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Dazu kommt, dass bis heute meines Wissens nach immer noch nur ein einziges Aptamer (Pegaptanib/Macugen; 2004; ein RNA Aptamer) überhaupt die Marktzulassung hat und auch BC 007 selbst für seine ursprüngliche Indikation noch nicht zugelassen ist. Ob und wann das also selbst wenn es wirkt zu einer long COVID Therapie überhaupt verfügbar sein wird, ist daher noch schwer abzusehen. Fragt sich dann, wie oft und über welche Zeit man das ohne Sicherheitsbedenken verabreichen kann. Die Studie wirds zeigen, aber ich bin nicht überoptimistisch. Viele Grüße Ingo |
Bevor einige übertriebene Hoffnungen haben, zitiere ich mal einen Satz aus der Mitteilung der Uni- Klinik Erlangen:
°Die verbesserte Leistungsfähigkeit und Lebensqualität ist bei beiden Betroffenen deutlich spür- und messbar." Das heißt doch übersetzt nichts Anderes, des es den Probanden zwar deutlich besser, aber noch lange nicht gut geht (so steht es auch weiter unten im Text). Und wie Ingo schon schrieb, befindet sich die Erprobung in einer sehr frühen Phase, bis das (wenn überhaupt) zu einen zugelassenen Medikament führt, dürfte noch eine ganze Weile dauern..... Also kein Grund, das als mentale Entschuldigung dafür zu nehmen, sich nicht impfen zu lassen. Davon mal ganz abgesehen, dass iV- Infusionen jetzt auch nicht so angenehm sind :roll::D |
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Und deinen Pessimismus im Gegensatz zu Ingos Realismus verstehe ich auch nicht. Das Medikament ist im Moment lediglich ein Hoffnungsschimmer, dass auch Long-COVID vielleicht seinen Schrecken verlieren könnte. Und wenn ein Ironman über seine Long-COVID Erkrankung im von mir verlinkten Artikel sagt: "Das Dahinvegetieren hat ein Ende" und ihm vorher monatelang bei parkinsonähnlichen Symptomen nichts geholfen hat, finde ich das schon mal einen Schritt in die richtige Richtung. Bisher hatte man gar kein Medikament für diese Patienten, ergo reden wir doch hier von einer Verbesserung, oder nicht? Wozu dann der Pessimismus? Gruß, raul |
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Das Medikament ist, so hab ich es jedenfalls verstanden, bisher in DREI Fällen getestet worden. Da kommen noch mehrere Runden an klinischen Studien, normalerweise zu erst an gesunden Freiwilligen, dann an wirklich Kranken und Risikostudien zu Nebenwirkungen hinzu. Ein Prozess, der schon mal 10 Jahre dauern kann. Denn nicht ohne Grund sind die Hürden für die Zulassung einer Substanz als Medikament hoch. Im übrigen hat Ingo nicht viel Anderes geschrieben, hat es nur nicht so deutlich ausgedrückt. Und natürlich, wer warum auch immer Panik vor einer Impfung hat, der klammert sich an solche Mitteilungen. (Wenn es mich erwischt, dann gibt es ja inzwischen Medikamente, alles halb so schlimm. Und hey es sterben doch eh nur 2% der Erkrankten an Covid......) Was noch dazu kommt, bei den meisten Medikamenten kommt es früher oder später zu Resistenzen, Sind also immer nur Mittel auf Zeit. Und je mehr diese Medikamente nehmen (müssen) desto schneller. Gerade bei Antibiotika eine dramatische Entwicklung. Es gibt zwar noch einige Reservesubstanzen, die nur in sehr begründeten Fällen gegeben werden dürfen, aber die haben dann auch Nebenwirkungen, die man eigentlich nicht haben will. Kenne ich aus eigener schmerzhafter Erfahrung...... Medikamente die systemisch gegen Viren wirken, sind eh noch Mangelware (Ingo mag mich gegebenenfalls korrigieren) |
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Ich möchte die heutigen Eltern sehen wenn jemand mit SO einer Pflichtimpfung kommen würde wie damals. |
Bei dem hier diskutierten Medikament geht es lediglich um die Inaktivierung von Auto(immun)antikörpern. Also die Inaktiverung des Endproduktes eines durch COVID 19 in Gang gesetzten Prozesses, nicht um die Inhibierung des Prozesses selber.
Da sind zum einen keine Resistenzen zu erwarten. Das Aptamer wird aber zum anderen die eigentliche Produktion der ungewollten Antikörper nicht stoppen, das heisst, es unterdrückt die Symptome nur so lange, so lange es auch im Körper ist. Bei Long Covid müsste es also über längere Zeit gegeben werden...oder für immer? So etwas ist bei jedem Medikament kritisch und Aptamere sind bezüglich ihrer potentiellen Langzeit Nebenwirkungen einfach noch nicht gut bekannt. Wenn die Daten stimmen, kann man davon also rasche kurzfristige Abhilfe erwarten. Ob und wie das langfristig helfen kann ist noch völlig unbekannt. Und da das offenbar noch nicht allgemein verstanden ist: Bei der Behandlung von Long Covid geht es NICHT mehr um eine Bekämpfung des Virus, sondern um die Korrektur der krank machenden Prozesse, die die Infektion angestoßen hat. Ein Großteil davon dürfte in die Kategorie Autoimmunerkrankung fallen. Damit wird die Behandlung ähnlich schwierig und komplex wie die von zB Asthma, Psoriasis, Myasthenia gravis, Lupus erythomatosus, Osteoarthristis, Multiple Sclerose etc.... Die Liste zeigt vielleicht,e dass es nicht zu erwarten steht, Long Covid leicht, rasch und effizient in den Griff zu bekommen. Viele Grüße Ingo |
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Die Kosten geraten jetzt wohl mehr in den Blickpunkt. Gestern hatten sie in Monitor etwas dazu.
Aber auch die Klinikärtzte sind nicht gut auf nicht Geimpfte zu sprechen. Sie möchten nicht wieder in die Situation kommen, das sie Covidpatienten auf der Intensivstation haben und andere, z.B. Krebspatienten, die dringend operiert werden müssten warten müssen. Da sind wir dann schon wieder sehr konkret bei der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Allgemeinheit. |
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