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erwinkfoto 03.03.2014 01:51

Zitat:

Zitat von SteffDA (Beitrag 1555520)
@erwinkfoto
Auch dem Geschoß einer AK-74 will ich nicht im Weg stehen.

Das will, glaube ich, niemandem.:shock:

Zitat:

Zitat von SteffDA (Beitrag 1555520)
Ontopic:
Für wen spricht die "Ukrainische Regierung"? Durch wen ist sie legitimiert?
...

Ich denke, im Prinzip geht es um echte Opposition, die sich aber von äußeren Kräften und schnelle Dynamik manipulieren lässt. Kurz gesagt: Da stecken auch andere, nicht genannte Interessen dahinter und nein, ich meine damit definitiv nicht Russland.

GBayer 03.03.2014 02:19

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1551778)
Ach das regelt die EU schon ;) und den Rest macht Deutschland, allen voran Kanzlerin Merkel. Dass ständig Politiker aus der EU, allen voran Deutschland, ungefragt in die Ukraine reisen und dort ihre Vorschläge unterbreiten finde ich ungeheuerlich.

Deutschland hat nach wie vor kein Friedensvertrag, spricht aber Sanktionen aus.

...Nur muss man Russland und damit Putin dringend mit ins Boot nehmen, denn ohne ihn wird es nicht gehen.

Die EU regelt viel und bewirkt wenig.

Merkel handelt im Auftrag der US.

Deutschland ist der 51. Bundessstaat der US - inoffizell.

Gevatter Putin macht alles richtig - bisher. Ohne die Wirklichkeit zu kennen, dafür erschlagen von Propaganda, traue ich bei Fähigkeiten, Absichten und Gestaltung der Politik (deutlich mehr als den Anderen) Putin.

(Als "Kommunistenfresser" kann ich sowas nur in diesem Forum schreiben.) :crazy:

Servus
Gerhard

Jahresprogramm 03.03.2014 09:22

Hallo,


die Propaganda Maschinerie des Kremls ist angelaufen. Russland beharrt darauf, dass die Regierung von der Opposition gewaltsam an sich gerissen wurde, dass ukrainische Bürger zu Tausenden aus dem Land flüchten. Dabei werden Grenzübergänge gezeigt, die ziemlich voll sind. Dumm nur, dass die vergessen haben den Namen des Grenzüberganges unkenntlich zu machen - Dabei handelte es sich um ein Grenzübergang nahe Lwiw zu Polen, wo Berufspendler mal wieder den alltäglichen Wahnsinn an der Grenze erdulden müssen. Jedenfalls sind es keine Flüchtlinge und die Berichte, dass die russischen Grenzstädte voll von Flüchtlingen sind, sind auch falsch.

Zitat:

Zitat von SteffDA (Beitrag 1555520)
Für wen spricht die "Ukrainische Regierung"? Durch wen ist sie legitimiert?

Das kann man ganz einfach aufklären. Das Parlament ist intakt und beschließt alle weiteren Schritte per Abstimmung in öffentlichen Sitzungen. Alle neuen Entscheidungen wurden von einem intakten Parlament von gewählten Abgeordneten mit einer Mehrheit beschlossen. Die Übergangsregierung wurde ebenso von diesem Parlament gebildet/gewählt. Der Maidan-Rat wird "beratend" hinzugezogen, hat aber keinen großen Einfluss, und hält sich eher im Hintergrund.

Waren vorletztes Wochenende noch ca. 250-260 von ca. 450 Abgeordneten in Parlament um abzustimmen, sind es jetzt mehr als 350. Ja, die ehemals regierende Partei "Partei der Regionen" war vorletztes Wochenende nach dem Sturz bzw. Flucht des Präsidenten noch ziemlich rar anwesend. Dennoch war das Parlament mehrheitlich vertreten und somit legitim. Jetzt bzw. seit Mitte letzter Woche sind alle Fraktionen mehr oder weniger adäquat vertreten.

