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peter2tria 26.02.2021 18:49

Solange nicht alle die Möglichkeit bekommen sich impfen zu lassen, wird es keine unterschiedliche Behandlung geben können.
Wenn Gruppen von der Impfung ausgeschlossen werden, andere diese bekommen um dann Sonderrechte zu bekommen, wird es eine Prozesswelle geben - zu Recht.
Dann klagen Millionen das Recht auf sofortige Impfung ein - logisch.

guenter_w 26.02.2021 18:51

Zitat:

Zitat von walter_w (Beitrag 2188519)
Woher nimmst du deine Sicherheit? Hast du Studien dazu?

Gemäss den veröffentlichen Studien verhindert die Impfung lediglich einen schweren Verlauf der Krankheit.
Eine allfällige Verhinderung der Ansteckung weiterer Personen durch Geimpfte ist noch nicht erforscht. Es ist auch noch nicht klar, ob ein schwerer Verlauf für Dritte unterschiedlich ansteckend wirkt. Dazu fehlen heute einfach medizinisch gesicherte Studien.
Es ist auch nicht klar, wie lange der Impfschutz wirkt: 1 Monat oder halbes Jahr?

All dies wäre für einen Impfpass relevant.

Du bist ein bisschen hinter dem aktuellen Stand:
"Auch deutlich gesenktes Risiko für Ansteckung

Von den 1,2 Millionen Menschen, deren Daten ausgewertet wurden, wurde nur jeder Zweite geimpft. Dabei wurde jeder Geimpfte mit einem Nichtgeimpften verglichen, der gleiche oder ähnliche Charakteristika unter anderem bei Alter, Geschlecht, geografischer Herkunft und Gesundheitszustand mitbrachte.

Den Ergebnissen zufolge schützte der Impfstoff bereits 14 bis 20 Tage nach der ersten Dosis zu 57 Prozent vor einer Covid-Erkrankung.

Die Effektivität wuchs sieben Tage nach der zweiten Impfung auf 94 Prozent.

Nach der zweiten Dosis hatten die Geimpften der Studie zufolge zudem ein 92 Prozent niedrigeres Risiko als Nichtgeimpfte, sich überhaupt noch mit dem Coronavirus anzustecken – diese Kategorie umfasst neben Erkrankungen auch Infektionen ohne Symptome. Die Wirksamkeit des Mittels sei durch alle Altersgruppen hindurch in etwa gleich gewesen, sagte Ben Reis, einer der Co-Autoren der Studie. Also auch bei Menschen über 70 Jahre.

In Israel wurde etwa jeder dritter Einwohner bereits mit den empfohlenen zwei Impfdosen des Mittels von Biontech/Pfizer geimpft. Eine andere, bislang offiziell noch nicht veröffentlichte Studie zeigte zudem, dass das Mittel zu fast 90 Prozent die Übertragung des Virus auf andere Menschen verhindert." Zitat aus dem Spiegel

felix181 26.02.2021 19:01

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2188536)
Solange nicht alle die Möglichkeit bekommen sich impfen zu lassen, wird es keine unterschiedliche Behandlung geben können.
Wenn Gruppen von der Impfung ausgeschlossen werden, andere diese bekommen um dann Sonderrechte zu bekommen, wird es eine Prozesswelle geben - zu Recht.
Dann klagen Millionen das Recht auf sofortige Impfung ein - logisch.

Wahrscheinlich hast Du natürlich Recht - trotzdem völlig idiotisch.
Ganz nach dem Motto: "wenn´s mir schlecht geht, darf es einem anderen nicht besser gehen..."
Traurig eigentlich!

Mangfalltaler 26.02.2021 19:11

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2188536)
.... um dann Sonderrechte zu bekommen

Diese Bezeichnung halte ich schlichtweg für falsch, die grundgesetzlich verbrieften Freiheitsrechte sind keine Sonderrechte, sondern wurden pandemiebezogen auf Zeit entzogen. Es muss jederzeit begründbar sein, warum diese Rechte immer noch vorenthalten werden, die Tatsache, dass andere eben noch nicht geimpft sind, wird sicherlich Gegenstand vieler juristischer Betrachtungen sein.

guenter_w 26.02.2021 19:15

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2188536)
Solange nicht alle die Möglichkeit bekommen sich impfen zu lassen, wird es keine unterschiedliche Behandlung geben können.
Wenn Gruppen von der Impfung ausgeschlossen werden, andere diese bekommen um dann Sonderrechte zu bekommen, wird es eine Prozesswelle geben - zu Recht.
Dann klagen Millionen das Recht auf sofortige Impfung ein - logisch.

