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Porty 12.12.2020 18:28

Zitat:

Zitat von eric d. (Beitrag 2175605)

NUR NICHT DURCHDREHEN ! :shock:


Bild in der Galerie


Klasse! :top::top::top:

Ich fühle mich erkannt..........

Porty 12.12.2020 18:32

Zitat:

Zitat von Dornwald46 (Beitrag 2175609)
Der Vogel hat doch hoffentlich keine falsche Impfung bekommen? :shock:


Der schüttelt sich, nachdem er die Reden einiger Oppositionspolitiker gehört hat........

ddd 12.12.2020 18:32

moin,

beispielhaft:
Zitat:

Zitat von leben11 (Beitrag 2175529)
Aber alles Dicht machen geht ja auch nicht wirklcih und wenn dann nicht für lange.... sonst geht die Wirtschaft kaputt.

wenn das Gesundheits-System zusamenbricht (und es steht im DACH-Raum und drumherum kurz davor) spielt "die Wirtschaft" keine Rolle mehr:
- ohne Menschen keine Kunden keine Umsätze keine Wirtschaft .

Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland sind die Reserven in der Intensivmedizin im roten Bereich ausgelastet (Infos zu Östereich habe ich gerade nicht). Zumindest in Deutschland wird "Priorisierung" auf den Intensivstationen aktiv vorbereitet, was nur eine verharmlosende Umschreibung des selbst schon verharmlosenden Begriffes "Triage" ist.

Ich gehe von einem VOLL-Lockdown ab Montag, 00:00h aus. Ankündigen ist sinnlos, die "Panikaktionen" in den verbleibenden Tagen würden einen massiven rebound-artigen Effekt auslösen.

Die Verfassung in DE erlaubt das, auch wenn die Notstandsgesetze in den 1960er Jahren hart umkämpft waren und eigentlich für ganz andere Notfälle gedacht waren. Die Bundesregierung tut sich -vernünftigerweise!- sehr schwer damit, auf diese Möglichkeit zurück zu greifen, aber ich habe keine Idee mehr, was sonst die diffuse massive Ausbreitung akut stoppen könnte.

Die Gesundheitsämter sind seit Wochen nicht mehr in der Lage, die Infektionsketten aufzuklären. Nur bei 25-50% (genauere Daten gibt es nicht) aller Infektionen kann die Quelle benannt werden. Daher sind alle Vermutungen über die Infektionswege und -quellen mit großer Vorsicht zu bewerten, -ok, Klartext: sinnfrei-. Dann ist es aber auch nicht möglich, die Maßnahmen gezielt abzustimmen, das ist erst möglich, wenn die Infektionsweg-Nachverfolgung wieder möglich wird.

Mit rtPCR kann man zwar sehr zuverlässig Virus-RNA nachweisen, aber die Qualität des Abstriches kann man damit nicht beurteilen: wenn es nicht extrem unangenehm war, war der Tupfer nicht richtig drin, sieht man im Labor dem Tupfer aber nicht an und auf dem Untersuchungsauftrag gibt es keine Angaben dazu. Die Antigen-Schnelltests sind deutlich unzuverlässiger, und Antigen-Labortests (besser automatisierbar und billiger als rtPCR, qualitativ zwischen Ag-Schnell und vmtl. näher an rtPCR) werden gerade erst zugelassen, bis diese auf den Maschinen implementiert und flächendeckend verfügbar sind und dann Massentestungen möglich werden, vergehen noch mehrere Wochen.

Was funktionieren würde, wäre NGS. Damit ist Clusteraufklärung möglich, ohne das Informationen über Kontakte ermittelt werden müssen. Wird für andere Erreger schon gemacht. Ob es aktuell bereits Testsysteme für Cov gibt weiß ich nicht. Das klitzekleine Problem dabei, die Auswertung ist extrem rechenintensiv und die Bewertung erfordert Spezialisten, von denen es nur sehr wenige gibt (das RKI hat solche Leute, und einige amtliche Untersuchungseinrichtungen auch). Also auch keine Lösung, die innerhalb von Tagen oder zumindest Wochen Entlastung bringen würde.

ratlos, -thomas

steve.hatton 12.12.2020 18:35

Danke Eric, so ein Bild hab ich auch noch vom Dackel, nachdem aus dem Lech kam...coll.

steve.hatton 12.12.2020 18:40

Zitat:

Zitat von ddd (Beitrag 2175614)
moin,
....
Die Gesundheitsämter sind seit Wochen nicht mehr in der Lage, die Infektionsketten aufzuklären. Nur bei 25-50% (genauere Daten gibt es nicht) aller Infektionen kann die Quelle benannt werden....
ratlos, -thomas

Und seit wann weiß man, dass die Gesundheitsämter zu dünn besetzt sind - wieder mal absolut nix gelernt!

