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nex69 31.03.2020 12:32

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2128945)
Das tönt gut, papierlos bringt den Coronapatienten leider wenig.

Schlussendlich doch, wenn die Prozesse besser funktionieren.

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2128945)
Spanien hat einen harten Sparkurs im Gesundheitswesen hinter sich. Allein im Universitätsspital Ramon y Cajal in Madrid wurden in den letzten Jahren 2'000 Stellen abgebaut ... Tausende Arbeitsplätze wurden im ganzen Land gestrichen, medizinische Institutionen wurden geschlossen und Spitäler nicht fertig gebaut ...

Glaube ich dir schon. Die werden aber ihre Gründe gehabt haben. Aber ich kanns nicht beurteilen.


Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2128945)
Schau dir das mal an (SRF Beitrag, ca. 2:30 Minuten):
Coronavirus: In Spanien sind Krematorien überlastet

Okay, marode ist im Fall von Spanien vieleicht nicht der richtige Ausdruck, das System wurde kaputt gespart ...

Ja marode würde ich das nicht nennen. Zuwenig Personal in der Coronakrise ist auch andernorts leider der Normalfall.

felix181 31.03.2020 13:24

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 2128959)
Dennoch ist der Tag eben nicht gegen 18h vorbei, sondern dann kommt Familie intensiver dran, wie in normalen Zeiten.

Momentan kommt eben jeder schlimm dran

steve.hatton 31.03.2020 21:30

Zitat:

Zitat von nex69 (Beitrag 2128960)
...

Ja marode würde ich das nicht nennen. Zuwenig Personal in der Coronakrise ist auch andernorts leider der Normalfall.

Die Kliniken werden auch hierzulande kaputtgespart.

Da braucht`s nicht mal eine Corona Krise, damit man das mitbekommt.

steve.hatton 31.03.2020 22:14

Interessantes Interview zur "Grundproblematik":

https://taz.de/Biologin-ueber-Pandemien/!5675740/

Crimson 31.03.2020 22:28

die konnten/wollten "wir" uns vorher nicht leisten, also steht nicht zu erwarten, dass das hinterher anders wird.

BeHo 31.03.2020 22:38

Ob es da einen direkten Zusammenhang mit der Ausbreitung von SARS-CoV-2 gibt, weiß derzeit niemand. Dennoch ist es ein interessantes Forschungsgebiet.

Zitat:

Zitat von taz.de vom 31.03.2020
[...]Wenn man illegalen Wildtierhandel und Bushmeat, also Fleisch von Tieren aus dem Regenwald oder Savannen, dauerhaft verbieten würde, wäre das ein wesentlicher Schritt.[...]

:zuck:

Vielleicht ist mit verbieten ja auch bestrafen gemeint. :?

a1000 31.03.2020 23:05

Da die letzten großen Pandemien aus Asien oder Afrika kamen, wäre das schon ein großer Schritt verschiedenen "Naturheilern" das Handwerk legen und Märkte mit ungeprüften, ungekühlten, fast verdorbenen "Leckereien" zu verbieten.
Wenn ihr schon mal Zolldokus gesehen habt, habt ihr auch gesehen, was für "Lebensmittel" (underfinierbare, stinkende Fleischstücke usw) aus nicht EU Ländern versucht wird durchzuschmuggeln.

Da das alles zu verbieten nicht möglich ist (weil kaum kontrollierbar und man damit vor allem die ärmsten Schichten treffen würde) , wird die nächste Pandemie sowieso kommen . Wir müssen nur warten.

kiwi05 01.04.2020 09:14

Wenn man morgens um 7:30 Uhr einkaufen geht, um nicht zu vielen anderen Einkäufern zu begegnen und dann die Besatzungen von 2 Doppelkabinen-Pritschenwagen den Laden stürmen, um sich, natürlich ohne Einkaufswagen, für den Tagesbedarf einzudecken, merkt man, daß das Timing nicht gut war.
Corona, nie gehört. :zuck:

Reisefoto 01.04.2020 12:33

Mein letzter Einkauf war bei Aldi. Dort läuft das so:
- Es werden maximal 60(?) Personen in die Filiale gelassen
- Betreten nur mit Einkaufswagen
- Max. 2 Personen mit einem Wagen
- Limitierte Abgabe von so kostbaren Artikeln wie Klopapier (1 Pckg.)

