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alberich 18.10.2015 19:56

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 1748790)
Hat sich noch Niemand gefunden den Link zu öffnen, der Artikel ist meiner Meinung nach angemessen, obwohl ich die Richtung nicht mag.
Ernst-Dieter, vielleicht wissen unsere Schweizer User mehr?

Ich konnte es nicht lassen....

Kurz zusammen gefasst;
  1. Die Zukunft gehört spiegellosen Systemkameras und Smartphones
  2. Video und Foto werden immer mehr verschmelzen
  3. Neue Sensoren werden energieeffizienter sein
  4. CMOS wird abgelöst werden, sobald eine Technologie besser und mindestens so günstig ist in der Herstellung
  5. Bilder und der Umgang mit ihnen wird irgendwie in der Gesellschaft immer wichtiger werden.
Die Leiterin des Labors für "Images and Visual Represantation" der Technischen Hochschule Lausanne, weiß demnach auch nicht unbedingt viel mehr als der Rest.

Aber, welche "Richtung" kann man daran nicht mögen und was könnten die "Schweizer User" dazu mehr wissen? Du sprichst, wie eigentlich meistens, in Rätseln.

Auf Grund des Erkenntnissgehalts ist dieses Interviews als Lese-Tipp nicht unbedingt zwingend.

:D

usch 18.10.2015 20:29

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1748612)
Der Wechsel von Minolta vom MD zum A-Bajonett war seiner Zeit einfach wegen dem AF nötig.

Da bin ich nicht so sicher, ob es unbedingt nötig war. Nikon hat es ja auch geschafft, das alte Bajonett nochmal entsprechend zu erweitern. Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, daß Minolta damals durch den Bajonettwechsel mehr Kunden verloren hat, als Sony heute durch eine Abkündigung des A-Mounts verlieren würde. Zumal es damals weder gescheite Adapter gab noch eine mehrjährige Übergangszeit mit beiden Bajonetten parallel. Es gab wohl einen Telekonverter, der an einem Ende ein SR-Bajonett und am anderen Ende ein A-Bajonett hatte, das war alles. Für jemanden wie mich, der vorwiegend im Weitwinkelbereich unterwegs ist, wäre das keine Lösung gewesen.

Zitat:

Dafür funktionieren damalige Kameras wie XG 9 oder noch älter heute noch, wo hingegen die heutigen Kameras in 30 Jahren allesamt als Elektronikschrott auf dem Müll oder bestenfalls in irgend welchen Schränken lagern.
Meine XE-5 war zum Schluß allerdings auch schon mit Tesafilm zusammengehalten, so einfach kriegst du die heutigen Elektronikboliden sicher nicht mehr repariert. :lol:
Das liegt aber nicht nur an der anfälligeren und komplizierteren Elektronik, sondern auch an der intensiveren Nutzung, weil man keine nennenswerten Materialkosten mehr hat. Ich hab damals schon viel fotografiert, aber heute mache ich an manchem Tag mehr Aufnahmen als früher im ganzen Jahr. Was die Anzahl der Auslösungen angeht, dürfte meine α7S die XE-5 schon jetzt überholt haben.

Zitat:

Ich wage vorher zu sagen, dass in 30 Jahren niemand mehr mit einer Minolta D7d fotografiert.
Und ich hab mich verrechnet :oops:. Meine erste SLR habe ich zwar insgesamt fast 30 Jahre benutzt, aber von der Einführung des A-Bajonetts bis zur D7D waren es natürlich nur 20 Jahre.

Zitat:

Zitat von Erebos (Beitrag 1748624)
Das ist das einzige Problem an der Situation. Ich kann nicht wissen, wann meine A65 sich mit Kamera Fehler verabschieden wird und ich sehe das Risiko, dass es genau einen Monat passieren wird nachdem man keine A77 II mehr kaufen kann. Dann schaue ich echt doof aus der Wäsche.

Schlimmstenfalls gibt es immer noch den Gebrauchtmarkt. Gerade wenn es so kurz nach dem Tag X passieren würde, dürfte es noch genügend gut erhaltene Exemplare geben.

