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Techfreak 05.10.2025 14:23

Zitat:

Zitat von Dirk Segl (Beitrag 2331473)
Das 90er ist halt etwas kurz für Schmetterlinge und Eidechsen wegen der Fluchtdistanz und das 100-400 auch mit 1,4er TC von der Naheinstellgrenze etwas zu lang für kleine Spinnen,

Die Frage auch hier:

Eher ein 100/2.8 oder das 70-200 f4 Version II ??

Welches der beiden wäre der bessere Allrounder für die oben beschriebenen Anwendungen.
Preislich sind diese ja nah beieinander, wenn man noch einen TC dazu haben will.

Mit einem 2,0er TC wäre ich beim 70-200 ja bei 400/f8 mit einer Nahgrenze von 0,45m und fast 1:1.

Aber wie groß ist das Motiv dann wirklich auf dem Sensor ?

Das ist alles ziemlich kompliziert. :crazy:

Das 70-200 f4 bescheißt ja wohl :?
Wie aidualk schreibt

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 2331430)
Ja. Die Brennweite ist für unendlich angegeben. Z.B. beim oben zitierten Sony FE 70-200mm G OSS Macro II bleibt bei 200mm an der Nahgrenze nicht mal mehr 100mm übrig.

und zeigt
https://www.sonyuserforum.de/forum/s...14&postcount=7

Auch wenn ich es physikalisch noch nicht ganz verstanden habe, ist das 100mm wohl die deutlich bessere Lösung. Vorallem, wenn man noch einen TK einsetzt

aidualk 05.10.2025 14:57

Wenn man sich auf Macro spezialisiert (hat), ist das 100mm auf jeden Fall die bessere Lösung. Da gibt es überhaupt nichts dran zu rütteln. Die Frage ist aber, bin ich auf Macro spezialisiert bzw. will ich mich auf Macro spezialisieren!?
Das FE 70-200mm/4 G Macro II ist eine ideale Allround-Linse, die einen sehr schnellen AF hat und dazu noch, in gewissem Maße, Macro tauglich ist. Dazu ist es, für das was es bietet, klein, leicht und handlich. Mehr als 1:2, die dieses Objektiv kann, kam ich bisher nicht in den Bereich, wo ich persönlich an die Grenze gekommen wäre.
Ich bin aber auch kein Macro Spezi! Ich habe das Objektiv jetzt über 2 Jahre und bin nach wie vor sehr zufrieden damit (als Allround Einsatz).

Damals ging es in erster Linie darum, dass manche Influenza erzählten, die 200mm Macro würden neue Bereiche erschliessen, weil sie mehr Arbeitsabstand bringen. Und das ist bei dem Objektiv eben genau nicht der Fall.

Hier sind ein paar Nahaufnahmen, die ich damals bei der Vorstellung des Objektivs, damit gemacht hatte. Dabei hatte ich aber die Nahgrenze noch nicht erreicht: https://www.sonyuserforum.de/forum/s...8&postcount=53

Dirk Segl 05.10.2025 15:40

Kannst Du, wenn Du mal Zeit hast ein Foto einer Münze, z.B. 2 Euro mit dem 70-200 f4 machen und ohne Crop hier einstellen.?

Mal an der Naheinstellgrenze und bei einem Meter.

Um beim Thema zu bleiben.
Wenn einer das 100/2.8 bekommt bitte auch mal bei100mm, 140mm und 200mm.

Vielen vielen Dank.


Dirk.

aidualk 05.10.2025 16:26

q+d auf meinem Schreibtisch ;)

an der Nahgrenze. Auf die Münze fokussiert. Das Lineal ist schon minimal unscharf.


Bild in der Galerie


1m Entfernung


Bild in der Galerie

(dass keine 200mm in den Exifs stehen, ist nur aus Versehen, wohl beim Hantieren passiert - aber an der Nahgrenze ist das bei dem Objektiv egal. Da ist bei jeder Brennweite der gleiche Abbildungsmaßstab)

Dirk Segl 05.10.2025 16:31

Genial !!
Vielen vielen Dank !!

Da habe ich jetzt ein Gefühl für den realen Abbildungsmaßstab.

Grüße !!
Dirk

Mudvayne 05.10.2025 18:31

Musst ja nur den doppelten Sensor nehmen. Also aus den 24x36mm werden eben 48x72mm.

Ich besitze selber das Sony 70-200/4 II und das glänzt eben durch seine Vielseitigkeit. Ich habe es bewusst für Reisen gekauft, weil das 24-105 zu kurz war und für Hochzeiten sowieso das Sigma 24-70 II Einzug hielt, mir ein zusätzliches Makro für die paar Gelegenheiten zu viel wurde. Andere "Reisezooms" (was man auch immer in diese Kategorie werfen möchte) boten mir bei gleicher Kompaktheit entweder nicht die Bildqualität oder die Makrofunktion.

