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frame 21.11.2023 13:45

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291271)
Noch einmal - wir benötigen zunächst nennenswerte EE-Überschüsse.

ZUNÄCHST? Erstmal zuviel produzieren und dann anfangen darüber nachzudenken wie man es speichern könnte? Und wenn man die Speichertechnik dann gefunden hat muss man das Zeugs auch noch BAUEN? Das fällt nicht vom Himmel, das braucht Zeit und Material und Fachleute.

Wie konkret stellst du dir dazu den Zeitplan vor?

Interessant dass du genau die Salzgeschichte als Lösung bringst die Klaus oben als den aktuellen "heissen Scheiss" schon genannt hat ;)

chri$ti@n 22.11.2023 09:37

Zitat:

Zitat von chri$ti@n (Beitrag 2291147)
Der saisonalen Speicherung käme also vor allem für PV enorme Bedeutung zu. Dass in diese Richtung geforscht, investiert, geplant werden muss, steht für mich außer Zweifel. Aber wer glaubt denn wirklich, dass wir - sagen wir mal im Jahr 2030 - wesentliche Lösungen zur saisonalen Speicherung parat haben? Nicht am vielfach subventionierten Prototypenprüfstand, sondern in der realen Welt unter realen ökonomischen (und bitte auch ökologischen) Bedingungen? Ich glaube daran nicht!

Ausnahmsweise zitiere ich mich hier mal selber, denn folgende Hiobsbotschaft bestätigt meine Befürchtungen:
Grüner Wasserstoff: Raffinerie Heide bricht Vorreiter-Projekt ab

Leider bleibt in diesem Artikel offen, warum dort die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben sein soll, beim Projekt "Hyscale 100" des offensichtlich gleichen Konsortiums hingegen schon?

Beste Voraussetzungen sollen ja gegeben gewesen sein (Quelle):
Zitat:

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben: Die Raffinerie Heide verfügt seit langem über eine Wasserstoffpipeline. Zudem stehen unterirdische Salzkavernen zur Verfügung, in denen der Wasserstoff gespeichert werden könnte.

Außer, dass letzteres 3x größer sein soll und auch mit anderen (höheren!) Fördermillionen versehen ist, kann ich aus der Ferne keinen Unterschied erkennen. Weiß da irgendjemand mehr?

atlinblau 22.11.2023 10:24

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2291272)
ZUNÄCHST? Erstmal zuviel produzieren und dann anfangen darüber nachzudenken wie man es speichern könnte?

Vor Jahren mal aufgeschnappt - das Speicherproblem entsteht erst ab 2030 >>>klick!


Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2291272)
Und wenn man die Speichertechnik dann gefunden hat muss man das Zeugs auch noch BAUEN? Das fällt nicht vom Himmel, das braucht Zeit und Material und Fachleute.

Energiesicherheit ist wichtig, aber nicht kostenlos zu haben.
Für "Landessicherheit" (Bundeswehr) waren jedenfalls mal so 100 Mrd. machbar.

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2291272)
Wie konkret stellst du dir dazu den Zeitplan vor?

Der Zeitplan - laut dem Klimaschutzabkommen Paris 2015 eigentlich bis 2050. Bisher ist Klimaschutz im Zustand der „Entschlossenheitssimulation“ .

Porty 22.11.2023 12:07

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291308)
Vor Jahren mal aufgeschnappt - das Speicherproblem entsteht erst ab 2030 >>>klick!

Habe mich selten so Amüsiert...:lol:
Die "Experten" gehen von einem "einstelligen Milliardenbetrag" aus, ansonsten werden es die Nachbarländer schon richten.
Wie Blauäugig kann man denn sein, damit man den Schwachsinn glauben kann?
Wer nur einen Hauch Ahnung von Energie und Chemietechnik hat, dem war auch 2014 schon klar, dass das so nicht funktioniert.

Porty 22.11.2023 12:21

Zitat:

Zitat von chri$ti@n (Beitrag 2291306)
Außer, dass letzteres 3x größer sein soll und auch mit anderen (höheren!) Fördermillionen versehen ist, kann ich aus der Ferne keinen Unterschied erkennen. Weiß da irgendjemand mehr?

Ich befürchte, jemand hat mal mit den richtigen Zahlen und ohne Wunschdenken das Projekt durch kalkuliert.
Für das große Projekt stehen vermutlich noch unverbrauchte Fördermittel bereit, die erst noch verbraten werden müssen, bis auch dieses beerdigt wird.

In diesem Zusammenhang auch interessant: Im aktuellen Lok- Magazin (12/24) gibt es einen umfangreichen Kommentar zum Thema Wasserstoff- betriebener Züge, wo der Redakteur bedauert, dass diese Technik nach anfänglicher Euphorie wieder beerdigt wird. Zu teuer, zu schlechter Wirkungsgrad, zu aufwendiges Wasserstoffhandling.
Langsam werden die Träumer von der Realität eingeholt, zumal die Batteriebetrieben Züge die wohl bessere Alternative sind.

chri$ti@n 22.11.2023 14:26

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291316)
Die "Experten" gehen von einem "einstelligen Milliardenbetrag" aus, .....

