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jameek 25.11.2021 15:02

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2223210)
Das erhöht aber nicht den Personenkreis derer die Impfen können/dürfen, das sind ja dann auch wieder Ärzte-Teams. Die Schulung, um eine Impf-Spritze verpassen zu können, kann ja wohl nicht allzu aufwändig sein. Schwieriger wird da schon die Haftungsfrage sein. Wenn da die Versicherungen nicht mitziehen, wird es schwierig oder halt langwierig und kompliziert bis das gelöst ist.

Ich bin ja prinzipiell nicht gegen die Möglichkeit mit den Apotheken. Im Gegenteil: Alles was helfen kann, hilft.
Aber: Ich rechne nicht damit, dass uns das kurzfristig wirklich weiter hilft. Man muss jetzt das machen, was geht, so viel und so schnell und so unkompliziert wie es irgend nur geht. Alles andere kann man mal planen und umsetzen.

Edit: Hierzu:
Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2223211)
Ja letztendlich schon, aber die Politik hätte früher auf die Wissenschaft hören müssen und somit erkennen müssen, dass das Prinzip Freiwilligkeit, nicht reicht und hätte da früher gegensteuern müssen. Das ist jetzt natürlich leichter gesagt, als damals getan, aber trotzdem. Das war, auf Grund des Wahlkampfes, alles eine piep, piep, piep, wir uns alle lieb Politik, statt nach harten Fakten zu handeln.

100% Zustimmung. Mich hat es auch gewundert, wie alle Parteien (außer einer) die Corona Politik im Wahlkamp komplett außen vor lassen konnte. Statt zu sagen "wir würden das so und so machen" und damit auch Lösungen/Versprechen abzugeben. Nix. Als wäre das so gar kein Thema, was man irgendwie im Blick haben müsste :flop:

steve.hatton 25.11.2021 15:06

Hatten wir nicht schon in diesem Jahr Impfquoten von über 1 Mio pro Tag, auch ohne Apotheken und Tankwarte ?

Das sollte reichen.

Die Verantwortungslosigkeit der alten, oder der "Glaube" daran nicht mehr verantwortlich zu sein, und die noch nicht bestehende Verantwortlichkeit ein pot. neuen Regierung trägt leider wenig positiv bei.

Dass Corona von keiner Partei im Wahlkampf thematisiert wurde, hat meines Erachtens einen Hauptgrund: Man kann nur verlieren.
Man könnte alles auf die CDU/CSU schieben, aber ist das glaubwürdig als Koalitionspartner ? Und man möchte natürlich auch seinen potentiellen zukünftigen Koalitionspartner nicht schon vor den Verhandlungen vorführen!

Dat Ei 25.11.2021 15:10

Man darf auch nicht vergessen, dass es in seltenen Fällen nach einer Impfung zu einem anaphylaktischen Schock oder anderen Komplikationen kommen kann. Auch dafür muss Personal vor Ort anwesend sein, das medizinisch geschult ist und umgehend handeln kann.

Dat Ei

steve.hatton 25.11.2021 15:10

Das ist wohl wahr.

DiKo 25.11.2021 15:15

Und warum dürfen dann Heilpraktiker subkutane Injektionen vornehmen? :crazy:
Da hab ich meine Zweifel, ob die hinsichtlich eines Schocks hinreichend geschult sind ...

Nochmal: Allein in NRW dürfen ca. 400 Apotheken Grippeschutzimpfungen vornehmen.
Warum sollte man hier auf die Möglichkeit verzichten, auch die Corona-Schutzimpfungen vornehmen zu lassen.

Bei meinem Hausarzt ist der nächste mögliche Termin im Februar ...
Wenn ich viel Glück habe, geht es vorher beim Betriebsarzt.

Gruß, Dirk

KSO 25.11.2021 16:21

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2223218)
Man darf auch nicht vergessen, dass es in seltenen Fällen nach einer Impfung zu einem anaphylaktischen Schock oder anderen Komplikationen kommen kann. Auch dafür muss Personal vor Ort anwesend sein, das medizinisch geschult ist und umgehend handeln kann.

Dat Ei

In Israel gab es doch Bilder von mobilen Impf"teams" in Bars? Da hat sicherlich keiner auf irgendwas gewartet.
Es geht ja auch primär um Booster, da sollte die mögliche Impfreaktion eigentlich bekannt sein. ;)

frame 25.11.2021 16:56

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2223162)
Bleiben wir bei der derzeitigen Impfrate, wage ich zu prognostizieren, dass in 2-3 Jahren, wahrscheinlich aber rascher, jeder Ungeimpfte einmal infiziert gewesen sein wird.

