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John Doe 28.01.2006 11:35

Hallo zusammen,

das Problem mit AF und verschiedenen Lichtsituationen hatten wir ja schon mal hier diskutiert, dazu hatte ich auch eine Testreihe durchgeführt. Der Fehlfocus ist dabei nicht nur von der Brennweite, sondern auch vom verwendeten Objektiv abhängig. Während ein Sigma EX 28-70DG ziemlich danebenlag, war mein Tamron 28-75/2,8 nur gering defocusiert. Bei "Tageslicht" haben aber beide exakt Focusiert. Ich habe die Vermutung (haut mich nicht) daß die Vergütung der Linsen was damit zu tun hat, evtl. auch nur deren Farbe, die halt verschiedenen Wellenlängen besser durchläßt, wie eine andere.


Gruß Uwe

Carina 28.01.2006 11:55

Zur Brennweitenabhängigkeit: ist damit die Brennweite innerhalb eines Objektivs gemeint oder die unterschiedliche Fehleranfälligkeit von Objektiven mit unterschiedlichen Brennweiten?

Ich habe bei meinen gestrigen Fotos mit dem Sigma 18-55 mal eine Statistik aufgestellt. Etwa 1/3 ist akzeptabel (insgesamt ist aber höchstens 1/5 so scharf wie ich mir das vorstelle), 2/3 sind unscharf. Errechnet man die durchschnittliche Brennweite beider Gruppen ist diese jedoch fast ident (rund 29mm). Wenn allerdings ein Foto ausnahmsweise mal "so richtig scharf" ist, dann handelt es sich dabei nie um eines im Weitwinkelbereich.

Der von dir verlinkte Thread wurde ja von diesem hier inspiriert, wenn ich mich recht erinnere... diese Leidensgeschichte zieht sich ja schon etwas länger hin....

HolgerB 28.01.2006 12:46

Genau das ist auch meine Beobachtung.

Mit dem KoMi 2.8/28-75 habe ich fast keine Probleme, der Fokus stimmt auch bei Kunstlicht fast immer, praktisch unabhängig von der eingestellten Brennweite. Die Probleme treten nur mit dem KoMi 2.8-4/17-35 und dem Tokina 3.5-4.5/20-35 (I) auf. Je kürzer die Brennweite, umso gravierender das Problem.

Allerdings glaube ich nicht, dass man den Fehler so einfach durch Justage beheben kann wie einen "echten" Fokusfehler. Warum sonst sollte mir KoMi einfach so den Body ausgetauscht haben? Ich denke, wenn es möglich wäre, hätten sie mir eher die Kamera justiert als sie zu ersetzen.

Was die Lautundspitz-Fotos betrifft, so widersprechen gelungene Aufnahmen mit dem KoMi 2.8/28-75 bzw. dem Tamron-Äquivalent (sorry, aber diese kranken Tamron-Buchstabencodes kann sich doch kein Mensch merken! ;)) meiner Beobachtung eigentlich nicht. Ich erziele mit o. g. Objektiv auch größtenteils zufriedenstellende Ergebnisse.

Ich werde mir fürderhin angewöhnen, bei entsprechendem Licht und Weitwinkel ganz einfach von Hand zu fokussieren (was allerdings ganz schön schwer ist bei 17 mm; kann schon verstehen, dass das der D7D auch schwer fällt!)

Schöne Grüße,
Holger

Fotolli 28.01.2006 12:47

Seufz, zurück zum Testen.

Aufbau: D7 auf Stativ, Motiv Batterien Größe C, Entfernung ca. 70 cm,

Fokusring beobachtet bei jeder Scharfstellung.


Objektiv KM 2,8-4 / 17-35
17-24 mm: Je nach Licht sehr unsicherer Autofokus. Stellt z. T. mehr als 50 cm (!) hinter dem Objekt scharf. Bei fast jeder Betätigung der Schärfemessung ergibt es ein anderes Scharfstellergebnis. Allerdings immer Backfokus, nie Frontfokus. Interessant: Raum stark abgedunktel, Autofokus treffsicher. Visitenkarte statt Batterie als Fokussierobjekt: Autofokus treffsicher, egal bei welchem Licht. Bei 35 mm ist der Autofokus treffsicher.

Objektiv KM 2,8 / 28-75, M 1,7 /50 Alle bei allen Lichtarten treffsicher.

Mein persönliches Fazit aus diesem kleinen Test: Das 17-35 braucht offensichtlich sehr starke Kontraste zum Scharfstellen im Weitwinkelbereich.

Das ist jetzt sicherlich kein sehr wissenschaftlicher und exakter Test, beruhigt mich aber ein wenig. Ich wollte einfach nicht glauben, dass die D7D für Innenfotus bei Kunstlich nicht geeignet sein soll. Dafür habe ich einfach schon zu viele scharfe Bilder innen gemacht.


