SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Sony E-Mount Kameras (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=96)
-   -   A7riii (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=182484)

usch 02.12.2017 23:43

Es "geht hier" weder um das eine noch das andere, sondern um fragwürdige Tips zur vermeintlichen Optimierung der Kamera-Einstellungen.

Genauso unsinnig ist sein Rat, DRO auszuschalten, wenn man in RAW fotografiert. Im Gegenteil würde ich DRO gerade dann einschalten, denn es stört die Raw-Daten nicht, gibt aber im Sucher einen Eindruck davon, was man im Konverter noch aus den Schatten herausholen kann.

binbald 03.12.2017 00:02

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1961519)
denn es stört die Raw-Daten nicht

Sicher? Zwar nicht direkt, aber der Erbsenzähler in mir erinnert sich vage an Diskussionen und Tests von vor etlichen Jahren, als es eingeführt wurde. Wenn ich mich richtig erinnere, schien DRO bei P/S/A-Modus die Belichtung so zu beeinflussen, dass die Lichter nicht ausfressen, um dann mit den Schatten weiterzuarbeiten. Insofern könnte DRO auch indirekt (!) die RAW-Dateien beeinflussen, oder? Nicht, dass das jetzt schlecht wäre oder wirklich "stören" würde, aber nur mal so wegen des DRO-Prinzips nachgefragt...

usch 03.12.2017 00:42

Keine Ahnung, glaube ich aber eher nicht. Schließlich bietet die Kamera auch "DRO-Bracketing" an, dabei macht sie eine einzige Aufnahme und entwickelt daraus mehrere JPEGs mit unterschiedlichen DRO-Einstellungen. Wenn DRO die Belichtung beeinflussen würde, müsste sie dann ja stattdessen mehrmals auslösen.

aidualk 03.12.2017 09:47

DRO beeinflusst aber das (live) Histogramm. Und wenn man sich darauf verlässt, oder einem der Zusammenhang nicht bewusst ist, hat man zumindest ein etwas dunkleres RAW als man vorher dachte.
Ich denke, das meinte er mit 'indirekt' beeinflussen.

usch 03.12.2017 11:54

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1961573)
DRO beeinflusst aber das (live) Histogramm.

Das tut der gewählte Kreativmodus auch. Ich hab aber in dem Artikel keinen Hinweis gefunden, daß man da z.B. lieber "Neutral" statt "Standard" einstellen sollte, weil mit ersterem das Histogramm weniger gespreizt wird und so den tatsächlichen Dynamikumfang besser wiedergibt.

Ich bleibe dabei, daß er seine Tips vor allem deshalb nicht begründet, weil er selber keine Ahnung hat, was er da eigentlich macht. ;)

aidualk 03.12.2017 11:58

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1961619)
Ich bleibe dabei, daß er seine Tips vor allem deshalb nicht begründet, weil er selber keine Ahnung hat, was er da eigentlich macht. ;)

:lol: Ich glaube, es hat dir da auch keiner widersprochen.

Sternstrahler 03.12.2017 13:20

Bei Nikon sind die komprimierten RAW´s verlustfrei, bei Sony angeblich nicht. In welchem RAW-Format fotografiert Ihr mit Eurer 7RMIII und wieviel Bedeutung bemesst Ihr dem angeblichen Detailverlust bei komprimierten RAW-Dateien zu?

stelli 03.12.2017 13:42

Bei Nikon kann man zwischen unkomprimiert, lossless und lossy wählen. Witzigerweise sind lossless komprimierte DNGs wohl kleiner als lossy Nikons RAWs.

Für mich ist die Einsicht von Sony unkomprimierte RAWs einzuführen ein klares Anzeichen dafür, wie sehr Sony die Benutzer-Meinungen ernst nimmt. Ich, als bis vor kurzem nicht Sony-DSLM-User, kannte die Problematik gar nicht, wurde aber durch meine Kritik an den Halos in folgendem flickr-Bild Streak von Bastian.K darauf aufmerksam gemacht. Sony Fanboys wie C. Laxander bestreiten hingegen jeden Sinn dieses Features und argumentieren, dass es nur zur Beruhigung einiger weniger User, die zu extrem Nachbearbeiten müssen, eingeführt wurde...

IMHO machen 14-Bit nur Sinn wenn auch unkomprimiert. Deshalb werde ich mir eine Konfiguration für Arbeiten vom Stativ machen, die 14-Bit unkomprimiert speichert. Bei einer High-ISO Konfiguration für Street am Abend, sind 12-Bit komprimiert aber völlig ausreichend. Bei Landschaft frei Hand am Tage muss ich dann aber wohl abwägen...

usch 03.12.2017 14:39

Zitat:

Zitat von stelli (Beitrag 1961666)
kannte die Problematik gar nicht, wurde aber durch meine Kritik an den Halos in folgendem flickr-Bild Streak von Bastian.K darauf aufmerksam gemacht.

Das ist allerdings Quark. Das Bild ist eindeutig überschärft und die "Klarheit" zu weit aufgerissen, sonst nix.

Die verlustbehaftete Kompression kann sich auf der dunklen Seite von steilen Kontrastkanten in Form von Blockartefakten bemerkbar machen, wenn man die Schatten stark aufhellt. Niemals auf der hellen Seite, und niemals als Halo.

Das komprimierte RAW ist soweit ich mich erinnere erstmals mit der A700 eingeführt worden, davor gab es immer nur nur das unkomprimierte. Bei A700, A900 und A850 hatte man dann die Wahl zwischen "compressed" und "uncompressed". Offenbar hat dort aber niemand mehr "uncompressed" wirklich benutzt, und bei den neueren Modellen ist es daraufhin konsequenterweise gestrichen worden. Das war 2010. Jahrelang hat auch niemand das unkomprimierte Format vermisst, bis das Thema auf einmal in den einschlägigen Foren hochgespielt und aufgebauscht wurde. Jetzt ist es halt wieder da. :zuck:

Ich benutze auch weiterhin bei allen Kameras "compressed", und obwohl ich weiß, wie die Artefakte aussehen würden, hab ich in meinen Fotos bisher noch nichts davon entdeckt. Davon abgesehen ist das Thema hier schon gründlichst diskutiert worden, bitte mal die Suchfunktion bemühen. Das müssen wir nicht bei jedem Kameramodell wieder neu aufrollen.

MaTiHH 03.12.2017 14:50

Ja, dem kann ich mich genau so anschließen, ich nutze bei allem Wissen um mögliche Artefakte auch ausschließlich compressed RAW - trotz niedriger Speicherpreise, bei den dann 84MB je Foto in uncompressed geht mir das dann doch zu weit.

Nachteile in meinen Bildern sind mir nicht aufgefallen, vielleicht habe ich sie auch nur ignoriert.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:36 Uhr.