Zitat:

Technisch muss ich sagen, würde mir die a65 noch ein paar Jahre reichen.
Das ist Sonys Problem. Die Kameras sind mittlerweile auf einen so hohen Niveau, daß die Argumente für eine Neuanschaffung immer weniger werden. Selbst bei meinem Haupt-Kaufkriterium "High ISO" kann ich mich mit der α7S schon beruhigt zurücklehnen und eine oder zwei Kameragenerationen überspringen, und ich bin da wirklich anspruchsvoll und bei entsprechendem Mehrwert auch gerne bereit, Geld in die Hand zu nehmen.

Die Aufgabe ist also, mit weniger verkauften Kameras mehr Gewinn zu machen. Das kann logischerweise nur mit höheren Preisen funktionieren. Aber auch nur bis zu einer gewissen Grenze, oberhalb derer sie gar nichts mehr verkaufen. Wo diese Grenze liegt, testen sie anscheinend gerade aus.

Zitat:

Zitat von CP995 (Beitrag 1748721)
Ich denke, daß APS-C (leider) das erste Format ist, das vom Markt verschwinden wird.
Auch im DSLR Bereich passiert da nicht mehr viel.

Mit 36 MP und mehr sind die Vollformat-Kameras ja mittlerweile auch so weit, daß man getrost einen KB-Sensor im Cropmodus benutzen und damit die vorhandenen E- oder DT-Objektive weiter verwenden kann. So viel größer als eine NEX-7 ist eine α7R ja auch nicht. Nur teurer. :(

Zitat:

Zitat von WildeFantasien (Beitrag 1748723)
Solange Sony derart exotische Kameras wie die RX1R II anbietet, glaube ich auch an einen a99-Nachfolger.

Es würde auch irgendwie keinen Sinn machen, dem zweitgrößten Modell noch einen Nachfolger zu spendieren, aber das Topmodell einfach ersatzlos auslaufen zu lassen, obwohl alle nötigen Komponenten (AF-Modul aus der A77 II, 5-Achsen-Stabi und 42-MP-Sensor aus der α7R II, Gehäuse von der alten A99) eigentlich schon vorhanden sind. Man kann höchstens spekulieren, warum sie den Nachfolger noch unter Verschluss halten – möglicherweise, um den FE-Neuvorstellungen erst mal nicht die Schau zu stehlen.

Ernst-Dieter aus Apelern 18.10.2015 20:34

Naja,die Dame wird schon deutlicher. Sie meint Spiegelreflexkameras, natürlich mit OVF würden so stark an Bedeutung verlieren, daß das kommerzielle Interesse der Hersteller an eben diesen Modellen abnehmen wird und Canon und Nikon noch 1-2 Modelle für Leute im Programm haben, die unbedingt SLR wollen.Wegen der alten Objektive u.a..Ich finde es aus dem Grund interessant um mal die Sichtweise von Auguren der Szene kennenzulernen.Ich bin nicht der Ansicht dieser Expertin.DSLR wird es noch lange geben, die Naturphotografen würden sonst meutern.Aber vielleicht teilen ja einige User hier im Forum doch die Meinung der Dame?
Wenn die Dame Recht bekäme, dann hätte Sony Vieles richtig gemacht.
Nochmals, es wird nicht so eintreten und nicht nur aus dem Grunde weil es nicht sein darf.
Puuh Ernst-Dieter
PS Der Thread tritt nun schon quasi länger auf der Stelle,da seit der Eröffnung am 11.7.2013 sich Nichts an den Aussichten geändert hat.

mick232 18.10.2015 20:47

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1748811)
Das ist Sonys Problem. Die Kameras sind mittlerweile auf einen so hohen Niveau, daß die Argumente für eine Neuanschaffung immer weniger werden.

Technischen Fortschritt wird es weiterhin geben, und damit Argumente für eine Neuanschaffung. Zitate, die das Ende einer technologischen Entwicklung vorhersagen, gibt es wie Sand am Meer, und meistens haben sie sich als Irrtümer erwiesen.