Das 100er Makro (GM) wird aber ganz andere Vorteile haben: Der "neue" AF im Nahbereich mit der AI-Bilderkennung von Insekten macht mich schon neugierig. Das 90er Makro (G) war da auch nicht unbedingt träge, aber es war Luft nach oben.

usch 05.10.2025 18:37

Zitat:

Zitat von Techfreak (Beitrag 2331487)
Das 70-200 f4 bescheißt ja wohl :?

Die einen nennen es Magie, die anderen nennen es Betrug, wenn sie die physikalischen Zusammenhänge nicht verstehen. ;)

Ein rein auszugfokussierendes Objektiv mit konstanter Brennweite würde bei Maßstab 1:2 um die Hälfte der Brennweite länger, bei 200 mm Brennweite also um 10 Zentimeter. Wenn man das nicht will, muss die Brennweite zum Nahbereich hin kürzer werden.

Wenn man die Linsengleichung ein bisschen umstellt (detailliert haben wir das vor zwei Jahren schon mal durchgekaut), kommt man auf
D = f·(M+1)² ⁄ M   bzw.   f = D·M ⁄ (M+1)²
mit dem Abbildungsmaßstab M = b⁄g und der Aufnahmeentfernung D = b+g.

Setzt man da D=0,42 m und M=0,5 ein, kommt man auf eine Brennweite von 93mm an der Nahgrenze.

Streng genommen gelten die Formeln eigentlich nur für dünne Einzellinsen, nicht für komplexe Konstruktionen mit mehr als einem Dutzend Linsen und Linsengruppen, aber es ist offenbar doch ein guter Anhaltspunkt für die Größenordnung.

Entsprechend ergibt sich – um wieder zum Thema zu kommen – für das SEL100M28GM an der Nahgrenze bei D=0,26 m und M=1,4 eine Brennweite von 63 mm.

Dirk Segl 06.10.2025 06:04

Zitat:

Zitat von Mudvayne (Beitrag 2331496)
Musst ja nur den doppelten Sensor nehmen. Also aus den 24x36mm werden eben 48x72mm.

Hää ??
Es ging darum, wie groß der Abbildungsmaßstab bei 200mm an KB bei diesen beiden Brennweiten real sind und nicht nur theoretisch.

1m weil das zum einen eine gute Entfernung in Bezug auf Schmetterlinge ist, und ich es gut mit dem 90er Tamron an APSC und dem 100-400 an KB vergleichen kann dessen Naheinstellgrenze ja diese 0,98m sind.

Die Angaben zur Brennweite beziehen sich halt nur auf Unendlich und da kommen schon deutliche Unterschiede bei raus.

Mudvayne 06.10.2025 10:35

Die Brennweite ist ja in dem Vergleichs-Beispiel fix, auch die Naheinstellgrenze ist fix, wo genau soll da jetzt die Varianz herkommen? Wenn Sony angibt, unser Objektiv hat einen 1:2-Abbildungsmaßstab, dann gehe ich doch davon aus, dass sie diesen nur bei der für sie besten Brennweite im Falle eines Zooms oder eben bei einer Festbrennweite sowieso fixen Brennweite an der Nahdistanz meinen können? Und das wären dann beim 70-200/4 Makro eben ca. 7cm in der Breite, das Lineal zeigt ca. 6,5cm. Das was du meinst ist doch der "Arbeitsabstand", sprich die Distanz zwischen dem zu fotografierenden Objekt und dem physischen Ende des Objektivs? Inwiefern ist das also theoretisch? Aber ich glaube ich weiß jetzt was du wolltest und zwar herausfinden, ob bei verschiedenen Makros bei gleichen Abbildungsmaßstäben signifikant andere Arbeitsabstände zustande kommen? Da solltest du tatsächlich mit APS-C oder einer a7rv am besten fahren. Das 70-200/4 fährt bei 200mm auch ordentlich aus, sodass es im Grunde auch wieder die doppelte Baulänge zum 90er Makro hat.

aidualk 06.10.2025 11:01

Zitat:

Zitat von Mudvayne (Beitrag 2331509)
...das Lineal zeigt ca. 6,5cm.

Nur mal nebenbei: Ich habe das eben nochmal überprüft. Ja, das Objektiv hat wohl ein ganz klein wenig mehr als die 1:2. Dazu kommt noch: Ca. 2mm werden durch das Verzeichnungsprofil in PS/Lightroom beim Entwickeln 'verbraucht'.


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