Grüße

Oliver

markus3110 28.01.2006 23:23

Kann es sein, dass die Bauweise gewisser Objektive schuld ist? Ich habe z.B. mit meinem Tamron 24-70 Probleme. Bei 24mm sind praktisch alle Aufnahmen unscharf - egal bei welchem Licht.
Ich kann das ganz leicht testen: bei 24mm fokussieren und dann auf 70mm zoomen --> im Sucher alles unscharf! Umgekehrt aber passts: bei 70mm fokussieren und auf 24mm gehen --> Bild ist scharf!
Anscheinend misst das AF-System bei genau diesem Objektiv bei WW falsch. An meiner 700si war das Objektiv ok - vielleicht geht dem System durch den kleineren CCD ein Stückchen Messbereich ab? Wär so was möglich?
Ich habe jetzt meist das KoMi 28-105 drauf (war damals das Kit-Objektiv bei der 700si) und da sind alle Bilder bei allen Brennweiten superscharf!
lg,
Hubert

U.Schaffmeister 28.01.2006 23:34

Ich stelle die Frage jetzt mal anderst herum: Mit welchem Weitwinkel gibt es denn gar keine Probleme? Ich brauche nämlich leider mindestens 18 mm. Und wenn es nur eine Frage des Objektivs ist, dann würde ich meinen Investitionsstop durchbrechen.

MiLLHouSe 28.01.2006 23:42

@Markus

wie meinst du das, egal bei welchem Licht? Auch bei Tageslicht draußen?

Da hat meine 7D heute mit dem Sigma 24-70 optimal scharf gestellt. Am Abend, wo wieder nur das Licht der Zimmerdecke an war, war wieder fast alles unscharf, egal welche Brennweite und Blende...

PeterHadTrapp 29.01.2006 00:01

Zitat:

Zitat von schaffmeister
Ich stelle die Frage jetzt mal anderst herum: Mit welchem Weitwinkel gibt es denn gar keine Probleme? Ich brauche nämlich leider mindestens 18 mm. Und wenn es nur eine Frage des Objektivs ist, dann würde ich meinen Investitionsstop durchbrechen.

Hi Uwe

auch wenn das hart ist, aber das popelige 18-70 Kitobjektiv macht bei mir keinerlei Probbis, egal bei welchem Licht. Mit dem 17-35 kann ich die von Euch geschilderten Sachen tatsächlich nachstellen.
In Gottesdiensten habe ich fast immer nur das 28-75/2,8 (KoMi-Version) im Einsatz, das ist mir noch nie etwas dergleiche aufgefallen....

markus3110 29.01.2006 00:09

@MiLLHouSe: Ich werde morgen bei Tageslicht das Tamron 24-70 nochmal testen. Ich hab's gerade bei Glühlampenlicht probiert und es verhält sich wie beschrieben: Focus bei 24mm --> Bild ist unscharf.
Zoom auf 70mm, fokussieren und AF gedrückt halten, retour auf 24mm drehen und auslösen --> Bild ist scharf.
Morgen teste ich wie gesagt nochmal bei Tageslicht.
Hubert

Peter Heckert 29.01.2006 03:48

Infrarot - ISO
 
Hallo,

da möchte ich doch etwas in die Runde werfen:

Es gibt da wahrscheinlich ein ganzes Bündel von Effekten, die zusammenwirken.

Spielt evtl. die Infrarotdurchlässigkeit der Objektive eine Rolle?
Mit einem Infrarotsperrfilter könnte man das gut austesten.
Und bei Erfolg könnte man auch ein kleines Bruchstück eines solchen Filters vor den Fokussensor kleben, auch wenn dabei die Empfindlichkeit sinkt.

Fehlfokus habe ich auch dann festgestellt, wenn ich z.B. auf eine Münze direkt unter der Schreibtischlampe fokussiere und wenn dabei zuviele Lichtreflexe vom Tisch im Bild sind.
Ich frage mich, wie der Fokussensor auf Übersteuerung reagiert, bzw. wie das kompensiert wird. (Vermehrte Reflexe sind ja wohl bei Kunstlicht die Regel)

Ausserdem darf man auch nicht Aufnahmen mit verschiedenen ISO Werten vergleichen, denn die werden durch die Kamerafirmware unterschiedlich stark weichgezeichnet, bzw. unterschiedlich stark geschärft.

Zuguterletzt könnte es noch sein, dass die Kamera den roten Kanal weniger schärft/stärker weichzeichnet, so dass Bilder mit Glühlampenlich unschärfer wirken.

Grüsse,

Peter


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