Wir sind ja noch nichtmal in einer Situation, wo keine Verbesserungen mehr denkbar wären, ganz im Gegenteil. Das immer noch aktuelle A-Mount-Topmodell A99 lässt in vielen Bereichen zu wünschen übrig, das war selbst 2012 schon klar. Auflösung, Sensitivität, AF, Geschwindigkeit, Bedienkomfort, Anbindung an externe Dienste, eingebaute Bildoptimierung und -verarbeitung, HDR, Panoramen - alles ausbaufähig, von neuen Funktionen ganz zu schweigen.

Eine Kamera aus dem Jahre 2015 wird 2025 wirken wie ein Sony K750i verglichen mit einem Experia Z3. Ausser dass man damit telefonieren kann haben sie nicht mehr viel gemeinsam - das hätte 2005 auch nicht jeder erwartet, schon gar nicht Nokia.

usch 18.10.2015 21:26

Zitat:

Zitat von mick232 (Beitrag 1748825)
Zitate, die das Ende einer technologischen Entwicklung vorhersagen, gibt es wie Sand am Meer, und meistens haben sie sich als Irrtümer erwiesen.

Das war keine Vorhersage, sondern eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes.

Seit ich (mit einer HP Photosmart 215) in die digitale Fotowelt eingestiegen bin, habe ich mehr als ein Dutzend Kameras gekauft :shock: :oops:, und mit jeder hab ich mich in irgendeiner Weise gegenüber dem Vorgänger verbessert. Aktuell sehe ich aber keinerlei Anreiz, meine α7S durch eine α7S II oder meine α7 durch eine α7 II zu ersetzen, und auch die RX100 II, III und IV haben mich gegenüber dem ersten Modell nicht reizen können.

Interessant finde ich zur Zeit höchstens die α7R II, die gleichzeitig sowohl die α7 als auch – im 18-MP-Cropmodus – die NEX-7 ersetzen könnte. Die Verbesserung wäre hier das "Downsizing" von zwei Kameras auf eine. Aber die ist leider (noch) jenseits meines selbst gesetzten Preislimits.

weris 18.10.2015 22:34

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1748612)
Das trifft es eigentlich auf den Punkt, Mir wäre es damals auch lieber gewesen, ein anderer Hersteller hätte die Kamerasparte von Minolta übernommen. Wobei dann wieder fraglich wäre, ob es dann überhaupt noch was davon gäbe.

Gruß Wolfgang

Das kann man natürlich nicht wissen. Aber Pentax z. B. hat in den letzten Jahren 2x den Besitzer gewechselt und trotzdem gab es bei den DSLR eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Mein Sohn und ich sind 2011 hobbymäßig in die Fotografie eingestiegen, 2012 kaufte er dann die Pentax K5 und ich eine A65. Bei Pentax gab es (neben kleineren Modellen) dann die K5II, K5s und jetzt die K3. Letztere hat er sich jetzt gekauft, weil sie technisch einfach deutlich verbessert ist. Ich klebe dagegen immer noch bei meiner A65, Stand Technik 2011, kein Nachfolger in Sicht, und werde mich in Zukunft wohl stärker mit meiner Olympus OMD-EM10 beschäftigen.

BeHo 18.10.2015 22:39

Zitat:

Zitat von weris (Beitrag 1748858)
[...]Ich klebe dagegen immer noch bei meiner A65, Stand Technik 2011, [...]

Dass es die :a:77M2 gibt, hast Du aber schon mitbekommen? :roll:

Giovanni 18.10.2015 22:41

Zitat:

Zitat von mick232 (Beitrag 1748825)
Das immer noch aktuelle A-Mount-Topmodell A99 lässt in vielen Bereichen zu wünschen übrig, das war selbst 2012 schon klar. Auflösung, Sensitivität, AF, Geschwindigkeit, Bedienkomfort, Anbindung an externe Dienste, eingebaute Bildoptimierung und -verarbeitung, HDR, Panoramen - alles ausbaufähig, von neuen Funktionen ganz zu schweigen.

