SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   A-Mount Objektive (ILCA, SLT, DSLR) (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=25)
-   -   Minolta 50/1,7 defekt. Hilfe! (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=30287)

barracuda 28.08.2007 22:53

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 530496)
Kannst du das Bild mit dem Fleck vielleicht mal zeigen?

Ja klar.
Allerdings kann ich gerade nur mit Links zu bestimmten Bildern dienen, die ich gerade an deren Stelle auf meinem Stick mit mir herumtrage:

zum Thema Fleck - je nach Kamerahaltung:

1. Bild - Fleck am Himmel links neben dem Kran
2. Bild - Fleck oben neben der Spitze
3. Bild - Fleck unten im roten Bereich

http://s2.directupload.net/images/07...p/QRVYfwwq.jpg

http://s2.directupload.net/images/07...p/MzPSRE2E.jpg

http://s3.directupload.net/images/07...p/d9423w59.jpg



Und hier eines, wo ich oben auf diesen Pfahl fokussiert habe (Spot), doch leider eher nur der untere Teil scharf geworden ist, wenn überhaupt...:

http://s2.directupload.net/images/07...p/W4pwSO9R.jpg

Gruß

Jens N. 28.08.2007 23:14

Zitat:

Zitat von barracuda (Beitrag 530512)
Ja klar.
Allerdings kann ich gerade nur mit Links zu bestimmten Bildern dienen, die ich gerade an deren Stelle auf meinem Stick mit mir herumtrage:

zum Thema Fleck - je nach Kamerahaltung:

Wie du schon sagst - je nach Kamerahaltung. Bei dem Bild des Turms und dem mit dem roten unteren Bereich fällt auf, daß der Fleck an der gleichen Stelle sitzt, wenn man das Bild mit dem roten Rand um 180 grad dreht. Also für mich ist das Sensordreck. Diesen sieht man vor allem im Himmelsbereich etc. bei kleinen Blenden und kurzen Brennweiten - teste das nochmal mit dem Kitobjektiv. Mit bloßem Auge wird man das auf dem Sensor kaum erkennen.

Wenn da irgendwas im Objektiv wäre, was für diesen Fleck verantwortlich sein könnte (was unwahrscheinlich ist), dann müsste man das deutlich im Objektiv sehen können (weil es schon recht groß sein müsste) und zwar eher auf der Rückseite/in der Hinterlinsengruppe als vorne. Vielleicht auch einfach mal in das Objektiv fotografieren mit Blitz, da würden Fremdkörper, Fungus etc. auch auffallen.

Zitat:

Und hier eines, wo ich oben auf diesen Pfahl fokussiert habe (Spot), doch leider eher nur der untere Teil scharf geworden ist, wenn überhaupt...:
Sieht für mich OK aus.

eac 29.08.2007 08:21

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 530458)
Staub auf dem Sensor. Nimm mal dein Kitobjektiv und fotografiere bei 18mm mit sehr kleiner Blende den möglichst wolkenfreien Himmel. Ich würde wetten, daß der Punkt (und evtl. weitere) an der gleichen Stelle auch mit diesem Objektiv auftaucht. Selbst wenn etwas auf den Linsen oder gar im Objektiv wäre - es würde in Unschärfe verschwinden. Anders sieht das bei Staub auf dem Sensor aus.

Dazu noch als Ergänzung, weil's immer wieder falsch verstanden wird: Kleine Blende = große Blendenzahl, also am besten so 22 oder mehr.

Einfach mal eine helle Wand mit dem Kit fotografieren. Nach den Bildern bin ich mir relativ sicher, daß der Schmutz auf dem Sensor sitzt.

barracuda 29.08.2007 16:27

Ok. Dann werde ich mich wohl mein allererstes Mal an dem Sensor vergreifen müssen.
Derzeit nochmal Testbilder mit dem 18-70 zu schiessen klappt wohl nicht so dolle, aufgrund von Dauerregen.
Schade bloß, dass es bereits eine knappe Woche nach Kamerakauf schon dazu kommtden Sensor zu säubern. Der Staubrüttler scheint wohl keinen allzu großen Elan zu haben. ;)
Wie schon erwähnt - mit dem großen Blasebalg hat es anscheinend keinen Sinn es zum zweiten Mal zu versuchen.
Allerdings habe ich außer Apothekenalkohol und echten Q-Tips nichts parat, womit ich den Sensor zu säubern versuchen könnte. Habe echt auch ein wenig die Befürchtung das evtl. zu verschlimmbessern...
Also Q-Tip ganz leicht mit Alkohol befeuchten so zart wie möglich damit drüberwischen und anschließen nochmal kräftig nachpusten???? Oder geht es noch vorsichtiger und besser?