Abstandsmarkierungen an der Kasse und am Kassenband (Position der aufladenden Einkaufswagen).

Auf die Einhaltung wird geachtet (Security vor dem Laden, ich habe gesehen, wie Leute zum Warten weggeschickt wurden, wenn die Besucherzahl überschritten war) und die Leute machen i.d.R. auch gut mit.

KSO 01.04.2020 13:17

Meine Frau ist jetzt unterwegs, weil google sagt, jetzt sei down time.

Letzten Freitag Nachmittag war mir im supermarkt zuviel los. Abstandsmarkierungen sind zwar im ganzen Laden, aber die Leute hetzen trotzdem durch und achten in den Gängen nicht so sehr auf Abstand; an den Kassen wars ok. Kassiererin ist hinter einer Plexiglaswand. Eingangslimitierung habe ich keine mitbekommen.
Aldi war angenehmer, da leerer, Abstandsmarkierungen und an der Kasse auch Plexiglas für die Kassierer (wer die alle gebaut hat?). Auch hier keine Zugangslimitierung bemerkt, aber es gab massenweise Klopapier und Spaghetti! (vielleicht war gerade der Laster da).

About Schmidt 01.04.2020 17:11

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2129148)
(wer die alle gebaut hat?).

Diese Firma zum Beispiel
Ich kenne den Menschen hinter der Idee, der es konstruiert hat. Genial einfach und effizient.

Gruß Wolfgang

steve.hatton 01.04.2020 17:11

Ich denke das hängt auch irgendwie vom Markt ab.

Bei uns im Kaufland/Handelshof rennen sie rum wie die Bekloppten und achten auf gar nicht.
Im Rewe geht es absolut gesittet zu.

hpike 01.04.2020 17:29

Ich war eben bei uns im Edeka. Zu meinem Erstaunen, stand dort am Ende eines Warenganges, eine große Palette voll mit Toilettenpapier. Also hab ich mir ein Paket in den Warenkorb gelegt, es stand sowieso schon zum dritten Mal hintereinander erfolglos auf meiner Liste. Ich wollte weiter fahren und sehe plötzlich so halb um die Ecke rum, an einer engen Stelle, mehrere Leute stehen. Ich denke so, was stehen die denn da an einer derart blöden Stelle zum Quatschen? Als ich weiter ging sah ich plötzlich, das war irgendein Fensehteam und einer der Männer trug eine große Kamera auf der Schulter, während der andere, zwei ältere Damen interviewte:shock:.

Ich wartete kurz, da drehte sich der Journalist plötzlich zu mir hin und meinte, das jeder, der an der Palette mit Toilettenpapier vorbei käme, ein Paket mitnehmen würde und ob er mir dazu ein paar Fragen stellen dürfte? Ich sagte dann, sorry, seien sie mir nicht böse, ich würde mich ja vielleicht für das ein oder andere Thema im TV interviewen lassen, aber ganz sicher nicht über Toilettenpapier. Der Kameramann drehte sich sofort weg mit der Kamera und ich sah das seine Schultern und die Kamera alles wackelte. Als ich dann an ihm vorbei laufen konnte, sah ich ihn an, und sah das er sich kaputt lachte, ich bekam noch einen Daumen nach oben gezeigt und dann war ich auch schon vorbei.:lol: Ich hab ja mit vielem gerechnet, aber nicht mit einem Kamerateam im Supermarkt. Schon gar nicht, wegen Toilettenpapier. :lol:

a1000 01.04.2020 19:26

@hpike
Die Fernsehteams sind manchmal fies. :lol:
Am Freitag werden wir dich im "Heute-Show" als Toilettenpapier-Hamster-Käufer sehen :crazy:

hpike 01.04.2020 19:37

Das glaube ich jetzt eher nicht. :lol: Der hat die Kamera vielleicht 2 Sekunden auf mich gehalten und als er meine abwehrende Hand sah, sofort weg geschwenkt.;)

