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HaPeKa 06.01.2022 13:24

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2228584)
Wo bringt Ihr die Geduld und Konzentration für solche Aufnahmen?

Och, einige sind im Ruhestand richtig angekommen. Das kommt auch bei dir, Ernst-Dieter ...

Dornwald46 06.01.2022 13:33

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2228584)
Wo bringt Ihr die Geduld und Konzentration für solche Aufnahmen?

Üben, üben und nochmals üben :lol:

Yonnix 06.01.2022 13:36

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2228594)
Och, einige sind im Ruhestand richtig angekommen. Das kommt auch bei dir, Ernst-Dieter ...

Das geht auch ohne Ruhestand :twisted:

Dornwald46 06.01.2022 13:41

Zitat:

Zitat von Yonnix (Beitrag 2228597)
Das geht auch ohne Ruhestand :twisted:

Ja schon, aber da wird man etwas ruhiger :lol:

Windbreaker 06.01.2022 14:34

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2228584)
Wo bringt Ihr die Geduld und Konzentration für solche Aufnahmen?

Ich glaube, dass fängt mit einem ersten Schritt an: Raus gehen und fotografieren, Ernst-Dieter.

perser 06.01.2022 14:40

Wie ein Rotmilan mit dem Schwanz wedelt ...
 
Habe noch einen Rotmilan gefunden :D


Bild in der Galerie



Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2228584)
Wo bringt Ihr die Geduld und Konzentration für solche Aufnahmen?

Ernst-Dieter, dafür musst Du eine gewisse innere Ruhe finden. Das kommt mit der Zeit, wenn Du erst richtig im Ruhestand angekommen bist, glaub mir.

Und dann möglichst früh aufstehen und noch im Dunkeln bzw. in der ersten Dämmerung in den Wald oder durch die Felder gehen. Dann siehst Du zumindest überall Tiere - Rehe, Hasen, Vögel, einen Fuchs... Nicht immer auf optimale Entfernung und bei optimalem Licht. Aber Du bekommst ein Gespür dafür, wo sie sein können und wie Du Dich ihnen ggf. näherst. Das meint Hermann sicher auch mit "üben, üben und nochmals üben".

Tagsüber passiert eher wenig bis gar nichts, allenfalls wieder nachmittags/abends, wenn langsam wieder Dämmerung aufzieht. Man kann sich freilich auch vorbereiten. Rehe sind etwa sehr einstandstreu, sie leben immer im selben Revier und treten morgens/abends oft an den selben Stellen aus dem Wald auf die umgebenden Futterwiesen oder -felder. Wenn Du dich dann dort in der Nähe getarnt und leise positionierst und gegen den Wind sitzt, erwischst Du sie irgendwann auch.

Aber zur inneren Ruhe gehört es auch, sich in Geduld zu üben und zu akzeptieren, dass nie alles klappt und viele Tage nichts Vorzeigbares zustande bringen. Das wissen all die "Profis" hier im Thread, die seit Jahr und Tag Superbilder hochladen, zur Genüge.

Und außerdem musst Du, wenn Du morgens losziehst, Deine Kamera und das Objektiv so einstellen bzw. so schussbereit tragen, dass Du es dann schnell einsetzen kannst, wenn Du Reh & Co. entdeckst.

PS. Danke für die PN!

steve.hatton 06.01.2022 15:29

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2228578)
Was für eine spannende, hochdynamische Serie, Steve!! :top: Dazu sehr scharf und ganz nah aufgenommen (100 mm!). Sicher aus einem Boot heraus?

Ich habe Basstölpel bisher nur am Lummenfelsen auf Helgoland erlebt, aber natürlich nicht bei solch spektakulären Rangeleien im Wasser. Vermutlich war das in Schottland?

Das war ein Fotokurs auf einem Boot, richtig; vor den Bempton Cliffs bei Bridlington (England) - die Viecher haben uns auch naßgespritzt so nah waren sie, denn der Skipper warf die "Beute" grad mal 10-20m raus.

steve.hatton 06.01.2022 15:30

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2228584)
Selten so viele tolle Wildlife Bilder aufeinmal gesehen, Chapeau! Wo bringt Ihr die Geduld und Konzentration für solche Aufnahmen?

Auf dem Boot kanste ja nicht weg:crazy:

Yonnix 06.01.2022 15:37

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2228609)
Das war ein Fotokurs auf einem Boot, richtig; vor den Bempton Cliffs bei Bridlington (England) - die Viecher haben uns auch naßgespritzt so nah waren sie, denn der Skipper warf die "Beute" grad mal 10-20m raus.

