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Hier im Forum bin ich so gut wie nie in der Lage zu erkennen welches Bild nun mit VF oder welches mit eine Crop Kamera gemacht wurde. Erkennen kann man das höchstens bei wirklich großen Vergrößerungen. Aber wer macht das schon? Berufsfotografen machen das und einige Enthusiasten. Der "normale" Fotograf macht das so gut wie nie oder eben sehr selten. Dafür dann den doppelten Preis hinzulegen um einige wenige Male Vergrößerungen machen zu lassen wäre mir der Preis nicht wert. Zumal man den Unterschied auch nur im direkten Vergleich sehen kann. Es gibt da eine ähnliche Geschichte im Angelbereich. Ich Fische ja nun schon seit fast 50 Jahren und in den ersten 20 Jahren hab ich immer wieder ganz ehrfurchtsvoll die Berichte gelesen die von der Fliegenfischerei handelten. Fliegenfischen, die Königliche Fischwaid, die Angel der Könige und Fürsten, nur was für absolute Profis und nur äußerst schwer erlernbar. Unglaubliches Fachwissen ist dafür nötig und es gibt nur wenige Auserwählte die dazu in der Lage sind, die Fliege so elegant und so gut zu werfen, das sich die edle Forelle oder der König der Fische, der Lachs, ohne Argwohn daran vergreifen. Ja, das alles hab ich geglaubt. Bis zu dem Tag, an dem mir ein Bekannter so ein Teil (Fliegenrute) in die Hand drückte und mir sagte ich solls doch mal versuchen.:shock: Na gut dachte ich, mehr als blamieren kann ich mich nicht. :zuck: Ums kurz zu machen, es dauerte nur wenige Minuten und ich konnte den ersten Wurf machen und weitere 1-2 Std. um die Fliege so werfen zu können, das ich damit ans Wasser gehen konnte ohne mich zu stark zu blamieren. Beim Angeln gibts es nichts was lächerlicher aussieht als wenn jemand mit der Fliegenrute fischt und es nicht kann. An meinem ersten Angeltag mit der Fliegenrute fing ich 2 Bachforellen und zwei Äschen und die Fliegenfischerei hatte ihr ganzes Geheimnis verloren. Auch heute noch halten viele Angler die Fliegenfischerei für eine absolut elitäre Art der Fischerei obwohl das völliger Blödsinn ist. Das einzig elitäre an dieser Art der Fischerei sind die Kosten die man für eine Tageskarte an einem wirklich guten Fliegengewässer hinlegen muss. Das wars aber auch schon und damit wären wir wieder beim Thema VF. ;) Für die Art der Fotografie wie Rainer sie macht, braucht man VF überhaupt keine Frage, für die Art der Fotografie wie sie meinetwegen Ingo, Schmalzmann oder ich machen, ist VF eher hinderlich. Das ist einfach so, aber das alles ist kein Grund eine VF zum Maß der Dinge zu erklären oder schlimmer noch, nur diejenigen zu ernsthaften Fotografen zu erklären die mit VF fotografieren und das hab ich hier leider mehr als einmal lesen müssen,(womit wir wieder beim elitären wären) sondern lediglich ein Werkzeug für das, was ich erreichen will. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. |
Ich hab den Beitrag eben erst entdeckt, ihn auch vom ersten bis zum letzten Kommentar gelesen, und jede Menge ausgesprochen wortgewandte und kompetente Infos bekommen. Natürlich sind hier auch Emotionen hochgekommen, aber alles in sehr zivilen Grenzen formuliert - ein tolles Forum :top:.
Für mich persönlich haben sich die "must have" Gründe für VF in den letzten Jahren alle suksesive verringert. Ganz ursprünglich natürlich die Auflösung selbst, für die man eine entsprechende Fläche gebraucht hat. Dann war da der bessere Pixelpitch für weniger Rauschen bzw. höhere ISO, was sich nicht zuletzt mit der BSI-Technologie auch auf kleinformatigeren Sensoren deutlich verbessert hat. Und in Zeiten ohne EVF ganz klar das kleinere Sucherbild aufgrund des halb so großen Spiegels. Mittlerweile liefern APS-C Sensoren ausreichend Bildqualität und - auflösung für jeden Amateur, teilweise sogar Profi (kenne einige Profies die ihre Reportagen mit den VF-Kameras sogar nur auf sRAW fotografieren, da würde APS-C mehr als ausreichen). Die neuen EVF, speziell die OLED-Technologie, scheinen endlich auch genug Information und Darstellungsgröße zu bieten damit einem da auch nichts mehr abgeht. Alles Argumente für den APS-C. Bezüglich Brennweitenverlängerung vs. nachträglichem Crop bin ich ein Verfechter von "What you see is what you get" - also auch eher pro APS-C. Und natürlich ist mir das geringer Gewicht und die günstigeren Kosten ebenfalls sympatisch ;). Deutlich unter 24mm WW fotografiere ich persönlich nicht, damit geht mir da auch nichts ab. Das einzige was mich stört ist, dass APS-C Kameras bis dato immer mit "günstiger" produzierten, teilweise sehr kleinen Gehäusen einher gehen (ausser der Canon 7D ist mir kein zu VF vergleichbares Gehäuse bekannt - abgesehen von der schon etwas betagten A700) und nicht selten das Weglassen von externen Bedienelementen. Somit definiert im Moment eigentlich der Hersteller selbst APS-C als weniger professionell, nicht der Cropfaktor oder die Abbildungsleistung. Mit der A77 könnte sich da erstmals wirklich einiges umdrehen - Zeit wird's ;)! Und desswegen würde ich persönlich nicht mehr Geld für eine A850/900 ausgeben, sondern klar APS-C der kommenden Generation einer bis zu drei Jahre alten A900 vorziehen. Erich |
Irgendwie hab ich immer öfter den Eindruck, ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich nicht nur mit meiner A900 fotografiere, sondern das auch noch sehr gerne tue.