Conny1 01.04.2020 19:38

Zitat:

Zitat von a1000 (Beitrag 2129210)
@hpike
Die Fernsehteams sind manchmal fies. :lol:
Am Freitag werden wir dich im "Heute-Show" als Toilettenpapier-Hamster-Käufer sehen :crazy:

Kein Problem, er trägt Maske.:crazy:

Ecce 01.04.2020 21:30

Entschuldigt bitte die Störung bei den Unterhaltungen über Rewe, Aldi, Klopapier und Masken.

Nach den Berichten und Daten des RKI hat sich die Quote der Infizierten unter den Getesteten in zwei Wochen von 5,9 auf 8,7 % erhöht. Eine Steigerung von 47 % in zwei Wochen.
Die Verdoppelung der Ausbreitung erfolgt also zwischen 3 und 4 Wochen.

Nach den Berichten und Daten des RKI befinden sich aktuell 1.876 Menschen, die positiv getestet wurden in Intensivmedizinischer Behandlung. Eine Steigerung zum Vortag von 26%. Allerdings haben sich die Anzahl der meldenden Kliniken seit gestern auch deutlich erhöht, was die Steigerung ziemlich Wett macht. Steigerung in Wochenfrist ca 63% (auf Basis der Schätzungen des RKI). Dazu muss man noch erwähnen, dass jetzt Leute auf Intensiv sind, die sich vor ca 2-3 Wochen angesteckt haben. Also lag die Kurve vor den Einschränkungen des öffentlichen Lebens bei einer Verdoppelung alle ca 10 Tage.

Kurios, dass die Daten für Jedermann einsehbar sind.
Aber niemand in Presse und Politik sich dafür interessiert.

Schönen Abend noch!
Hefe ist auch knapp, oder?

Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...te/Gesamt.html
https://experience.arcgis.com/experi...3b17327b2bf1d4

dey 01.04.2020 21:43

Nimm doch die Zahlen für NY und berate Trump.

Ecce 01.04.2020 21:53

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 2129224)
Nimm doch die Zahlen für NY und berate Trump.

Abgelehnt!
Ich finde es reicht erst mal, wenn wir die eigene Lage in den Griff bekommen.

kiwi05 01.04.2020 22:02

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 2129224)
Nimm doch die Zahlen für NY und berate Trump.

:top::top::top:

dey 01.04.2020 22:11

Ecce
Mach mal einen konkreten Vorschlag, was sich morgen ändern sollte. Träumen ist erlaubt.
Ich selbst propagiere den den 20.4. Wo ich kann. Positives self-fulfilling prophecy.

amateur 01.04.2020 22:33

Zitat:

Zitat von Ecce (Beitrag 2129223)
Nach den Berichten und Daten des RKI hat sich die Quote der Infizierten unter den Getesteten in zwei Wochen von 5,9 auf 8,7 % erhöht. Eine Steigerung von 47 % in zwei Wochen.
Die Verdoppelung der Ausbreitung erfolgt also zwischen 3 und 4 Wochen.

Was hat die Quote der Infizierten unter den Getesteten mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit zu tun? Heißt das nicht nur, dass die begrenzten Testkapazitäten vorwiegend nur noch auf Personen mit eindeutigen Symptomen angewendet werden?

Stephan

Orbiter1 01.04.2020 22:45

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 2129224)
Nimm doch die Zahlen für NY und berate Trump.

