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Zitat von Dat Ei
(Beitrag 2338417)
Moin, moin,
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Ebenfalls Moin... und sorry - ich komme erst jetzt zum Antworten ;)
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entschuldige, wenn ich die Frage nicht sonderlich smart finde.
Es gibt Aspekte, dafür benötigt man keine eigene, persönliche Erfahrung, sondern da reicht auch schon ein wenig Nachdenken.
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Ich habe in den letzten 5 Jahren - also seitdem wir auf BEV umgestiegen sind - schon soo viele unsmarte Gespräche über das Thema geführt, die geprägt waren von Facebook und TikTok "Wissen", dass ich das Thema echte Erfahrung gerne im Vorfeld kläre ;)
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Kleines Beispiel: unser Fahrzeug wird in einer zur Wohnung gehörenden Mietwohnung abgestellt. Es handelt sich um eine Doppelhubgarage. Die Stellplätze sind für maximal 2 t Gewicht zugelassen. Des Weiteren ist die maximale Fahrzeughöhe derart eingeschränkt, dass ich vor 30 Jahren, als ich die Münchner Wohnung angemietet habe, auf den Stellplatz verzichten musste, weil unsere Ente nicht hinein passte.
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Nun... also wurde schon mal der Stellplatz leergelassen... für einen Verbrenner ;)
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Eine Lademöglichkeit gibt es in der Garage nicht. Ob eine installiert werden könnte, eine zulässig wäre, oder überhaupt ein E-Fahrzeug in der Garage abgestellt werden dürfte, müsste geklärt werden. Meine Vermieterin hat wenig Interesse, dafür ein Fass aufzumachen. Ich als Mieter habe bei den Randbedingungen und meiner persönlichen Münchner Restlaufzeit (< 4 Jahre) auch wenig Interesse, viel Zeit und viel Geld in die Hand zu nehmen. Die Frage, was nach dem Auszug aus dem Invest würde, mal ganz außen vor.
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Ich frag jetzt mal ganz plakativ: Kannst du in der Garage Tanken?
Und für ein nächtliches Laden reicht übrigens auch im Prinzip eine 220V Steckdose. Ich kenne die Begebenheiten vor Ort natürlich nicht, aber 220v ist schon mal viel einfacher (/und billiger) zu bekommen, als eine echte Wallbox. Aber selbst wenn nun mal kein Laden am Stellplatzt möglich ist. Geht ihr in München Einkaufen? Fahrt ihr mit dem Auto in den Zoo? Ins Museum? Zum Sport? halt irgendwas, was länger als 30 Minuten dauert?
Beim BEV ist es nämlich so, dass man damit NICHT extra zum Tanken aka Laden fahren muss, sondern das erledigen kann und sollte(!!!) , wenn das Auto sowieso nur dumm rumsteht. An vielen Supermärkten, Kinos, Museen, Zoos, ... gibt es inzwischen Schnelllader (>= 50kW). Man erledigt etwas und in der Zeit lädt das Auto. Punkt.
Von den 25.000km im Jahr die wir ca. fahren, fallen vielleicht 5000-8000km auf Urlaubfahrten etc. wo das nicht der Fall ist. Da "verliere" ich Zeit - wobei wir alters und hundebedingt auch schon mit Verbrenner ca. alle drei Stunden eine Pause gemacht haben. Jetzt wird da halt nachgeladen (und bei 18 Minuten von 10-80% Akku muss man sich schon fast schon sputen, um auf einer Autobahnraststätte / Autohof in der Zeit auf's Klo und wieder zurück zu kommen.
Seit wir elektrisch unterwegs sind, haben wir vielleicht 2mal auf eine freie Säule warten müssen... maximal 10 Minuten.
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Nachdem wir on top auch noch zwei Wohnsitze haben, die 200 km voneinander entfernt sind und pendeln müssen, sollte das Fahrzeug (auch im Winter) Langstrecken tauglich sein. Das steigert zum einen die Kosten und zum anderen Gewicht und Dimensionen des Fahrzeug. Oder wir müssten mindestens einmal pro Standortwechsel zum Nachladen, bei einer in unserem Umfeld recht überschaubaren Ladeinfrastruktur. In unser Leben geht schon genug Zeit für Job und Pendeln drauf.
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200km einfach ist heute auch im Winter nun wirklich nicht mehr die Herausforderung... da gibt es wirklich jede Menge Modelle, die das können. Und selbst wenn(!!) man einmal in die Verlegenheit kommen sollte... bei 2 bis 2:30h Stunden Fahrzeit fallen 10 Minuten nachladen an einer Schnellladesäule wirklich sooo ins Gewicht, dass man deswegen sag, das ein Umstieg nicht möglich ist?
Ja... man fährt mit einem BEV anders als mit einem Verbrenner. Aber ich muss für mich sagen, dass ich noch nie so entspannt lange Strecken zurückgelegt habe. Und den Komfort, wie warmes und enteistes Auto im Winter, kühles, vorklimatisiertes Auto im Sommer per Knopfdruck möchte ich auch nicht mehr missen.
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Das waren nur mal ein paar Punkte durch die ganz persönliche Brille betrachtet. Mit dem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, frage ich mich, woher die Energie für eine Voll-Elektrifizierung des Pkw-Verkehrs kommen soll, insbesondere, nachdem wir auch das Heizen und industrielle Prozesse auf E umstellen wollen. Über die Planung, den Ausbau und die Finanzierung unserer Netze (überregional, aber auch konkret in den Städten) in Zeiten klammer Kassen und schrumpfender Wirtschaft deckt man auch besser den Mantel des Schweigens.
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Dass das alles nicht von jetzt auf gleich gehen kann ist mir auch bewußt, aber mal ganz ehrlich. Berta Benz musste zum Tanken auch noch in die Apotheke gehen, da gab's auch nicht an jeder Ecke eine Tankstelle. Und die Logistik und die Energie um das ganze Rohöl um die Welt zu schippern, zu raffinieren und dann als Benzin/Diesel wieder unter Verbrauch von Unmengen an Diesel quer durch die Republik zu karren um alle Tankstellen damit zu versorgen gibt's doch auch. Und das smarte an Strom ist, dass man den superbillig lokal durch Sonne und Wind erzeugen kann... ja ich weiß, Strom kann man schlecht lagern. Aber mal ehrlich... da sind wir doch - genau wie bei der Batterie Entwicklung - erst am Anfang.
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Woher soll das Geld kommen, wenn wir jetzt schon mit der Instandhaltung kämpfen, oder Systeme wie Rente, gesetzliche Krankenversicherung und Pflege gegen die Wand fahren? Und das bei absehbar schrumpfender Bevölkerung mit der umgekehrten Alterspyramide... Ich weiß, da gibt es die üblichen Ideen von (ganz) links und auch (ganz) rechts...
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Geld ist eigentlich genug da. Aber genau wie die deutsche Automobil Industrie das Geld lieber in Lobbyismus zur Verhinderung von E-Mobilität oder Versuche der (Verbrenner) Besitzstandswahrung gesteckt hat, als sie als Technologie-Führer (der wir mal als Autoland waren) in die Entwicklung zu stecken, genauso wird in der Politik gehandelt (oder auch besser nicht gehandelt). In Bayern kann man keine Windräder bauen, aber Mini-Atomkraftwerke sollen es jetzt werden. Und billiger in den Gestehungskosten als Wind und Solar geht nun mal nicht.
Holger