SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Café d`Image (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=94)
-   -   Bildbeurteilungen - Ist das Forum schreibfaul? (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=51586)

hameln 30.03.2008 23:13

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 633631)
Hallo,
... Mich würde interessieren woran das liegt. Für mich selbst ist eine negative Bewertung oder Beurteilung besser als gar keine, denn daraus kann ich lernen, so ich denn will...

Mir geht es häufiger so: Ich schaue mir das Bild an, habe bestimmte -emotionale oder/und sachliche- Gesichtspunkte, stelle dann aber fest, dass bereits undifferenzierte, globale Kommentare vorhanden sind ("wieder mal tolle Bilder", "einfach himmlisch", "toll, wie Du das immer machst" o.ä.). Ja, dann habe ich einfach keine Lust mehr, meine Betrachtungsweise - die ja vollkommen daneben liegen kann, aber sie ist halt meine - darzustellen.

Kurzum: Es werden meines Erachtens häufig Gefälligkeitsbewertungen geschrieben. Ich denke, das etliche dieser Kommentare schlichtweg gedankenlos geschrieben weden, manche auch nicht wirklich ehrlich gemeint sind. Einige scheinen kritische Betrachtungen richtig zu scheuen.

Manchmal stört mich aber auch die Art der Kritik. Es wird nicht kritisiert (was ja auch gleichzeitig einen Vorschlag für andere Gestaltungen enthalten muesste), sondern nur an den Pranger gestellt. Der Ton liegt einfach daneben.

Justus 30.03.2008 23:17

Zitat:

Zitat von hameln (Beitrag 633805)
Manchmal stört mich aber auch die Art der Kritik. Es wird nicht kritisiert (was ja auch gleichzeitig einen Vorschlag für andere Gestaltungen enthalten muesste), sondern nur an den Pranger gestellt.

Wenn wir das gleiche meinen finde ich dies gar nicht schlimm! Wenn ich mal zu Bildern etwas schreibe, deren Genre mir nicht so nahe liegt, dann zähle ich manchmal nur auf was mir nicht gefällt, ggf. ohne begründen zu können woran es liegt und wie man es besser machen könnte. Das hilft ggf. dem Threastarter mehr, als wenn niemand etwas schreibt. Und wenn ich nichts Positives Erwähne dann gilt im Zweifel: Alles positiv, bis auf das was ich erwähnt habe.

Gruß
Justus

Kapone 30.03.2008 23:19

Noch einer aus der Anfängerfraktion: Auch mir geht es häufig so, dass ich mich nicht traue, Bilder zu kommentieren, die ich so (noch) nicht (oder vielleicht auch nie) aus der Kamera holen könnte. Bin mir aber sicher, dass in beiden Fällen experimentieren belohnt wird - Auch wenn ich mich aufgrund technischer Ahnungslosigkeit auch eher auf die emotiale Seite der Kommentare beschränken werde.

Gruss,

Kapone

rmaa-ismng 30.03.2008 23:20

Zitat:

Zitat von hameln (Beitrag 633805)
Mir geht es häufiger so: Ich schaue mir das Bild an, habe bestimmte -emotionale oder/und sachliche- Gesichtspunkte, stelle dann aber fest, dass bereits undifferenzierte, globale Kommentare vorhanden sind ("wieder mal tolle Bilder", "einfach himmlisch", "toll, wie Du das immer machst" o.ä.). Ja, dann habe ich einfach keine Lust mehr, meine Betrachtungsweise - die ja vollkommen daneben liegen kann, aber sie ist halt meine - darzustellen.

Kurzum: Es werden meines Erachtens häufig Gefälligkeitsbewertungen geschrieben. Ich denke, das etliche dieser Kommentare schlichtweg gedankenlos geschrieben weden, manche auch nicht wirklich ehrlich gemeint sind. Einige scheinen kritische Betrachtungen richtig zu scheuen.

