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Dat Ei |
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Aber deshalb kann er mir doch persönlich leid tun, oder? Ich verlange ja kein Generalmitleid für Uli Hoeneß. Er verdienst seine Strafe, egal wie sie jetzt ausgefallen ist. Aber für mich ist er halt nicht das personifizierte Böse. @Sonnenkind Ist denn heut kein Stammtisch? |
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Ausschnitt von der PK kam grade gestern wieder in den Nachrichten. Ach, ich vergaß - alles Medienhetze... Ich hätten den Kerl zur Höchststrafe verdonnert. Inklusive Zelle mit BVB-Bettwäsche. Und jeden Tag müsste er seine eigenen Würschteln essen... |
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Ich möchte vorweg schicken, ich bin weder Bayern-Fan noch ein freund von Uli Hoeneß, ganz bestimmt nicht. Ich konnte seine teilweise großkotzige Art nie leiden und habe ihn dafür gehasst. Ich erkenne allerdings seine Lebensleistung als Fußballer, Bayern-Manager oder als Unternehmer an und habe auch Achtung vor seinem sozialen Engagement. All das hat mit seiner Steuerhinterziehung aber nichts zu tun. Er hat dadurch dem FC Bayern keinen Vorteil verschafft.
Grundsätzlich zu bedenken möchte ich aber geben: Gibt es wirklich viele Menschen in Deutschland, die nicht zumindest versucht haben, sich bei der Steuererklärung einen , wenn auch noch so winzigen Vorteil zu verschaffen ? Egal ob Klamotten versucht wurden, als Arbeitskleidung , Romane als beruflich notwendige Literatur oder Arbeitswege von 5 km als Strecke von 8 Kilometer zu deklarieren, ich glaube jeder hat schon versucht, das Finanzamt zu besch.......... Ich schließe mich dabei nicht aus. Klar das sind andere Dimensionen aber trotzdem bleibt grundsätzlich der Tatbestand der Gleiche. Die Frage ist also, was gilt hier als Steuerhinterziehung und was nicht ? Außerdem gibt es immer noch die Möglichkeit, sich durch eine Selbstanzeige vor einer Strafverfolgung zu retten. Nicht von der Steuerschuld sondern nur vor der Strafe ! Diese wiederum hat der Gesetzgeber ab einer Höhe von 1 Mio mit einer Gefängnisstrafe belegt. Nicht falsch verstehen, ich halte Steuerhinterziehung nicht als ein Kavaliersdelikt aber im Prozess von Hoeneß ging es ja auch lediglich darum , ob die Selbstanzeige gültig ist oder ob nicht. In meinem Rechtsempfinden ist sie gültig auch wenn sie nicht vollständig oder formal falsch ist. Trotzdem hat für mich Hoeneß rechtzeitig die Reißleine gezogen, gesagt dass er Fehler gemacht hat und auch zur Aufklärung beigetragen. Das alles sind für mich Argumente gegen eine Freiheitsstrafe. Soller halt eine saftige Strafe zahlen die gemeinnützigen zwecken zu Gute kommt. Von einem Steuersünder im Kittchen hat niemand etwas. Denn Hoeneß wird uns, wenn er in Freiheit verbleibt sicher nicht den Geldbeutel auf der Straße klauen oder uns um Mitternacht in einer dunklen Gasse auflauern. Da gibt es andere Straftäter, die meiner Meinung nach für die Allgemeinheit , für Kinder oder Frauen viel gefährlicher sind und die mit einer Bewährungsstrafe wegkommen. Die sollen in den Knast, das würde uns weiterhelfen. Strafe für Hoeneß ja, aber nicht in den Knast. das macht meiner Meinung nach keinen Sinn! Übrigens Revision lässt sich nur einlegen, wenn rechtliche Fehler in einem Verfahren gemacht wurden (z.B. eine Selbstanzeige nicht anerkannt) Da das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft bis auf das Strafmaß gefolgt ist , sind hier keine Rechtsfehler zu beklagen und deshalb wohl auch keine Revision möglich. |
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Dat Ei |
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Wenn Uli 50 Mio angegeben hätte - wäre er heute Freigesprochen worden. |
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