Hat Trump nicht nötig, seine Zustimmungswerte sind diese Woche auf ein neues Rekordhoch geklettert. Das gleiche gilt für die Zustimmungswerte im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. https://today.yougov.com/topics/poli...pproval-rating Ich vermute man baut für ihn eine 100 m hohe Trump-Statue falls es ihm tatsächlich gelingen sollte dass in den USA nur 200.000 Menschen am Coronavirus sterben anstatt 2,2 Mio (wie in einer Studie prognostiziert).

Ecce 01.04.2020 22:51

Zitat:

Zitat von dey (Beitrag 2129232)
Ecce
Mach mal einen konkreten Vorschlag, was sich morgen ändern sollte. Träumen ist erlaubt.
Ich selbst propagiere den den 20.4. Wo ich kann. Positives self-fulfilling prophecy.

Ein Paradigmenwechsel wäre die logische Folge der inzwischen verifizierten Zahlen.
Der Schutz der Risikogruppe sollte Priorität haben. Der Beste Schutz ist die Immunität des Restes der Bevölkerung. Die Ausgangsbeschränkungen sind jetzt sogar schädlich, weil sie diesen Prozess verlangsamen. Und wie lange sollen wir die älteren und Kranken sozial isolieren? Wie lange dürfen wir das? Mit jedem weiteren Tag der Beschränkungen erhöhen wir das psychische Leid deren, die wir doch schützen wollen.

BeHo 01.04.2020 22:59

Zitat:

Zitat von Ecce (Beitrag 2129226)
Abgelehnt!
Ich finde es reicht erst mal, wenn wir die eigene Lage in den Griff bekommen.

Aber bestimmt nicht durch Deine Theorien.

Die weltweilen statistischen Daten sind mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet, und an einer korrekten Interpretation arbeiten weltweit zigtausend Fachleute.

Das ist viel zu komplex, um es in einem Forum wie diesem im Detail zu diskutieren.

Die Aussage, dass sich weder Journalisten noch Poltiker für frei verfügbare Zahlen und Statistiken interessierten, ist ziemlich hanebüchen. :roll:

Und ja, Diskussionen über Klopapier, Homeschooling, Homeoffice, etc. gehören hier her. Gerne auch mal mit ein wenig Humor.

Apropos Humor: Ich bin heute über ein tolles Youtube-Familien-Video mit einer Adaption von "One Day More" aus "Les Miserables" gestolpert: One Day More

Vielleicht mag dey ja das Video. ;)

P.S.: Mittlerweile bin ich auch auf einen Beitrag des BBC-Frühstücksfernsehens mit einem Remote-Interview mit den Urhebern gestoßen: Klick!

Ecce 01.04.2020 23:13

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2129241)
Das ist viel zu komplex, um es in einem Forum wie diesem im Detail zu diskutieren.

Wer hat Dir gesagt, dass es viel zu komplex ist?

UPDATE:
Es sind keine Theorien im Spiel. Es ist die Abbbildung der Realitäten. Verkündet vom RKI.
Ich schreibe hier nur über die Zahlen aus Deutschland, nicht zur Sachlage in anderen Ländern.
Hanebüchen ist es aktuell, weil sich weder in den offiziellen verlautbarungen von RKI oder regierung, noch in den TV-Medien, die ich sehe etwas von den Konsequenzen der ofiziellen Werte wiederfindet.
Humor ist gut!

PS die Tippfehler lass ich jetzt drin. Ich brauch eine neue Tastatur.

BeHo 01.04.2020 23:29

Das hat mir niemand gesagt, dass erkenne ich aus den vorliegenden Informationen.

Über welche Expertise verfügst Du eigentlich genau? Statistik? Immunologie? Virologie? Soziologie? ...

Ecce 01.04.2020 23:37

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2129245)
Das hat mir niemand gesagt, dass erkenne ich aus den vorliegenden Informationen.