Höchst zweifelhaftes Vorgehen, damit wird großer Schaden angerichtet. Die Tiere büßen auf diese Art auf Dauer ihren Jagdinstinkt ein und ziehen ggf. auch nicht mehr. Je intelligenter die Tiere, desto kritischer ist das in der Regel. Siehe Braunbären in Polen, angefütterte Füchse, Seeadler mit Aalen in McPomm oder gerade erst bei Rosapelikanen am Kerkinisee gesehen. Ich möchte hier nicht den Moralapostel spielen, aber ich hoffe jeder hier denkt kritisch darüber nach, bevor solche Kurse angenommen werden oder anderweitige Motivgeschenke gebucht werden. Echter Wildwechsel ist das für mich jedenfalls nicht mehr.

perser 06.01.2022 17:15

Zitat:

Zitat von Yonnix (Beitrag 2228611)
Höchst zweifelhaftes Vorgehen, damit wird großer Schaden angerichtet. Die Tiere büßen auf diese Art auf Dauer ihren Jagdinstinkt ein ...

Moin Jannik, bei allem Respekt vor Deinem Wissen (und Deinem Können!!), finde ich, dass Du ein klein wenig überziehst, wenn Du hier vor „großem“ Schaden warnst. Zumindest bezogen auf die von Dir genannten Beispiele:

Braunbären in Polen: Hierzu kann ich etwas aus eigenem Erleben mitreden, weil ich im Mai in Polen zum Bärenansitz war. Ein Bauer, der im Bieszczady-Gebiet Ökotourismus anbietet, hat auch drei mobile Ansitzhütten an eine Waldlichtung gerollt. Wenn er unter seinen Besuchern Tierfotografen hat, streut er Maiskörner auf die Wiese – und mit etwas Glück lassen sich mit der Zeit Bären sehen. Die fressen die Körner dann, wie sie andernorts Beeren oder Pilze naschen. Aber weder macht allein dies sie satt, noch finden solche Zufütterungen täglich statt, schon gar nicht über längere Zeiträume. Mit ihrem Jagdtrieb hat das wohl eher nichts zu tun.

Wie es diesbezüglich bei professionellen Anbietern von Bären/Vielfraß-Ansitzen in Finnland, Estland oder Nordamerika aussieht, kann ich nicht beurteilen.

Seeadler in Mecklenburg: Auch hier werden die Greife lediglich in überschaubarem Maße zugefüttert, vor allem im Frühjahr/Frühsommer, wenn sie zwei, drei Junge haben. Dann muss das Männchen täglich (inkl. des Weibchens und sich selbst) bis zu vier, fünf Adler sattbekommen. Mit zwei, drei Aalen oder anderen Fischen, die dann vom Boot ins Wasser geworfen werden, gelingt das garantiert nicht. Zumal sie in der Regel auch nur bei Bedarf (wenn Besucher da sind), also sehr unregelmäßig zugefüttert werden. Den allergrößten Teil des Jahres suchen sie sich ihr Futter also selbst.

Dass Seeadler stolze Jäger sind, findet allerdings nur in Sagen und Märchenbüchern statt. Es sind jagdfaule Opportunisten. Nachzulesen etwa hier: https://seeadlerforschung.de/biologie.html, speziell im Kapitel „Nahrung“.

Füchse: Es gibt Füchse, die in Stadtgebieten leben und an Müllplätzen herumwühlen. Die reagieren auch auf Futter, das ihnen zugeworfen wird. Aber dass ein Fuchs in der freien Natur das Jagen verlernt, habe ich noch nicht gehört. Das liegt ihm doch so im Blut, dass er selbst jagt, wenn er gar keinen Hunger mehr hat.

Krauskopf-/Rosapelikane am Kerkinisee: Ich war dort mehrere Tage im Frühjahr 2019, und ich kann mich absolut an keine Situation erinnern, dass sie dort jemand gezielt gefüttert hätte. Die großen Brutkolonien liegen doch innerhalb geschützter Inselbereiche in der Seemitte, die man mit dem Boot gar nicht befahren darf. Aber auch an Randbereichen des Sees habe ich gierig jagende Pelikane erlebt.

Wildtierfotografie, die auch auf Köder/Luder baut, ist legitim. Sie wird aber teils in eigenen Kategorien geführt, beispielsweise „beeinflusste Natur“, so etwa im Naturfotografenforum. Ob man das mag, sei jedem selbst überlassen. Aber wir sind hier doch in einem Fotografieforum, in dem es auch maßgeblich um gute, spannende Bilder geht.


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