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Porty 26.01.2022 20:16

Irgendwie erinnert mich das Ganze mehr und mehr an die Prohibition in den USA der 20er Jahre.
Es gibt eine Menge Leute, die ganz genau wissen, was sie nicht wollen und mit enormer Lautstärke an das Bauchgefühl der breiten Masse appellieren. Was ihnen nicht bewusst ist oder was sie nicht wahrhaben wollen (oder einfach nicht begreifen können), welche Nebenwirkungen sie dazu in Kauf zu nehmen haben. Was dabei rauskommt, sehen wir zumindest in Ansätzen schon jetzt, aber es wird noch viel schlimmer werden, weil ja inzwischen die Solar- und Windkraftbranche an Lobbyarbeit sich vor der Autoindustrie nicht mehr zu verstecken braucht.


Wie das "Ehrenwerte Experiment" in den USA ausgegangen ist, setze ich mal als bekannt voraus.
Der Unterschied ist nur, dass man ohne Alkohol problemlos leben kann (zumindest die Meisten), ohne Strom ist das heute etwas schwieriger.

Porty 26.01.2022 20:21

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2231352)
Grundsätzlich ist die Einsparung von CO2, erst recht bei der Energieerzeugung, keine triviale Aufgabe. Was sind Deine Vorschläge? Weiter wie bisher? Scheint mir nicht zielführend, es sei denn ich stelle mich auf den Standpunkt, nach mir die Sintflut.

Nun, was schlägst du vor, wie man CO2- Neutral Strom erzeugt und zwar so, dass wir über den Winter kommen?

berlac 26.01.2022 20:55

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2231405)
Nun, was schlägst du vor, wie man CO2- Neutral Strom erzeugt und zwar so, dass wir über den Winter kommen?

Ich bin in diesem Thread übrigens nicht der, der sagt, dass alles Mist ist. ;) Vielleicht sollten also die, die alles so viel besser Wissen dann auch mal Vorschläge machen, wie es besser geht, anstatt nur zu kritisieren.

Weil wir in einem Fotoforum sind: Nicht nur sagen, das Bild ist Mist, sondern auch, wie macht man es besser.

Ich behaupte auch nicht, dass alles gut läuft und lief. Wobei die neue Regierung jetzt schon mal erst zeigen darf, wie sie es besser macht. Nur kritisieren und alles beim Alten belassen, bringt uns aber sicher nicht weiter. Ein hoher Anteil erneuerbarer Energien ist sicher schon mal nicht ganz schlecht. Dazu braucht es aber auch die passenden Netze und Puffertechnologien. Ein hoher Anteil hier macht uns übrigens auch unabhängiger von russischen Erdgas. Aber, auf dem Weg zu mehr CO2 Neutralität wird es sicher noch eine Menge Unwägbarkeiten und auch noch die ein oder andere Kurskorrektur benötigen. Es sei denn, diejenigen die hier alles so gut wissen, sagen wie es geht, dann ist ja alles kein Problem mehr.:cool:

Porty 26.01.2022 21:34

Nun, das Problem ist schlicht und einfach, dass es keine Technologie gibt, mit der man die erforderlichen Energiemengen speichern kann.
Aber was kommt von der neuen Regierung?
Noch mehr Solarflächen, noch mehr Windräder, die anderen Probleme geht man nicht an, noch nicht mal den längst überfälligen Netzausbau.
Die einzige nicht nukleare Technologie mit Potential, Desertec, hat man warum auch immer abgewürgt.
Übrigens Messung von heute Mittag 12:30: 85 Lux, Wind 1,2 m/sek. Zu dieser Jahreszeit sind es bei Sonnenschein 20 000 Lux, im Sommer 90 000 Lux

twolf 26.01.2022 21:40

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2231405)
Nun, was schlägst du vor, wie man CO2- Neutral Strom erzeugt und zwar so, dass wir über den Winter kommen?

Die Frage ist, Haben wir Alternativen zur CO2 Reduzierung?

Es gibt die Technologien doch schon, Aber der Leidensdruck ist noch zu Gering.

z.b. Beim Heizen mit Pellet Stromerzeugen.
https://oekofen-heizung.de/Produkte/...izung_398.html

peter2tria 26.01.2022 21:40

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2231411)
...... Dazu braucht es aber auch die passenden Netze und Puffertechnologien. ...

Aber hier ist das Problem.
Die gibt es eben heute nicht für elektrische Energie.
Natürlich gibt es Ansätze, aber dann muss man diese endlich mal angehen, bevor man hier alles abschaltet.

Ich bin da der Fan von Wasserstoff bzw. von synthetischen Kraftstoffen. Nur ist bei der Erzeugung der Wirkungsgrad schlecht. Die Primärenergie, die nötig ist um Deutschland damit zu versorgen, können wir im Land nicht erzeugen. Also, dort erzeugen, wo es geht, und dann wie das Öl oder Gas importieren. Da ist der Aufschrei aber groß, dass wir wieder abhängig sind. Ja Himmekl hilf, irgendwas muss halt passieren - so oder so.
Einfach nur Kraftwerke abschalten ohne was anderes zu haben ist schon - naja.

---
Porty war schneller

twolf 26.01.2022 21:45

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2231421)
Aber hier ist das Problem.
Die gibt es eben heute nicht für elektrische Energie.
Natürlich gibt es Ansätze, aber dann muss man diese endlich mal angehen, bevor man hier alles abschaltet.

Ich bin da der Fan von Wasserstoff bzw. von synthetischen Kraftstoffen. Nur ist bei der Erzeugung der Wirkungsgrad schlecht. Die Primärenergie, die nötig ist um Deutschland damit zu versorgen, können wir im Land nicht erzeugen. Also, dort erzeugen, wo es geht, und dann wie das Öl oder Gas importieren. Da ist der Aufschrei aber groß, dass wir wieder abhängig sind. Ja Himmekl hilf, irgendwas muss halt passieren - so oder so.
Einfach nur Kraftwerke abschalten ohne was anderes zu haben ist schon - naja.

---
Porty war schneller

Die Kraftwerke sind ein Übel, Grundlast und unflexibel Laufzeiten Versperren den Zugang von anderen Technologien.
Ein Anpassen an Grüne Energie ist nicht möglich.

peter2tria 26.01.2022 21:45

und noch was, was garnicht opportun ist:

Die Wende wird teuer.
Das heißt dann, dass Verkehr und viele Güter des täglichen Lebens nochmal teurer werden. Da bekommen wir noch ein Sozialproblem.

Individualverkehr, Urlaubsreisen, .... nur noch für die wenigen, die sich es leisten können. Puh, das wird spannend.

twolf 26.01.2022 21:47

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2231423)
und noch was, was garnicht opportun ist:

Die Wende wird teuer.
Das heißt dann, dass Verkehr und viele Güter des täglichen Lebens nochmal teurer werden. Da bekommen wir noch ein Sozialproblem.

Individualverkehr, Urlaubsreisen, .... nur noch für die wenigen, die sich es leisten können. Puh, das wird spannend.

Ja der Preis ist das wir und Einschränken müssen, und das auf vielen Ebenen.
Eine Alternative gibt es nicht,
Wir werden eingehen in die Geschichte als Energie Verschwender ersten Ranges.

steve.hatton 26.01.2022 22:05

Die Frage ist, ob es nicht teurer wird, nichts zu tun.

Außerdem stellt sich die Frage, wie teuer die unterschiedlichen Produktionsverfahren wirklich sind, wenn man mal alle Subventionen mal raus- und die Spätfolgen/Umweltschäden mit einrechnet.


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