Über welche Expertise verfügst Du eigentlich genau? Statistik? Immunologie? Virologie? Soziologie? ...

Lesen reicht eigentlich. Lies einfach die Berichte der letzten Tage.
Steht eigentlich schon (fast) alles fertig da.
COVID-19-Lagebericht vom 01.04.2020 (Seite 7 ganz oben) ist am einfachsten zu verstehen.

UPDATE: Lass das mit den persönlichen Angriffen. Es geht um die Sache, nicht um einzelne Personen.

BeHo 01.04.2020 23:52

Wo habe ich Dich persönlich angegriffen? Genau nirgends!

Ich lehne nur Deine Interpretationen ab, die Du hier als absolute Wahrheiten anpreist.

Welche Strategien jeweils die besten sind, weiß NIEMAND!

Von wegen "Lesen reicht eigentlich".

P.S.: Der Präsident des RKI sagte heute, dass er optimistisch gestimmt ist und bis Ostern handfeste Zahlen erwartet, wahrscheinlich erhofft.

Tobbser 02.04.2020 00:36

Hoi Ecce,

schön wieder hier von dir zu lesen. Zwei Sachen vorne weg, bevor ich auf deine Ausage eingehe.

!. Den Einleitungs- und Ausleitungssatz würde ich einfach streichen. Dann gibt es auch weniger Gezänk. Mich hat hier auch noch niemand persönlich angegriffen. (Gut, manche Formulierung einer Bilderkritik hätte ich in einem persönlichen Gespräch nur mit reichlich Nervenverlust ertragen und mit 2h harten Rugbytraining ausgleichen müssen, aber sonst gilt, immer "wie man hineinruft, so kommt es meist wieder hinaus.")

2. Ich warte immer noch auf die Antworten zu meinen letzten Fragen an dich.

Zitat:

Zitat von Tobbser (Beitrag 2127748)
A) Bei deinen Zahlen und ungebremster Durchseuchung, sind es 92.000 Patienten bei 50% der Bevölkerung, also wesentlich mehr als jegliche optimistischen Reserven aufnehmen können und das innerhalb kürzester Zeit.

B) Testen wir immer noch auf alle möglichen Coronaviren oder ist das vom Tisch?

C) Ist medizinische Betreuung zur Unterstützung des Selbstheilungsprozesse unnötig, bzw. ist es immer noch spontan, wenn künstlich ernährt und beatmet werden muss?

B) Ist für mich ein kritischer Punkt, da solche Behauptungen von den selben Menschen aufgestellt werden, die alles verharmlosen, etc.

Wenn ich mir Italien, Spanien und die USA anschaue, sehe ich nur das wir hier in Deutschland und der Schweiz in der glücklichen Lage sind, gerade noch früh genug gehandelt zu haben.

Zu deinem Post betreffend der Zahlen vom RKI:

Ich versuche noch herauszufinden, was du für eine Schlussfolgerung aus den Zahlen ziehst.
Auskunft darüber gibt mir nur dieser Teil:
Zitat:

Zitat von Ecce (Beitrag 2129223)
Dazu muss man noch erwähnen, dass jetzt Leute auf Intensiv sind, die sich vor ca 2-3 Wochen angesteckt haben. Also lag die Kurve vor den Einschränkungen des öffentlichen Lebens bei einer Verdoppelung alle ca 10 Tage.

Heißt das, wir hätten eigentlich gar keine Maßnahmen gebraucht, da ja eine Verdopplung innerhalb von 10 Tagen nicht viel schlimmer als innerhalb von den jetzigen voraussichtlichen 3-4Wochen.

Das sind doch aber alles Momentaufnahmen aus einem sehr kurzem Zeitraum.

Ich kann nicht mehr sagen, was in Deutschland passiert wäre, hätte es keine Maßnahmen ergriffen, aber ich kann mir Länder anschauen, die es verpasst haben oder absichtlich hinausgezögert haben. Meiner Meinung nach gibt es da kein positives Beispiel, Italien, Spanien, USA, selbst die Niederlande sind schon mit den Todesfällen "erfolgreich" vorbeigezogen.