Wer jetzt noch denkt, dass die Regierung nicht legitim ist, glaubt daran, dass die Abgeordnete zum Abstimmen gezwungen werden - Verschwörungstheoretiker eben...

Grüße
Alex

WB-Joe 03.03.2014 09:40

Zitat:

Zitat von erwinkfoto (Beitrag 1555503)
OT:


Hehe es ist jedenfalls weniger tödlich als andere Munition, wenn man keine Lebenswichtige Stelle trifft, (bei Normalmunition) sind die Kollateralschäden geringer als bei Kugel größeren Kalibers.

5.56 mm sind natürlich für Assault Rifles also Sturmgewehre gedacht, aber dieses Kaliber ist im Vergleich zu 7.62mm schwach gegen Panzerung und Schutzwesten. Da schießt man in kurzen (oder langen) Feuerstößen, in Fällen wo man im Vergleich weniger 7.62mm Munition braucht.
Man hat sich vor allem für 5.56mm entschieden, weil man mehr Munition tragen kann und das ganze Waffensystem (wenn geladen) auch leichter ist.

Und so schlecht wie die M16 auch ist, die M4 ist viel schöner:cool:

/OT

Sorry wenn ich hier wiederspreche, aber gerade die kleinen Kaliber unter .308W (aka 7,62x51) sind für den Durchschlag durch Körperpanzerungen angelegt. Gut zu sehen bei der neuen MP7 mit ihren 4,xx-Kaliber.
Auch die Russen verwenden in ihren kleinkalibrigen Pistolen ein Kaliber das Schutzwesten ziemlich alt aussehen läßt.

erwinkfoto 03.03.2014 11:59

Zitat:

Zitat von WB-Joe (Beitrag 1555548)
Sorry wenn ich hier wiederspreche, aber gerade die kleinen Kaliber unter .308W (aka 7,62x51) sind für den Durchschlag durch Körperpanzerungen angelegt. Gut zu sehen bei der neuen MP7 mit ihren 4,xx-Kaliber.
Auch die Russen verwenden in ihren kleinkalibrigen Pistolen ein Kaliber das Schutzwesten ziemlich alt aussehen läßt.

OT
Ich denke das hängt aber alles auch mit der Mündungsgeschwindigkeit zusammen, oder?
Und sorry, wenn ich etwas falsches behauptet habe. Ich hab noch nicht viele Leute (gepanzert und ungepanzert) angeschossen :cool::oops:

/OT

cdan 03.03.2014 12:07

In Anbetracht der ernsten Situation solltet ihr euch überlegen was ihr schreibt. Die Durchschlagskraft von Munition kann hier sicher nicht das Thema sein!

erwinkfoto 03.03.2014 13:38

Sorry:oops:, ich bin ein Bisschen vom Thema abgekommen.

Mir ging es nur darum zu zeigen, dass die Situation in diesen Kriesengebiete ausschreitet und Menschen absichtlich verletzt oder getötet werden.

Neonsquare 03.03.2014 14:08

Schwierige Situation. Wie so oft zeigt sich eigentlich, dass einerseits die Medien mindestens schlampig bis hin zu verfälschend berichten und andererseits gibt es zig Quellen die mindestens mal als fragwürdig einzustufen sind. Leider herrscht in unseren Medien oft ein eher romantisiertes duopolistisches Naiv-Weltbild vor, dass sich meistens in ein "die Leute wollen nur frei sein" zusammenfassen lässt. Die "öffentliche Meinung" meint sich dann stets auf eine Seite stellen zu müssen ohne die gesamte Situation von allen Seiten differenziert zu betrachten. In der Realität ist es eben eher Grau-Grau und nur selten Schwarz-Weiß.

Bis heute liest man - meist als "dramatisches Beiwerk" - regelmäßig in deutschen Medien falsche Darstellungen von z. B. den Ereignissen die 1989 u.a. am Platz des himmlischen Friedens in Peking stattgefunden haben. Das schlimme: Wenn man solche Fehlinformationen korrigiert, dann verstehen die meisten Leute das sofort als "Verteidigung der anderen Seite" - selbst wenn die Korrektur inhaltlich nichts entschuldigt sondern lediglich mit naiven Vorstellungen aufräumt und sich sowieso schonmal mit keiner "Seite" assoziiert.