Umgekehrt wird ein Schuh draus! Wenn individuell keine Voraussetzungen mehr für Grundrechtseinschränkungen bestehen, sind Beschränkungen grundgesetzwidrig! Da dürften bald Klagen so herum laufen, zumal den Einschränkungen großenteils die parlamentarische Legitimation fehlt. Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenzen haben keinen Gesetzescharakter und sind einklagbar. Die Politik bewegt sich auf verdammt dünnem Eis, könnte und müsste das aber lösen. Beschränkungen sind für den Schutz der gefährdeten Bevölkerung da und müssen rechtssicher sein.

Das Herumgeeiere um den Impfpass ist die nächste Baustelle, man hätte Not eine gesetzliche Impfpflicht einführen können - so gibt es ein endloses Herumgelaber.

peter2tria 26.02.2021 19:15

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2188540)
Wahrscheinlich hast Du natürlich Recht - trotzdem völlig idiotisch.
Ganz nach dem Motto: "wenn´s mir schlecht geht, darf es einem anderen nicht besser gehen..."
Traurig eigentlich!

Nein- das verstehe ich nicht.
Es gibt auch Länder da wird vornehmlich die arbeitende Bevölkerung geimpft um die Wirtschaft schneller in Gang zu bekommen. Jetzt verlangt man von genau dieser Gruppe Solidarität um Ihnen dann vorzuwerfen, dass sie anderen etwas unnötigerweise vorenthalten.

Diese Gedanken kann ich nicht nachvollziehen.

felix181 26.02.2021 19:22

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2188545)
Nein- das verstehe ich nicht.
Es gibt auch Länder da wird vornehmlich die arbeitende Bevölkerung geimpft um die Wirtschaft schneller in Gang zu bekommen. Jetzt verlangt man von genau dieser Gruppe Solidarität um Ihnen dann vorzuwerfen, dass sie anderen etwas unnötigerweise vorenthalten.

Diese Gedanken kann ich nicht nachvollziehen.

...und ich kann nicht nachvollziehen, warum es Menschen gibt die sagen, dass ein Geimpfter z.B.: nicht in ein Restaurant oder Kino gehen darf, nur weil man selbst nicht essen gehen darf oder eben in´s Kino weil man nicht geimpft ist.
Im Endeffekt gehen halt beide nicht ins Restaurant - und der nicht Geimpfe fühlt sich offenbar dabei besser, weil er weiss, dass andere auch nicht essen gehen dürfen.

So eine Denkweise ist mir zum Glück völlig fremd ;)

felix181 26.02.2021 19:31

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2188545)
Jetzt verlangt man von genau dieser Gruppe Solidarität um Ihnen dann vorzuwerfen, dass sie anderen etwas unnötigerweise vorenthalten.

Was enthalten die anderen vor? Als nicht Geimpfter darfst Du sowieso nicht ins Restaurant - da wird Dir nicht vorenthalten, sondern es ändert sich für die nicht Geimpften genau gar nichts :shock:

Goldleader 26.02.2021 19:32

Ich denke, dass die Diskussionen über der Rückgabe der verfassungsmäßig verbrieften und garantierten Grundrechte erst dann richtig geführt werden kann, wenn allen Bürgern eine Impfmöglichkeit geboten wurde. Das kann aber nur dann passieren, wenn auch die vorrätigen Impfdosen verimpft werden....wenn ich dann in der Presse lese, dass sehr viele Dosen in den Lagern liegen, und nicht zum Impfen genutzt werden, werde ich sehr .......... . Bevor wir den AZ Impfstoff in andere Länder geben, würde ich mich mit meiner Familie gerne damit impfen lassen. Ohhhh, ist das vielleicht zu viel verlangt?....Tschuldigung....

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kiwi05 26.02.2021 19:41

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2188523)
Ein Impfpass kann erst kommen, wenn JEDER die Möglichkeit hat sich impfen zu lassen, solange dies für Normalbürger unter 80 nicht uneingeschränkt möglich ist, wäre der Impfpass oder daraus abgeleitet Privilegien ein Verstoß gegen das Gleichheitsprizip.

Ersetze Privilegien durch Normalität.


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