"Wir" sind in der glücklichen Lage, uns über die wirtschaftlichen Probleme und Lösungen Gedanken machen zu dürfen, ohne dass "nebenbei" in Krankenhäusern die Leute aussortiert, behandelt oder eben nicht und für tot erklärt, etc. werden. Italien muss sich auch Gedanken über die Zeit danach machen, aber eben mit laufendem Schrecken.

Ich sehe einen Weg für eine teilweise Öffnung, wenn sich die Menschen jetzt an die verbreitenden Verhaltensregeln gewöhnen, um sie dann bei einer Lockerung weiter einzuhalten. Japan macht es ja ganz gut vor, aber eben mit einer anderen Bevölkerung.

Also beantworte bitte die offenen Fragen und dann bitte erst weiter im Text.

Danke dir.

roschi 02.04.2020 00:37

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2129245)
...

Über welche Expertise verfügst Du eigentlich genau? Statistik? Immunologie? Virologie? Soziologie? ...

Zitat:

Zitat von Ecce (Beitrag 2129249)
Lesen reicht eigentlich. ...

UPDATE: Lass das mit den persönlichen Angriffen. Es geht um die Sache, nicht um einzelne Personen.

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2129253)
Wo habe ich Dich persönlich angegriffen? Genau nirgends!

Ich lehne nur Deine Interpretationen ab, die Du hier als absolute Wahrheiten anpreist.

Welche Strategien jeweils die besten sind, weiß NIEMAND!

Von wegen "Lesen reicht eigentlich".

:top: Ich finde die Aussage "Lesen reicht eigentlich" in diesem Kontext, wo es um so viele Menschenleben geht, schlichtweg unverantwortlich :flop:

Ecce 02.04.2020 01:25

Zitat:

Zitat von roschi (Beitrag 2129261)
:top: Ich finde die Aussage "Lesen reicht eigentlich" in diesem Kontext, wo es um so viele Menschenleben geht, schlichtweg unverantwortlich :flop:

Macht und Verantwortung sind Zwillinge.
Wenn Du die Macht hast etwas zu verändern, hast Du auch die Verantwortung.
Es nicht zu tun wäre verantwortungslos.

Lesen ist für dich, ist im Vergleich zu den kommenden Entbehrungen, eine geringe Anforderung. Seite 7 des RKI-Bulletins von heute. Eine Tabelle mit 4 Zeilen.
Es nicht zu tun könnte unverantwortlich sein.

Aber möglicherweise findest Du das alles in Ordnung.
Dann ist für Dich alles gut.

Ecce 02.04.2020 01:59

Zitat:

Zitat von Tobbser (Beitrag 2129260)
..
Wenn ich mir Italien, Spanien und die USA anschaue, sehe ich nur das wir hier in Deutschland und der Schweiz in der glücklichen Lage sind, gerade noch früh genug gehandelt zu haben.

Zu deinem Post betreffend der Zahlen vom RKI:
..
Heißt das, wir hätten eigentlich gar keine Maßnahmen gebraucht, da ja eine Verdopplung innerhalb von 10 Tagen nicht viel schlimmer als innerhalb von den jetzigen voraussichtlichen 3-4Wochen.

Das sind doch aber alles Momentaufnahmen aus einem sehr kurzem Zeitraum.
..
Also beantworte bitte die offenen Fragen und dann bitte erst weiter im Text.

Alle deine Fragen kann ich zwar beantworten, aber für andere Länder gibt es aus meiner Sicht nur Indizien, aber keine Beweise für die vollkommen konträren Entwicklungen. Darum beschränke ich mich auf die verifizierten Daten aus Deutschland.

