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-   -   Das Urteil im Fall Hoeneß (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=144440)

Sonnenkind 13.03.2014 22:55

Zitat:

Zitat von mrrondi (Beitrag 1559439)
Du findest ja nur das die Drohungen anstössig - aber den Rest wie die Presse mit einem Steuersünder umgeht geht ja in Ordnung.

Jetzt hat er´s begriffen...

Dat Ei 13.03.2014 22:57

Zitat:

Zitat von mrrondi (Beitrag 1559439)
Brauchst ned - auch deine Äusserungen gegen Bayernfans scheint von deinem Niveau genügend widerzuspiegeln.

Der Pranger ist genauso daneben wie Sulidarität oder ein Hochlebenlassen auf der Jahreshauptversammlung. Wie schreibt der Spiegel so schön: ein ganz gewöhnlicher Krimineller - übrigens mit typischem Täterprofil (Stichwort Narzissmus).


Dat Ei

CB450 13.03.2014 22:59

Zitat:

Zitat von Hopser (Beitrag 1559350)
Wie passt das zusammen? In den letzten Jahren hat er auf jeden draufgehauen, der irgendwelches Fehlverhalten gezeigt hat. Dieses geschah von der Sache her sicherlich zurecht. Das tat er aber zu einem Zeitpunkt, an dem er den Keller schon voller Leichen hatte (zumindest war er schon dabei, diesen zu füllen...)

Nochmal: voller Respekt vor seinen Leistungen, aber Mitleid ist hier völlig fehl am Platz.

Deswegen sagte ich ja auch heuchlerisch und selbstgerecht.
Aber deshalb kann er mir doch persönlich leid tun, oder?
Ich verlange ja kein Generalmitleid für Uli Hoeneß.

Er verdienst seine Strafe, egal wie sie jetzt ausgefallen ist. Aber für mich ist er halt nicht das personifizierte Böse.

@Sonnenkind
Ist denn heut kein Stammtisch?

Sonnenkind 13.03.2014 23:00

Zitat:

Zitat von mrrondi (Beitrag 1559439)
Brauchst ned - auch deine Äusserungen gegen Bayernfans scheint von deinem Niveau genügend widerzuspiegeln.

Im Übrigen: Hoeneß hat seine eigenen Fans schon mehr beschimpft...
Ausschnitt von der PK kam grade gestern wieder in den Nachrichten.

Ach, ich vergaß - alles Medienhetze...

Ich hätten den Kerl zur Höchststrafe verdonnert.
Inklusive Zelle mit BVB-Bettwäsche. Und jeden Tag müsste er seine eigenen Würschteln essen...

suchm 13.03.2014 23:01

Zitat:

Zitat von mekbat (Beitrag 1559438)
Man wird nicht dümmer :top:



... und die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt ... hätte mir, nach meiner ersten Überlegung nach ebenso gereicht.

Es darf/kann aber nicht sein, das solche Leute nur mit der minimalen Angst leben müßten, bei Entdeckung ihrer Steuerschuld nur ein klein wenig mehr vom Gewinn vor der Steuerlast abgeben zu müssen - siehe Zumwinkel.

Also Haftstrafe hätte für mich hier einen absoluten Promi-Bonus-Charakter. Wenn ich einmal anschaue, welche Haftstrafen für andere verteilt werden, dann sind die 3 1/2 Jahre auch schon bedenklich gering. Nicht umsonst überlegt auch die Staatsanwaltschaft, ob sie nicht in Revision geht.

Windbreaker 13.03.2014 23:07

Ich möchte vorweg schicken, ich bin weder Bayern-Fan noch ein freund von Uli Hoeneß, ganz bestimmt nicht. Ich konnte seine teilweise großkotzige Art nie leiden und habe ihn dafür gehasst. Ich erkenne allerdings seine Lebensleistung als Fußballer, Bayern-Manager oder als Unternehmer an und habe auch Achtung vor seinem sozialen Engagement. All das hat mit seiner Steuerhinterziehung aber nichts zu tun. Er hat dadurch dem FC Bayern keinen Vorteil verschafft.