Sorry, aber die Leistung unserer Behörden und Politiker der letzten 7 Monate ist maximal mit mangelhaft zu bewerten - nur in PR sind sie vorne mit dabei.

felix181 12.12.2020 18:41

Zitat:

Zitat von ddd (Beitrag 2175614)
beispielhaft:wenn das Gesundheits-System zusamenbricht (und es steht im DACH-Raum und drumherum kurz davor) spielt "die Wirtschaft" keine Rolle mehr:
- ohne Menschen keine Kunden keine Umsätze keine Wirtschaft .

Das kann man aber durchaus auch als "Panikmache" bezeichnen.
Selbst wenn das Gesundheitsystem zusammenbrechen sollte sind die Menschen ja nicht ausgerottet - auch in den Ländern wo man kaum gegengesteuert hat sollen angeblich noch vereinzelt Menschen durch die Strassen streunen - oder hab ich da etwas falsch verstanden?

Ich bleib dabei: das Polarisieren auf welcher Seite auch immer ist das wirklich Problem an der derzeitigen Situation!

TONI_B 12.12.2020 18:54

Thomas beschreibt genau den Zustand, den wir in Österreich vor einem Monat hatten. Dann kam der harte Lockdown und trotzdem gehen die Zahlen nur langsam zurück! So haben wir im Moment fast 1000 Tote pro Woche. Und von 700 Toten nach der ersten Wellen sind wir mittlerweile bei über 4000 Toten angelangt. Die Übersterblichkeit ist deutlich ausgeprägt. :cry:

Ich hoffe für euch, dass es doch zum harten Lockdown kommt - aber dass sich dann mehr Leute als in Ö daran halten, sonst geht es nahtlos in eine dritte Welle über.

Bei uns wird ja gerade wieder "aufgemacht"! Sinnloserweise...:twisted:

TONI_B 12.12.2020 18:57

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2175618)
Das kann man aber durchaus auch als "Panikmache" bezeichnen.

Nein, das ist keine Panikmache! Frag doch bitte mal Leute aus dem Gesundheitswesen: Krankenschwestern und Pfleger auf den ITS: die können nicht mehr! Ich halte jene nicht mehr aus, die jammern, weil sie eine Maske tragen müssen. Viele in den Spitälern tragen seit Wochen 8-12 Stunden pro Tag eine FFP2 oder FFP3.

Als Lehrer trage ich auch seit Wochen (zum Glück nur 1x pro Woche) eine FFP2-Maske von 7:30 bis 22:30! Geht doch ohne Probleme...

Und es geht nicht nur um den Konsum, wenn zu viele Menschen erkranken: was ist mit den Technikern in Systemrelevanten Teilen der Grundversorgung? Was ist, wenn alle Techniker eines Kraftwerkes erkranken oder im Wasserwerk usw. Beispielsweise ist das europäische Stromnetz immer wieder knapp vor dem Zusammenbruch. Der gleichzeitige Ausfall mehrerer Kraftwerk oder Umspannwerke kann verheerende Auswirkungen haben. Das sind dann echte Kollateralschäden und nicht, ob die Wirtschaft um 7 oder 8% einbricht, oder ob wir Weihnachten und Silvester feiern können oder nicht.

Schlumpf1965 12.12.2020 19:00

Zitat:

Zitat von eric d. (Beitrag 2175605)
....

NUR NICHT DURCHDREHEN ! :shock:
...

Herrlich Eric :lol:

felix181 12.12.2020 19:11

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2175621)
Nein, das ist keine Panikmache!

Dann hab ich ihn doch falsch verstanden - für mich kam das so rüber, als würden keine Menschen mehr da sein wenn man nichts macht und daher würde es auch keine Wirtschaft mehr geben...


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