Eigentlich geht es nur um eine Frage: Bricht unser Gesundheitssystem wegen Covid-19 zusammen?
Die Modelle des RKI haben dies als möglich, bzw. wahrscheinlich dargestellt.
Dabei ist der Faktor Zeit (Ausbreitungsgeschwindigkeit) als Kern der Frage gestellt worden. #flattenthecurve
https://www.geogebra.org/m/nbjfjtpv
Die Frage ist mit den Zahlen des RKI beantwortet. Die Kurve ist immer flach gewesen und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich das plötzlich ändern wird.

Deine Fragen zur Genauigkeit der Tests, zum Prozess der Immunisierung und die Vorgänge auf einer Intensivstation sind nicht mehr zentral.

Was noch fehlt um die Verhältnisse endgültig zu fixieren sind die Antikörpertest.
Der Epidemiologe Gérard Krause hat sie für die nächsten Tage angekündigt.
https://www.ndr.de/nachrichten/schle...oerper112.html

Heiron 02.04.2020 07:06

Warum gibt es eigentlich bei den Fallzahlen bei Johns Hopkins und RKI so große Unterschiede?

nex69 02.04.2020 07:11

Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund wie anfangs in der Schweiz zwischen BAG und dieser Seite: https://www.corona-data.ch/

Die Zahlen der offiziellen Stellen sind ganz einfach nicht aktuell.

nex69 02.04.2020 07:19

Zitat:

Zitat von Tobbser (Beitrag 2129260)
Wenn ich mir Italien, Spanien und die USA anschaue, sehe ich nur das wir hier in Deutschland und der Schweiz in der glücklichen Lage sind, gerade noch früh genug gehandelt zu haben.

Das wissen wir noch nicht. Wir können es nur hoffen. In der Schweiz wird ein Anstieg der schweren Fälle für die nächsten Tage erwartet. Immerhin scheint die Kurve der neuen Fälle abzuflachen.

Deutschland wird nächstens China bei den Fallzahlen überholen. In den nächsten zwei Wochen wird die Zahl der belegten Intensivbetten stark ansteigen. Wenn solche Betten in ausreichender Zahl vorhanden sind, dann können die Patienten zumindest adäquat behandelt werden, was nicht heisst, dass sie überleben. Wenn man erstmal beatmet werden muss, ist die Überlebenschance bekanntlich nicht mehr sehr gross (Aussage Daniel Koch vom BAG).

Reisefoto 02.04.2020 08:04

Die Daten des RKI sind so aufbereitet, dass man Ecce fast rechtgeben kann, dass Lesen eigentlich reicht. Fast. Genauer gesagt muss man aber lesen und verstehen. Danach muss man auch noch prüfen, ob wir überhaupt von den gleichen Sachverhalten reden.

Schauen wir also mal in den Bericht des RKI vom 1.4.2020 rein:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...ublicationFile

Das sagt Seite 1:
Bestätigte Fälle, Verstorbene, Anteil Verstorbene, Genesene
67.366(+5.453*), 732(+149*), 1,1%, ca. 18.700**
Derzeit also 67.366 positiv getestete Menschen, davon sind 1,1% gestorben. Jeder hat wohl noch die relativ geringen Fallzahlen vor kurzer Zeit im Kopf.

Nun genauer zur Entwicklung, also dem zeitlichen Verlauf. Dieser ist auf Seite 4 dargestellt. Die Diagramme sind nicht ganz so leicht zu durchschauen. Ich beziehe mich jetzt auf Abbildung 4. Dort sehen wir die täglich neu berichteten Fälle. Die Anzahl geht in den letzten 3 Tagen stark zurück. Das kann am Wirken der getroffenen Maßnahmen liegen und / oder am Meldeverzug.

