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Irmi 07.03.2012 22:12

Und für die, die es immer noch nicht verstehen wollen:

http://www.n-tv.de/politik/Loechrige...le5698126.html

Porty 07.03.2012 22:24

Solarförderung:

ich hab jetzt die Diskussion mal grob überlesen und bin schockiert über den Hass der Anti- Atomkraftfraktion und der kaum erkennbaren Bereitschaft sich sachlichen Argumenten zu beugen...

Es dürfte bekannt sein, das die Sonne vorhersehbar nachts nicht scheint und vor allem von November bis Februar nicht viel von der Fotovoltaik kommt.
Ich hab jetzt mal grob überschlagen, wie groß das Speichervolumen eines Pumpspeicherkraftwerkes sein müsste um die Leistung EINES AKW- Blocks mit 1,2 Gigawatt für ein Vierteljahr zu überbrücken:
Etwa 9 Milliarden m³ 100 m hoch pumpen- das ist ein Fünftel des Bodenseeinhaltes bei Mittelwasser. Die Verluste durch den Wirkungsgrad bitte noch draufrechnen.
Ihr könnt ja schon mal mit den Schweizern reden.......
Wer andere Speicherkonzepte hat bitte Melden (vorher aber den Taschenrechner in die Hand nehmen)
Auch mal überlegt, welche Mengen an energieintensiv erzeugten Kupfer für die Kabel und Aluminium für die Panele da großzügig in der Umwelt verteilt werden? Zur Info: für 1 kg Kupfer werden rund eine halbe Tonne Erz aus dem Berg geholt und mit riesigen Emissionen an Schwermetallen, Arsen und Schwefel verhüttet. Das passiert allerdings nicht hier, sondern im Afrika oder Südamerika. Für einen größeren Solarpark können schon mal 100 Tonnen Kupfer zusammenkommen......

Zum Thema Stromausfälle:
Da die Solarinverter keinen sauberen Drehstrom sondern zerhackten Gleichstrom einspeisen, ist das Stromnetz immer mehr mit Oberwellen belastet, die die Verluste in Transformatoren und Leitungen stark ansteigen lassen und vor allem Hochspannungs- Erdkabel beschleunigt altern lassen.
Bei uns auf dem Firmengelände ist letztes Jahr eine 20 000 Volt Leitung ohne erkennbare Ursache hochgegangen......Zusätzlich nehmen kurzzeitige Stromausfälle von ein paar Zehntelsekunden immer mehr zu und das reicht aus, um die Steuerungen unserer Anlagen rauszuwerfen.
Bis eine Beschichtungsanlage wieder läuft, dauerts mindestens 1 Stunde und ein paar Tonnen Sondermüll gibt´s extra.....
Entschädigungen seitens der Energieversorger? - nein dafür steigende EEG
Alles für ein grünes Gewissen......

Ps: wir haben schon ein eigenes BHKW durchgerechnet, aber wir bekommen die Wärme nicht sinnvoll weg, um die Ecke steht schon eine Biogasanlage.......
Jetzt überlegt der Chef, ob er die Produktion nicht nach Östereich verlagert- bei uns arbeiten 180 Leute.....

Ps2: An alle Windkraft- und Solarfans: Wenn ihr schon Windkraft und Solar so toll findet, dann sorgt auch dafür, das die Hochspannungstrassen herkommen- Wer das eine will, muss dass andere mögen....

Michael
Staatlich bestellter Strahlenschutzbeauftragter

---------- Post added 07.03.2012 at 21:32 ----------

@ Steve Hatton


Wer mit "Ökostrom" sein Geld verdient sollte sich bei solch einer Diskussion zurückhalten!
So ist es Lobbyarbeit.

Michael

TONI_B 07.03.2012 22:39

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1292994)
Zum Thema Stromausfälle:
Da die Solarinverter keinen sauberen Drehstrom sondern zerhackten Gleichstrom einspeisen, ist das Stromnetz immer mehr mit Oberwellen belastet, die die Verluste in Transformatoren und Leitungen stark ansteigen lassen und vor allem Hochspannungs- Erdkabel beschleunigt altern lassen.

Das ist eine sehr interessante These! :flop: Die Wechselrichter der Photovoltaikanlagen speisen direkt ins 230V Netz! Wie soll sich da eine Oberwellenproblematik auf die Hochspannungsseite auswirken? Du solltest dich mal über Normen und Vorgaben der EVUs bezüglich Oberwellen informieren: die Hersteller der Wechselrichter müssen sich an die Vorgaben der EVUs halten, sonst darf nicht eingespeist werden.

Zu deinen sonstiges Auslassen erspar ich mir einen Kommentar - die sind genau so kompetent wie die Oberwellen-"Theorie"...

hanito 07.03.2012 22:44

@Porty,

Du bringst es auf den Punkt.

Das mit den Arbeitsplatzverlagerungen war erst vor 2 Tagen im BR 3 Thema.