Ich würde das anders formulieren - in absehbarer Zeit, vermutlich bis zum Früjhar werden 90-95% der Deutschen dem Virus begegnet sein - so begegnet dass man es Infektion nennen kann.

Diese Infektion wird bei Ungeimpften deutlich häufiger symptomatische oder schwere verläufe nehmen - plus long covid, wo aber ja noch gar nicht klar ist wie gut (oder sogar OB) die Impfung gegen Long Covid schützt.

D.h. nach dieser Zeit wird fast jeder eine gewisse Resistenz haben, jede Infektion fährt ja das Immunsystem hoch und wirkt wie ein Booster. Deshalb verstehe ich irgendwie nicht wieso man davon spricht in Zukunft jährliche Auffrisch-Impfungen zu machen, das ergibt bei einem endemischen Virus dem man immer wieder begegnet doch gar keinen Sinn?

Mein unqualifiziertes Bauchgefühl sagt aber es wird auch zwischendurch noch mindestens eine Immun-Escape Variante geben die die Standard-Spike-Antikörper umgeht, hoffentlich eine die fast nur noch harmlosen Schnupfen verursacht und sich dann durchsetzt.

frame 25.11.2021 17:00

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2223105)
Was hat das mit Datenschutzhysterie zu tun? Dir den Namen des positiv getesteten Teilnehmers zu nennen, wäre ein Unding. Wenn es ein Freund oder Bekannter von Dir war, der mit Dir zusammen stand, kann und sollte er es Dir persönlich sagen. Punkt.

nein, das ist eben genau NICHT so. Wenn ich weiss wer es war kann ich mein persönliches Risiko einschätzen, wie oft und nahe ich mit der Person in welchen Räumen zusammen war. Oder eben nicht. Die diffuse Warnung "da war was" nimmt doch kaum jemand so wirklich ernst bei einer grösseren Gruppe.

Was ist an der Information ob jemand positiv auf Covid getestet wird denn so besonders schützenswert, das trifft sowieso die grosse Mehrzahl der Menschen früher oder später?

BeHo 25.11.2021 17:10

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2223227)
nein, das ist eben genau NICHT so. Wenn ich weiss wer es war kann ich mein persönliches Risiko einschätzen, wie oft und nahe ich mit der Person in welchen Räumen zusammen war. Oder eben nicht. Die diffuse Warnung "da war was" nimmt doch kaum jemand so wirklich ernst bei einer grösseren Gruppe.

Was ist an der Information ob jemand positiv auf Covid getestet wird denn so besonders schützenswert, das trifft sowieso die grosse Mehrzahl der Menschen früher oder später?

Seit wann darf/sollte ein Veranstalter oder eine Firma die Daten anderer Teilnehmer oder Mitarbeiter an Zivilpersonen rausrücken? Die Rechtsauffassungen hier werden ehrlich gesagt immer abstruser.

KSO 25.11.2021 17:15

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2223226)
Ich würde das anders formulieren - in absehbarer Zeit, vermutlich bis zum Früjhar werden 90-95% der Deutschen dem Virus begegnet sein - so begegnet dass man es Infektion nennen kann.
....

Das ist ja die Basis von dem Spruch im Frühjahr sind alle geimpft, genesen oder verstorben. Das klappt aber ohne Impfplicht wohl nicht.
Überschlägig:
Wieviel fehlen uns noch? 15% = ca. 12.3 Millionen Menschen (bei 82 Mio Einwohnern)
Bis zum Frühjahr 1.5. sind es noch ca. 150 Tage (wäre schon spätes Frühjahr).
Das wären 82000 infizierte oder geimpfte täglich.
Wieviele Neuimpfungen haben wir am Tag? Aktuell 10k bis 20k?
Täglich 60000 bis 70000 Infizierte bis zum 1.5., das dürfte das Personal in den Krankenhäusern vollends zusammenbrechen lassen.

Bitte gerne meine überschlägige Rechnung korrigieren.

Edit: Gerade im Radio gehört, heute 100000 neu Geimpfte. Damit sieht es natürlich anders aus. Den Schnitt muss man aber auch erstmal halten.


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