Rund um den 5.3. liegen wir bei grob abgelesen etwa 200 neu gemeldeten Fällen pro Tag. Am 11.3. sind es ca. 1000 pro Tag. Bei einem linearen Anstieg der Infektionen in diesem Zeitraum wären jeden Tag 200 Infektionen dazugekommen. Vom 5. bis zum 11.3. wären also bei linearem Verlauf 6x200=1200 gemeldete Infektionen dazugekommen. So war es aber nicht, denn allein am 11.3. kamen schon 1000 neu gemeldete Infektionen hinzu. Am 19.3. wurden 4000 Infektionen pro Tag neu gemeldet. Am 27.3. waren es 5500 pro Tag. Die Anzahl der Gesamtfälle steigt also keineswegs linear.

Nun zu der von Ecce zitierten Tabelle 4 auf Seite 7: Was wir dort sehen, ist die Anzahl der Testungen und der Anteil der davon positiv Getesteten der letzten 3 Wochen. Was auffällt, ist dass die Anzahl der Tests in der 11. Kalenderwoche (KW), also vom 9.-15. März, bei 127.000 lag, während es in der 12. und 13. KW jeweils rund 350.000 Tests waren. Mehr Tests ergeben natürlich auch mehr erkannte Fälle, so dass der starke Anstieg in Abbildung 4 etwas relativiert wird. Tabelle 4 zeigt aber trotzdem, dass wir keinen linearen Anstieg haben. In KW11 wurden 5,9% positiv getestet, in der 12. KW 6,8% und in der 13. KW schon 8,7%. Die Anzahl der Gesamtfälle steigt also keineswegs linear, denn dafür müsste der Prozentanteil konstant bleiben.

Als Ungewissheiten bleiben, warum wieviel Personen getestet werden und wie die Auswahl dieser Personen erfolgt. Die Tests kosten Geld, außerdem sind Labor- und Testherstellungskapazitäten begrenzt. Wurden die Kriterien, bei denen überhaupt getestet wird, vielleicht zwischenzeitlich verschärft? Dann wäre der prozentuale Anteil der positiv getesteten anders zu bewerten. Welche Vorgaben gibt es dafür und wie sehen Theorie und Praxis der Umsetzung aus? Andererseits: Die absoluten Fallzahlen könnten auch viel höher sein, wenn die Anzahl der Tests schlicht nicht mehr ausreicht um ausreichend Personen zu testen und damit halbwegs die Infektionsentwicklung widerzuspiegeln.

Mein Fazit: Unabhängig von den genauen Zahlen kommt es mindestens bis zum 27. März offenkundig zu einem starken Anstieg der Infektionen, der deutlich von einem linearen Verlauf abweicht. Aber selbst wenn ab dem 27.3. der Verlauf linear wäre, also gut 5.500 neue Infektionen pro Tag, wären das im April 165.000 neue Infektionen. Wie mein vorheriger Absatz zeigt, ist die Datenlage komplex und nicht so einfach zu durchschauen. Aufgrund der vorliegenden Zahlen des RKI sehe ich derzeit aber keinen Anlass, dem Rat der Experten nicht zu folgen.

HoSt 02.04.2020 08:22

Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 2129276)
Die Daten des RKI sind so aufbereitet, dass man Ecce fast rechtgeben kann, dass Lesen eigentlich reicht. Fast. Genauer gesagt muss man aber lesen und verstehen.

:top::top::top:

amateur 02.04.2020 08:31

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2129235)
Was hat die Quote der Infizierten unter den Getesteten mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit zu tun? Heißt das nicht nur, dass die begrenzten Testkapazitäten vorwiegend nur noch auf Personen mit eindeutigen Symptomen angewendet werden?

Ich wiederhole noch einmal meine Frage...

Stephan

HoSt 02.04.2020 08:40

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2129283)
Ich wiederhole noch einmal meine Frage...

Nichts. Und genau das ist ja das Problem an der Analyse der Zahlen. Wenn ich die Datenbasis nicht (genau) kenne, kann ich aus den Zahlen kein exakte Aussage ableiten. Punkt. Da kann ich noch so oft auf "Dreisatz" und "sieht man doch" beharren.


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