Michael, das kann schon hinkommen. Bei dieser Schätzung wurde nämlich nicht genannt, in welchem Zeitraum der "einstellige Milliardenbetrag" anfällt. Einmalig, jährlich, monatlich, ...

Such dir das passende aus und es wird zur Realität passen :P
Ich weiß schon, du hast dich eher auf das Import-Thema bezogen ;)

turboengine 23.11.2023 09:27

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291316)
Wie Blauäugig kann man denn sein, damit man den Schwachsinn glauben kann?
Wer nur einen Hauch Ahnung von Energie und Chemietechnik hat, dem war auch 2014 schon klar, dass das so nicht funktioniert.

Die ganzen „Studien“ von Agora Energiewende altern sehr schlecht. Alles Wunschdenken und als Wissenschaft getarnte Propaganda.

Und wer steckt dahinter? Rainer Baake und Patrick Graichen, der Intimus von Habeck.
https://www.fr.de/politik/us-million...-92261374.html

Diesen beiden Typen haben wir zum Grossteil das heutige Schlamassel zu verdanken.

Zitat:

Geld gab es dabei auch vom Staat: Gut drei Millionen Euro zahlten 2022 mehrere Ministerien an Agora Energiewende. Mehr als die Hälfte kam von Habecks Wirtschafts- und Klimaschutzministerium. Allerdings bekam der Thinktank auch in den Jahren 2019 bis 2021, als Peter Altmaier von der CDU noch Wirtschaftsminister war, schon jeweils knapp eine Millionen von dem Ministerium. Die Verbindungen in die Politik sind auch sonst zahlreich. Im „Rat der Agora“, dem zentralen Beratungsgremium des Vereins, kommen Abgeordnete und Staatssekretäre aus unterschiedlichen Ministerien und Parteien zusammen. So wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Verlinden, oder der Staatsekretär im Entwicklungsministerium, Jochen Flasbarth von der SPD. Auch Abgeordnete von FDP und CDU sitzen in dem Gremium.
Filz@work.

steve.hatton 23.11.2023 12:25

Ja alles etwas eigenartig, aber auch tendenziös geschrieben, denn ganz klein im Nebensatz wird erwähnt, dass auch Politiker andere Parteien dort sitzen, aber es werden nur Grüne und SPDler, neben den Wirtschaftsministern, namentlich genannt.

Man möchte meinen, die Grünen hätten derartige Lobby-Verbände erfunden, ebenso Schattenhaushalte und vieles mehr.

Keine Entschuldigung für niemanden - nur eine Feststellung.

turboengine 23.11.2023 12:56

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2291382)
Ja alles etwas eigenartig, aber auch tendenziös geschrieben

Es ist die Frankfurter Rundschau - das ist eigentlich ein grünes Habeck-Fanzine.

Eine weitere dubiose Gestalt ist der Vetter von Patrick Graichen, Michael Kellner. Er ist Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz der mit keinerlei Fachkenntnis glänzt, sondern vorher die Wahlkämpfe für die Grünen organisiert hat.

Die Ministerien werden immer weniger als Verwaltung für die Regierung angesehen, sondern als Beute der herrschenden Partei. Sachverstand ist dabei eigentlich eher hinderlich und führt bei Widerspruch mit der ideologischen Agenda unweigerlich zum Kaltstellen und bei Referatsleitern und höher direkt zum Hinauswurf wenn man sich nicht brav in den Wind stellt.

Es ist absolut katastrophal welche Fehlsteuerung auf allen Ebenen da in Deutschland da mittlerweile stattfindet. Das dumme ist halt, dass die Realität sich irgendwann durchsetzt wenn alle Reserven verprasst sind.

Gepard 23.11.2023 13:14

Alles wird gut, in den nächsten Jahren.
Fragt sich nur für wen.
Herr Scholz hat ja nun mit afrikanischen Staaten abgemacht, das sie uns grünen Wasserstoff liefern werden. In seiner Abschlußrede sprach er davon, das die afrikanischen Staaten durch dieses Projekt in die Lage versetzt werden ihre Infrastruktur aus zu bauen und für Investitionen deutscher Unternehmen atraktiv werden.
Das wird wohl so sein.
Allerdings wollen die für ihre eigene Stromversorgung nicht auf Öko setzen, sondern auf Kohlestrom. Damit können sie unserer Industrie eine gesicherte und kostengünstige Stromversorgung anbieten. Das ist natürlich attraktiv, auch für die Verlagerung von Deutschland nach Afrika.


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