Manchmal stört mich aber auch die Art der Kritik. Es wird nicht kritisiert (was ja auch gleichzeitig einen Vorschlag für andere Gestaltungen enthalten muesste), sondern nur an den Pranger gestellt. Der Ton liegt einfach daneben.

Richtig.

Und laß es Dir nochmals gesagt sein: hier liegt niemand daneben!
Jedes Bild löst bei jedem verschiedene Emotionen aus. Und wenn zehn Leute geschrieben haben das Ihnen das Bild toll gefällt, ist vielleicht gerade die elfte abwertende Meinung die entscheidene. Darauf kommt es an. Überhaupt eine Meinung zu haben. Nicht still zu sein. Die Vielfalt macht es.

Du sieht in einem Abstimmungsthread das Pendel in eine gewisse Richtung ausschlagen? Und DU bist anderer Meinung? Dann versuche doch dies zu beeinflussen. Dafür ist doch Diskussion gedacht.
Das ist doch der Punkt. Der Fotograf wird es Dir danken und die anderen Schreiber ebenfalls. Vorausgesetzt natürlich das alles eben sachlich bleibt und nicht, wie Du schon angedeutet hast, auf die personelle Ebene verlagert wird. Oft nicht einfach, aber es geht.

baerlichkeit 30.03.2008 23:22

Auch wenn meine Meinung evtl. uninteressant ist :mrgreen:

der thread ist gut und mir wird einiges klarer, bzw. ich verstehe besser :-)i

About Schmidt 30.03.2008 23:26

Zitat:

Zitat von Kapone (Beitrag 633809)
Noch einer aus der Anfängerfraktion: Auch mir geht es häufig so, dass ich mich nicht traue, Bilder zu kommentieren, die ich so (noch) nicht (oder vielleicht auch nie) aus der Kamera holen könnte. Bin mir aber sicher, dass in beiden Fällen experimentieren belohnt wird - Auch wenn ich mich aufgrund technischer Ahnungslosigkeit auch eher auf die emotiale Seite der Kommentare beschränken werde.

Gruss,

Kapone

Was der Sache keinen Abbruch tut. Meist sind emotionale Kommentare oft die besseren. Ein Bild nur technisch zu beurteilen, geht vollkommen an der Sache vorbei.

Natürlich fällt es auch oft schwer, wenn man zu einem Bild Kommentare liest wie KLASSE, PRIMA, TOLL usw. etwas gegenteiliges zu schreiben. Aber wenn mir ein Bild absolut nicht zusagt, dann tue ich das auch.

Am schwersten tue ich mich damit, ein Bild zu beurteilen, das wirklich schrott ist. Da denke ich dann oft, warum stellt man so was überhaupt ins Forum. Ohne aber darüber nachzudenken was der Threadsteller sich dabei gedacht hat. Vielleicht ist er stolz auf das Ergebnis und man selbst beurteilt das Bild, indem man nichts schreibt, eigentlich recht überheblich.

Gruß Wolfgang

svenhu 30.03.2008 23:34

Abgesehen davon, daß ich hier eh nicht soo oft dabei bin, muß ich auch sagen, daß ich mir dann die "technischen" Forenthemen eher anschaue, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Aber Justus hat hier schon wichtige Gründe aufgezählt. Auch mir fehlt schlicht und ergreifend die Zeit, mich wirklich mit allen Bildern auseinandersetzen zu können. Ich beschränke das schon meist, indem ich nur Bilder anschaue, die meinem eigenen Themenkreis entsprechen.
Dazu kommt, daß eine ausführliche Bildanalyse und -kritik Zeit beansprucht! Dazu muß ich mir ein Bild oftmals mehrere Male über einen gewissen Zeitraum anschauen. Erst dann kann ich wirklich fundiert darüber was schreiben.
Schlußendlich bin ich auch ziemlich aktiv in der fc, und da geht dann schon die meiste Zeit und Energie für Bildkritiken drauf. Und auch da geht aufgrund der Fülle schon so manche "Bildkritik" in Geplänkel unter...:flop:
Einen ähnlichen Trend sehe ich allerdings auch hier bei den Bildkritiken...vielleicht liegts also auch hier an einer gewissen "Bilderflut"...

