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ingoKober 23.07.2023 10:30

Schon seit Tagen schaut das Junge mit der weissen Kralle immer mal wieder aus dem Kasten. Heute morgen saß es dann auf einer Stange in der Voliere. Auf den Tag genau zwei Monate nach seinem Schlupf - und damit eigentlich etwa einen Monat zu früh. Dem Gefieder nach aber maximal eine Woche zu früh. Das Wiegen hat dann auch gezeigt, dass die Gewichte stagnieren oder leicht zurückgehen. Das ist typisch für die Zeit kurz vor dem Ausfliegen.
Ich habe den vorwitzigen Kerl mal zurückgesetzt, aber ich denke in den nächsten Tagen wird das ernst mit dem Ausfliegen. Dann geht der Spaß erst richtig los!
Heute mal mit richtigem Video, um die Geräuschkulisse beim wiegen zu zeigen.


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https://vimeo.com/847704071?share=copy

ingoKober 07.08.2023 11:18

Ich schulde Euch noch ein letztes (?) update.
Die Kleinen sind jetzt weitgehend "fertig" und es ist was los bei uns. Anders als alle vorigen Nachzuchten, gehen sie auch nach dem "Ausfliegen" gerne und oft wieder in den Kasten zurück.
Hier habe ich es zum ersten mal geschafft, alle vier ins Bild zu bekommen. Nur die Eltern haben sich etwas zurückgezogen. Die haben lieber ihre Ruhe.

Ich vermute 2,2....wir werden es sehen.
Wie immer sehr frühreif, selbst das älteste ist noch nicht ganz zweieinhalb Monate alt.





https://vimeo.com/852275862

jhagman 08.08.2023 11:36

Wie sich das für Geschister gehört...plärrt einer machen die anderen mit :-)
Herrlich anzuschauen wie sich die kleinen Rabauken entwickeln!!
Wie jetzt. Den Eltern wird es auch zuviel? Na wenn die schon genervt sind was sagt dann der Rest der Familie
Wie gestaltet sich die Suche nach möglichen Abnehmern?

Danke fürs zeigen!

ingoKober 08.08.2023 13:04

Die sind jetzt schon eine Aufgabe. Lärm, Dreck, aber vor allem Gefiederstaub.
Der Vater sagt schon gelegentlich mit Nachdruck - aber wenig Erfolg- "Jetzt seid doch ruhig!"
Die Mama rupft sie leider etwas.
Leider geben viel Züchter ihre Küken zu früh ab. Bei mir sollen sie noch Gelegenheit haben, von den Eltern arteigene Verhaltensweisen zu lernen. Ich mache mich also erst ab November auf die Suche nach Abnehmern. Eine seriöse Interessentin habe ich aber schon.

Tobbser 16.08.2023 19:25

Hoi Ingo,
danke für das Update. Es freut mich sehr, dass sie prächtig wachsen und gedeihen.

Ist eine Haltung auch als gleichgeschlechtliches Duo oder Geschwister möglich?

Liebe Grüße
Tobias

ingoKober 16.08.2023 21:47

Geschwister geht meist nur bis zur Geschlechtsreife gut. Dann gibts Frust und Zoff, da sie sich in aller Regel nicht untereinander verpaaren.
Zwei Weibchen geht eigentlich nie auf Dauer gut, zwei Hähne manchmal.

wus 17.08.2023 11:43

Hi Ingo, ich habe gelesen dass Graupapageien sprechen lernen können. Hast Du deinen (den Eltern) irgendwelche Worte beigebracht?

Verstehen die irgendwelche spezifischen Kommandos?

Lässt Du die ab und zu aus der Voliere raus und im Zimmer rumfliegen?

Könnten die in hiesigen Wäldern oder Parks überleben, wenn man sie frei ließe, wenn sie wie Deine Küken artgerechtes Verhalten gelernt haben?

Würden sie zu Dir oder ihrer Voliere zurück kommen wenn Du sie raus ließest?

