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steve.hatton 04.01.2021 12:37

Wenn seit März 2020 eine Pandemie wütet und man heute noch nicht weiß wo die meisten Ansteckungen stattfinden, dann hat man seinen Job nicht gemacht.

Irgendwie fehlen bei den Zahlen einfach zu viele Informationen - wer steckte sich wann wo an - das ganze zusammenführen und dann kann man Infektionsschwerpunkte ermitteln und diese dann eliminieren.

Kindergarten auf, dann wieder zu, dann Schule klassenweise auf oder zu, dieses hin und her ist einfach ein grober Unfug !

Aber die ankommenden Passagiere - ja sogar aus Wuhan - konnte man hier ja nicht kontrollieren.....

Aber solange Meldungen noch per Zettel erfolgen ist doch alles wunderbar.....

ANdeererseits ird Unternehmen die ein Medikament entwicklen wollen kein Kredit gewährt......

kiwi05 04.01.2021 12:46

Und wenn man, wenn es einen Impfstoff gibt, nicht alles, wirklich alles dafür tut, daß möglichst schnell jeder der will, geimpft werden kann, hat seinen Job auch verfehlt.

Das Risiko, des "zuviel Bestellen" ist finanziell klein im Vergleich zu jeder zusätzlichen Woche Lockdown.

Überschüssige Impfdosen hätte man anschließend mit gutem Gewissen an Länder weitergeben können, die sich den Impfstoff nicht leisten können.

Von den Toten, die dadurch hätten verhindert werden können, will ich gar nicht reden. Schlimm.

Fuexline 04.01.2021 13:16

Der harte Lockdown wurde bis 31. Januar verlängert

Windbreaker 04.01.2021 13:16

Ohne hier jemanden in Schutz nehmen zu wollen ist es glaube ich, im Nachhinein ist es immer einfacher, Lagen zu bewerten.

Ich bin der Meinung, dass hier bei uns vieles (bei weitem nicht alles) richtig gemacht wurde. Es ist sicher nicht einfach, in der Verantwortung stehend, so eine dynamische Entwicklung zu managen. Vor allem, unter möglichst großer Einhaltung von demokratischen Regeln.

Die Chinesen hatten es da einfacher. Verordnung von oben. Wer muckt, wird eliminiert und das solange, bis das Virus erledigt ist. Der Rest erledigt die Nachrichtensperre und das Nichtvorhandensein der Pressefreiheit.

Bei uns gibt doch jeder, der meint es besser zu wissen, seinen Senf dazu und trägt dadurch zur Verunsicherung der Bevölkerung bei.

Ich betrachte es als hohes Gut, dass hier jeder seine Meinung kundtun kann, halte es aber auch nicht immer für zielführend.

Ich kann feststellen, dass hier bei uns in Freiburg das Impfen reibungslos verläuft und die Prioritätslisten zügig abgearbeitet werden. Die Zusammenarbeit von Uniklinik, Stadt und Messe klappt hervorragend und das zentrale Impfzentrum Freiburg war eines der wenigen, das von Anfang mit funktionierender IT-Unterstützung arbeiten konnte. Das war dem Engagement und er Zusammenarbeit der Kräfte geschuldet. Natürlich fehlt es noch Impfstoff, aber as ist halt derzeit so. Sich Impfdosen auf Kosten anderer Länder zu sichern, halte ich für unsolidarisch.

kiwi05 04.01.2021 13:21

Zitat:

Zitat von Fuexline (Beitrag 2179454)
Der harte Lockdown wurde bis 31. Januar verlängert

Hart war er in D bisher, bis auf wenige Landkreise, noch nie....

Mangfalltaler 04.01.2021 14:01

Es hakt wohl auch noch in der Organisation des Impfens vor Ort oder in den Pflegeheimen. Vom bisher gelieferten Impfstoff in D hat man gerade erstmal ca. 1/4 verimpft.

turboengine 04.01.2021 14:04

Zitat:

Zitat von Mangfalltaler (Beitrag 2179441)
Einfach mal zwei Wochen ALLES dicht machen, außer Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, etc.

Als Beamter oder Rentner hat man sicher kein Problem damit. Allerdings haben Gerichte ganz zurecht die Aktionen „einfach mal alles dichtmachen“ per einstweiliger Anordnung gestoppt oder blödsinnige Regelungen ausser Kraft gesetzt.

Art. 2 GG sagt:

Zitat:

Artikel 2. (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
„Einfach mal“ geht da nicht so einfach. Zum Glück. Auch wenn viele Politiker das nicht einsehen wollen weil man mit extremen Positionen in den ÖR-Laberrunden besser polarisiert und punktet. Die Freiheit scheint mir vielen Menschen nichts mehr wert zu sein oder sie nehmen das als gegeben hin.

In der Schweiz ticken die Uhren in der Beziehung anders.

Windbreaker 04.01.2021 14:07

Genau dieses "Freiheitsbewusstsein" ist der Grund, weshalb wir noch länger mit Einschränkungen leben werden müssen.

Im Übrigen hat das überhaupt nichts mit dem Alter oder dem Stand von Menschen zu tun. Vielleicht nur mit Lebenserfahrung und der dazugehörenden Einsicht.

Fuexline 04.01.2021 14:36

todkrank aber frei?

BeHo 04.01.2021 14:53

"Einfach mal so" geht natürlich nicht.

U.a. § 28a und § 32 im Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) lassen aber einige Einschränkungen der freien Entfaltung der Persönlichkeit zu.


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