LG

PeterHadTrapp 29.08.2007 17:13

Hi Barracuda

unser Member jornada hat mal einiges zum Thema Sensorreinigung super zusammengetragen, daher hole ich diesen Beitrag immer gerne aus der Konserve.

Hier also das Zitat von jornada:
Zitat:

Wer mit einer DSLR fotografiert, muss mit dem Staubproblem leben, daran führt kein Weg vorbei. Den Sensor über längere Zeit vollkommen staubfrei zu halten, ist nicht möglich. Das liegt an der simplen und jedem bewussten Tatsache, dass unsere Atemluft Staubpartikel enthält, die irgendwann den Weg in's Innere der Kamera finden und schliesslich auch auf dem Chip landen.

Es gibt einige Vorsichtsmassnahmen, die man ergreifen kann, dass möglichst selten und möglichst wenige Staubpartikel in's Innere der Kamera gelangen.
Das sind:

- Die Rückseite der Objektive staubarm halten, also regelmässig abblasen oder abbpinseln, im Idealfall vor jedem Objektivwechsel.
- Beim Objektivwechsel die Kamera mit dem Bajonett schräg nach unten halten.
- Objektive nur im Windschatten wechseln, notfalls mit dem eigenen Körper einen kleinen Windschatten erzeugen.
- Objektive möglichst nicht unter Bäumen oder in Parklandschaften wechseln, um keinen Blütenstaub in's Innere der Kamera oder auf die Hinterlinse des Objektives zu bekommen.
- Objektive möglichst schnell wechseln, also die Kamera nicht lange "offen" lassen.
- Die Rückdeckel sofort wieder auf die in der Tasche abgelegten Objektive schrauben.

Allerdings saugen Zoomobjektive beim Zoomen irgendwann trotz jeder Vorsichtsmassnahme Staubpartikel in's Kamerainnere, dagegen ist man machtlos. Ausserdem sind die oben genannten Tipps kein Garant dafür, dass man nie Staub auf den Chip bekommt, sie verringern lediglich die Häufigkeit und Menge an unerwünschten Staubpartikelchen.

Ist nun Staub auf dem Sensor, und zwar so stark, dass er bereits auf realen Aufnahmen - nicht nur auf den Testshots - sichtbar wird, gibt es eine Vielzahl von Reinigungsmethoden, über die hier schon Opern geschrieben wurden.
Im Grunde unterscheidet man drei Arten von Reinigungsmethoden, das berührungsfreie Abblasen des Chips mit einem talkumfreien Blasebalg, das Abpinseln des Chips mit einer speziellen, klinisch reinen Bürste, und schliesslich die Nassreinigung mit SensorSwabs oder ähnlichen Werkzeugen wie den SensorWand in Verbindung mit PecPads und Methanol.
Blasebalg
SensorBrush
SensorSwab in Verbindung mit Eclipse (Methanol)
SensorWand in Verbindung mit PecPads und Eclipse (Methanol)
PecPads
Eclipse (Methanol)

Zwar ist es möglich, den Sensor absolut staubfrei zu bekommen, aber denkbar schwierig. Zudem wird er nur sehr kurze Zeit absolut staubfrei bleiben, deshalb macht es keinen Sinn, die Reinigung bishin zur absoluten Perfektion zu betreiben und Reinigungsvorgänge zigmal zu wiederholen, nur weil noch der eine oder andere Spot auf den Testshots zu sehen ist.

Man darf nicht vergessen, dass Testshots unter völlig praxisfremden Bedingungen gemacht werden, die da wären, maximal abzublenden, manuell auf Nahgrenze zu fokusieren und eine weit entfernte homogene Fläche - wie einen blauen Himmel - zu fotografieren. Alles Methoden, um schonungslos jeden kleinsten Mikropartikel sichtbar zu machen.
Deshalb rate ich (übrigens nicht nur ich ;) ), den Sensor erst zu reinigen, wenn auf realen Fotos, zum Beispiel in der Fläche des blauen Himmels, schwarze Spots zu sehen sind.

