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TONI_B 07.05.2019 19:07

Ja, diese Zeit entspricht in etwa "eurer" Bild-Zeitung vom Niveau her...:oops:

Hab den Link von einem Alpin-Forum und wollte nicht über zwei Ecken verlinken.

Es gibt bei der Bergrettung fixe Stundensätze, die eigentlich sehr moderat sind, obwohl die Leute das freiwillig und unentgeltlich machen. D.h. der eingehobene Betrag wird für Material usw. verwendet und nicht für die Bezahlung der Retter!

Und für ein paar Stunden für 15 Mann Einsatz sind 2000€ ohnehin viel zu wenig. Und gerade ein Anwalt, der mit 10 Seiten Schriftsatz diesen Betrag wahrscheinlich verdient...

Trotzdem freuen wir uns, wenn ihr in unsere Berge kommt...:cool:


Noch dazu gibt es Versicherungen bzw. Mitgliedsbeiträge, die diese Einsätze abdecken: deutscher oder österr. Alpenverein usw.

TONI_B 07.05.2019 19:13

Zitat:

Zitat von Harry Hirsch (Beitrag 2062505)
Ich weiß übrigens nicht, wie of David Lama & Co. die Bergrettung beansprucht haben. Vielleicht waren sie ja mal selbst dort atkiv.

Hans Jörg Auer war selber aktiver Bergretter, beim David Lama und dem Amerikaner weiß ich es nicht.

Zitat:

Zitat von Harry Hirsch (Beitrag 2062505)
Ich glaube aber nicht, dass sie irgendwo wegen fehlender Selbsteinschätzung, falscher Klamotten und fortgeschrittener Verblödung (sorry) erschöpft eingesammelt werden mussten.

Ich habe ein Buch über Hans Jörg Auer gelesen und glaube nicht, dass die wenigen Rettungen, die er in Anspruch nehmen musste aus obigen Gründen notwendig waren.

Harry Hirsch 07.05.2019 19:45

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2062537)
Ja, diese Zeit entspricht in etwa "eurer" Bild-Zeitung vom Niveau her...:oops:

Hab den Link von einem Alpin-Forum und wollte nicht über zwei Ecken verlinken.

Es gibt bei der Bergrettung fixe Stundensätze, die eigentlich sehr moderat sind, obwohl die Leute das freiwillig und unentgeltlich machen. D.h. der eingehobene Betrag wird für Material usw. verwendet und nicht für die Bezahlung der Retter!

Und für ein paar Stunden für 15 Mann Einsatz sind 2000€ ohnehin viel zu wenig. Und gerade ein Anwalt, der mit 10 Seiten Schriftsatz diesen Betrag wahrscheinlich verdient...

Trotzdem freuen wir uns, wenn ihr in unsere Berge kommt...:cool:


Noch dazu gibt es Versicherungen bzw. Mitgliedsbeiträge, die diese Einsätze abdecken: deutscher oder österr. Alpenverein usw.

Klar bin ich DAV Mitglied. Und nicht in erster Linie wegen der versicherten Rettung (wobei das klasse ist). Auch nicht wegen der paar Euro Hüttenkosten weniger.
Nein, hauptsächlich weil wir die Wege benutzen, die fleißige Mitarbeiter ehrenamtlich anlegen und pflegen. Wir sind immer wieder beeindruckt von der Arbeit die dahinter steckt. Einige Wege sind ja schon schwierig zu laufen... Und wenn man sich vorstellt, dass die mal jemand angelegt hat. Meist in Handarbeit mit Spaten und Hacke, weil kein schweres Gerät dahin kommt.:top:

"Wir" freuen und auch wenn "ihr" in unsere Berge kommt. Auch wenn wir nicht soviel davon haben wie ihr;). Dafür dürft ihr Nord- und Ostsee benutzen.

Hui... jetzt kommen wir aber weit weg vom Eingangsthema....

Conny1 07.05.2019 20:02

Zitat:

Zitat von Harry Hirsch (Beitrag 2062545)
Klar bin ich DAV Mitglied. Und nicht in erster Linie wegen der versicherten Rettung (wobei das klasse ist). Auch nicht wegen der paar Euro Hüttenkosten weniger.
Nein, hauptsächlich weil wir die Wege benutzen, die fleißige Mitarbeiter ehrenamtlich anlegen und pflegen. (...):top:

(...) Dafür dürft ihr Nord- und Ostsee benutzen.

Hui... jetzt kommen wir aber weit weg vom Eingangsthema....

In das Watt der Nordsee dürfen sie aber nur, wenn sie auf die Wattführer oder tidenkundige Nordsee-Küstenbewohner hören. Die ehrenamtliche und hauptamtliche Seerettung ist nämlich auch jede Sommersaison ein trauriges Kapitel für sich ...