Warum entgleisen solche treads immer? Dieser hier war ursprünglich mit mehr als nur einem Augenzwinkern gelaufen und plötzlich dreht es sich komplett... und das nicht zum ersten mal... aber irgendwie immer von der gleicher Seite.... :( :? finde ich eigentlich sehr schade!! |
Ich finde nicht das dieser Thread entgleist und entschuldigen dafür welche Kamera er benutzt, muss sich deswegen schon gleich dreimal keiner.
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Ich fotografiere gerne mit der A850 und meinen alten Minolta Objektiven, die an der A77 leider bei weiten keine vergleichbare Leistung erbringen würden. Damit ist für mich die A77 soundso kein Thema mehr. Teuer sind die Objektive und nicht der Body. Damit trifft es sich ganz gut, dass ich eher Porträt, Studio, Landschaften und Events fotografiere. DAs geht damit sehr gut. Ach ja, und ich fotografiere sogar noch mit der A1 und der D7D und bin, je nach Einsatzzweck sehr zufrieden. Es ist zum wirklich Schämen. |
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Und welche Seite meinst du mit der "immer gleichen" eigentlich? Steh' ich auf der Leitung? Und entschuldigen weil man das amtierende Flaggschiff einer Produktreihe benutzt wäre ja extrem übertreiben, oder ;)? Für mich, der eben noch nie das Geld für eine so leistungsfähige Kamera hatte, wie die A77 scheinbar wird, ist eben die Freude darüber groß, dass sich eine Entwicklung auch mal in eine Richtung bewegt, die mir persönlich einfach passt. Aktuell fotografiere ich immer noch mit meiner R1 (Freundin mit der A55), und da gab es bislang nicht wirklich viel, was ich hätte haben wollen bzw. mir auch leisten hätte können. Erich |
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Stephan |
Finde ich auch nicht. Alles gut zu lesen.
Ich habe meine 850 einfach lieber in der Hand als meine Zweitkamera, 700. Etwas größer und noch etwas besserer Bedienkomfort. Den Aufpreis rechtfertigt das vermutlich nicht, aber ist ja Hobby. Von der Bildqualität her schieße ich mit der 200 eigentlich kaum unterscheidbare Fotos zur 850 (solange ich nicht viel zuschneiden muss). Ist allerdings deutlich weniger komfortabel, so dass da der Aufstieg von 200 auf 700 für mich begründbar war. Von 700 auf 850 eigentlich nicht mehr. Das ist zumindest für mich tatsächlich zu 90% eine emotionale Sach gewesen... aber da bilde ich mir auch ein, dass man bessere Fotos macht, wenn man die Kamera lieber in der Hand hat... :D Und mal zum Vergleich: Durch einen Batteriegriff erhöht sich die Bildqualität auch nicht. Da ich viel Hochformat mache, erhöht sich allerdings der Bedienkomfort gewaltig! Vor einem Jahr wäre ein Batteriegriff für mich noch völliger Quatsch und sogar eine Last gewesen... jetzt fotografiere ich andere Sachen und da ist das eine riesige Erleichterung.... entsprechendes gilt eventuell auch für Vollformat/APS-C... |
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Ich verwende neben der D7D wenigstens noch die A2, die A1 fristet ein einsames Dasein. Es sei denn, ich benötige mal 1/16000 zum Einfrieren. Und das blitzsynchron. :top: Gruß: Joachim |
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Dabei ist mir aufgefallen, dass diese Bilder so wie Du auch schreibst, teils etwas mehr Tiefe aufweisen, etwas distinguierter wirken, als heutige APS Aufnahmen. Aber irgendwie haben die Bilder auch etwas weniger Präsenz als die APS Aufnahmen. Hinzu kommt hier allerdings der übergreifende Vergleich analog-digital, der möglicherweise auch noch zu diesem Eindruck beiträgt. Das ist für mich schwierig einzuschätzen. Auch durch die Beiträge in diesem thread wandelt sich ein wenig mein Bild und ich sehe durchaus auch bildmässige Vorteile von APS C. Mag sein, dass bisher ein wenig zuviel Nostalgie mitspielte. VF Bilder schienen mir zweifelsfrei in jeder Hinsicht besser zu sein... Eine A77 mit Hochformatgriff könnte mich durchaus an die Dynax 7 mit Handgriff erinnern. Den Handgriff habe ich mir digital nie dazugekauft. Es könnte sein, das er einen Teil der Nostalgiebefriedigungsfunktion übernehmen könnte. :cool: |
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