Beim Reinigen verwende ich immer zuerst die ungefährlichste, weil berührungsfreie Reinigunsmethode des Abblasens mit einem (talkumfreien!!!) Blasebalg. Du wirst damit allen locker sitzenden Staub wegbekommen. Bevor man den Chip abbläst, bläst man übrigens zuerst die Spiegelkammer und den Spiegel gründlich ab. Das verringert die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verschmutzung des Chips, logisch, der Staub der schon mal in der Spiegelkammer ist, hat es ja nicht mehr weit bis zum Chip ;)
Ist das Ergebnis dieser Methode noch nicht zufriedenstellend (Achtung, nicht bishin zur Perfektion betreiben, wie ich schon erwähnte), benutze ich die SensorBrush, mit der man auch elektrostatisch anhaftenden Staub wegbekommt.
Hartnäckig festsitzenden, sozusagen festgeklebten Staub oder Blütenstaub muss man mit einer Nassreinigungsmethode entfernen. Aber vor der Nassreinigung auf jeden Fall erst einmal den Blasebalg verwenden, damit bekommt man nämlich diejenigen groben Partikel weg, die bei den nicht-berührungsfreien Reinigungsmethoden den Chip verkratzen würde.
Übrigens reinigt man nie den Chip selbst, sondern immer nur das davorsitzende Filter.

Eine genaue Beschreibung der einzelnen Werkzeuge und Reinigungsmethoden findest Du hier, auf meiner Lieblingsseite über Chipreinigung:
cleaningdigitalcameras

Übrigens sah der Chip meiner nagelneuen, gerade gelieferten D7D so aus:
klick
Nach dem Abblasen mit einem Blasebalg sah er dann so aus:
klack
Die restlichen Spots sah man auf realen Bildern nicht, deshalb habe ich den Chip lange so belassen. Erst als man in den homogenen Flächen des Himmels Spots erkennen konnte, habe ich nass gereinigt.
Danach sah er so aus, wie er auch heute Nachmittag auf einem Testshot aussah. Den einen winzigen Spot am unteren Bildrand, etwa im ersten Drittel der Bildbreite, bekomme ich nicht mehr weg, scheinbar sitzt da etwas zwischen Filterglas und Chip. Aber damit kann ich sehr gut leben, man sieht ihn nämlich auf keinem realen Foto.
klickklack

Gruß
Peter

barracuda 29.08.2007 21:41

Danke für diese Anleitung.

Dann werde ich mir jedoch erst einmal einen Teil dieser Utensilien besorgen.
Vor allem einen SensorBrush o.Ä.
Vielleicht kann ich mir somit ja ersteinmal eine Naßreinigung ersparen.
Sind in diesem Eclipse noch irgendwelche Zusätze, oder könnte ich stattdessen auch den reinen Alkohol aus der Apo verwenden?

jarifa 10.08.2009 14:37

Noch mal ausgegraben....
 
Hallo,

so weit so gut, habe ich alles gut nachvollziehen können mit dem Auseinandernehmen meines 1,4 50mm. Nun weiß ich aber nicht, was ich idealerweise für den Ausbau der Frontlinse nehmen soll. Direkten Linsenkotakt möchte ich vermeiden? Was habt Ihr da genommen?
So ein Teil wie auf dem Bild von Pete Ganzel (direkt auf seine Seite) hat ja nicht jeder rumliegen - was habt Ihr also verwendet?
http://k43.pbase.com/u45/pganzel/upl....CrutchTip.jpg

Hinterher kann ich weiterüben: Ein 1,7 50 und ein 28er warten auf noch auf die Entölung...

Vielen Dank schon mal

Gruß
jarifa

Jens N. 10.08.2009 14:39

Zitat:

Zitat von jarifa (Beitrag 875619)
Nun weiß ich aber nicht, was ich idealerweise für den Ausbau der Frontlinse nehmen soll. Direkten Linsenkotakt möchte ich vermeiden? Was habt Ihr da genommen?

Das kann man problemlos mit den Fingern machen, wichtig ist eigentlich nur die Rückseite (sollte sauber und staubfrei sein, ein Blasebalg zum Abpusten ist da hilfreich), die Front kann man ja hinterher wieder reinigen.

Einfach am Rand anfassen und vorsichtig reinfallen lassen. Ein Hilfsmittel, wie Ganzel es zeigt, kann man sich bei Bedarf auch selber basteln.

jarifa 10.08.2009 14:48

Mir geht es noch um den Ausbau - vom Wiedereinbau wage ich noch nicht zu sprechen.

Die Front müßte doch einfach nur ins Filtergewinde geschraubt sein. Leider bewegt sich da in Gegenuhrzeigerrichtung gar nicht - ich weiß nicht, wie ich bloß mit den Fingern mehr Kraft ansetzen soll.....:(

TONI_B 10.08.2009 16:09

Gummistoppel in passender Größe oder Schnapsglas mit Gummilappen drumherum...

Also alles, was genug Reibung hat und mit dem man am vollen Umfang Kraft ausüben kann.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:27 Uhr.