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BeHo 29.11.2021 17:58

Was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt und wird dann auch gemacht. Das sah man bisher in der Krise recht häufig. Kaum wurde ein Verbot aufgehoben und dennoch die Einhaltung der AHA- und sonstigen Regeln angemahnt, meinte ein Teil der Bevölkerung, sie könnte das Virus einfach komplett ignorieren. :roll:

Alison 29.11.2021 18:12

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2223728)
Würden die Krankenhäuser nicht überlaufen, bräuchte es die Diskussion und die härteren Maßnahmen sowieso nicht.

Wohl war. Da sind wir dann wieder bei der Frage warum es weniger Intensivplätze als vor einem Jahr gibt. Aber ich denke das wird eine rein politische Diskussion, die hier nicht angebracht ist-

Dat Ei 29.11.2021 18:22

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 2223731)
Da sind wir dann wieder bei der Frage warum es weniger Intensivplätze als vor einem Jahr gibt.

Im Wesentlichen, weil es weniger Personal aufgrund zahlreicher Kündigungen gibt. Damit mussten dann leider auch Betten abgebaut werden...


Dat Ei

BeHo 29.11.2021 18:48

Auch ohne den ungewollten Abbau gäbe es wohl jetzt langsam Probleme. Die Intensivbetten selbst stehen teilweise noch, können aber aufgrund des Personalmangels nicht belegt werden.

Dass im Gesundheitswesen dringend sinnvolle Reformen nötig sind, steht wohl außer Frage. Dennoch sind es derzeit vor allem die Impfgegner, die die Situation in den Krankenhäusern für das medizinische Personal und Patienten schier unerträglich machen.

peter2tria 29.11.2021 19:11

Da sind wir uns einig, dass es da einiges zu verbessern gibt - wobei ich da zu wenig Details habe um ehrlicherweise mitzureden.

Bitte fragt mich nicht nach der Quelle, aber ich meine, dass im Bezug auf Intensivbetten pro Einwohner Deutschland sogar sehr gut dasteht (hoffentlich keine Ente) und trotzdem die Situation jetzt.

Porty 29.11.2021 19:25

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2223728)
Bei uns geht es offensichtlich nur mit Verboten und Verpflichtungen - das Wort Gemeinschaft wird nur in der Mund genommen, wenn es einem persönlich hilft - sonst solle diese bitte bei der 'freien Entfaltung' nicht stören. Das sieht man an der Supermarktkasse oder im Straßenverkehr usw.

Verbote und Verpflichtungen allein reichen nicht, es braucht bei Nichteinhaltung Sanktionen. Sofort und vor Ort zu zahlen. Und wenn es nur 20 oder 50 € sind. Das würde wirken. Schnell und anhaltend. Siehe Tempolimits oder Sicherheitsgurtpflicht.

frame 29.11.2021 19:40

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 2223723)
Um Missverständnisse zu vermeiden: ich möchte für überhaupt keine Gruppe "Sonderpflichten". Weder für >60, noch für Ungeimpfte, noch für Schüler, Raucher oder Trump Wähler. Auch keine Impfplicht für einzelne Berunfsgruppen.

nun, ICH möchte das. Es hat sich gezeigt dass "alle tun ihren Teil" nicht funktioniert. Selbst Pflegekräfte die Hochrisikopatienten betreuen halten es nicht für nötig sich impfen zu lassen und wenn man die dann ansteckt, meine Güte, passiert halt. Die sind in dem Beruf einfach falsch.

Und es stimmt dass die Jungen auf viel mehr verzichten mussten als wir Älteren, also sehe ich überhaupt nicht dass diese Altersgruppe nun aus irgendwelchen fiktiven Ängsten heraus auf das Impfen verzichtet. Die Konsequenzen daraus gehen tatsächlich WIEDER auf die Jüngeren.
Wir haben eine viel zu niedrige Impfquote in der älteren bevölkerung, alle hatten ihre Chance freiwillig zu gehen, es hat nicht geklappt. Selbst Brasilien lacht über uns.

frame 29.11.2021 19:44

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2223734)
Im Wesentlichen, weil es weniger Personal aufgrund zahlreicher Kündigungen gibt. Damit mussten dann leider auch Betten abgebaut werden...