Wer wirklich glaubt, dass es in der Ukraine nur um den Willen des Volkes geht zu welchem "Block" im West-Ost-Gefüge sie sich zurechnen möchten, der hat meiner Meinung nach ein recht einfaches Weltbild. Nichts passiert ohne einen historischen wie politischen Kontext. Sowohl "der Westen" (klingt erstaunlich einig) als auch Russland verfolgen knallhart und auch nicht erst seit ein paar Tagen ihre Interessen auch in der Ukraine. Dabei geht es nicht "nur" um Erdgas oder "nur" um Menschenrechte - es ist stets ein Gemenge verschiedenster Interessen von verschiedensten Interessengruppen. Manche dieser Interessen sind altruistisch manche egoistisch und manche verwerflich.

Rein logisch betrachtet kann ich Putins "Schachzug" die Krim zu besetzen absolut verstehen. Man mag ihm fast gratulieren; es hätte vermutlich keinen besseren Zeitpunkt gegeben und die Vorteile für Russland sind sehr vielfältig. Den moralisch erhobenen Zeigefinger darüber kann ich nur bedingt verstehen. Mir taten Bilder leid von einzelnen Menschen die offenbar (wenn man den Medienbildern da glauben darf) von Pro-russischen Demonstranten geschubst und geschlagen wurden; das sind Nebeneffekte der Ereignisse. Andererseits kann ich absolut nachvollziehen, dass Putin nicht warten und zuschauen wollte, ob die Verträge mit der Ukraine in Bezug auf Sewastopol auch in Zukunft noch eingehalten werden würden. Nebenbei demonstriert er die Hilflosigkeit des Westens in dieser Situation, was sowohl innen- als auch außenpolitisch Gold wert ist.

Meine Vermutung ist, dass mittelfristig die Krim offiziell weiter Teil der Ukraine bleiben wird, jedoch faktisch unter wesentlich verstärkten Einfluss Russlands.

Für mich stellt sich irgendwo auch die Frage, wie die USA dauerhaft gegen solche Aktionen wie dieser in Krim argumentieren wollen, wenn sie selbst seit Jahren ohne jede Kriegserklärung mittels militärischer Spezialeinheiten Menschen in souveränden Ländern überall in der Welt töten lassen.

Jahresprogramm 03.03.2014 14:48

Hallo,

es ist schon so, das der absolute Großteil der Bevölkerung auf der Halbinsel Krim (70-80%) russische Staatsbürgerschaft haben. Der Rest sind Krimtataren. Jedesmal nach einem Machtwechsel in der Ukraine gab es dort Unruhen - die Halbinsel ist von Kriesen geprägt.

Die Interessen für den Zusammenhalt der Ukraine oder Abspaltung der Krimregion sind eher nicht in der Ukraine selbst verankert...

Ein bisschen passende Lektüre http://www.swp-berlin.org/fileadmin/...eiten_2013.pdf vielleicht sind ja Parallelen erkennbar...

Grüße
Alex

mekbat 03.03.2014 21:52

Zitat:

Zitat von Neonsquare (Beitrag 1555628)
...
Nebenbei demonstriert er die Hilflosigkeit des Westens in dieser Situation, was sowohl innen- als auch außenpolitisch Gold wert ist.
...

Ein wohlüberlegter Ansatz - wobei ich es eher als Abhängigkeit, anstatt Hilflosigkeit bezeichnen würde.

Wenn man zu den ganzen Überlegungen noch die gemeinsamen Vorhaben der EU und Russland in der Region unterhalb (kartographisch gesehen) der Türkei addiert, stellt sich mir die Frage, welcher ausschlaggebende Aspekt diese "Revolution" wirklich entfacht hat?


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