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steve.hatton 18.07.2026 22:27

Vielen lieben Dank für die Aufnahmen und interessanten Informationen.

Einzigartig gut !

PixelCloud 19.07.2026 11:46

Vielen Dank!

ingoKober 24.07.2026 15:50

Offenbar gibt es einen kurzen (?) Überlapp zwischen etwas freier Zeit und Forumverfügbarkeit. Also versuche ich mal eine schnelles und kurzes Update.

Wir shippern also weiter auf dem Sekonyer stromaufwärts

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An der Wasserkante blühte es sehr hübsch


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Aber so nett sie auch aussehen, die Wasserhyazinthen sind eine Pest. Aus Südamerika stammend haben sie sich in den ganzen Tropen und Subtropen ausgebreitet. Sie wachsen rasch, verstopfen Wasserwege, verdrängen heimische Pflanzen und schliessen große Wasserflächen von Luft und Licht ab. Hier wars noch nicht so schlimm...aber wer weiss


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Ich muss alleine deshalb mal nach Sulawesi, um zu sehen, ob sie sich dort auch durchsetzen. Wasserhyazinthen sind nämlich eine Lieblingsspeise meiner Sulawesi Segelechsen und sie verdrücken sie rasch bis auf letzte Fitzelchen.

Nach einiger Zeit kommen wir an einem Flusskiosk vorbei, wie ich ihn auch aus Amazonien kenne.


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Dort gibt es Snacks, Kleinteile jeder Art, Getränke und vor allem Zigaretten. Sehr viele Indonesier rauchen und der Nachschub im Dschungel ist ihnen wichtig.


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Der häufigste Eisvogel im Gebiet ist der Storchschnabelliest. Ein hübscher und ziemlich großer Eisvogel - er hat so in etwa Eichelhähergröße


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Hier Sekundenbriuchteile vor dem Abflug


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Natürlich treffen wir auch wieder Proboscis Monkeys, Nasenaffen.
Guten Appetit!


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Ich sagte ja zwar, dass es spezialisierte Blattfresser sind, aber Obst verschmähen sie bei Gelegenheit auch nicht

Hier eine hübsche Mama mit Stupsnase und Kleinkind...mit noch stupsigerer Nase.


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Nasenaffen sieht man dort alle Nase lang :crazy:..... Ein seltener Anblick war dagegen dieser junge Weissbauchseeadler.


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Und nun näheren wir uns einem - für mich - weiteren Highlight der Reise.

Sagt Euch der Begriff "Trimates" etwas?...Wohl eher nicht. Es ist der Kosename, den der berühmte Paläoanthropologe Louis Leakey den drei Damen gab, die er mit Primatenforschung beauftragte. Also Tri=drei und Primates= Primaten, macht zusammen Trimates.

Drei? Jane Goodall.....Diane Fossay...die beiden kennen die meisten durch ihre berühmten Arbeiten über Schimpansen bzw Berggorillas.
Die dritte im Bunde, Birutė Galdikas, kennt erstaunlicherweise kaum einer.
Alle drei waren aber Heldinnen meiner Kindheit und ich habe ihre Bücher verschlungen. " Wilde Schimpansen" habe ich noch vor Pippi Langstrumpf gelesen. Ich glaube, ich war sieben.
Wie auch immer, Birute war mit der Erforschung der Orang Utans betraut und errichtete daher im Dschungel Kalimantans Camp Leakey wo sie viele Jahrzehnte lebte und arbeitete. Neben der Wissenschaft hat sie sich sehr für den Schutz der Orang Utans eingesetzt und sie ist die Mutter der Auswilderungsstationen.

Und genau dorthin ging es jetzt. Das hier ist nur ein Hiweisschild, damit man den schmalen Schwarzwasserfluss nicht verpasst,in den man einbiegen muss, um zu Camp Leakey zu gelangen


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Im Alter war Birute nur noch gelegentlich dort, hat aber ab und an auch mal mit Touristen geredet. Das wäre ein Träumchen gewesen. Leider starb sie zwei Wochen vor unserer Reise :cry:

Im Nächsten Beitrag geht es dann also nun um Camp Leakey.

Reisefoto 25.07.2026 22:47

Danke, dass Du unbeirrst weitermachst!
Birutė Galdikas kannt ich auch noch nicht, aber das hat sich nun geändert.

ingoKober 01.08.2026 20:50

Ich bin drin..ich fasse es nicht, ich bin DRIN!

Also mal schnell weiter....

Der Schwarzwasser Nebenfluss ist sehr stimmungsvoll


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Das Schwarzwasser ist nicht so dunkel wie zb der Rio Negro, aber doch deutlich getönt


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Zwischenzeitlich lief mir unser Dauergast auf dem Boot noch über den Weg, ein kleiner sehr sprachfreudiger Saumschwanz-Hausgecko


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Und dann sind wir da.....


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Am Ufer fällt mir gleich eine weitere Kannenpflanze auf..

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Und dann knipse ich einen frechen Räuber und merke erst hinterher, dass auf dem Bild auch der Blütenstand einer Kannenpflanze mit drauf ist


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Der Javaneraffe von dem Bild sprang in unser Boot, fand rasch den Snackkorb und klaute eine Packung Chips.
Damit sprang er schnell auf einen unerreichbar hohen Ast über dem Boot.
In der Begeisterung riss er aber den Beutel so stark auf, dass die meisten Chips hinunter auf unser Bootsdach fielen. Seinen Artgenossen gefiel das.


