir das jetzt nicht im Detail angesehen, aber wenn Methan oder Wasserstoff mit Solarenergie in der arabischen Wüste produziert wird, ist doch das Endprodukt der Energiespeicher? Es ging nicht um PV in D.

Porty 28.01.2022 22:22

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2231879)

P.S.: CO2-Abscheidungen im Untergrund finde ich auch höchst bedenklich.


Nein, das wäre ein Verbrechen mit unkalkulierbaren Ausgang und einem Potential zu vielen Millionen Toten......

BeHo 28.01.2022 22:27

Jetzt übertreibst Du wohl. Das Risiko bestünde wohl eher in katastrophalen lokalen Ereignissen, was natürlich auch nicht gerade gut wäre.

Wie kommst Du auf die extrem hohe potentielle Opferzahl?

Ansonsten ließt sich Deine Antwort wie die eines radikalen Atomkraftgegners, wenn es statt um CO2-Abscheidungen um KKW geht. :?

Porty 28.01.2022 22:40

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2231880)
Ich habe mir das jetzt nicht im Detail angesehen, aber wenn Methan oder Wasserstoff mit Solarenergie in der arabischen Wüste produziert wird, ist doch das Endprodukt der Energiespeicher? Es ging nicht um PV in D.

Die Frage ist, wo das CO2 her kommt. Will man es aus der Luft gewinnen, ist der Energieverbrauch allein dafür aberwitzig, da man es um den Faktor von knapp 2500 anreichern und von allen anderen Spurengasen reinigen muss.
CO2 in Europa einsammeln und nach Dubai karren, ist jetzt auch nicht gerade wenig Energieaufwendig.
Das Einzige, was halbwegs vom Wirkungsgrad Sinn machen würde, wäre eine entsprechende Pipeline und die Speicherung in riesigen Salzkavernen hier in Europa. Wollte man es flüssig in Tankschiffen transportieren, wären schon mal 30% als Energieaufwand für die Verflüssigung weg und der Tanker fährt auch nicht unter Segeln.
Die Kosten dafür? Sicher gewaltig. Allein die Rohre wiegen 1500 t je km und im Gegensatz zu Erdgas braucht man teure druckwasserstoffbeständige Stähle dafür....

GerdS 28.01.2022 23:04

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2231878)
... die vielen Solarinverter, die nachts auf Licht warten, verbrauchen auch noch Strom. Sicher nicht viel, aber die Stückzahl machts......

Naja, der eine Inverter schaltet sich ab, wenn er keine Sonne hat.
Er hat nichts mit der Batterie zu tun.
Der Zweite, an der Batterie, "saugt" natürlich ein paar Watt (4 oder 6 Watt, je nach Leistungsklasse).
Generell sind meine nur von der DC-Seite versorgt.

Keine Inbetriebnahme ohne Sonne!

...nur so aus der Praxis ...damit nicht wieder nach Quellen gefragt wird.

Schon manchmal erstaunlich, wie eine Mücke zum Elefanten gemacht wird, nicht nur in Deinem Beitrag.


Viele Grüße
Gerd

Porty 28.01.2022 23:06

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2231884)
Jetzt übertreibst Du wohl. Das Risiko bestünde wohl eher in katastrophalen lokalen Ereignissen, was natürlich auch nicht gerade gut wäre.

Wie kommst Du auf die extrem hohe potentielle Opferzahl?

Ansonsten ließt sich Deine Antwort wie die eines radikalen Atomkraftgegners, wenn es statt um CO2-Abscheidungen um KKW geht. :?


Nun folgendes Szenario:
Wie oben geschrieben fallen bei einem Kohlekraftwerk der Gigawattklasse in 50 Jahren rund 1 Milliarde Tonnen CO2 an. Das ist ein halber Kubikkilometer überkritische Flüssigkeit, die irgend wo sich Untertage seinen Weg sucht und bei Gasen weiß man nie so genau, wo die am Ende sich sammeln. Findet so eine Blase dann einen plötzlichen Ausgang legt sich das kalte, schwere Gas als Teppich über den Boden. Wenn das nur 10% der Menge sind, macht das im verdampften Zustand eine Gaswolke von 50 Kubikkilometer. Und jetzt stelle dir vor, diese Wolke wird von einem leichten Wind z,b, das Neckartal oder Rheintal entlang getrieben. Oder gar übers Ruhrgebiet von West nach Ost.......
Und das Gemeine an diesen erstickenden Gasen ist, da hilft nur ein Druckluftatmer wie bei der Feuerwehr, aber der ist nach einer halben Stunde leer. Hast du den nicht, reichen 2-3 Atemzüge und du fällst tot um, da in der Lunge auch noch der im Blut befindliche Sauerstoff nach außen abgegeben wird. Klingt Gruselig? ist auch so. Wir haben bei einer Beschichtungsanlage eine mit Inertgas gespülte Kabine. Frage nicht, welchen Aufwand wir getrieben haben, dass da keiner aus Versehen rein latschen kann (Redundante Türverriegelungen, mehrere unabhängige und dazu verschiedene Gasanalysengeräte und noch einiges mehr)

BeHo 28.01.2022 23:11

@#914: Wie gesagt, habe ich es mir noch nicht angesehen. Grundsätzlich braucht es ja nur Luft und Sonne. :crazy:

Zu dem Rheintalszenario: Verkaufe die Idee doch an Roland Emmerich. Den Film werde ich mir gerne ansehen. :)

Ich bin wie gesagt auch ein Gegner von solchen Experimenten wie CO2 im Untergrund zu speichern, genauso wie ich Fracking als unverantwortlich ansehe. "Wir handeln unter Unsicherheit, aber wie hoffen das Beste."

Porty 28.01.2022 23:23

Zitat:

Zitat von GerdS (Beitrag 2231895)

Schon manchmal erstaunlich, wie eine Mücke zum Elefanten gemacht wird, nicht nur in Deinem Beitrag.
Viele Grüße
Gerd

Drei mal darfst Du raten, warum ich geschrieben habe "Sicher nicht viel"
Aber mal ehrlich, wie viele haben zur Zeit einen Akkuspeicher im Keller? Ich kenne in meiner Nachbarschaft keinen und die eh schon fragwürdigen Solarparks haben so was ohnehin nicht.
Aber klar, den Kohl macht es nicht fett....

Porty 28.01.2022 23:32

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2231899)
Zu dem Rheintalszenario: Verkaufe die Idee doch an Roland Emmerich. Den Film werde ich mir gerne ansehen. :)

Lohnt nicht, die nehmen nur Szenarien, die eh nicht eintreten können.
Als einer vorschlug, einen Film zu drehen, bei dem Terroristen einen Flieger ins WTC steuerten, haben sie auch abgelehnt.....:roll:;)

matti62 29.01.2022 00:15

Da ihr gerade schon dabei seid:

Ich suche ein Tool, mit dem man eine PV Anlage auf dem Dach simulieren kann:
Bsp.:

> Stromverbrauch derzeit
> Annahme Einspeisung durch PV
> Ausrichtung der Anlage

Das habe ich unter https://www.nfsim.eu/pv-simulator/ gefunden.

Jetzt fehlt mir allerdings eine App, Webprogramm, mit der ich simulieren kann, wieviel Strom ich mit der oben ausgrechneten PV Anlage stündlich erzeuge. Dabei kommt es mir nicht auf das Komma an. Da kann gerne eine 20% Abweichung dabei sein.

Kennt jemand so etwas?


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