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DerGoettinger 17.01.2026 19:46

Zitat:

Zitat von Oldy (Beitrag 2336594)
Technisch schein mir diese Modell auch ausgereizt zu sein, es sei denn, man packt das so viel neue Technik rein, dass so ein Modell in den Preisbereich der aktuellen E-Vollautomaten kommt.

Schauen wir doch mal auf die a7IV und die a7V: die A7V ist zwar keine Revolution, aber irgendwie doch in fast allen (wichtigen) Bereichen signifikant besser geworden. Ja, der UVP ist höher, aber wenn man die Inflation mit hineinrechnet, ist das alles eigentlich recht stabil.
Gleiches wird beim a6700-Nachfolger passieren: da kommt nix wirklich Neues dazu, aber das, was sie hat, wird auf den aktuellen Stand der Entwicklung gebracht, und das zu einem UVP, den ich irgendwo bei 1.899,- € verorten würde. Für einen, der gern ein klein wenig mehr machen möchte als nur "mal gelegendlich knipsen", aber nicht gleich das Geld für eine a7V + notwendige Objektive ausgebene möchte, wäre das doch eine ganz attraktive Kamera.

Oldy 17.01.2026 20:18

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2336616)
Schauen wir doch mal auf die a7IV und die a7V: die
Gleiches wird beim a6700-Nachfolger passieren: da kommt nix wirklich Neues dazu, aber das, was sie hat, wird auf den aktuellen Stand der Entwicklung gebracht, und das zu einem UVP, den ich irgendwo bei 1.899,- € verorten würde. Für einen, der gern ein klein wenig mehr machen möchte als nur "mal gelegendlich knipsen", aber nicht gleich das Geld für eine a7V + notwendige Objektive ausgebene möchte, wäre das doch eine ganz attraktive Kamera.

Echt jetzt? 1900€ plus Objektive für eine APSC? Da ist man im Bereich der Vollautomaten. Wer soll so etwas kaufen?

usch 17.01.2026 20:42

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2336584)
jetzt stell Dir mal oberhalb des a6700-Nachfolgers eine APS-C-Kamera mit - sagen wir - 40 mp vor, dazu auch noch richtig schnell und vor allem in einem großen Gehäuse.

Ah, das Schlechteste aus beiden Welten. Klobige Kiste, Beugungsunschärfe schon bei Offenblende, und trotzdem nur die halbe Sensorfläche. :top:

Zitat:

Für einen UVP gut 3.000,- €.
Das geht auch biliger: https://campaign.odw.sony-europe.com...000_de_at.html :lol:

Aber ernsthaft: Wer soll sich für 3000 € eine Kamera mit 40 MP und APS-C-Sensor anschaffen, wenn er für 3400 € im gleichen Gehäuse eine α7R IV mit 60 MP und Vollformat bekommt?

Zitat:

hochgerechnet auf Vollvormat entspräche das grob einem 100 mp-Sensor. Wie cool wäre das denn? Du hast zwar den kleineren Sensor, aber dennoch die feine Auflösung
Wenn Sony jemals ein Vollformat-Modell mit 100 MP herausbringen sollte, könnte ich mir vorstellen, dass es parallel dazu ein APS-C-Modell mit 40 MP gibt, allerdings im kleinen Gehäuse.

Aber die meisten APS-C-Objektive sind doch noch für 24 MP gerechnet. Ich weiß nicht, ob du damit an einem Sensor mit 40 MP große Freude hättest.

Dirk Segl 17.01.2026 23:01

[QUOTE=DerGoettinger;2336615]
Zitat:

Zitat von Dirk Segl (Beitrag 2336589)
Fakticsh passiert (mir) das quasi nie. Typischweise sind die Motive so klein, dass auch ein APS-C-Sensor ausreicht,

Dann hast Du einen sehr begrenzten Anwendungsbereich und arbeitest immer an der Naheinstellgrenze.
Sony wird Dir keine "WunschAPS-C" backen, da es einfach nicht mehr genug Abnehmer geben wird.

Die Vorteile von APS-C gegenüber KB schrumpfen immer weiter und somit sehe ich APS-C als kleine aber nette Nische für einen kleinen Anwenderkreis der von Sony sehr gut bedient wird.

Große Gehäuse und mehr Auflösung bringen zu viele Anwender noch weiter weg von APS-C.

Ich habe die 6600 schätzen und lieben gelernt, aber musste mich abseits der technischen Daten erst mal an die "Kleine" gewöhnen um ihre Vorteile in der Praxis ausfindig zu machen.

Es ist eine tolle Zweitkamera um Lücken zu füllen, aber als alleinige Kamera hat sie auch in Bezug auf die Objektive viel zu viele Nachteile gegenüber Kleinbild.