Eingebaute Bildoptimierung hat Zukunft. Eine Bekannte von uns benutzt das auf ihrem Handy ständig. Die chinesische Software glättet die Haut, "optimiert" die Gesichtsform und streut auch noch rosa Herzchen über's Bild. Sie mag sich schon gar nicht mehr auf anderen Fotos sehen. A-Mount-Fotografen können es kaum erwarten.

About Schmidt 18.10.2015 23:17

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1748811)
Da bin ich nicht so sicher, ob es unbedingt nötig war. Nikon hat es ja auch geschafft, das alte Bajonett nochmal entsprechend zu erweitern. Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, daß Minolta damals durch den Bajonettwechsel mehr Kunden verloren hat, als Sony heute durch eine Abkündigung des A-Mounts verlieren würde. Zumal es damals weder gescheite Adapter gab noch eine mehrjährige Übergangszeit mit beiden Bajonetten parallel. Es gab wohl einen Telekonverter, der an einem Ende ein SR-Bajonett und am anderen Ende ein A-Bajonett hatte, das war alles. Für jemanden wie mich, der vorwiegend im Weitwinkelbereich unterwegs ist, wäre das keine Lösung gewesen.

Leider weiß ich nicht mehr um die Gründe und kann auch keine Quelle mehr benennen. Aber ich kann mich erinnern seiner Zeit gelesen zu haben, dass man ein AF in das bestehende Minolta Bajonett nicht implantieren konnte und deshalb ein anderes, neues Bajonett entwickelt hat.

Von dieser Entscheidung war ich seiner Zeit auch schwer enttäuscht und überlegte mir ein Wechsel zu einer anderen Marke. Da ich allerdings zwischenzeitlich hauptsächlich Contax Kameras und Zeiss Objektive hatte und diese sich auch noch gut verkaufen ließen, habe ich mir dann doch eine Minolta 800si gekauft. Diese habe ich auch immer noch und mein Freund fotografiert ab und an mal noch mit der Kamera. Als damals Minolta eine DSLR Kamera anbot, auf die meine Objektive passten, war ich schon erlöst. Meine D7d habe ich allerdings auch erst dann gekauft, als Sony Minolta schon übernommen hatte.

Gruß Wolfgang

Zaar 18.10.2015 23:22

Nachdem ich mich entschieden hatte, die A6000 wegen ihrer besseren Bildqualität zu meiner Hauptkamera zu machen, habe ich das Thema A77 Verkauf ziemlich lange vor mir hergeschoben. Wie sich jetzt abzeichnet wohl zu lange. Wahrscheinlich werden meine Kinder immer mal wieder Freude damit haben (nachdem mich mein Sohn letztens vor "Publikum" angegangen ist, dass ich doch mindestens drei gute Kameras hätte und warum er nicht eine haben könnte - er ist 9 und für ihn sind alle Kameras mit Sucher toll ;)).

Ich habe mich damit abgefunden und meine günstige A6000 lieben gelernt (auch im Umgang mit Adapter). Vielleicht kaufe ich mir noch eine zweite, um von Zeit zu Zeit einen Objektivwechsel zu sparen. In Kombi mit dem 70-200/4 geht damit sogar Sport. Was ich aber wirklich brauchen könnte wäre eine A7III mit dem AF der A6000 oder einen LA-EA5 mit dem AF der A77II. Mit dem 70-200/4 bin ich bei meinen Sporthalleneinsätzen regelmäßig zwischen super nutzbaren ISO3200 und gerade noch akzeptablen ISO6400.

Ich hoffe allerdings, dass auch Sony oder Drittfirmen auch im E-Mount Consumer-Objektive (und Kameras) herstellen, denn ich war schon im A-Mount nicht gewillt, exorbitante Summen einzusetzen und das wird sich auch im E-Mount nicht ändern ...

Viele Grüße,
Markus


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