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Ich glaube, man muss unterscheiden zwischen Impfreaktionen und Impfnebenwirkungen. Impfreaktionen sind Indikatoren für die Wirksamkeit, z.B. Rötung um die Impfstelle, Müdigkeit, kurzzeitige Erhöhung der Körpertemperatur... Impfnebenwirkungen möchte man eigentlich nicht haben, dazu gehören die vereinzelt aufgetretenen Sinusvenenthrombosen, über Langzeitnebenwirkungen kann man noch nichts wissen bzw. lernt ganz langsam.
Praktisch jedes Medikament hat irgendwelche Nebenwirkungen, die individuell auftreten können und von unterschiedlicher Intensität und/oder Gefahr sind. Man lese nur mal die Beipackzettel von Kopfschmerztabletten. Das Wesentliche bei jeder Therapie und/oder Prophylaxe ist die Risikoabschätzung, die jeder verantwortungsvolle Arzt täglich ausübt, indem er seine Patienten aufklärt, z.B. bei Impfungen gegen die Tropenkrankheiten. Noch nie in der Pharmaentwicklung wurde so breit und mit so einem Aufwand geforscht und entwickelt wie jetzt bei Impfstoffen gegen Covid 19. Noch nie stand die Entwicklung unter so großer, auch kritischer Beobachtung. Kein Team hat bei Null angefangen, sondern teilweise jahrzehntelange Erfahrung einfließen lassen. Und noch nie waren die Gewinnaussichten bei Erfolg so hoch! Die Risikoabschätzung haben meine Frau und ich nach gründlicher Information und Abwägung gemacht. Wir haben uns um einen Impftermin bemüht und vor zwei Wochen unsere Erstinjektion bekommen (AZ). Bei mir außer leichter Rötung um die Einstichstelle und leichter Müdigkeit keine Reaktion, meine Frau hatte starke Kopfschmerzen und Übelkeit für eine Nacht. Das Infektionsrisiko, aber besonders das Erkrankungsrisiko ist praktisch bei Null (natürlich nicht statistisch!), aber das Lebensgefühl zu hundert Prozent gesteigert. Vor einem Besuch unseres Sohnes, der schon x-mal PCR-getestet wurde und getestet wird und fast arbeitstäglich einen Schnelltest machen muss (welch Irrsinn, aber er bekommt noch keinen Impftermin) und dem Besuch eines Dialysepatienten haben wir keine Befürchtungen mehr. |
Dann von mir auch eine Schilderung "vom eigenen Leib":
Meine Frau hat bei der ersten Biontech Impfung eine Woche Kälte gefühlt und Schmerzen an der Einstichstelle - nach der zweiten Impfung 3 Tage mit ca. 38,5 Fieber... Ich habe erst die erste Teilimpfung von Biontech und nur am Tag nach dem Stich leichte Schmerzen an der Einstichstelle... Also im Prinzip ein Witz - das Gefühl im Ernstfall aber gegen einen schweren Verlauf geschützt zu sein ist unbeschreiblich gut! Zumindest bei mir stellt sich nach einem Jahr Pandemie mit all den Sorgen ein gewisser Optimismus für die Zukunft ein - das allein ist es schon mehr als Wert aus meiner Sicht :top: P.S.: mir ist klar, dass das eine mehr als subjektive Sicht auf die Impfung ist und ich akzeptiere auch jeden, der diese Impfungen ablehnt, weil zu kurz erforscht, Eingriff in das Immunsystem, usw. Jeder tickt eben anders und niemand ist befugt dazu seine Sicht als die einzig richtige darzustellen - dafür sind die "Experten" im letzten Jahr auch schon viel zu oft völlig daneben gelegen ;) |
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Grüße :) |
Zwar ist der Ansatz der evidenzbasierten Medizin mit statistisch abgesicherten Ergebnissen zu Sicherheit und Wirksamkeit genau dazu da, von einer rein anekdotenbasierten, aber offenbar GMV*-verträglichen, Medizin wegzukommen. Aber wenn es denn hilft, dem 'Gesunden Menschenverstand*' ein paar 'gute' Anekdoten zuzuführen:
Impfreaktionen nach meiner Erstdosis Vaxzevria (Vektor-Impfstoff von AstraZeneca): Muskelschmerzen (ähnlich leichtem Muskelkater) lokal am Oberarmmuskel für vier Tage Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle für drei Tage milde Symptome wie bei einer Erkältung für 3-4 Stunden etwa 24 Stunden nach Injektion keine erhöhte Temperatur * Das ist der, der den Menschen jahrtausendelang geholfen hat, nicht von einer Kugel herunterzufallen, intuitiv exponentielle Funktionen zu verstehen und mir persönlich sagt, dass 300 Tonnen Aluminium, Kunststoff und Kerosin nicht fliegen können.;) |
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Man nimmt eine grosse anzahl menschen, die Hälfte davon bekommt den Impfstoff, die andere Hälfte Placebo oder einen Impfstoff gegen was anderes. Dann muss man beobachten wieviele aus diesen Gruppen sich mit der jeweiligen Krankheit infizieren. Nun wartet man bis sich eine gewisse Mindestanzahl Leute erkrankt sind. Das ist im Normalfall sehr langwierig weil man ja die Menschen nicht absichtlich mit dem Virus in Kontakt bringt sondern einfach abwartet. Bei einem sehr verbreiteten Virus finden viel mehr Infektionen statt und damit erreicht man sehr viel schneller die erforderliche Anzahl Infektionen. Das ist einfache Mathematik, da ist überhaupt nichts beschleunigt worden. Zudem wurden bei den Corona-Impfungen einige Prozesse die normalerweise nacheinander ablaufen parallel gemacht. |
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Ganz ehrlich geht bei mir bei solchen Beiträgen die Hutschnur hoch. Die Opfer sind also nicht nur schuld an ihrem persönlichen Schicksal sondern auch an den Einschränkungen, die Du derzeit hast? Ich fasse es nicht. |
Zum Glauben an Lebensmittel, Produkte usw...
Das ist ein gutes Beispiel. Man informiert sich hier ja auch zusätzlich über Medien und Experten wie zB Stiftung Warentest, ADAC Reifentest, WDR Marktcheck, Bio Siegel, DXOmark Auflösungstest usw. Auch wenn man das teilweise kritisch sehen kann, ist es doch ein Anhaltspunkt für die Informationen was hinter etwas steckt. Aber bei Impfstoffen und Corona Zahlen usw vertraut man niemandem? |
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Gruß Jan |
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