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Nur eine Mama mit kleinen Baby traute sich nicht und schaute vom Ufer nur sehnsuchtsvoll zu


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Als der Beutel ganz leer war liess der Dieb ihn wieder ins Boot fallen und so konnten wir ihn brav dem Müll zukommen lassen.

So, jetzt ging es aber zum Camp Leakey. Oft ist der Sumpf überflutet, daher gibt es über den kritischen Stellen Stege


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Auch Einheimische wissen das zu schätzen.


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So, da sind wir. Dieses Mal wollte ich selber, dass ein Foto gemacht wird


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Hier nochmal, was ich schon vor einiger Zeit sagte:


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In diesem Haus wohnte Birute


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Das Camp ist noch in Betrieb und es wird geforscht. Die Touristen werden aber um Abstand gebeten. An die Oangs darf man näher ran…


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Am Boden sah ich einen schönen männlichen Eutropis rudis mit den typischen leuchtend blauen Schuppen.


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Ja, und dann die übliche „Vorführung“


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NEIN...schon wieder geht nichts...also alles kopieren und später weiter...:cry:

Mein Highlight des Tages hat ausser mir wohl kaum einer bemerkt. Unter der Bühne suchte ein Pärchen Bornei Gelbschwanzfasane nach Futterresten. Die sind nicht nur normalerweise scheu, sondern auch endemisch und sehr selten.

Hier das Weibchen:


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Das Männchen hat sogar kurz aber enthusiastisch gebalzt:


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Dann wurde Futter verteilt und nach Orangs gerufen


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Erstmal kam aber nur ein Bananenhörnchen


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Orangs kamen nur zögerlich..ganze zwei und ich habe nur einen geknipst.


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Dafür kam dann der einzig wahre Spiderman herbeigeflogen. Das geschah so schnell, dass ich die Fotogelegenheit verpasste. Ich habe wirklich nur dieses eine unscharfe Bild von der rasanten Ankunft:


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Es war ein Weissbartgibbon….der keine Sekunde stillsitzen konnte


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Er stürzte runter auf die Plattform, schnappte sich ein paar Bananen und verschwand sofort wieder


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Wir mussten dann auch verschwinden…es brach ein Tropenregen los


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Aber ganz ohne Foto ging es auch nicht durch den Regen. Auf einem Baum turnte ein Borneo Kleinsthörnchen. Selten zu sehen, die kleinste Hörnchenart….nur etwa so groß, wie eine Zauneidechse. Es erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 7,1 bis 7,5 Zentimetern bei einem Gewicht von etwa 17 Gramm.


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Auf die Entfernung hielt ich es auch zuerst für eine Baumagame.


Das Regenwasser spülte Lehm in den Fluss und so gab es Schwarztee mit Milch


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Auch eine rasch vorbeischwimmende Schlange konnte ich knipsen



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Aber leider nicht bestimmen.
Auch einen seltenen Sunda Gavial sah ich kurz, er tauchte aber ab, bevor ein Foto möglich war...daher erst später mehr zu dem.

Auf dem Boot konnten wir uns dann wieder halbwegs trocknen


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Effjotter 01.08.2026 21:34

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2341861)
Ich bin drin..ich fasse es nicht, ich bin DRIN!

https://www.bing.com/videos/rivervie...sQ&FORM=VAMGZC

Wer kennt sie nicht, diese Freude! ;)

Windbreaker 01.08.2026 21:37

Vielen Dank Ingo für deine Ausdauer und deinen tollen Reisebericht. Hitze und Luftfeuchtigkeit wären so gar nichts für mich aber so kann ich Land und Natur zumindest ein bisschen kennenlernen. toll! VIelen Dank!

steve.hatton 01.08.2026 23:00

Auch von mir ein herzliches Dankeschön für die EIndrückee und gelungenen Aufnahmen.

Mainecoon 01.08.2026 23:28

Hallo, Ingo,

am Javaneraffen sollten wir uns ein Beispiel nehmen: Er nahm es von denen, die es nicht wirklich brauchen, sorgte dafür, dass (fast) alle etwas bekommen und dass der Müll entsorgt wird.

Ist das für dich nicht frustrierend, wenn du deine Highlights nicht mit den anderen Anwesenden teilen kannst, die vielleicht noch nicht einmal verstehen, warum du dich freust? Ich erinnere mich an die Gesichter meiner Zuhörer, als ich nach dem letzten Südafrika-Aufenthalt völlig begeistert von einem Waran erzählte, der den Schädel eines Babykrokodils herauswürgte...

Danke, dass du weitermachst!

Viele Grüße

Mainecoon

ingoKober 02.08.2026 10:12

Ja, das mit dem Affen hast Du gut getroffen. Manchmal kann man sich auch Spitzbuben als Vorbild nehmen ;)
So eine Art langschwänziger Robin Hood :roll:

Und irgendwie schaffe ich es meistens, dass sich die Leute dann auch dafür interessieren, was mich bewegt. Die Mitreisenden fanden die Kannenpflanzen auch interessanter, als ich die Spitzhörnchen Geschichte dazu erzählt hab ;)
Und viele Guides wissen es auch zu schätzen, Artbestimmungsfragen diskutieren zu können und auch noch ein paar Herps dazuzulernen. Da haperts nämlich bei vielen, es sei denn, es sind spezialisierte Guides.


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