Gruß, Sven

come_paglia 31.03.2008 09:05

Ich habe jetzt hier nicht alles durchgelesen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin von der "Masse" der Bilder erschlagen. Wenn dann noch die Zeit insgesamt knapper wird, die für Bildbesprechungen zur Verfügung bleibt, fällt es mir schwer, mir aus der Flut der Bilder erst die rauszusuchen, die mich interessieren könnten, um mich dann mit dem Bild auseinanderzusetzen. Mir fehlt schon seit längerem einfach die Muße dafür - die fehlt mir bei meinen eigenen Bildern aber auch...

LG, Hella

Spätberufener 31.03.2008 09:26

Zitat:

Zitat von Kapone (Beitrag 633809)
Auch mir geht es häufig so, dass ich mich nicht traue, Bilder zu kommentieren, die ich so (noch) nicht (oder vielleicht auch nie) aus der Kamera holen könnte.

Mir geht es genauso. Interessiert und ernsthaft betreibe ich das Hobby "Fotografieren" erst seit rund einem halben Jahr.

Mir gehen daher (noch) die technischen Fähigkeiten ab, um entsprechende Bilder zu machen, wie sie hier gezeigt werden.

Hinzu kommt, dass man schon strukturiert an eine Bildkritik gehen sollte - das verlangt allein schon der Respekt vor demjenigen, der den Mut hat, hier Bilder zu zeigen. Um eine solche strukturierte Bildkritik leisten zu können, die über das Niveau in der fc hinaus geht, fehlen wir allerdings die Kenntnisse und vor allem die Erfahrung. Ich versuche zu lernen, in dem ich mir Bildbeurteilungen und die zugehörigen Bilder genau ansehe. Das vergleiche ich dann mit meiner ursprüngliche Bildbeurteilung. Allerdings bin ich wie gesagt erst im Anfangsstadium. Bis ich genug (Selbst-)Sicherheit habe, wird wohl noch etwas dauern.

Hilfreich für eine Bildbeurteilung ist u.a. folgender Link.

http://www.buxtehuder-fotofreunde.de...bildkritik.htm

Grüsse

Matthias

D@k 31.03.2008 11:05

Zitat:

Zitat von Kapone (Beitrag 633809)
Noch einer aus der Anfängerfraktion: Auch mir geht es häufig so, dass ich mich nicht traue, Bilder zu kommentieren, die ich so (noch) nicht (oder vielleicht auch nie) aus der Kamera holen könnte...........

Zitat:

Zitat von Spätberufener (Beitrag 633887)
Mir geht es genauso. Interessiert und ernsthaft betreibe ich das Hobby "Fotografieren" erst seit rund einem halben Jahr.

Mir gehen daher (noch) die technischen Fähigkeiten ab, um entsprechende Bilder zu machen, wie sie hier gezeigt werden.

.........


Sowohl Kapone als auch Matthias müsst Ihr das von der anderen Seite sehen; auch wenn ich eine ähnliche Bildqualität selbst nicht liefern kann, muss ich mir Gedanken über bestimmte Aspekte machen, wenn ich ein Bild beurteile. Dann kann ich auch selbst bessere Fotos schiessen, denn gewisse Hinweise habe ich bereits als "Kritiker" gesammelt. Liegt ein Neuling völlig daneben (sehr, sehr unwarscheinlich), wird in der folgenden Diskussion die Sache begradigt.

Ein Vergleich - ein Fahrrad könnte ich vielleicht mit Mühe basteln. Einen VW-Lupo nie im Leben. Trotzdem quatsche ich auch über die Eigenschaften der einzelnen Autos:)

Ach so, traut Euch, es wird nicht schlimm... Kotzbrocken findet man überall, in dieser Truppe eher im Promillebereich, also "verträglich":mrgreen:

Schöne Grüße


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:17 Uhr.