Grundsätzlich zu bedenken möchte ich aber geben: Gibt es wirklich viele Menschen in Deutschland, die nicht zumindest versucht haben, sich bei der Steuererklärung einen , wenn auch noch so winzigen Vorteil zu verschaffen ? Egal ob Klamotten versucht wurden, als Arbeitskleidung , Romane als beruflich notwendige Literatur oder Arbeitswege von 5 km als Strecke von 8 Kilometer zu deklarieren, ich glaube jeder hat schon versucht, das Finanzamt zu besch.......... Ich schließe mich dabei nicht aus.
Klar das sind andere Dimensionen aber trotzdem bleibt grundsätzlich der Tatbestand der Gleiche. Die Frage ist also, was gilt hier als Steuerhinterziehung und was nicht ?

Außerdem gibt es immer noch die Möglichkeit, sich durch eine Selbstanzeige vor einer Strafverfolgung zu retten. Nicht von der Steuerschuld sondern nur vor der Strafe ! Diese wiederum hat der Gesetzgeber ab einer Höhe von 1 Mio mit einer Gefängnisstrafe belegt.
Nicht falsch verstehen, ich halte Steuerhinterziehung nicht als ein Kavaliersdelikt aber im Prozess von Hoeneß ging es ja auch lediglich darum , ob die Selbstanzeige gültig ist oder ob nicht.
In meinem Rechtsempfinden ist sie gültig auch wenn sie nicht vollständig oder formal falsch ist. Trotzdem hat für mich Hoeneß rechtzeitig die Reißleine gezogen, gesagt dass er Fehler gemacht hat und auch zur Aufklärung beigetragen. Das alles sind für mich Argumente gegen eine Freiheitsstrafe. Soller halt eine saftige Strafe zahlen die gemeinnützigen zwecken zu Gute kommt. Von einem Steuersünder im Kittchen hat niemand etwas. Denn Hoeneß wird uns, wenn er in Freiheit verbleibt sicher nicht den Geldbeutel auf der Straße klauen oder uns um Mitternacht in einer dunklen Gasse auflauern.
Da gibt es andere Straftäter, die meiner Meinung nach für die Allgemeinheit , für Kinder oder Frauen viel gefährlicher sind und die mit einer Bewährungsstrafe wegkommen. Die sollen in den Knast, das würde uns weiterhelfen.
Strafe für Hoeneß ja, aber nicht in den Knast. das macht meiner Meinung nach keinen Sinn!

Übrigens Revision lässt sich nur einlegen, wenn rechtliche Fehler in einem Verfahren gemacht wurden (z.B. eine Selbstanzeige nicht anerkannt) Da das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft bis auf das Strafmaß gefolgt ist , sind hier keine Rechtsfehler zu beklagen und deshalb wohl auch keine Revision möglich.

Dat Ei 13.03.2014 23:16

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 1559450)
Von einem Steuersünder im Kittchen hat niemand etwas.

Die Haft soll nicht nur eine Strafe für den Täter sein, sondern auch eine abschreckende Wirkung haben.


Dat Ei

BeHo 13.03.2014 23:21

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 1559450)
[…]Gibt es wirklich viele Menschen in Deutschland, die nicht zumindest versucht haben, sich bei der Steuererklärung einen , wenn auch noch so winzigen Vorteil zu verschaffen ? Egal ob Klamotten versucht wurden, als Arbeitskleidung , Romane als beruflich notwendige Literatur oder Arbeitswege von 5 km als Strecke von 8 Kilometer zu deklarieren, ich glaube jeder hat schon versucht, das Finanzamt zu besch.......... [… ]

Ich bin wohl einer der "Blöden".

mrrondi 13.03.2014 23:22

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 1559454)
Die Haft soll nicht nur eine Strafe für den Täter sein, sondern auch eine abschreckende Wirkung haben.


Dat Ei

Da sollte vielleicht mal über die Änderung der Selbstanzeige nachgedacht werden.
Wenn Uli 50 Mio angegeben hätte - wäre er heute Freigesprochen worden.

Dat Ei 13.03.2014 23:25

Zitat:

Zitat von mrrondi (Beitrag 1559459)
Da sollte vielleicht mal über die Änderung der Selbstanzeige nachgedacht werden.
Wenn Uli 50 Mio angegeben hätte - wäre er heute Freigesprochen worden.

Nein!


Dat Ei


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