Crimson 07.05.2019 20:13

Zitat:

Zitat von suchm (Beitrag 2062500)
Sorry nochmals, der Veggie-Day war für öffentliche Angestellte und Beamte verpflichtend gedacht.

wie hätte das gehen sollen? Dafür hätte ich gerne mal eine belastbare Quelle.


Ich bin selbst weit weg davon, vegetarisch zu leben, aber manche Reflexe (auch und gerade 2013) sind schon äußerst eigenartig :roll:

Harry Hirsch 08.05.2019 07:47

Es ist HIER und HIER ganz gut beschrieben. Ich weiß, Wikipedia ist nicht immer der Quell der Wahrheit, aber ich erinnere mich auch noch ganz gut an diese völlig aus dem Ruder gelaufene Diskussion.

Ein simpler, wie ich finde -guter- Vorschlag ziemlich grundlos zunichte gemacht. (Ich bin kein Vegetarier.)
Aber jetzt entfernen wir uns noch weiter Thema...

Daher zurück. Die Eingangsfrage war ja, inwiefern hat jemand selbst zu seinem Unglück beigetragen und wie weit verdient das überhaupt Mitgefühl?

Ich habe bisher weitestgehend in eine Richtung argumentiert, obwohl ich anfangs was von ambivalent geschrieben hatte.
Also die andere Seite in mir: Wenn jemand ohne Sauerstoff auf einen der höchsten Berge rennt, vielleicht gar mit dem Ziel, es in neuer Rekordzeit zu schaffen, dann hat er seinen Teil dazu beigetragen, wenn das nicht gut geht. Je nach Umständen (ist er trotz Warnungen bei schlechtem Wetter los oder hat ihn ein Felssturz mitgerissen) pegelt sich mein Mitgefühl für die Person ein.
Die Hinterbliebenen haben es in jedem Fall verdient (außer sie haben irgendwie was beigetragen, aber selbst dann ein wenig).

Aber nochmal die nervige Frage: Auf welche Freizeitaktivitäten beschränkt sich das? Bergsteigen über 6.000 Meter ohne Sauerstoff? Bergsteigen generell? Drachenfliegen? Paragliding?
Wie ist es mit dem verunglückten Motarradfahrer? Motorradfahren ist ja in der Regel reiner Freizeitspaß. Die Gefahren kennt jeder.
(Ich habe nichts gegen das Motorradfahren, es eignet sich aber so schön als plakatives Beispiel).

Beim Raucher, der an Lungenkrebs erkrankt, werden die meisten wohl sagen "kein Wunder".

Ein Aspekt, der bisher nicht genannt wurde: Soweit ich weiß (Halbwissen!), hat zumindest David Lama damit seinen Lebensunterhalt bestritten. Es war also kein reines Freizeitvergnügen, sondern auch Beruf.

André 69 08.05.2019 09:19

Zitat:

Zitat von André 69 (Beitrag 2062267)
Ein paar Gedanken von mir:

Mitgefühl - Ein Toter braucht kein Mitgefühl, er hat nichts mehr davon.
Aber jemandem sein Mitgefühl zu verweigern, sagt über denjengen aus, daß er entweder weniger emphatisch ist, oder die Beweggründe des Verunglückten nicht versteht.

Hier könnt ihr gern im Kondolenzbuch lesen, und danach über verweigertes Mitgefühl weiterdiskutieren.

Gruß André

TONI_B 08.05.2019 15:22

Sollte sich dieses "verweigerte Mitgefühl" auf mich beziehen: ich glaube, ich kann die Gedankengänge eines Bergsteigers durchaus nachvollziehen und daher habe ich vermutet, dass die Verunglückten bei dem gestorben sind, was sie am liebsten gemacht haben und sich auch der Gefahr bewusst waren. Wenn man sie vorher gefragt hätte, hätten sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gesagt, dass kein Mitgefühl erwarten!

Und das habe ich gleich zu Beginn geschrieben: sie haben aber meine Bewunderung!

Gerhard55 08.05.2019 15:57

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2062501)
Passt zwar nur bedingt hier her, aber bitte: LINK
Wegen solcher Typen bringen sich Bergretter in Gefahr...:flop:

Genau das Gleiche passierte in der 2. Januarwoche 2019 bei Lawinenwarnstufe 4 im Bereich Mayrhofen/Zillertal, allerdings bei besserem Wetter. Wir sahen den Hubschrauber über eine Stunde nach den 3 Idioten suchen, die nicht nur sich vom Ort des Notrufs entfernt, sondern auch noch aufgetrennt hatten. Dann gab es auch noch wüste Beschimpfungen, weil die Rettung so lange gedauert hat....

Waren übrigens auch Deutsche, wie man hörte...

hpike 08.05.2019 16:25

Also wenn man sowas hört, da muss man sich für die eigenen Landsleute schämen. Echt daneben sowas. :flop: Gott sei Dank, ist sowas aber nicht an die Nationalität gebunden. Sowas gibt es leider überall.


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