ingoKober 17.08.2023 12:58

Viele Fragen,

ja, die können "sprechen" lernen. Die Begabung und das Interesse daran ist individuell unterschiedlich ausgeprägt.
Die Intelligenz liegt, - soweit interartlich vergleichbar- ähnlich der eines Kindergarten- oder Grundschulkindes. Das darf man nicht vergessen, die sind alles andere als dumm
Das meiste, was sie reden schnappen sie übrigens einfach so auf.
Unsere Henne beläßt es bei vorwiegend Hallo und Tschüs, das sie ausschließlich anwendet, wenn es angebracht ist.
Der Hahn ist sehr an unserem Familienleben interessiert, will mitmischen und redet daher viel.
Er ruft alle Familienmitglieder mit Namen - aber nur sinnbezogen- und kommentiert vieles. Guten Morgen, Gute Nacht, Hallo, Tschüs ....kommt alles selbstverständlich passend. Nehme ich die Leine in die Hand oder habe ich auch nur die Absicht dazu, sagt er "geh mit dem Hund". Wird es zu laut, bittet er um Ruhe (er sagt übrigens auch zu seinem Nachwuchs, wenn der nervt: "jetzt seid endlich mal ruhig")...usw usf.
Ich habe mir dann den Spaß gemacht, ihm doch noch ein paar hilfreiche Phrasen beizubringen. Bin ich mit dem Füttern spät dran, rüttelt er also jetzt nicht mehr nur am Napf, sondern sagt dazu "Gibts endlich Futter?".
Fühlt er sich eingesperrt, sagt er "lass uns bitte mal raus".
Aus der Büchervorlesezeit für unsere Kinder (gut 15 Jahre her) hat er sich bis jetzt "Frau Rosenkohl ist innen hohl" aus dem Sams gemerkt. Manchmal sagt er auch "Vögel können nicht sprechen". Will er, das jemand geht, sagt er immer wieder Tschüs. Klingelt das Telefon meldet er sich mit "Kober" dann folgt oft ein simuliertes genuscheltes Gespräch mit einzelnen klaren Wörten "Ach Du bists" "Ja, genau" "Wann" "Bis dann" gefolgt von dem Auflegklicken. Zum Glück hat er aufgehört, die Klingeltöne nachzumachen.
Beisst er, kommentiert er das meist entweder mit "Au, das tu weh" "Nicht beissen" oder "spinnst du?"
Die - verbotene- Küche steht bei ihm als Wort für ihn die große weite Welt. Das Versprechen, in die Küche zu gehen, freut ihn immer sehr und wenn er ausser Haus herumgefahren wird, wiederholt er immer wieder andächtig "Küche" .
Alexa könnten wir nicht verwenden. Er hätte sicher rasch raus, wie das funktioniert.
Bei den Kleinen variiiert das. Manche sagen sehr früh "Hallo", alle nehmen Geräusche aus der Umwelt auf, die sie Klasse finden und benutzen sie im Spiel. Das sind IMMER nervige laute Geräusche und bei jeder Brut andere. Derzeit ist der Bettelruf junger Waldohreulen der Hit. Nervt vor allem meine Frau sehr.
Beide Erwachsenen verstehen sehr wohl sehr oft, was genaue ich von Ihnen will. Auch einfach im Freitext gesagt. Aber sie haben ihren eigenen Kopf und hören nur drauf, wenn ihnen danach ist. Verbote werden zudem nur eingehalten, wenn jemand hinguckt.
Und natürlich dürfen sie jeden Tag raus. Aber nur, wenn ich daheim bin. Der Hund ist dann angeleint oder im anderen Stockwerk. Im Sommer kommen sie in einer fahrbaren Kleinvoliere auch stundenweise in den Garten.
Meine frühere Graupapageiendame liess ich auch völlig frei fliegen, sie kam zuverlässig zu mir und ihrem Partner zurück. Aber als sie geschlechtsreif wurde, musste ich das beenden. Sie griff Nachbars Tauben, Leute und Hunde an. Das wurde auch für sie gefährlich. Auch mögen Nachbarn es nicht, wenn jemand mit Ausdauer ihre Balkonblumen köpft oder Zierleisten vom Auto abmontiert. Zudem erschrak sie sich einmal so vor einem Rotmilan, dass sie erst nach drei Tagen wieder da war.
Generell können Graue bei uns nur im Sommer im Freiland überleben.
Es gibt Leute, die mit Papageien erfolgreich Freiflug draussen trainieren. Aber kaum einer läßt die Vögel dabei völlig unbeaufsichtigt und es geht am Besten mit großen Aras oder auch Agaporniden. Es bleibt immer ein Risiko des Wegfliegens, Vergiftens, Verunfallens oder auch Diebstahls.
Eine Freundin meiner Mutter hält einen Gelbhaubenkakadu. Leider ein Einzelvogel, aber seit über 40 Jahren fliegt der völlig frei im Dorf. Doch das ist ein kleines Dorf, jeder kennt ihn und weiss, dass die Besitzern alle Schäden zahlt.

winnie_pooh 17.08.2023 21:24

:crazy::crazy::crazy::crazy::crazy::crazy: :top: :top: :top:

wus 18.08.2023 21:37

Danke für die ausführliche, sehr interessante und aufschlussreiche Antwort, Ingo!

Mir wäre es sicher zu viel so einen Vogel oder gar ein Pärchen davon zu halten. Ich sehe solche Tiere lieber in ihrer natürlichen Umgebung und - wenn es überhaupt möglich ist - beobachte was die da so treiben. Aber da kriegt man natürlich nicht annähernd so viel mit wie wenn man ständig mit ihnen lebt und auch direkt mit ihnen interagiert.


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