Ein Industrieland wie Deutschland braucht eine verläßliche Energieversorgung.
Wie lange das noch so bleibt, noch habe ich Hoffnung.

wwjdo? 07.03.2012 22:49

Zitat:

ich hab jetzt die Diskussion mal grob überlesen und bin schockiert über den Hass der Anti- Atomkraftfraktion und der kaum erkennbaren Bereitschaft sich sachlichen Argumenten zu beugen...
Das erschreckt mich auch immer wieder aufs Neue! :flop:

Zitat:

Ein Industrieland wie Deutschland braucht eine verläßliche Energieversorgung.
Das ist der Punkt. Ich denke, dass wohl kaum ein Verbraucher etwas gegen "grünen Strom" hat - im Gegenteil. Aber es muss bezahlbar bleiben und darf m.E. nicht zu unnötigen Abhängigkeiten führen...

Porty 07.03.2012 23:01

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1292999)
Das ist eine sehr interessante These! :flop: Die Wechselrichter der Photovoltaikanlagen speisen direkt ins 230V Netz! Wie soll sich da eine Oberwellenproblematik auf die Hochspannungsseite auswirken? Du solltest dich mal über Normen und Vorgaben der EVUs bezüglich Oberwellen informieren: die Hersteller der Wechselrichter müssen sich an die Vorgaben der EVUs halten, sonst darf nicht eingespeist werden.

Zu deinen sonstiges Auslassen erspar ich mir einen Kommentar - die sind genau so kompetent wie die Oberwellen-"Theorie"...

Stammt nicht von mir sondern von einen leitenden Angestellten der ENBW.
Ansonsten: da ein Netztrafo nicht in Resonanz betrieben wird lässt er natürlich Oberwellen durch...
Über die Auswirkungen von 3. und 9. Oberwellen auf das Stromnetz will ich jetzt nicht reden- die heben sich im Nulleiter nicht auf sondern addieren sich, das stellt das Prinzip des Drehstromnetzes- Stromloser Nulleiter- in Frage.

Ansonsten verweise ich auf den ersten Satz meines Postings........


Michael

Irmi 07.03.2012 23:05

Hier noch ein Fernsehtip:

heute abend, ZDF 22:45 Uhr Die Fukushima-Lüge

Habe gerade einen Kurzauszug im Heute Journal gesehen, der sehr fähige Reporter Johannes Hano hat sich in die 20 km Sperrzone um Fukushima begeben. Es geht darum, wie Tepco und die Behörden das Ausmaß der Katastrophe abwiegeln.

Ich denke mal, daß uns allen dieser Beitrag sehr zu denken geben könnte.:roll:


Zur PV: sicher kann man den Bedarf damit noch nicht komplett decken, aber es heißt noch nicht. Wie geschrieben, ich hab die ersten Speicher für das Haus schon gesehen, noch Utopie, aber wir sollten forschen, denn das können wir, das sind unsere Stärken und die sollten und müssen wir nutzen um Bestand zu haben.

Porty 07.03.2012 23:07

Zitat:

Zitat von wwjdo? (Beitrag 1293015)
Das ist der Punkt. Ich denke, dass wohl kaum ein Verbraucher etwas gegen "grünen Strom" hat - im Gegenteil. Aber es muss bezahlbar bleiben und darf m.E. nicht zu unnötigen Abhängigkeiten führen...

Das schlimme ist, das für jede Solaranlage ein "Schattenkraftwerk" in Reserve stehen muss und das sind in der Regel Gasturbinen oder Gasmotoren. Eigentlich ist Erdgas viel zu schade zum verbrennen und große Mengen CO2 erzeugt´s obendrein.

Ökostrom ist doch nur Abzocke durch die EVU´s, die sich damit ihre Wasserkraftwerke vergolden lassen.

Grüße

Michael

kearny 07.03.2012 23:22

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1293024)
Stammt nicht von mir sondern von einen leitenden Angestellten der ENBW.

Klar, dass die langsam nasse Füße bekommen bei den Geschäftszahlen, die sie heute präsentiert haben, mal schauen, wie lange er noch leitender Angestellter ist:

http://www.focus.de/finanzen/news/un...id_721569.html

Und der prognostizierte Black-Out in diesem Winter ist auch ausgeblieben...

Porty 07.03.2012 23:23

Zitat:

Zitat von Irmi (Beitrag 1293025)
Zur PV: sicher kann man den Bedarf damit noch nicht komplett decken, aber es heißt noch nicht. Wie geschrieben, ich hab die ersten Speicher für das Haus schon gesehen, noch Utopie, aber wir sollten forschen, denn das können wir, das sind unsere Stärken und die sollten und müssen wir nutzen um Bestand zu haben.

Nur um die Eckdaten zu verdeutlichen:
Ich hab hier das Prospekt des neuen Ctroen E- Autos C- Zero
Batterie Li- Ion 16 Kilowattstunden
Gewicht 236 kg
Preis des Kleinwagens 35000 € (Batterie 20 000 €??)

Das reicht für den Duchschnittshaushalt ca. 1 Tag- Wie willst du damit über den Winter kommen?
Die Kapazität dürfte etwa bei 20% des theoretischen Wertes liegen, da ist mit Forschen nicht mehr sooo viel zu machen.
Strom ist halt eine sehr komprimierte Energieform und Lithium ist jetzt schon so knapp, das im Erzgebirge die alten Erzbergwerke wieder untersucht werden, um sie wieder in Betrieb zu nehmen

Grüße

Michael


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