DerGoettinger 17.01.2026 23:14

Zitat:

Zitat von Oldy (Beitrag 2336619)
Echt jetzt? 1900€ plus Objektive für eine APSC? Da ist man im Bereich der Vollautomaten. Wer soll so etwas kaufen?

Die a7CII hat einen UVP von 2.399,- €, ist also über 20% teurer und hat eigentlich „nur noch“ die Technik der A7IV. „Aktuelle“ Technik hat die a7V mit einem UVP von 2.999,- €, ist also fast 60% teurer. Ein guter und aktueller a6700-Nachfolger für eine UVP von 1.899,- € wird seine Käufer finden (Straßenpreis ist ja dann signifikant geringer)

Oldy 17.01.2026 23:57

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2336630)
Die a7CII hat einen UVP von 2.399,- €, ist also über 20% teurer und hat eigentlich „nur noch“ die Technik der A7IV. „Aktuelle“ Technik hat die a7V mit einem UVP von 2.999,- €, ist also fast 60% teurer. Ein guter und aktueller a6700-Nachfolger für eine UVP von 1.899,- € wird seine Käufer finden (Straßenpreis ist ja dann signifikant geringer)

Jede Vollformat Sony mit Stabi ist einer APSC Sony überlegen. Gerade bekommt man die A7Ii mit dem 28-70 neu für 1300€. Ohne Objektiv für unter 1300€. Die würde ich jeder APSC vorziehen. Es muss nicht immer die neueste A7Cx sein.
Ach ja. Der Straßenpreis bei einer A7CIi ist auch geringer.

DerGoettinger 18.01.2026 02:56

Zitat:

Zitat von Oldy (Beitrag 2336633)
Jede Vollformat Sony mit Stabi ist einer APSC Sony überlegen.

Ach ja, dieses alte Mär von der allumfassenden Überlegenheit von Vollformat. Wenn es wirklich allein und nur an der Größe des Sensors liegen würde, müsstet Ihr alle Mittelformatkameras haben, denn der Sensor ist noch größer! eurer Logik nach müsste doch jede Vollformatkamera gegen jede x-beliebige Mittelformatkamera abstinken. Und außerdem müsste MFT dann schon gänzlich vom Markt verschwunden sein, denn die Sensoren sind ja noch kleiner.

So, aber nun mal ernsthaft:
  1. Ja, Vollformatkameras haben ein signifikant höheres Freistellungspotenzial jede APS-C-Kamera. Das gilt aber nur offenblendig. Es gibt aber genug Situationen, in denen man leicht abblendet, und dann verflüchtigt sich der Unterschied schon recht schnell.
  2. Das Rauschverhalten der modernen Kameras und die KI zum Entrauschen ist inzwischen so gut, dass das eigentlich kein Thema mehr ist bzw. Wenn, dann nur noch für Pixelpeeper. Im übrigen ist der größte Einflussfaktor für das Rauschen das Licht selbst beziehungsweise genauer: die Streuung der Lichtphotonen. Und das kann kein Sensor beeinflussen, egal, wie groß er ist.
  3. Speaking of Entrausch-Software: ich habe letztens ein sehr spannendes Video gesehen, in dem Vollformatsensoren mit unterschiedlichen Sensel-Größen miteinander verglichen wurden (also z.B. a7IV und a7RV). Ja, tatsächlich, die mit den größeren Sensels haben tatsächlich weniger „gerauscht“. Dafür hatten aber die Kameras mit den kleineren Sensels eine deutlich höhere Auflösung, so dass bei Anwendung von Entrausch-Software die Ergebnisse deutlich besser waren.
  4. Den größten Einfluss auf die Qualität eines Bildes haben bei aller Technik in den Kameras immer noch die „handwerklichen Fähigkeiten“ des Fotografen, also im Kern das Wissen, wie er mit seiner Kamera umgehen muss, wie er die Regeln der Komposition anzuwenden hat und wie die Basics der Bildentwicklung sind. Eine Kamera hat vor allem die Aufgabe, den Fotografen beim Fotografieren zu unterstützen und ihm „sein Handwerk“ so weit es geht zu erleichtern. In diesem Zusammenhang die Überlegenheit einer Kamera allein an der Größe des Sensors festzumachen, ist erkennbar bullshit.

TONI_B 18.01.2026 08:16

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2336635)
...Im übrigen ist der größte Einflussfaktor für das Rauschen das Licht selbst beziehungsweise genauer: die Streuung der Lichtphotonen. Und das kann kein Sensor beeinflussen, egal, wie groß er ist...