Richtig. Die Betten sind auch noch da, aber ein Intensivbett ohne Personal ist nur ein Bett. Dazu kommt eben noch der extrem hohe Betreuungsaufwand für Covid-Patienten.
Es ist für mich absolut nachvollziehbar dass man da nach 2 Jahren das Handtuch wirft wenn es einfach immer weiter so geht.

Natürlich könnte man jetzt versuchen die Leute mit Geld zu "zwingen" doch weiterzuarbeiten, aber wo fängt man da an und wo hört man auf?

Meiner Meinung nach wäre ein signifikanter Bonus für jede Schicht auf der Covid-Intensivstation z.B. ein Anfang. So viel dass die Leute sich drängen es zu tun. Ja, kostet Geld. Aber ein Lockdown ist teurer.

Das Problem ist nur, bei einem exponentiellen Anstieg bringen z.B. 30% mehr Intensivpersonal nur wenige Tage bis Wochen Luft ... den Anstieg MUSS man einbremsen.

guenter_w 29.11.2021 19:57

Kommt bestimmt wieder einer um die Ecke wegen meines Standpunktes, den ich seit einem Jahr unverändert vertrete!

Ohne eine - leider dann auch streng überwachte - Impfpflicht kommen wir auf absehbare Zeit nicht durch! Es wird auch dann noch Leute geben, die sich der Pflicht entziehen und/oder Impfnachweise fälschen werden, aber statistisch spielt das keine Rolle. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung hat sich in der Pandemie freiwillig oder auch zähneknirschend den Regeln gebeugt, ist aber so langsam am Ende der Geduld. Die Impfpflicht hätte spätestens im Juli, als genügend Impfstoff zur Verfügung stand, eingeführt werden müssen, genauso wie ein zentrales Impfregister. Es ist ein Hohn, lesen zu müssen, dass Schulleiter und Lehrer mit Drohungen und Anzeigen überschüttet werden, wenn sie Impfaufklärung betreiben. Die Impfquote bei 12 - 17-jährigen, der Gruppe mit der zweithöchsten Infektionsrate, beträgt noch nicht mal 50%. Impfverweigerer und Gegner betreiben einen Terrorismus, gegen den die RAF der 70er und 80er Jahre ein Klacks war. Da wird nicht die Gesellschaft gespaltet, sie wird vernichtet!

charlyone 29.11.2021 20:02

Zitat:

Zitat von jameek (Beitrag 2223711)
Die Verantwortung einer gewissen Gruppe zuzuschieben ist per se schon mal indiskutabel. Jeder Einzelne ist verantwortlich. Weder die einen mehr noch die anderen weniger.
Die 60-jährigen, die Kinder, tut alles nix zur Sache.

Das ist so eine typische Nebelkerzen-Diskussion "Ja aber die...." - NEIN: WIR ALLE.... Haben durch Demokratie Pflichten und Einschränkungen.

Hallo,

ein wahres Wort...

ES WERDEN JETZT AUCH VERMEHRT JÜNGERE UND UNGEIMPFTE ZUR iNTENSIVPFLEGE EINGELIEFERT.

Wie ich bereits geschrieben habe:
...
Eine mir bekannte Familie die heftige Impfgegner sind haben jetzt Quarantäne...
Er ist Lehrer und sie ist studierte Sozialarbeiterin.
Da fällt einem dazu nichts mehr ein, oder?
Dies ist ja fast so wie bei den einen oder anderen Freikirchlern...
...
Falls ich in einem Beruf arbeite mit viel "Publikumsverkehr" ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ich infiziert werde.
Wie haben diese o.g. Impfgeggener am Anfang getönt:
Man solle die Älteren beschränken und die Familien in Ruhe lassen.

Gruß
Charly


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