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Robert Auer 04.01.2021 14:54

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 2179469)
Genau dieses "Freiheitsbewusstsein" ist der Grund, weshalb wir noch länger mit Einschränkungen leben werden müssen.

Im Übrigen hat das überhaupt nichts mit dem Alter oder dem Stand von Menschen zu tun. Vielleicht nur mit Lebenserfahrung und der dazugehörenden Einsicht.

:top::top::top: Genau so sehe ich das auch!
Mehr als ärgerlich ist dabei (wohl nicht nur für mich), dass viele von denjenigen Personen, die am lautesten (und aus egoistischen Motiven) nach ihren persönlichen Freiheiten rufen, selbst am Wenigsten zur Überwindung der Pandemie beitragen.
Ich bin mal gespannt, wie lange die schweigende Mehrheit sich das verantwortungslose Verhalten noch gefallen lässt?

kiwi05 04.01.2021 15:01

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 2179477)
...... dass viele von denjenigen Personen, die am lautesten (und aus egoistischen Motiven) nach ihren persönlichen Freiheiten rufen.....

....deine und meine persönlichen Freiheiten auf längere Sicht als nötig einschränken.
Meine Toleranz schwindet zusehens. :evil:

Stechus Kaktus 04.01.2021 15:11

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 2179455)
Ohne hier jemanden in Schutz nehmen zu wollen ist es glaube ich, im Nachhinein ist es immer einfacher, Lagen zu bewerten.

Im Frühjahr waren solche Aussagen sicher gerechtfertigt, ab Sommer IMHO tue ich mir schwer damit.

Im Sommer, als die Zahlen überschaubar waren, hies es immer, dass es bei Inzidenzwerten > 35 oder 50 zu LOKALEN Maßnahmen kommen würde. Hier ist aber (nahezu) nichts passiert.
Schon Anfang Oktober waren die Werte in vielen Regionen deutlich größer und es ist immer noch fast nichts passiert, erst als die Werte Ende Oktober nahezu flächendeckend > 100 waren hat man halbherzig reagiert.

Und was China angeht, würde ich mal einen Blick nach Taiwan werfen. Das ist eine gut funktionierende Demokratie, das Risiko einer massiven Ausbreitung war zum Beginn der Pandemie aus verschiedenen Gründen mit Abstand am höchsten. Dort hat man schon bei den ersten Gerüchten im November schnell und umfangreich reagiert. Resultat: Aktuell gibt es ~ 100 akut Erkrankte und insgesamt 7 Todesfälle (bei ~23 Mio Einwohner)

Sicher kann man nicht alles vergleichen (inselage, rechtliche Lage und Einstellung der Bevölkerung zum Datenschutz und zu einschränkenden Maßnahmen, etc.) aber wenn ich mir ansehe, wie Taiwan helfen wollte und von nahezu allen ignoriert wurde, kann ich nur den Kopf schütteln.

TONI_B 04.01.2021 15:19

Zitat:

...Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich...
Wenn ich krank werde oder sogar sterbe, kann ich das Recht auf Freiheit nicht mehr in Anspruch nehmen. Daher sehe ich das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit als das höhere Gut!

Wenn jemand sein Recht auf Freiheit einfordert und damit mich und andere in Gefahr bringt, habe ich ein Problem damit!

Zudem wird hier dieser Freiheitsbegriff zu Unrecht(!) mit dem Recht alles tun und lassen zu können verwechselt!

Ditmar 04.01.2021 15:23

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2179485)


Zudem wird hier dieser Freiheitsbegriff zu Unrecht(!) mit dem Recht alles tun und lassen zu können verwechselt!

:top:

Sofian 04.01.2021 15:26

Die "gemäßigten" Lockdowns, welche gar keine Lockdowns im eigentlichen Sinne sind, waren halt ein Versuch es möglichst vielen Recht zu machen und trotzdem etwas gegen das Virus zu tun. War in der Retrospektive doch nicht schlecht durchdacht, aber hat einfach nicht wie gewünscht funktioniert.

Ein echter Lockdown würde halt heißen, wie Mangfalltaler schreibt, wirklich alles zu außer unverzichtbarer, systemrelevanter Infrastruktur und komplette Kontaktbeschränkungen. Das ist meiner Meinung nach wirkungsvoller und letztlich weniger schmerzhaft als diese dauerhaften, längeren Einschränkungen, wie wir sie jetzt haben.

Ich sehe da aber die Schuld bei uns Bürgern und nicht der Politik. Sie haben den kritischen Stimmen in der Gesellschaft gelauscht auf die Verantwortung der Einzelnen gesetzt und weniger beschränkt. Insofern noch ironischer von einer Corona-Diktatur zu sprechen btw. :roll:.

cbv 04.01.2021 15:30

Und das war Mist. Hätte man im Oktober knallhart einen echten harten Lockdown durchgezogen, sähe es jetzt sehr wahrscheinlich viel besser aus.

turboengine 04.01.2021 15:35

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2179485)
Wenn ich krank werde oder sogar sterbe, kann ich das Recht auf Freiheit nicht mehr in Anspruch nehmen

Dann musst Du Dich und andere wirklich permanent einsperren. Nach Corona kommen wieder Grippewellen - wie schon immer.

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2179485)
Wenn jemand sein Recht auf Freiheit einfordert und damit mich und andere in Gefahr bringt, habe ich ein Problem damit!

Volle Zustimmung. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf...

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2179485)
Zudem wird hier dieser Freiheitsbegriff zu Unrecht(!) mit dem Recht alles tun und lassen zu können verwechselt!

Wo wurde das hier verwechselt? Sehe ich nicht. Aber ständig den „totalen Lockdown“ durchsetzen zu wollen erinnert mich stark an an dunkle Zeiten.

Ditmar 04.01.2021 15:36

Zitat:

Zitat von Sofian (Beitrag 2179489)


Ich sehe da aber die Schuld bei uns Bürgern und nicht der Politik. Sie haben den kritischen Stimmen in der Gesellschaft gelauscht auf die Verantwortung der Einzelnen gesetzt und weniger beschränkt. Insofern noch ironischer von einer Corona-Diktatur zu sprechen btw. :roll:.

So ist es leider, wir halten uns an alle Regeln, waren in den letzten 2 Wochen gerade 2x zum Einkauf und ich 3x für einen Kurzspaziergang draußen.
Und Dank der ganzen Covidioten wird diese "Quarantäne" jetzt wohl noch um einiges verlängert.


Zitat:

Zitat von cbv (Beitrag 2179490)
Und das war Mist. Hätte man im Oktober knallhart einen echten harten Lockdown durchgezogen, sähe es jetzt sehr wahrscheinlich viel besser aus.

Den würde man sicher nicht brauchen, wenn eben jeder sich an die bisherigen Regelungen gehalten hätte.

Crimson 04.01.2021 15:38

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2179491)
Aber ständig den „totalen Lockdown“ durchsetzen zu wollen erinnert mich stark an an dunkle Zeiten.

ist doch für einen guten Zweck.


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