Ich vermute, du meinst mit "Streuung" die statistische Verteilung der Photonen, oder? Denn die Streuung des Lichts zB. an den Luftmolekülen, die letztlich dafür verantwortlich ist, dass wir einen blauen Himmel haben, ist ein gänzlich anderer Vorgang. Und diese Streuung hat sicher nichts mit dem Rauschen zu tun. Aber die statistische Varianz (Streuung?) der Anzahl der Photonen, die pro Zeit und Fläche auf ein Sensor-Pixel fallen, wirkt sich bei kleinen Pixeln tatsächlich stark auf das Rauschen aus.

So fallen bei 1Lux ca. 12Mio. Photonen pro Sekunde auf 1mm2. Bei einer Pixelgröße von 3µmx3µm kommen pro Sekunde etwas mehr als 100 Photonen an. Da kann man davon ausgehen, dass von einem Pixel zum anderen durchaus 10% Abweichung vom Mittelwert auftritt.

Crimson 18.01.2026 10:34

Moin,

ich nehme ganz bewusst mal nur einen Teil raus... verfolge diesen Thread schon eine Weile mit zunehmendem Kopfschütteln...
Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2336635)
Den größten Einfluss auf die Qualität eines Bildes haben bei aller Technik in den Kameras immer noch die „handwerklichen Fähigkeiten“ des Fotografen, also im Kern das Wissen, wie er mit seiner Kamera umgehen muss, wie er die Regeln der Komposition anzuwenden hat und wie die Basics der Bildentwicklung sind. Eine Kamera hat vor allem die Aufgabe, den Fotografen beim Fotografieren zu unterstützen und ihm „sein Handwerk“ so weit es geht zu erleichtern. In diesem Zusammenhang die Überlegenheit einer Kamera allein an der Größe des Sensors festzumachen, ist erkennbar bullshit.

um es mal ganz klar zu sagen: wenn man so verkopft an Fotografie rangeht, kommen maximal handwerklich gute Bilder raus - und selbst das ziehe ich in Zweifel. Ja, richtig, die Technik ist so ziemlich der unwichtigste Teil dabei, heutige Kameras sind für nahezu alle "Fotografen" in nahezu allen Situationen mehr als ausreichend (wobei ich KB APS-C klar vorziehe - und ja, natürlich kann gute technische Unterstützung in bestimmten Bereichen helfen, aber nur, wenn man sie wirklich versteht), wenn man die handwerklichen Basics kann - und die eben im Kleinhirn. Das ist aber nur der handwerkliche Teil. Wenn man auch noch Emotionen mit einem Bild transportieren will, wenn man in Richtung Kunst gehen will irgendwie, wenn man beim Betrachter etwas emotionales auslösen möchte, dann ist der ganze Technikkram vollkommen irrelevant oder sogar kontraproduktiv, allem voran der Kopf und das verkopfte Herangehen. Wer bei "Handwerk" aufhört, transportiert maximal (!) das.

embe 18.01.2026 10:48

Das scheint jetzt ja leider wieder in so eine Art Sensor-Format-Krieg auszuarten. :D

Ich kann mich mit mir jedenfalls darauf einigen, dass jede Sensorgröße spezielle Vor- und Nachteile hat, und dass man die für sich selbst halt immer wieder neu bewerten kann, bzw. muss. Je nach Art der Fotos, die man vorhat, je nach Leidensfähigkeit Ausdauer beim Schleppen der Ausrüstung, je nach Kontostand. :D

Zitat:

Zitat von Oldy (Beitrag 2336633)
Jede Vollformat Sony mit Stabi ist einer APSC Sony überlegen. Gerade bekommt man die A7Ii mit dem 28-70 neu für 1300€. Ohne Objektiv für unter 1300€. Die würde ich jeder APSC vorziehen. Es muss nicht immer die neueste A7Cx sein.
Ach ja. Der Straßenpreis bei einer A7CIi ist auch geringer.

Hervorhebung durch mich. Ja genau. Für DICH ist das halt so. Jemand Anderes sieht das vielleicht auch (ganz) anders. Und wertet die technischen Unterschiede anders. Nur als Detail hat meine A7ii die schnuckligen NP-FW50-Akkus etwa doppelt so schnell leergesaugt wie die APS-Cs - meistens unwichtig, kann aber auch ein echter Nachteil sein... :D

Ansonsten: Absolute Zustimmung zu Markus Beitrag! :D :top:


Edit:
Falls Sony die Entwicklung im APS-C-Sektor einstellt/bereits mit der A6700 eingestellt hat, gilt, wie beim A-Mount damals: mit dem was man hat weitermachen, sich an einem gut sortierten und günstigen Gebrauchtmarkt erfreuen, (und anders als beim A-Mount damals) wenn es finanziell/zeitlich/GAS-mäßig passend ist, auf eines der hochaufgelösten KB-A7R-Modelle wechseln und die APS-C-Objektive direkt im APS-C-Modus weiterbenutzen. :top:
Und falls doch noch neue Gehäuse kommen, Prima!


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